26.06.2010

Verbrauchergemeinschaft

In Dresden gibt es verschiedene Läden, in denen Bio- und Ökoprodukte angeboten werden, die sich als »VG Verbrauchergemeinschaft für umweltgerecht erzeugte Produkte eG« zusammengetan haben. So weit, so gut. In Zeiten, wo man manchmal nicht weiß, in welcher Richtung der Natur/Labor-Zeiger bei Nahrungsmitteln ausschlägt, kann man das nachvollziehen. Seltsam fand ich, bei einer Filiale um die Ecke (vorbeilaufend) nur jedesmal das Publikum (ihr wisst, was ich meine...?).

Nun hab ich mir das mal angesehen, die wollen tatsächlich als Mitgliedsgebühr 15,00 Euro pro Monat und, tamtam!, pro erwachsener Person im jeweiligen Haushalt. Würde bei zwei Erwachsenen 360,00 Euro im Jahr ausmachen, bei ohnehin schon genretypischen Verkaufspreisen.

Was will man damit erreichen?
- Dass der, der es nicht so dicke hat, sich beim Discounter gegnüber systematisch vergiftet um längerfristig so ein Säuberungsding durchzuziehen?
- Steckt was sexuelles dahinter? Singletreff bioblumenkohllutschender Leinenfetischisten vielleicht...
- Will man möglichst wenig Umsatz machen um nicht als Turbokapitalisten verschrieen zu werden?

Es bleibt schleierhaft, hat aber eine bitterschmeckende pseudoelitäre Note. Wie auch immer, im Prinzip egal, ich wollte es nur mal erzählt haben. Es gibt schließlich noch genügend anderer ähnlich gearteter Verkaufsstellen, oder bäuerliche Handelsgesellschaften, die der normalen Bevölkerung jederzeit offen stehen.

Kommentare:

  1. Wieso schleierhaft? Davon träumt doch jede Krämerseele. Kundschaft die regelmäßig die Kasse füllt, nur für das Bereitstellen einer Ware. Da geht das unternehmerische Risiko auf null zurück und der Verkauf verspricht fast einen Reingewinn. Und Leute die auf solche Nonsens wie Naturkost, Bio-Produkt oder umweltgerecht erzeugt hereinfallen, gehören geschröpft und ausgenommen. Das ist halt Marktwirtschaft.

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  2. Trotzdem seltsam, da es ja genügend Läden selbiger Natur gibt, in denen man "freien Eintritt" hat. Das widerspricht doch der zarten Natur des freien Marktes. Warum ist die Bude dennoch regelmäßig gut besucht? Da steckt mehr dahinter, und wenn es ein Swingerclub ist, oder so was... Oder die planen was politisches. Ich werde das beobachten und genau in diesem Blog zur Sprache bringen, wenn ich´s weiss, haha...

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  3. Gut. Ziehe dir einen Jutesack über und bereise inkognito den Laden. Vergiß nicht die 20 Euro für den Genossenschaftsanteil. Wenn die einen streng auf Familie machen, ist es mit Sicherheit eine Sekte. Signalisiere dann einfach Paarungsbereitschaft. Mal sehen, was passiert ...

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  4. Ein brenzliger Auftrag. So was von ingoknito und top secret, dass es nur die 432.477 Leser dieses Blogs wissen, aber ich pack das an... Muss aber erst mal schnell Fussball gucken...

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Vielen Dank für´s Gespräch! ;o)