16.02.2017

Primal Shift - Blutrausch

Vom Video prangt die Übertreibung »Natural Born Killers Reloaded«. Ein bisschen dick aufgetragen... Veröffentlicht wurde der kanadische Film 2015.

June und Max sind ein Paar und planen einen Roadtrip (das Wort klingt immer so gewaltig, mal gemessen daran, dass man hierzulande bei gutem Wind selbst von den Alpen in ein paar Stunden an der Ostsee ist) mit einem alten Wohnmobil an die Küste. Um etwas gegen die Langeweile zu tun, schlägt June vor, eine Anhalterin mitzunehmen. Nach ein bisschen Bier, Schnaps und Extasy kommt es zu einem »Unfall« und die Anhalterin stirbt. Max ist völlig daneben, aber in June hat der Vorfall etwas erweckt und sie überredet ihren Freund weitere Anhalter mitzunhemen um diese zu ermorden...



Klingt vielleicht ein bisschen dünn, was es auch ist. Nachem die Hauptcharaktere eigentlich ganz gut vorgestellt werden, wurde leider versäumt, ihren labilen Psychen mehr Tiefe zu verleihen. Hätte man z. B. durch ein paar Rückblenden oder geistvollere Dialoge bewerkstelligen können. So bleibt manche Verhaltensweise unlogisch. Unterm Strich hat der Film dennoch Unterhaltungswert, weil er ein relativ flottes Tempo aufweist.

Und die Musik im Abspann sollte noch mal separat Erwähnung finden... Die Band heißt Actors. Sehr geschmeidig! ;o)

Actors »It Goes Away« (2013)

Kommentare:

  1. Junge, wieder ´ne blutrünstige Story reingefruttelt. Interessant diese Ketchup - Filme dennoch. Und die passende Musik dazu; blutiges Herz, wat willst´e mehr???

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    1. Ich steh auf so nen Scheiß. In Zeiten der weltweiten Vernetzung kann es für einen Filmemacher auch kein Problem sein, seine B-Produktion mit einer geschmeidigen Musik aufzuwerten. Und Actors sind, wie schon erwähnt, sehr geschmeidig. Deshalb bin ich im Kino auch immer der letzte, weil ich gern am Ende des Abspanns lese, wer da welches Lied intoniert hat... ;o)

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Vielen Dank für´s Gespräch! ;o)