17.01.2011

Frontpost

Gabs nicht mal ein Buch namens Dr. Richard Sorge funkt aus Tokyo? Während ich mich der französischen Hauptstadt nähere, überkam mich mehrfach die Frage, was dieser wohl gegessen hat, beziehungsweise, was man ihm auftischte. Bei mir war es heute Rindfleisch, gegrillt, und pomme de terre, eine Art Riesenkatoffel aus dem Backofen mit Rahm, dazu Salat, Brot und Heineken, 6 Euro 5 Cent der halbe Liter.

Salat gut, Brot auch, da kann man nicht viel vekehrt machen, das Fleisch medium, dafür sehnig, die Kartoffel innen Kartoffel außen Igelitschürze. Man wird den Eindruck nicht los, dass die ruhmreiche französische Küche wahrscheinlch überall, nur nicht im Großraum Paris zu finden ist. Und wenn doch, dann an den nobleren Flaniermeilen der Innenstadt zu nobleren Flanierpreisen. Aber wer kommt schon wegen des Essens hier her! Das erste französische Lied des Tages stammte von Garou, was schon mal nicht verkehrt war. Persönlicher Soundtrack zu bestimmten Orten eben.


Garou »Seul« (»Seul«, 2003)


Anonsten noch nicht viel erlebt, zumindest nichts, was diesen Blog anreichen würde, hehe... Außerdem hat mich heute noch niemand mit Monsieur angeredet, obwohl ich das so mag. Holen wir morgen nach, sonst böse! ;o)

PS: Und noch was: Fuck Thilo Sarrazin! Soll er sich doch einmauern, der Arsch. Ich für meinen Teil kann mir das Gedöse nicht mehr anhören, aber dummerweise kommt man manchmal um sowas kaum herum...

Kommentare:

  1. Octa, mir ist ein Buch " Der Fall Richard Sorge " in Erinnerung, dass in der genormten Schrankwand meiner Eltern - ungelesen - stand und vom Bertelsmann Verlag stammte,bei dem diese vor vielen,vielen Jahren einst Mitglied waren. Die Bücher wurden quartalsweise geliefert und oft nur ausgepackt ins Regal gestellt.
    Meistens war es eh Müll; insbesondere der so genannte Vorschlagsband, der - natürlich maßlos überteuert -ihre welchen Belletristik-Schwachsinn enthielt. So ähnlich, wie die Hirnwindungsverirrungen des Sarrazin; wenn gleich sein Pamphlet wohl doch gelesen wird.
    Übrigens: Selbstverständlich hat Frankreich die bessere Küche - auch ohne die täglichen Kochshows.

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  2. Mir fehlen da ein paar Jehre Lebensalter, aber ich glaube, der Herr Sorge wurde in der DDR als wertvoll eingestuft.
    Das mit der Küche mag sein, aber wie gesagt, im Straßenbild der frantösisschen Hauptstadt ist sie nicht omnipräsent, und wenn doch, dann in Restaurants, an denen der Durschnittstourist eher vorbei schwebt, weil sie immer gleich einen auf nobel machen müssen. Aber nicht schlimm, im multikulutrellen Schmelztigel Paris findet man immer was essbares, verhungern werde ich also nicht, haha!

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  3. PS: Der feine Herr Sarrazin würde hier vielleicht mit knurrendem Magen durch die Gassen laufen, Bratwurst und Haxe, also das, was Deutschland seiner Meinung nach gerade abschaft, findet man hier natürlich nicht. ;o)

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Vielen Dank für´s Gespräch! ;o)