17.03.2012

Schwedenstein und was sonst noch in der Lausitz passierte...

Zurück von den Höhen und Untiefen der Westlausitz und ne Menge neuer Eindrücke im Rucksack! Die heutige Wanderung führte die Gefährten des Channel666-Ausflugskomitees (alternatives Schattenbild: die Olsenbande, hehe) u. a. zum Schwedenstein bei Steina.

Dort gibt es eine Schänke und einen Aussichtsturm. Den Turm zu besteigen lohnt kaum, denn oben gibt es weder Würstchen, noch Bier. Nimmt man lieber an seinem Fuße platz. ;o)

Neben verschiedenen Dingen, die andere Restaurants auch anbieten, greift der Kenner hier zu Kamenzer Würstchen...

...und einem Kellerbier von Böhmisch Brauhaus, stilecht im Tonkrug kredenzt. Dazu kann man gemütlich Zeitung lesen, z. B. den Pulsnitzer Anzeiger (muss man sich in etwa wie die FAZ vorstellen, nur dünner, regionaler und anders, aber das Papier ist ähnlich!).

Die ganze Gegend ist beschildert wie sonst kaum was, Wanderschilder, historische Wandersäulen, Striche und Punkte in allen möglichen Farben in sensationell kurzen Abständen helfen, sich nicht dauernd zu verlaufen (wir haben es dennoch geschafft, querwaldein laufen zu müssen, aber dann rettete uns der gelbe Punkt und sein Kumpel grüner Strich!).

Auch interessant: Liegt es am Frühling, oder einer bestimmten Sternkonstellation vor Ostern - wir haben es nicht rausgefunden - die Einheimischen waren massivst mit Sägen und Anhängern auf Holzfang. Vielleicht eine Art Balzverhalten: hier Mädels, guckt mal, wie groß mein... Anhänger ist!? Der Frühling treibt seltsame Blüten. Außerdem denkt mancher bei Lausitz und Trachten an Kopfschmuck oder ähnliches. Alles Mumpitz, zumindest die männlichen Bewohner tragen blaue Latzhosen. Dazu stehen sie gerne in kleinen Rudeln vor einer geöffneten Motorhaube oder auf einem Parkplatz. Dazu halten sie lässig eine Flasche Hasseröder in der schmutzigen Hand. Frauen stehen auch manchmal rum, tragen eher Jogginghose, vielleicht aus praktischen Gründen, denn sie scheinen schwerer zu sein, als woanders. Aber, was soll´s, das sind nur subjektive Eindrücke, die Gegend sei, gerade bei diesem Wetter wärmstens empfohlen! ;o)

Und bevor es Abendessen gibt, noch was musikalisches. Hab mich gerade geärgert, dass ich das nicht zum Frauentag gepostet habe. Laaadies: Sexy Roddy! ;o)


Rod Stewart (»Young Turks« live, 1981)

Kommentare:

  1. Also muß ich mir eine Semmel mitnehmen, wenn ich eine leckere Kamenzer verspeisen will. Weiß- oder Toastbrot dazu ist ein Verbrechen. Alles andere als Bautzner Senf (mittelscharf) auch.

    Die hervorragend ausgeschilderten Wanderwege sind garantiert der Verdienst einer Beschäftigungsgesellschaft. Davon habe ich schon gehört. Edel-Hartz. Der Traumjob an sich. Der geschundene Arbeitslose macht hier monatelang nichts anderes als Wandern und Schildchen an den Baum pappen. Alternativ, wenn man des Wanderns müde ist, gibts Microsoft Office um die Ohren. Da wird gepaukt bis der Dozent alles begriffen hat.

    Mitte der 70er gab es in der Lausitz Kaufhallen? Was gab es denn da? Die Gurken gingen doch alle nach Berlin?

    Vor Ostern gab es nichts sensationelles im Sternenhimmel. Neptun wechselte im Februar vom Wassermann ins Sternbild Fische. Vielleicht liegt es am Uranus der immer noch im Widder rumdümpelt. Aber Widder und Jogginghosen geht gar nicht. Das wäre so, als würdest du Mars in Badehose und Badekappe in die Schlacht schicken. Da müßte man mal bei den Katholiken gucken, was bei denen im Kalender steht. Ich vermute mal Osterfeuer? In Schwabbelhosen? Ach, ich weiß auch nicht ...

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    1. Das Weißbrot war zumindest frisches, keines aus der Tüte. Bautzener Senf hattest du doch vierzig Jahre - jetzt ist Westsenf Trumpf (der Sieger schreibt Geschichte und so...).

      Minimi und ich suchen noch ein unerschlossenes Waldstück zum Errichten eigener Schilder. Wird in Zeiten von H4-Kolonnen immer schwerer.

      Was den Konsum angeht, da müsste man mal Zeitzeugen vernehmen. Ich ruf gleich mal Guido Knopp an, dass er sich drum kümmert, falls er nicht gerade was mit dem Führer am Laufen hat.

      Tja, von den Sternen hab ich immer noch keine Ahnung. Katholiken sind das dort auch keine, sie beten wahrscheinlich den heiligen Gambrinus an, was ja so grundverkehrt nicht sein kann. Nur ne fähige Fashionpolizei scheint es eben nicht zu geben. Aber man kann nicht alles haben.

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  2. ne fashionpolizei? ich glaub die hat im dresdner einzugsgebiet schon genug zu tun mit dem abmahnen uneinsichtiger baumwollbeutelträgerInnen. ist ne echte plage aber gott sei dank nicht ansteckend, also die oberlausitz ist davor schon mal sicher. was den senf anbelangt, so ist dieser doch eine der wenig verbliebenen möglichkeiten noch lokalas bewusstsein zu demonstrieren....also bautzner mittelscharf ist schon ganz gut in der region, wenn ich auch persönlich eher "marder- senf" bevorzuge...
    mahlzeit

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    1. auch wenn ich jetzt ungebildet wirke: wer stellt senf aus mardern her? ;o)

      und: oh ja, eine fashionpolizei wäre so was von nötig!!!

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  3. Marder Senf soll es laut Hersteller hier im Edeka geben. Wehe, das Zeug schmeckt nicht! *g*

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    1. dann kannst du es mit becherovka verdünnen und dir die knie damit einreiben. beugt gicht vor und macht schöne haut!

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  4. marder- senf ist spezialsenf mit merrettich

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    1. was zugegeben nicht unlecker klingt. wird irgendwann probiert!

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  5. Tja, nix mit Mardersenf. Ein Minuspunkt für Edeka. Wußtet ihr eigentlich schon, daß Sachsen zu Nordbayern gehört? Die haben ein Ding an der Waffel! Nächstens erklärt uns der Lidl zu Meck-Pom-Süd.

    Den Merretisch muß ich mir wohl weiterhin unter den Bautzner mixen. Alle von mir verkosteten Sorten schmeckten nur nach Senf und Trockengemüse.

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    1. Das mit der Geographie verstehe ich gerade nicht so ganz. Spricht der Knabe in Rätseln, oder stehe ich auf dem Geschläuch?

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    2. Die Discounter haben für sich, intern, ihre Gebiete unterteilt. Aber ich muß mich berichtigen. Wir gehören zum Gebiet Nordbayern UND Sachsen, Thüringen. Das hatte ich glatt überlesen.

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    3. Verstehe, sowas wie Bistümer. Das leuchtet ein.

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  6. Doch. Im Edeka gibts Mardersenf. Allerdings nur im Eimer. Aber der ist echt der Hammer! Schmeckt wie richtiger Senf und nach Meerettich. Genial. Er sieht auch aus wie richtiger Senf. Nicht so aufgepeppt wie das westdeutsche Zeug, bei dem man nicht weiß, ob man nun Senf auf dem Teller hat oder die dünnschissigen Exkremente einer gelbsüchtigen Möwe.

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    1. Ich setze also hiermit auf die Agenda, irgendwann mal Mardersenf zu kosten. Wenngleich die Bezeichnung etwas abschreckt. Zerdrückter Marder... mpf. ;o)

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Vielen Dank für´s Gespräch! ;o)