07.10.2013

spät, aber immerhin... zum Tag der Republik

Ha! Fast verpasst, doch spät am Abend fiel es dann trotzdem wieder ein: heute vor knapp 3 Jahrzehnten wäre Feiertag gewesen. Und was mehr, als das die mittlerweile verblichene Republik auf dem nachkriegssowjetischverwalteten Boden Deutschlands nach so langer Zeit immer noch auf beiden Seiten des einst selbstschießenden Zauns in den Köpfen präsent ist, konnten sich deren Schöpfer denn je gewünscht haben?!

Somit muss es Kunst gewesen sein, und auf diese darf man wohl den Becher erheben! Skål! ;o)


Feeling B »Frusti, mach´s gut« (»Hea Hoa Hoa Hea Hea Hoa«, 1989)

Kommentare:

  1. Es war Feiertag. Den lasse ich mir von der Besatzungsmacht nicht nehmen. Früh am Morgen war ich pünktlich bei mir im Bad zum Fahnenappell. Allerdings ohne Fahne. Falls es mal wieder anders kommt, habe ich mir ja eine aufbewahrt. Ich weiß aber nicht mehr wo. Die habe ich vor den Bütteln des imperialistischen, militärisch industriellen Komplex bei einer Hausdurchsuchung so gut versteckt, daß ich sie selber nicht mehr finde. Egal, es geht auch ohne. Dann war ich beim nationalen Aufbauwerk, um den sowjetischen Freunden und Widerstandskämpfern ein paar Weihnachtspäckchen zu packen. Auch wenn es sich dabei nur um textile Wertstoffe aus der Lumpensammlung handelt, Solidarität macht auch vor humanitären Gesten nicht halt und unter Klassenkämpfern zählt auch der olympische Gedanke. Abends kam dann ein Aufklärungsfilm über den Heldenmut russischer Spezialkräfte im großen Vaterländischen Krieg im Netzkino. Von Freunden lernen, heißt Siegen lernen! Mehr braucht ein Republikgeburtstag nicht. Rot Front, Genossen!

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  2. Leider hatte ich nicht so viel Glück. Hatte in völliger Umnachtung die Idee am Feiertag in das schöne sächsische Hinterland „Rauensteine“ zu fahren. Es Entpuppte sich als großer Fehler, trotz einschlägigen Hintergrundwissen das „Tor“ zur sächsischen Schweiz (Pirna) geschickt zu durchfahren. Ich hätte auf erste Warnungen hören sollen. Erstens gab es nach dem Hindernis Pirna Sonnenstein kaum Entspannung und als ich nach Rathen abbog ebbte der Verkehr auch nicht ab. Spätestens als ab den Bärensteinen jeder Parkplatz oder Waldschneise mit Autos überfüllt war hätte man stoppen sollen. Jedoch fuhr ich weiter bis zum letzten Parkplatz (Gebührenpflichtig 3€ pro Tag) und bekam noch einen Platz und es verbreitet sich Zuversicht. Als wir danach zur Baude aufstiegen kamen mir erste Zweifel, ob die Menschen alle auf diesen Sandstein drauf passen. Um Mut zu schöpfen wurde erst mal in der Baude ein Bier und ne Bocki geordert. Soweit so gut. Danach kämpften wir uns mit vereinten Kräften über Leitern und Stiegen mit tausenden Eltern und Kindern durch das Massiv. Der pure Wahnsinn und man war froh den finalen Abstieg zurück zum Auto über geheime Waldwege zu kennen. Ich hab diese Wanderung bestimmt schon ein paar Mal gemacht, aber sowas noch nie im Ansatz erlebt. Hab es aber überlebt und hoffentlich etwas daraus gelernt. Abends gab es dann noch ein Bier und alles war wieder gut.
    -Minimi

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    1. Ja, Wasser des Vergessens, wie wir Apachen es nennen, kann helfen, solche Eindrücke zu überwinden.

      Nun könnte ich ja sagen, dass ich dir das vorher hätte sagen können, aber du hast mich ja nicht gefragt und deiner langjährigen Erfahrung zum Trotz deine Instinkte ignoriert. ;o)

      Ich kann mir das bildlich vorstellen. Und, jede Wette: jede Menge gelbe Tatzen zwischen den Sandsteinen? Na klar!

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    2. Genau der Wolf mit seinen Tatzen in allen Farben des Regenbogens. Auch Kleinkindertragestelle wurden gesehen, die sonst nur Himalaya ihren Einsatz finden. Eine Globetrotter Prozession wäre ein passendes Bild. Vielleicht hatte ich die "günstige" Lage des Brückentages und das sehr gute Wetter unterschätzt. Denn es waren nicht nur Einheimische auf dem Felsen, der doch sonst zum Rest der Sächsischen Schweiz eher als "Geheimtipp" gilt. Da will man nicht wissen wie viele gegenüber von der Basteibrücke geschubst worden.
      -Minimi

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    3. Da wir aus aktuellem Anlass natürlich pietätvoll Bildvergleiche mit Flüchtlingsbooten auslassen, stellen wir uns stattdessen vor, dass es auf Bastei und Lilienstein zuging, wie in der Straßenbahn nach der Relegation, wenn du weißt, was ich meine... ;o)

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Vielen Dank für´s Gespräch! ;o)