...eigentlich wollte ich dieses Jahr den ESC komplett umschiffen, oder zumindest nichts darüber schreiben. Aber wie das so ist bei Suchtkranken. Also am Ende doch hier und da reingezappt, Fehler. Und nun muss ich an dieser Stelle eben motzen.
Mal angefangen beim unsäglichen deutschen Vorentscheid (unsere Interpretinnen S!sters sind eingschlägigen Quellen zufolge bei den Buchmachern auf den letzten Platz gerutscht), geht´s gleich weiter mit dem jährlich am lebendigen (?) Körper verblödenden Peter Urban. Was früher mal kauzig, aber sympathisch wirkte, ist heute nur noch peinlich und herablassend. Also mein Vorschlag, nein, meine Bitte wäre: lasst das ganze mal neu starten! Alle lebenserhaltenden Geräte abstellen, das Konzept überdenken, Moderatoren und Kommentatoren austauschen, dann langsam eine Brausetablette auflösen und mal gucken, was an Blasen nach oben steigt. So isses nur noch Kacke!
Und mal ehrlich: so richtige Highlights haben die beiden Halbfinals auch nicht nach oben gespült. Mehr ist manchmal weniger. Möge also allen, denen es ähnlich geht wie dem Verfasser dieser Zeilen, der Samstag einen versönlichen Abend bescheren. Immerhin is Madonna dabei... ;o)
Apropos... Virtuelle Halbmastbeflaggung für Wiglaf Droste - du hast uns verdammt viel Freude gemacht, Junge! ;o)
Frühling auf dem Johannisfriedhof in Dresden Tolkewitz ist generell schön. Und wenn man Glück hat, trifft man hier und da lustige Wildhasen, die durch die Grabreihen sausen... ;o)
Auf dem Cimitero della Villetta, oder besser gesagt, darunter, gibt es einige Urnengänge. Hat was sehr anheimelndes, wenn man da so mutterseelen allein entlang tapst. Also Atmosphäre, Totenstille und wenn dann irgendwo eine Taube geräuschvoll startet auch etwas zum Erschrecken. ;o)
Nach einem Erlass aus dem Jahre 1804, welcher Bestattungen innerhalb der Stadtmauern Parmas untersagte, wurde dieser Friedhof 1817 gegründet. Seine Form ist achteckig, er ist in vier Abteile unterteilt. Also los... ;o)
Diese finnische Musikkomödie stammt aus dem Jahr 2018 und hört im Original auf den knuffigen Namen »Hevi reissu«.
Schon mal was von Symphonic Post Apocalyptic Reindeer Grinding Christ Abusing Extreme War Pagan Fennoscandian Metal gehört? Diesen spielen vier Freunde mit ihrer Metal Band in irgendeinem Dorf in der finnischen Einöde. Nachdem sie nur Songs bekannter Bands covern, nehmen sie einen ersten eigenen Song auf, inspiriert durch den Klang einer Knochensäge in einer Schlachterei, der eben diese Genrebezeichnung erhält. Ansonsten sind die Jungs die Zielscheibe des Spotts in ihrer Gemeinde. Sänger Turo ist in die Dorfschönheit verliebt, aber wird jedes Mal vom Schlagersänger Jouni abgekocht. Mit einem eigenen Song und dem frisch gefundenen Bandnamen Impaled Rektum, hoffen sie nun aber ernsthaft auf den Durchbruch, welcher mit einem Auftritt auf einem norwegischen Festival begründet werden soll. Diesem Trip stehen andere allerdings eher feindselig gegeüber, unter anderem eingangs erwähnter Schlager-Jouni und der norwegische Grenzschutz...
Guckt sich genau so, wie es sich liest: leicht beknackt, langhaarig, jederzeit amüsant. Ein zweiter Teil über den Werdegang der Sympathieträger aus dem hohen Norden wäre echt ein Fest! ;o)
Zum Abschluss noch ein Auszug aus dem Soundtrack. Das Lied, welches von den Jungs im Keller geübt wird, hört auf den Titel »Kuusamo« und ist ein Cover von Joe Dassins »L'Été indien«, was sicherlich weltweit in zig Sprachen bekannt sein dürfte.