Es gibt Tage, da könnte man... Als erstes entscheidet sich das Wetter über Kraków nicht zwischen Schnee und Regen und lässt konsequent beides vom Himmel plumpsen - bei gemütlichen zwei Grad über dem Gefrierpunkt und seichtem Ostwind eine wahrhaft erfrischende Angelegenheit - und anschließend liegt der Fotoapparat knapp 500 km westlich gemütlich im Warmen. Also gibt es diesmal Fotos aus einem Handtelefon, dass bis zu diesem Tag gar nicht wusste, dass es eine Kamera hat... ;o) Am Ende gleich in zwei (!) Beerdigungen reingeplatzt (Wymówka, Leute!), wie gesagt, es gibt Tage... Technisch und historisches Gedöns dann beim nächsten Teil!
Und, wenn es gen Polen geht, ist es eine feine Tradition die mitreisenden Patienten mit einer liebevoll gemischten Playlist polnischer Chansons zu beschallen. Das hilft immer! ;o)
Das heutige Sportmützenwetter lockte natürlich zum Spaziergang mit dem Fotoapparat auf dem Tolkewitzer Friedhof. Während sich die Treter so durch die weiße Pracht pflügten, fiel mir zum wiederholten Mal auf, dass die Vielfalt der Darstellung von Frauen eine größere ist, als bei männlichen Figuren. Die Herren unterteilen sich hierbei scheinbar in genau zwei Gruppen: zu gut 90% dient der Chef als Model, das restliche Zehntel zeigt alte Knaben mit voluminösen Backen- und Schnauzbärten, also um 1900-Gestorbene.
Anders verhält es sich bei der Weiblichkeit, bei welcher meist geschmackvoll entweder die Verstorbene, irgendwelche Engelserscheinungen oder ein zum Teil frühsozialistisches Frauenbild lobpreisend in Stein gehauen wurde. Davon hier eine erste (nein, das ist keine Drohung, aber es wird einfach noch mehr...), kleine Auswahl... ;o)
Sind wir mal ehrlich: alles besser, als Männer mit Bärten hier und da, die holde Weiblichkeit taugt wirklich besser als Kunstobjekt, weil: trägt keine Backen- Schnauzbärte... ;o)
Alaska y Dinarama »Psicozombis« (»Fan Fatal«, 1989)
Knabe O. mit Westbier und Knabe T. mit Gintonic (ohne Gin)
Gestern: Einladung zum Kulturstammtisch in Dresden West wahrgenommen. War schön, danke für die Gastfreundschaft und die Idee, den fehlenden Fotoapparat per detailgenauem Aquarell zu ersetzen.
Außerdem innigsten Dank an die Verkehrsbetriebe für das Nichtbetreiben einer 24h-Magnetschwebebahn Cotta-Striesen. Ihr Schnarchnasen... Polka!
Sommer, Affenhitze... deswegen heute ein paar Bilder aus dem sommerlichen, affenheißen Dresden...
Eigentlich wollte ich ein paar Bilder aus Dresden West präsentieren, wohin man mich gestern einlud (Sie wissen schon, dort, wo sich Edeka und Lidl gut´s Nächtle sagen). Dort serviert man frittierte Seepferdchen und Bier aus einem Brauhaus, welches es seit einem knappen Jahrhundert nicht mehr gibt. Und Mücken gab´s da, mit Stacheln, groß, wie Hundebeine - ich schwör´! Aber hatten wir den Fotoapparat dabei? Ja! Haben wir ihn auch benutzt? Nein. Deshalb keine Fotos davon. ;o)
Ich bedanke mich trotzdem noch mal für diesen angenehmen Abend, Skål! ;o)
The Kinks »Destroyer« (»Give The People What They Want«, 1981)
Der Einsatz eines Fotoapparates hilft dabei, sich später gerne noch mal über Dinge bömmeln zu können, die man sonst schlicht und einfach vergessen oder verdrängt hätte. So zum Beispiel über diese einträchtig nebeneinanderstehenden Plastikhütten im ansonsten schönen Nürnberg. Der eigentliche Brüller war der wirklich nur als geschmackvoll in Vollendung zu bezeichnende Aufdruck »Ihr Geschäft ist unser täglich Brot«. Vor fränkischer Ästhetik kann man einfach nur niederknien... Respekt! ;o)
Mike Oldfield »Aurora« (»Music Of The Spheres«, 2008)
Die Überschrift lässt erahnen, dass hier unsortiert und ohne Zusammenhang verwurstet wird, was übrig war und nirgends dazu passte... Was der Fotoapparat noch zu erzählen wusste, sozusagen. ;o)
Wollte lange schon mal dieses Lied posten, aber wie das so ist, manches verschiebt man immer wieder. Passt zum Sonnenschein! ;o)
Guddi, nun aber noch der angekündigte Regenbogen (sah in natura logischerweise viiiel besser, monströser und vor allem hochauflösender aus, als mein beschissener Fotoapparat es zu konservieren imstande wäre!). Danach war es wieder blau (am Schattenfoto kann man sehen, dass die Sonne zum Fenster hereinschien) und als wir unerschrocken loszogen, um neue Abenteuer zu erleben, regnete es natürlich wieder. Man kann nicht alles haben.
Regenbogen von links
rechte Hälfte des Regenbogens (rechte Hälfte und nicht mal ne Gegendemo!)
Und noch ein paar übriggebliebene Schnappschüsse aus Nürnberg. Selbstredend abseits von dem, was der Pauschaltourist sonst so fotografiert. ;o)
Könnte jetzt noch nen Regenbogen posten, aber die Bettdecke ist zu warm, um rauszuschlüpfen und die Speicherkarte des Fotoapparates ins Netbook zu frutteln. Egal. Stattdessen gab es ein Déjà-vu der anderen Art - Abendessen: Muckalica! ;o)
Als erstes mal ein paar andere Fotos von der Bremen Exkursion. Der Fotoapparat qualmte zeitweise vor Auslastung, aber soll er nicht jammern, der Arsch, wäre es kein Fotoapparat geworden.
Zu Ehren des SVW gebrautes Handgranätchen, welches gar nicht mal so übel mundete (Test hier). Nur den Erfinder der 0,33l-Abfüllung sollte man noch mal zur Rechenschaft ziehen, ist ja ne Seuche mittlerweile...!
T-Shirt-Motiv (bloß ein bisschen unsymetrisch zusammen geschnippelt, damit es nicht das einzige Hochformatbild dieser, ähem, Fotostrecke ist)
Nusochnsemo, wo gehdsn hier nach Aue?
Erzgebirge-Bremen, solcherlei Schabernack varängstigte den Mitreisenden Minimi, seines Zeichens Initiator der Initative Rettet den Wald im Erzgebirge - kauft beim Vietnamesen! dann doch...
Außerdem, ausschließlich, um den Forschungsauftrag des lieben til_o. wirklich ernst genommen zu haben, noch Bilder von zwei entdeckten Edeka-Filialen. Eine am Bahnhof und eine im Untergeschoss. ;o)
Wie schon berichtet, gabs keine sprechende Waage, nur eine etikettenspeihende. Wurden die Aufbaumilliarden nach der Wende tatsächlich so ungerecht verteilt? Verdammte Axt!
Filiale im Untergeschoss
Filiale am Bahnhof (einträchtig Tür an Tür mit, nein, nicht Alice, aber immerhin Aldi)
Den Rest des zutiefst seriösen Bildmaterials gibt es irgend ein anderes mal. Muss noch sichten... und zwischendurch auch mal schlafen, hehe... Weil wir heute (also, blogger.com zeigt gestern, es war aber heute früh, irgendwie scheint irgendeine Zeitzone fernab der unsrigen eingestellt zu sein, Zeitreise in Echtzeit meinetwegen, aber egal auch) schon im Jahre 1992 verweilten, gleich noch was nostalgisches hinterher.
Death In June »Little Black Angel« (»But, What Ends When The Symbols Shatter?«, 1992)
Zu guter letzt bleibt die Erkenntnis, so schön es im Norden war, dass zuhause nicht dort ist, wo ich den sprichwörtlichen Hut hinhänge, sondern genau dort, wo Freund Elvis hinkackt (wir sehen ein frühes Jugendfoto, heute ist er einen sportiven halben Meter lang, oder so...). ;o)
Wieder richtig viel Datenmüll gemacht am Wochenende. Die Speicherkarte des Fotoapparates wog vor Entleerung knapp drei Kilogramm. Aber was soll´s, Platz gibt es ja im weltweiten Netz ohne Ende. Da wollen wir gleich mal loslegen.
Nachdem es schon etwas spooky mit einem vermeintlichen Klasse-3-Nebel anfing (klick), fand unser digitaler Kamerad, Roséfreund und Teilzeitghostbuster til_o. heraus, dass es sich dabei um den Gehörnten höchstselbst handelte (klack). Das geht wirklich mit dem sprichwörtlichen Teufel zu!
Und weil wir so dark, spooky und überhaupt finster sind (katholisch sowieso, hehe), folgt ein erster Schwung querformatiger Bilder vom alten katholischen Friedhof in Dresden Friedrichstadt, welcher wirklich sehenswert ist.
Irgendwann folgen dann noch hochformatige Bilder und natürlich feinstes LoFi-Material vom Hechtfest, wo sich die Welt trifft, nur verstreute Bloggerschaft nicht. ;o)
Ghost »Prime Mover« (»Opus Eponymous«, 2010)
PS: Sollte der Kollege Paradroid die Audiospur vernommen haben, an wen dachte er da? Hehehe...