01.02.2013

sakraler Verfolgungswahn

So so. Der ehrenwerte Erzbischof G. H. Müller stellt eine Pogromstimmung gegen die katholische Kirche in Nordamerika und auch bei uns hier in Europa fest. Wasn Ding!

Gucken wir mal bei unserem allwissenden Quizhelfer Wikipedia nach, dann kann man, wenn man der Deutung des Wortes Pogrom folgt, entweder zu der Erkenntnis gelangen, der junge Mann leide an einer ausgewachsenen Paranoia, oder, man mag es kaum glauben, der Tag des jüngsten Gerichts wäre angebrochen und holt die Unwürdigen unter den Asphalt.

Wie auch immer, so kurz zwischen Dresdener Opernball und 13. Februar traut man sich kaum, solche Äußerungen präzise zu analysieren. Wer weiß schon, was dann passieren könnte? Träfe der Zorn Gottes die vorsichhinblutenden Fingerkuppen des blasphemischen Bloggers oder spielte die Beate-Zschäpe-Combo den Soundtrack zum nichtregenerierbaren Untergang der freistaatlichen Totalüberwachung? Man weiß es nicht und möchte es gar nicht wissen.

Fakt ist, dass die Opferseite sich stets im Ton vergreifen darf, der Offensive aber mächtig mit dem kalten Löffel auf... sie wissen schon... So denn, wenn es denn tatsächlich zum Pogrom gegen die katholische Kirche kommen sollte, bitte ich dringlichst darum, a) geweckt, b) aus dem Edeka geholt oder c) in Ruhe gelassen zu werden. Darauf einen doppelten Vodka mit Schnitzel-mit-Beilage-Geschmack! ;o)


Eminenz »Infernal Majesty« (»Eminenz«, 2007)

Kommentare:

  1. Ich habe mich immer für tolerant, auch in religiösen Dingen, gehalten, aber langsam geht mir das verlogene Christenpack und ihre Getreuen aus der islamischen Welt so auf den Keks, daß ich mich vermutlich bald gezwungen sehen werde, zu den Waffen zu greifen. Zur Schmierfinkfeder versteht sich.
    Keine Gazette würde sich für solche Stammtischparolen interessieren aber wenn diese von einem alten paranoiden, religiös verwirrten Sektenführer ausgegeben werden, stehen sie auf dem Titelblatt. Vermutlich zu dem Zweck, dem Staat ein schlechtes Gewissen einzureden, um ihn noch ein paar Milliönchen zum persönlichen Wohlergehen selbsternannter Vertreter Gottes auf Erden aus dem Kreuz, nein, aus dem Steuersäckel zu leiern. Diese ganze Brut zum Teufel zu jagen hätte übrigens gar keinen Sinn. Das hieße Eulen nach Athen zu tragen.

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  2. Die Weltreligionen haben es sich zwar nicht immer leicht gemacht, den Ungläubigen ( das dürften dann diejenigen Menschen sein, die nicht an das glauben wollen, was die jeweils eigene Religion vorgibt zu sein ) zu erklären, warum nur die eigene Glaubensrichtung die wahren Antworten auf das richtige Leben parat haben soll, jedoch überschlagen sich die Christen förmlich, wenn es darum geht, den eigenen Gläubigen zu erläutern, weshalb ein Pastor Konfirmanden einst grün und blau prügeln durfte und ein Priester sich von Minderjährigen oral befriedigen lassen konnte, ohne dafür jeweils strafrechtlich belangt zu werden und vor allem, dass dieses Verhalten auch noch mit den christlichen Glaubensgrundsätzen in Einklang gebracht werden darf. Was die Katholen zu den ungezählten sexuellen Übergriffen auf ihnen anvertraute Kinder vom Stapel gelassen haben, um gerade dieses zu negieren oder zu relativieren, ist damit unglaublich; weshalb dieser praktizierte Glaube auch völlig unglaubhaft ist.

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    1. Und von der heiligen Inquisition ganz zu schweigen. Wer so viel Schlechtes in der Menschheitsgeschichte auf dem Kärbholz hat, muss praktisch zu Verfolgungswahn neigen...

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Vielen Dank für´s Gespräch! ;o)