26.03.2013

Ne tancovat!

Clyde R.: begeisterter
Tänzer mit
Mörderchoreo! ;o)
Was es nicht alles gibt! Ein Tanzverbot am Karfreitag zum Beispiel. In echt und wirklich, auch wenn es unglaublich klingen mag. Ein Relikt aus Zeiten, als die Todesursache des Heilands noch Grund zum Fremdschämen war. Nun möchte die Linke diesen (Nicht-)Brauch zumindest in Sachsen abschaffen. Unter anderem, weil der Freistaat im Herzen Europas einer der konfessionslosesten Orte der Welt wäre. Grund genug, das Tanzbein baumeln zu lassen, obwohl, jetzt, wo ich es mir überlege... fällt mir auf, dass gerade an langen Wochenenden einige Patienten aus dem Channel666-Umfeld ohnehin ohne Rücksicht auf etwaige Anlässe tanzen. Nur so vor sich hin. Unkontrolliert.

Die einen malen Eier an, andere erstarren in Ehrfurcht, weil ihr Maestro den Hütchenspielertrick, abgemurkst zu werden und später den reumütigen Zombie zu mimen, vollbrachte und ganz andere tanzen eben. Ein Fest, wie nur wenige andere... In diesem Sinne: prosit & shake it! ;o)

KMFDM »Hau Ruck« (»Hau Ruck«, 2005)

Kommentare:

  1. Spaß am Leben haben sieht das Christentum nicht vor. Da ist denen ihr Problem. Wenn sie zum Karfreitag im Weltschmerz versinken wollen, können sie das gerne tun. Nur verstehe ich nicht, warum das der aufgeklärte Rest der Welt auch machen muß. Schon gar nicht bei einem Fest wie Ostern, bei dem keiner so richtig weiß, was da eigentlich gefeiert wird und warum. Wenn ich etwas überlege, kann es nur die Blödheit der Menschen sein die dafür herhalten muß. Namensgeberin des Festes ist eine germanische Gottheit, die es nie gegeben hat. Den angeblich Untoten vermutlich auch nicht. Die werden bei seiner Beerdigung so breit gewesen sein, daß sie später sein Grab nicht wiedergefunden haben. Bleibt noch die völlig irre Nummer vom Hasen der Hühnereier anmalt, um sie den Menschen zu bringen. Aber wenn man bedenkt, daß man sich früher regelmäßig mit Mutterkorn im Brot vergiftet hat, kann man dankbar sein, daß es bei dieser Story geblieben ist. So gesehen haben die Gekreuzigten recht. Das ist alles nichts, was man feiern muß.

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    1. Tja, so ist das mit einigen kirchlich angelehnten Feiertagen und dem ganzen Drumherum, es gibt schon eigenartige Bräuche. Hab mir gerade nebenher den Wikipedia-Eintrag zum Osterhasen vorgeknöpft, sehr abgefahren auch. Aber du wirst recht haben, wahrscheinlich waren die Leute früher durchgehender im Kleister, das wäre zumindest ein plausibler Erklärungsansatz. Na dann kann das Wochenende ja kommen... Hau Ruck! ;o)

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  2. Bin mir jetzt nicht sicher und habe auch meine bessere Hälfte nicht befragt, aber: Gab´s dat zu DDR - Zeiten??? Wenn nein, noch ein Grund mehr an die Vorzüge einer strikten Trennung von Staat und Kirche zu appellieren. Unserer jetziger Mischmasch ist doch heuchlerisch.

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    1. Keine Ahnung, ob es so ein Tanzverbot bei den Genossen gab, da bin ich nicht Zeitzeuge genug. Aber ich würde mal schwer auf NEIN tippen, denn unsere fesche Führungsriege war doch daran interessiert, dem Volk so viel Freude wie möglich zu machen. Außerdem haben die sich um irgendwelchen abergläubischen Hokuspokus nicht großartig geschert.

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  3. Solche Faxen gab es nicht. Die Kirche wurde geduldet und als Folklore abgetan deren Hintergrund, der ganze Glaubensquatsch, früher oder später auszusterben hatte. Ostern und Weihnachten zählten als Fest der Familie und sonst nichts. Andere kirchliche Feiertage wurden in den 60er Jahren mit Einführung der fünf Tage Woche abgeschafft. Wer trotzdem zu Kreuze kriechen wollte, mußte Urlaub nehmen. Ansonsten blieb man als Atheist von dem Kirchenspuk verschont. In dem Punkt war die DDR der BRD weit voraus.

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Vielen Dank für´s Gespräch! ;o)