Irgendwann hatte ich mir mal vorgenommen an dieser Stelle politischen Erscheinungen etwas weniger Platz zu gönnen. Aber dieser Tage kam der Gegenentwurf mit wehendem Haar (weil Fahne hat er schon eingerollt) quer durch die Medienprärie direkt auch auf mich zugeritten. Licht aus, Spot auch: Martin Schulz!
Diese Szene mit Terence Hill und Bud Spencer hat aus heutiger Perspektive eine ganz andere, fast schon prophetische Tiefe! ;o)
Was liest und hört man nicht alles: der Hundert-Prozent-Mann, Geheimwaffe aus Würselen, Heilsbringer, Gottkanzler (kein Scherz!) und so weiter und so fort, der Superlativ feiert fröhliche Urständ. Auf dem jüngsten SPD-Parteitag verzückte er alte Gewerkschafter in karierten Kurzarmhemden ebenso wie junge Genossinen, man dankt es dem vom Himmel Gesandten mit einer Wahl zum Kanzlerkandidaten ohne eine einzige Gegenstimme. Nachkriegsrekord, auch so ein statistischer Rauschzustand. Unveröffentlichten Spionageergebnissen des sorbischen Geheimdienstes zufolge plant Schöngeist Kim Jong Un eine Deutschlandvisite um sich ein Scheibchen vom 100%-Martin in Sachen Personenkult abzuschneiden.
Da kann man sagen, was man will, das ist bis hier her bestes Entertainment! Wir drücken dir die Daumen fürs Promiboxen gegen die amtierende Weltmeisterin im Mittelgewicht Angela Merkel, beobachten dich natürlich aufmerksam und rufen: Go, Martin, go! ;o)
[Zum Schluß noch ein Livemittschnitt von der ausgelassenen Stimmung nach der Krönung des M. S. zum Kanzlerkanditen. Schulz 2. von links.]
The Easybeats »Sorry« (»Volume 3«, 1966)
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20.03.2017
Schulz, ich sauf jetzt mit euch!
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16.06.2014
14.01.2014
08.01.2014
Skifahren will gelernt sein
Na so was! Nach dem Schumi schon feststellen musste, dass Tiefschneetauchen kein Kindergeburtstag ist, hat es nun auch noch die Sportskanone der Nation erwischt, die Bundeskanzlerin hat jetzt Becken, zum Glück nicht Oberschenkelhals (soll ja mitunter gar nicht gut heilen).
Da freut man sich als unbedeutender Freizeitsportler direkt, dass im Flachland kein Schnee liegt und stellt nach dem Maiglöckchenzählen die Figuren auf´s Schachbrett. Sport frei! ;o)
Ronny Trettmann »Skiurlaub« (»Tanz auf dem Vulkan«, 2013)
Da freut man sich als unbedeutender Freizeitsportler direkt, dass im Flachland kein Schnee liegt und stellt nach dem Maiglöckchenzählen die Figuren auf´s Schachbrett. Sport frei! ;o)
Ronny Trettmann »Skiurlaub« (»Tanz auf dem Vulkan«, 2013)
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16.07.2012
Wurst ohne Pelle
[Einleitung: Entschuldigung für die Unfähigkeit solch einer platten Überschrift nicht sagen zu können Mach ich nicht, kann ich nicht schreiben, so einen preiswerten Kalauer, ist flach, völlig unter dem sonst ja durchgehend hohen Niveau dieses Blogs!, dazu, quasi als beschwörerisches Intro, traditionelle Beschnittmusik, wie sie wahrscheinlich schon von den Babyloniern gesungen wurde. Das noch ältere Original am Ende dieses Posts. ;o)]
Eläkeläiset »Humppakarkuri« (»Humppasheikkailu«, 2012)
Zur Zeit gibt es Diskussionen pro und contra Beschneidungen in Deutschland. Das ist natürlich genau unser Ding beim Channel 666, nach dem Motto Deiner kann der nächste sein!, hehe... Sogar die Bundeskanzlerin äußerte sich heute. Sie wird sinngemäß damit zitiert, dass sich Deutschland als Komikernation zu erkennen geben würde, wenn der althergebrachten religiösen Tradition unserer jüdischen und muslimischen Freunde mit einem gerichtlichen Verbot entgegengewirkt würde.
Wie unglaublich verbohrt muss man sein, im Jahr 2012 (christlicher, 5772 jüdischer, 1433 islamischer Zeitrechnung), also insgesamt Zeit genug, um herauszufinden, wie Blitz und Donner funktionieren, solch fundamentalistische Bräuche im Namen der Religionsfreiheit zu beschönigen? Ein erwachsener, mündiger Mensch kann sich immerhin heutzutage frei aussuchen, welche Veränderungen er an seinem Korpus vornehmen lässt, ein wehrloses Kind, welches den Rest seines Lebens mit der Entscheidung seiner Eltern leben wird, wohl kaum.
Solche Diskussionen in einer modernen Zeit wie der unseren sind genauso befremdlich, wie das herumschnippeln an Dingen, die natürlich gegeben und sich auf irgendeine Weise evolutionär bis heute gehalten haben. Wenn Religion oder göttliches Verständnis so aussieht... jaha: Deiner kann der nächste sein! ;o)
The Troggs »I Can´t Control Myself« (»From Nowhere«, 1966)
Eläkeläiset »Humppakarkuri« (»Humppasheikkailu«, 2012)
Zur Zeit gibt es Diskussionen pro und contra Beschneidungen in Deutschland. Das ist natürlich genau unser Ding beim Channel 666, nach dem Motto Deiner kann der nächste sein!, hehe... Sogar die Bundeskanzlerin äußerte sich heute. Sie wird sinngemäß damit zitiert, dass sich Deutschland als Komikernation zu erkennen geben würde, wenn der althergebrachten religiösen Tradition unserer jüdischen und muslimischen Freunde mit einem gerichtlichen Verbot entgegengewirkt würde.
Wie unglaublich verbohrt muss man sein, im Jahr 2012 (christlicher, 5772 jüdischer, 1433 islamischer Zeitrechnung), also insgesamt Zeit genug, um herauszufinden, wie Blitz und Donner funktionieren, solch fundamentalistische Bräuche im Namen der Religionsfreiheit zu beschönigen? Ein erwachsener, mündiger Mensch kann sich immerhin heutzutage frei aussuchen, welche Veränderungen er an seinem Korpus vornehmen lässt, ein wehrloses Kind, welches den Rest seines Lebens mit der Entscheidung seiner Eltern leben wird, wohl kaum.
Solche Diskussionen in einer modernen Zeit wie der unseren sind genauso befremdlich, wie das herumschnippeln an Dingen, die natürlich gegeben und sich auf irgendeine Weise evolutionär bis heute gehalten haben. Wenn Religion oder göttliches Verständnis so aussieht... jaha: Deiner kann der nächste sein! ;o)
The Troggs »I Can´t Control Myself« (»From Nowhere«, 1966)
Schnippschnapp. ;o)
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01.09.2011
Flieg nicht so hoch, mein kleiner Freund!
Momentan geistert der Wiesenhof-Skandal durch die Medien. Sogar die olle ARD fühlte sich dieser Tage berufen eine Reportage dazu in die deutschen Wohnzimmer zu beamen. Den Anfang nahm die Sache bei der PETA (Link zum Thema: klickklack!), die erneut Strafanzeige gegen den Geflügelkonzern stellte und brisante Videobeweise vorlegen konnte.
Nun mag das manchen in der abendlichen Gemütlichkeit schwer an die Nieren gegangen sein (Elsbeth, mach morgen lieber wieder Hackepeterschnittchen, die Puten sind vergiftet...), allerdings ist der Bürger aber auch vergesslich und obendrein gern unvernünftig, daran ändert der, sicher gut gemeinte und wahrscheinlich auch notwendige Tritt in die fauligen Eier der Lebensmittelindustrie nichts. Wird ja keiner über Nacht zum Vegetarier oder zum bessere-Welt-Warrior.
Verstehnse mich nicht falsch (passiert manchmal), ich möchte dieses Thema keineswegs herabstufen oder ins lächerliche ziehen, jedoch erscheint mir diese wellenförmig auftretende Empörung über solche Zustände eher als seltsamer Indikator einer medial halbverblödeten Gesellschaft. Wenn man einen tiefgefrorenen Vogel (der hat gelebt, gefressen, Medikamente schlucken müssen [die auch Geld kosten], wurde geschlachtet, ausgeweidet, gerupft, in Folie eingepackt, mit dem LKW von a nach b gefahren und beim Discounter weiter gepermafrostet für nicht ganz drei Euro bekomme, oder wahlweise einen halben vorm Discounter des Vertrauens, schon gegart mit knuspriger Haut, zum selben Preis, dann muss der gesunde Menschenverstand doch ausspucken, dass so was nur bei Massentierhaltung mit großindustrieller und kapitalistischer Struktur funktionieren kann.
Es wäre doch ein leichtes oder zumindest nur mittelschweres Unterfangen, seitens unserer politischen Führung Regelungen auf den Weg zu bringen, die von Anfang an sicherstellen, dass zur Nahrung des Menschen verwendete Tiere ein, ähem, menschenwürdiges Leben (und auch ordentlichen Tod) erfahren. Macht natürlich keiner, denn der Verbraucher, der ja auch irgendwo Wähler ist, könnte übellaunig reagieren (Nee, Günni, seitdem die Merkel Kanzlerin ist, ham die die leckere Putenarschpastete schon wieder um nen Euro angehoben, dat nächste mal wähln wir SPD!). Also bleibt es bei einem von den Medien getragenen Skandal und der Hoffnung auf die Mündigkeit und Schläue des einfachen Volkes. Da haben schon ganz andere drauf gehofft...
Deswegen zieht sich der eine oder andere trotzdem in Abständen nen Broiler rein und wenn man hier in der Stadt nicht gerade die Weide oder Geflügelfarm des Vertrauens vor der Türe hat, greift man dieser Form der Tierhaltung indirekt öfter unter die schmierigen Arme, als man selbst wahrhaben will.
Das ist ja das tolle heutzutage: Der Großteil macht irgendwas mit, was er gemeinhin als völlig empörend empfindet. Da beißt sich gedopte Katze in den eigenen Schwanz, den ohne Empörung kein Skandal... Aber das Volk hat eben hin und wieder Hunger auf Skandale, will nicht immer nur Putenfilet lutschen.
So haben alle was davon, nur die Tiere nicht.
The Skatoons »Kotzen« (»Einmal Ska und zurück«, 2003)
Nun mag das manchen in der abendlichen Gemütlichkeit schwer an die Nieren gegangen sein (Elsbeth, mach morgen lieber wieder Hackepeterschnittchen, die Puten sind vergiftet...), allerdings ist der Bürger aber auch vergesslich und obendrein gern unvernünftig, daran ändert der, sicher gut gemeinte und wahrscheinlich auch notwendige Tritt in die fauligen Eier der Lebensmittelindustrie nichts. Wird ja keiner über Nacht zum Vegetarier oder zum bessere-Welt-Warrior.
Verstehnse mich nicht falsch (passiert manchmal), ich möchte dieses Thema keineswegs herabstufen oder ins lächerliche ziehen, jedoch erscheint mir diese wellenförmig auftretende Empörung über solche Zustände eher als seltsamer Indikator einer medial halbverblödeten Gesellschaft. Wenn man einen tiefgefrorenen Vogel (der hat gelebt, gefressen, Medikamente schlucken müssen [die auch Geld kosten], wurde geschlachtet, ausgeweidet, gerupft, in Folie eingepackt, mit dem LKW von a nach b gefahren und beim Discounter weiter gepermafrostet für nicht ganz drei Euro bekomme, oder wahlweise einen halben vorm Discounter des Vertrauens, schon gegart mit knuspriger Haut, zum selben Preis, dann muss der gesunde Menschenverstand doch ausspucken, dass so was nur bei Massentierhaltung mit großindustrieller und kapitalistischer Struktur funktionieren kann.
Es wäre doch ein leichtes oder zumindest nur mittelschweres Unterfangen, seitens unserer politischen Führung Regelungen auf den Weg zu bringen, die von Anfang an sicherstellen, dass zur Nahrung des Menschen verwendete Tiere ein, ähem, menschenwürdiges Leben (und auch ordentlichen Tod) erfahren. Macht natürlich keiner, denn der Verbraucher, der ja auch irgendwo Wähler ist, könnte übellaunig reagieren (Nee, Günni, seitdem die Merkel Kanzlerin ist, ham die die leckere Putenarschpastete schon wieder um nen Euro angehoben, dat nächste mal wähln wir SPD!). Also bleibt es bei einem von den Medien getragenen Skandal und der Hoffnung auf die Mündigkeit und Schläue des einfachen Volkes. Da haben schon ganz andere drauf gehofft...
Deswegen zieht sich der eine oder andere trotzdem in Abständen nen Broiler rein und wenn man hier in der Stadt nicht gerade die Weide oder Geflügelfarm des Vertrauens vor der Türe hat, greift man dieser Form der Tierhaltung indirekt öfter unter die schmierigen Arme, als man selbst wahrhaben will.
Das ist ja das tolle heutzutage: Der Großteil macht irgendwas mit, was er gemeinhin als völlig empörend empfindet. Da beißt sich gedopte Katze in den eigenen Schwanz, den ohne Empörung kein Skandal... Aber das Volk hat eben hin und wieder Hunger auf Skandale, will nicht immer nur Putenfilet lutschen.
So haben alle was davon, nur die Tiere nicht.
The Skatoons »Kotzen« (»Einmal Ska und zurück«, 2003)
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24.07.2011
R. I. P.
Unglaublich, was in Norwegen passiert ist. Einfach zu erklären, schwer zu begreifen.
Unsereins streift am Wochenende durch die Natur und genießt die schönen Dinge des Lebens, während woanders fast hundert, vor allem junge Menschen von einem Arschloch, der im Namen seines religiösen Wahns handelt, niedergemetzelt werden.
Dass Regierungsgebäude, Banken oder ähnlich geartete Ziele, quasi den Unmut des kleinen Mannes auf sich ziehend, ob nun aus politischen, religiösen Gründen oder einfach als kriegerischer Akt, regelmäßig angegriffen werden, gehört, wenn auch unschön, zur Geschichte der Menschheit. Aber ein Massaker in einem Ferienlager, präzise vorbereitet, kaltblütig durchgezogen, ist schon von einem anderen Kaliber. Sicher wird der Terrorist einer dafür vorgesehenen Strafe zugeführt, die vielen Toten kehren dadurch jedoch nicht ins Leben zurück.
Norwegen, sonst vielgepriesenes Musterland, hat jetzt eine tiefe Narbe in seiner Historie zu verarzten. Über das Warum muss nicht unnötig viel spekuliert werden, immerhin hat der Täter seine Beweggründe ausführlichst erläutert. Bei allem, was tagtäglich auf der Welt an Unrecht geschieht, verdeutlicht dieses Drama auf minimalistischste Weise, dass die sogenannte westliche oder auch freie Welt, beziehnugsweise vielzitierte Wertegemeinschaft, genügend eigene Baustellen hat. Waffenscheine hier, christlicher Fundamentalismus da - hinterher ist das Entsetzen um so größer. Merkel, Obama, Medwedew und Konsorten fackeln nicht lange, verurteilen scharf, prangern an, möchten ihrem Beileid Ausdruck verleihen. Was unterm Strich nicht den geringsten Nährwert hat. Sicher handelt es sich hier um einen Einzeltäter, der meines unfundierten Erachtens nach geistig umnachtet ist; jedoch fußen seine Attentate tief in der aggresiv geführten, nach globalen Ruhm und Umsätzen gierenden Politik, welche sich beliebig christlicher Motive bedient. Das liese sich noch endlos ausweiten, würde aber den Toten von Utøya nicht gerecht. Es gibt mit Sicherheit gescheitere Köpfe, als den eines kleinen Internetschmierfinken, die passendere, pietätvollere und belegbarere Worte dazu finden würden.
Was von hier aus bleibt, ist die ewig gleiche Feststellung, jeden Tag des Lebens lebenswert zu gestalten, sich an einfachen Dingen zu freuen und zu wissen, dass verbohrte Ideologien scheiße waren, sind und bleiben werden.
Fiel mir als erstes, nach dem ich die Nachrichten hörte, zum Thema ein, wie Motörheads Lemmy Kilmister in »Orgasmatron« einst trefflich formulierte...
Amy Winehouse ist auch gestorben, tragisch, aber selbstverschuldet. Dies verkommt aber angesichts der Ereignisse in und bei Oslo zur Randnotiz.
Kampfar »Norse« (»Norse« EP, 1998)
PS: Letzte Worte, ich könnte mich ewig aufregen: In diesem Zusammenhang Trauergottesdienste abzuhalten scheint tröstlich, ist aber, genauer betrachtet, mieser Zynismus.
Unsereins streift am Wochenende durch die Natur und genießt die schönen Dinge des Lebens, während woanders fast hundert, vor allem junge Menschen von einem Arschloch, der im Namen seines religiösen Wahns handelt, niedergemetzelt werden.
Dass Regierungsgebäude, Banken oder ähnlich geartete Ziele, quasi den Unmut des kleinen Mannes auf sich ziehend, ob nun aus politischen, religiösen Gründen oder einfach als kriegerischer Akt, regelmäßig angegriffen werden, gehört, wenn auch unschön, zur Geschichte der Menschheit. Aber ein Massaker in einem Ferienlager, präzise vorbereitet, kaltblütig durchgezogen, ist schon von einem anderen Kaliber. Sicher wird der Terrorist einer dafür vorgesehenen Strafe zugeführt, die vielen Toten kehren dadurch jedoch nicht ins Leben zurück.
Norwegen, sonst vielgepriesenes Musterland, hat jetzt eine tiefe Narbe in seiner Historie zu verarzten. Über das Warum muss nicht unnötig viel spekuliert werden, immerhin hat der Täter seine Beweggründe ausführlichst erläutert. Bei allem, was tagtäglich auf der Welt an Unrecht geschieht, verdeutlicht dieses Drama auf minimalistischste Weise, dass die sogenannte westliche oder auch freie Welt, beziehnugsweise vielzitierte Wertegemeinschaft, genügend eigene Baustellen hat. Waffenscheine hier, christlicher Fundamentalismus da - hinterher ist das Entsetzen um so größer. Merkel, Obama, Medwedew und Konsorten fackeln nicht lange, verurteilen scharf, prangern an, möchten ihrem Beileid Ausdruck verleihen. Was unterm Strich nicht den geringsten Nährwert hat. Sicher handelt es sich hier um einen Einzeltäter, der meines unfundierten Erachtens nach geistig umnachtet ist; jedoch fußen seine Attentate tief in der aggresiv geführten, nach globalen Ruhm und Umsätzen gierenden Politik, welche sich beliebig christlicher Motive bedient. Das liese sich noch endlos ausweiten, würde aber den Toten von Utøya nicht gerecht. Es gibt mit Sicherheit gescheitere Köpfe, als den eines kleinen Internetschmierfinken, die passendere, pietätvollere und belegbarere Worte dazu finden würden.
Was von hier aus bleibt, ist die ewig gleiche Feststellung, jeden Tag des Lebens lebenswert zu gestalten, sich an einfachen Dingen zu freuen und zu wissen, dass verbohrte Ideologien scheiße waren, sind und bleiben werden.
Fiel mir als erstes, nach dem ich die Nachrichten hörte, zum Thema ein, wie Motörheads Lemmy Kilmister in »Orgasmatron« einst trefflich formulierte...My name is called religion, sadistic, sacred whore.
Amy Winehouse ist auch gestorben, tragisch, aber selbstverschuldet. Dies verkommt aber angesichts der Ereignisse in und bei Oslo zur Randnotiz.
Kampfar »Norse« (»Norse« EP, 1998)
PS: Letzte Worte, ich könnte mich ewig aufregen: In diesem Zusammenhang Trauergottesdienste abzuhalten scheint tröstlich, ist aber, genauer betrachtet, mieser Zynismus.
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11.03.2011
Präsentiert das Gewehr - leeegt an!
Und ewig grüßt das Murmeltier....Nachdem unser Bundeshorst, immerhin nur zurückgetreten, mit einem Zapfenstreich verabschiedet wurde, dachte man sich nun bei unserer Truppe, lassen wir dem dahinscheidenden Verteidigungsminister, immerhin zurückgetreten, weil er diverse Strafanzeigen an der Backe kleben hat, doch dieselben militärischen Ehren zukommen. Ehre, wem Ehre gebührt, sozusagen. Da kann einem nur schlecht werden. Aber wahrscheinlich ist der liebe Raketentheo bei Androhung von Strafe sogar dazu verpflichtet, daran teilzunehmen; solche Rituale und die damit verbundene Gesetzgebung haben gerne noch reichsdeutsche Ursprünge. (Der Artikel bei Wikipedia trägt noch viel frühere Ursprünge vor.) Dass sich sogar die Kanzlerin dort blicken läßt - geschenkt.
Apropos geschenkt: Vielleicht wäre dann mal an irgendeiner Universität so nett, dem Theo wenigstens einen Dr. Honoris causa anzubieten?! Wundern würde es keinen.
So, nun noch Musique über einen richtigen Doktor, hehe...
Propaganda »Dr. Mabuse« (»A Secret Wish«, 1985)
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09.01.2011
historisches
Hier ist ein Bild, welches ich gerade in den Untiefen meiner Archive entdeckte und der Welt keinesfalls vorenthalten möchte.Der junge, dynamische und keinesfalls gedopte Mann ist kein geringerer als der allseits beliebte Republikvater, Oberindianer oder einfach Staatsratsvorsitzende... der liebe Genosse Erich Honecker!
Man beachte die schnittige Frisur, das willensstarke Minenspiel, die breiten Schultern, das lässig, wenn nicht gar frech aufgeknöpfte Hemd, die Beinarbeit... und so weiter und so fort... ein Vorbild für die Arbeiterklasse!
Der konnte das tragen! Stellen wir uns lieber nicht die aktuelle Speerspitze in Person von Frau Merkel oder Herrn Westerwelle in selbiger Kluft auf einem Sportgerät vor! Was wieder mal die These beweist: Es war ja nicht alles schlecht...
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Octapolis
10.05.2010
15.03.2010
Schönheit im Alter

Ja, die moderne Technik bietet viele Möglichkeiten. Da erinnere ich mich noch gerne an die Helma-Plakate... Als man sie dann mal ordentlich beklichtet in der Zeitung sah, wurde augenblich klar: Scheisse, die ist ja locker doppelt so alt, wie man uns glauben lassen wollte.
Aber, was spielt das schon für eine Rolle, gut auszusehen... Wenn ich so vor dem Spiegel stehe, denke ich: Yeah, baby, eine gewaltige! ;o)
Ergo, solange ich noch nicht aussehe, wie Helma und Frau Merkel, so lange, kann ich weiter leben, wie ich will und vor allem brauche ich bis dahin mein Antlitz nicht auf Plakate drucken zu lassen.
12.03.2010
Bundesoma auf LKW
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