11.07.2014

Apartment 1303

Nicht unterschlagen wollen wir den Zusatz »3D«, was einem ja mittleweile zuverlässige Empfehlung sein könnte, dieses Remake eines japanischen Originals wieder ins Regal zu stellen. Aber wenn das Ding dann so einen rattenscharfen deutschen Verleihtitel, wie »Wohnst du noch oder stirbst du schon« (iswahr!) verpasst bekommt, kann es sein, das man dann doch aktiv an einer gewissen Rohstoffverschwendung teilnimmt. Wir ahnen bereits in der Einleitung in und nicht etwa zwischen den Zeilen, dass wir bei diesem Wohnungsgruselfilm irgendwas aus der untersten Schublade erwischt haben.

deutscher Trailer

Ein kurzer Abriss: junge Frau (welches Nervengift hat eigentlich die Lippen der Schauspielerin so schlauchbootig werden lassen...?) mietet Apartment, wo ein kleines Mädchen auf dem Gang Ball spielt (langweilig), eine finster dreinblickende Frau mit nassen Haaren (laangweilig) hinter ihr im Spiegel (laaangweilig) auftaucht, der Strom ausfällt (laaaangweilig), der Hausmeister suspekt erscheint (...) usw. usf... Natürlich hat das Apartment ne finstere Vorgeschichte... Viel mehr kann man kaum vorher erzählen ohne zu viel von der, ähem, Spannung zu nehmen.

Trailer des japanischen Originals

Der Film bietet wirklich nichts, was man nicht schon zig mal in anderen Filmen gesehen hat. Die Schauspieler sind vielleicht noch nicht mal die schlechtesten jedoch wirken speziell die Hauptakteure nur in die Kulisse hineingeborgt, das passt einfach nicht zusammen. Hab was von einem Budget von 5 Mio. $ gelesen, da fragt man sich, wofür die ausgegeben wurden - zur Nachbildung der Schiebetür wahrscheinlich (vgl. Trailer!)...

Da der Film praktisch ohne Gemetzel auskommt, ist er in der mit etwas über 80 Minuten ungeschnitten P16 freigegeben und wäre, wenn er nicht so schrottig wäre, perfekt für einen netten Familiennachmittag. Wäre. Apartments bringen keine Menschen um, Menschen bringen Menschen um. orakelt der nette Polizist im Film. Hoffen wir mal, dass Filme auch keine Menschen umbringen... Laaaaangweilig! ;o)

Extreme Noise Terror »Johnny Won´t Go To Heaven« (»Punker Than Punk«, 1995)

Kommentare:

  1. Schiebetüren stehen auch bei uns ganz oben auf der Kalkulation :-)
    Komm her und rette mich! (Laaaaaaangweilig)

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    1. ich kann dir nicht helfen, lebe selber in der zwischenwelt (wahrscheinlich bin ich das mädchen mit den nassen haaren im spiegel hinter dir... HUAAAAARRR!) ;o)

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Vielen Dank für´s Gespräch! ;o)