25.01.2020

Bigfoot - Der Blutrausch einer Legende

Im Original, produziert 2012, hörte auf den Titel »Bigfoot: The Lost Coast Tapes«, was wesentlich besser zur Found Footage Handlung passte, als der alternative deutsche Titel auf Bild-Zeitungs-Niveau.

Journalist Sean hat mit Integritätsproblemen zu kämpfen, da er einem Schwindler auf den Leim ging, der angeblich einen Sasquatch (nordamerikanische Bezeichnung) gesichtet haben wollte. Als sich nun die Chance bietet, von einer weiteren Sichtung zu berichten, bzw. von einem Bigfoot-Jäger, der im Besitz eines toten Exemplars sein will, nutzt er diese Möglichkeit, skeptisch, aber mit dem Rücken zu Wand stehend. Beigleitet von einem Kamerateam macht er sich auf den Weg zur entlegenen Lost Coast, einem bewaldeten Küstenstreifen, mitten im Nichts. Dort angekommen spielen sich einige schräge Dinge ab... und dass Bigfootjäger reichlich seltsame Vögel sein müssen, ist auch so klar wie Sasquatch-Urin (wenn den jemand mal gesehen hat, hehe).



Man möge mir den Pipi-Vergleich vergeben, aber zum Film insgesamt würde mir noch ganz anderes Ausscheidungsvokabular einfallen. Das Found Footage Genre atmet seit seiner Erfindung nur sehr flach, selten, dass man mal was zu sehen bekommt, was nur ansatzweise innovativ wäre, aber dieses planlose Geruckel hier ist schon eine Herausforderung. Was nicht mal an der visuellen Umsetzung (gut, der Hauptdarsteller hat eine Mimik zum nicht gerne haben) liegt, vielmehr an den strunzdämlichen Dialogen dazu, die vielleicht irgendeiner Atmosphäre zuträglich sein sollen, dies aber eben nicht sind. Kleines Beispiel... breiter Waldweg, hellerlichter Tag. »Passt auf, wo ihr hintretet.« - »Ich bin direkt hinter dir.«... und so weiter. Also, nur für absolute Fetischisten behaarter Waldbewohner zu empfehlen. Der Rest kennt zig Bigfoot-Filme, die besser unterhalten. Bin direkt hinter euch. ;o)


Die Krupps »Vision 2020« (»Vision 2020«, 2020)

19.01.2020

▶ Myrkur // Ella


Myrkur »Ella« (»Folkesange«, 2020)

16.01.2020

Erfurt, Hauptfriedhof, Teil 1



Heute steigen wir am Rande von Thüringens Hauptstadt aus der Straßenbahn, Linie 4, an der Haltestelle - richtig! - Hauptfriedhof, quasi Pflichtprogramm, wenn wir schon mal da sind. Der Friedhof umfasst knapp 60 Hektar, ist also nicht gerade klein. Aber man betritt selten Friedhöfe dieser Grüße, auf denen es so wenig zu fotografieren gibt. Aber ein schöner Spaziergang ist es allemal... ;o)



Mehr dmnxt


Gherzen »Гремучая Ртуть (The Fulminating Mercury)« (»1881«, 2019)

13.01.2020

▶ Behemoth // Rom 5:8


Behemoth »Rom 5:8« (»I Loved You at Your Darkest«, 2018)

09.01.2020

Siglufjarðarkirkjugarður // 2





Abbath »Harvest Pyre« (»Outstrider«, 2019)

06.01.2020

Shame The Devil (Truth Or Die)

Hm. Warum verpasst man Filmen mit englischen Originaltiteln englische Alternativtitel? Muss wohl irgendwie mit den Rechten zu tun haben, nervt aber, oder zumindest verwirrt es. Vorliegendes Exemplar wurde auf »Shame The Devil« getauft, es existiert aber auch eine Version als »Truth Or Die«, welche man sich frei bei YouTube anschauen kann. Eingetütet wurde das Ganze 2013.

Zeitgleich geschehen in London und New York relativ raffinierte Morde, deren Verbindung das Thema Lüge bzw. Wahrheit ist. Wie zum Beispiel im Trailer zu sehen, wird das gefesselte Opfer an einen Lügendetektor angeschlossen, der wiederum mit dem Abzug einer Schrotflinte verbunden ist, die auf das Gesicht des armen Knilches gerichtet ist. Also: die Wahrheit, nichts als die Wahrheit! Sonst...
Außerdem stellt der Detektiv James, ohne zu wissen warum, das Bindeglied zwischen den Taten dar. Mithilfe seiner Ex-Geliebten, einer in NY lehrenden Professorin, deren zentrales Thema das Lügen ist, hofft er die Zusammenhänge zu erkennen.



Also dafür, dass es den Film frei im Netz gibt, ist er wirklich gut! Man wird von den Darstellern angenehm überrascht (bis auf den guten James, der kann nur wie ein normaler Krapfen oder ein doofer Krapfen gucken) und sogar die deutsche Synchronisation ist gelungen (!). Aber das eigentliche Plus besteht im Plot. Man tappt schon eine gute Weile im Dunkel und bekommt ein recht geschmackvolles Finale präsentiert. Nette Unterhaltung.


Beastie Boys »So Watcha Want« (»Check Your Head«, 1992)

03.01.2020

Krematorium Dresden Tolkewitz



Im Jahr 1906 wurde die Feuerbestattung in Sachsen zugelassen, so dass man nach den Plänen Fritz Schumachers (u. a. Krematorium Hamburg Ohlsdorf) 1909 mit dem Bau eines Krematoriums begann. 1911 gab es dann die erste Einäscherung. Das Krematorium ist bis heute in Betrieb, diverse Innenräume kann man im Rahmen von Führungen bzw. zum Tag des offenen Denkmals besichtigen.


The Melmacs »Going Out« (2019)

02.01.2020

▶ Sopor Aeternus // Beautiful


Sopor Aeternus & The Ensemble Of Shadows »Beautiful« (»Mitternacht«, 2014)

31.12.2019

Prosit und so...



So, es wäre also in wenigen Minuten geschafft, wieder ein Jahr abgehakt. Allen, die das hier regelmäßig, oder gerade zufällig verfolgen: ein frohes neues Jahr und eine schmerzfreie Silvesternacht! Man sieht sich! ;o)


DJ Cummerbund »Play That Funky Music Rammstein« (2019)

29.12.2019

The Farm 2

Arbeiten wir erst einmal, wie gewohnt, die Namensliste dieses Psychofilms ab. Im Original hört er auf den etwas skurrilen Namen »American Gothic«, außerdem existiert noch der Alternativtitel »Bloodletting«. Die Produktion kam 2017 aus, wir ahnen es bereits, den USA.

Am Anfang des Films hat ein Gefangenentransport einen Unfall, das Fahrzeug bleibt auf der Seite liegen. Kurzes Déjà-vu zu Ittenbachs »Chain Reaction«, irgendjemand? Aber keine Angst, es geht dann anders weiter... hier hat niemand bis auf die Knackis Nick und Guy überlebt und natürlich wollen sie die Gunst der Stunde nutzen, um zu fliehen. Erstes Problem: ihre Beine sind aneinander gekettet. Sie kommen schließlich zu einer Farm, da gibt es sogar einen Bolzenschneider. So weit, so gut, sie bringen also kurzerhand Mutti und Vati in ihre Gewalt. Denken sie zumindest, denn ganz so rechtschaffen wie die Farmer wirken, sind sie natürlich nicht. Wäre ja auch noch schöner...



Ein wirklich nettes Kleinod, dieser Film. Die beteiligten Charaktere sind irgendwie nett ausgewählt, die Kulisse auch und die Handlung enthält ein paar raffinierte Abscheulichkeiten. Da pfeift man doch glatt auf den ein oder anderen Logikfehler in der Handlung. Kann man prima gucken, wenn mal die Verwandtschaft vom Land zum Kaffee zu Besuch ist. ;o)


Blutjungs »Mein Friseur« (»Saufpferdchen«, 2017)