08.10.2014

Xavier Jesusnaidoo (oder: Rödelheim Hartreim Gehirn)

Den Gourmets der teutonischen TV-Kulur jüngst als Juror bei Deutschland sucht die nächste Eintagsfliege untergekommen (Hip-Feinschmeck-Hopper schätzen sein Frühwerk im Dunstkreis der Rödelheim-Posse), ansonsten als Musikant, solo und/oder als Sohn Mannheims bekannt: Xavier Naidoo, das unbekannte Wesen.

Hier und da ließ er es sich schon nicht nehmen, seine verqueren - freilich biblisch begründeten - Theorien zum Status der Gesellschaft vom Stapel zu lassen. Kann er ja grundlegend, Meinungsfreiheit, auch für Jünger Gottes Sohnes, so steht es in der Verfassung unserer bunten Republik geschrieben. Nur gehen Politik und Religion nicht immer patschehändchenhaltend nebeneinander her. Was den meist sonnenbebrillten und kopfbedeckten (was genau versucht er damit eigentlich zu kaschieren?) Troubadour nicht davon abhielt zum Feiertag der Republik (für unsere Leser in befreundeten Nachbarländern: der 3. Oktober) inmitten einer Veranstaltung in Nähe des Kanzleramtes seine reichlich medikamentös verursacht wirkenden religiös/politischen (zutreffendes bitte individuell auf dem Display markieren/durchstreichen) zu deklamieren.

Mit an Bord: gut informierte Bürger, mutmaßliche Rechtspopulisten, sogenannte Volksdichter und wahrscheinlich auch noch ein paar Glaubensbrüder. Dünnes Eis. Mal abgesehen davon, was wahr, was falsch ist, olle Xavier beweist zumindest, dass wenn man in einer Blase spirituell beflügelten, sowie selbstgerechtem Gutmenschentum dahin zu vegetieren gedenkt, am Ende nur eine derbe Gehirnwasserabsenkung übrig bleibt, denn immerhin macht er sich wohlwissend ob seiner Prominenz zum Sprachrohr sehr finsterer Stimmen, was ja wohl nicht das Ziel eines selbsternannten Kriegers der Liebe sein kann.

Strecken wir darauf unsere Mittelfinger gen Mannheim. Pfui, Xavier, ab in die Ecke! ;o)

Nattefrost »Goat Worship« (»Terrorist – Nekronaut Pt. I«, 2005)

Kommentare:

  1. In welches Fettnäpfchen der X. N. jetzt getreten ist, habe ich irgendwie nicht gepeilt. Aber X. N. war ja mit seinen " Söhnen " für mich nie erwähnenswert. Ich lese aus deienen Ausführungen, dass er die spirtuelle Erleuchtung erfahren haben soll. Na, ja, wenn er diese noch bis Weihnachten aufrecht erhalten kann, verleihen wir ihm noch Flügel und schlagen ihn als Werbeikone für " Red Bull " vor. Nur Formel Äns darf er nicht mehr fahren ( zu alt! ).

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    1. ja, erleuchtung, medikamente, wer weiß das schon. auf jeden fall ist er auf seltsamer schiene unterwegs... ;o)

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Vielen Dank für´s Gespräch! ;o)