03.08.2014

Julia´s Eyes

Dieser, aus Spanien stammende (OT: »Los ojos de Julia«), 2010 veröffentlichte Film steht wahrscheinlich erstmal im Horrorregal, passt dort aber nur bedingt hin, denn, so viel sei verraten, Regisseur Guillem Morales gelingt hier mit subtilen Stilmitteln eine hervorragende Atmosphäre, sowie Spannung zu erzeugen. Dieses Werk ist keine Schlachteplatte, vielmehr ein ästhetischer Aufschnittteller, wenn wir so vergleichen wollen. ;o)



Als Julias Schwester, die wie sie an einer degenerativen Augenkrankheit litt und erblindete, scheinbar Selbstmord als Ausweg wählte, zweifelt Julia daran und begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit. Ihr läuft die Zeit in Form ihres eigenen Augenlichts allerdings davon und sie verfängt sich nach und nach in einem Netz aus Verzweiflung, da ihr scheinbar niemand glaubt, Lügen und Dunkelheit. Mehr will man eigentlich gar nicht verraten um nichts vorweg zu nehmen.

Der Streifen lebt absolut von seinen Bildern, gelungenen Farbstimmungen und dem Miterleben der Sehbeeinträchtigung der Hauptprotagonistin. Dabei bleibt es bis zum (etwas pompösen) Ende hin spannend.

Empfehlung! ;o)

Ana Curra »Es tarde para cambiar« (»Volviendo a las andadas «, 1987)

Kommentare:

Vielen Dank für´s Gespräch! ;o)