26.06.2013

Frontpost #3: Goethe, der Arsch

Im lesenswerten Infoblatt zum sehenswerten Strasbourg wird erwähnt, dass der olle Goethe mehrfach den Turm vom Münster hier bestieg (der war aber auch überall), um seine Höhenangst zu bekämpfen. Die Aussichtsplattform liegt fluffige 66 Meter über dem harten Pflasterstein, die gewundene Treppe zeichnet sich dadurch aus, dass sie im oberen Bereich hin und wieder nach außen offen ist. Nur der Passant, die Stufen, ein Gitter und danach der freie Fall. Na schönen Dank auch!


Kann es sein, dass Monsieur Goethe zuweilen ein ganz schöner Aufschneider war? ;o)

Aktion SSV erfolglos abgebrochen. Man kennt den Klischeefranzosen: rotweiß geringeltes Hemd, Baskenmütze, Baguette unter dem linken Arm (möglichst nahe zur Achselhöhle), den Beaujolais in der rechten Hand (oder schon im Kopf), Gitanes im Mundwinkel. Wenn er sich zum Sommerschlussverkauf durch die grellen Auslagen noch grellerer Läden bewegt, ähnelt er eher der gemeinen Saatkrähe. Sowas schüchtert den feingliedrigen Geist des zartgebauten Touristen aus der ostdeutschen Provinz dann doch etwas ein. Aber Badehosen haben wir daheim auch selber. Hoffe ich.

Trust »Antisocial« (»Répression«, 1980)

Kommentare:

  1. Wenn du wieder heimkehrst, ist hier Winterschlußverkauf. Zumindest den Temperaturen nach.

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    1. Nu hamse sich mal nicht so zimperlich, junger Monsieur! ;o)

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Vielen Dank für´s Gespräch! ;o)