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21.09.2017

der verpasste Wahlkampf

Jungejunge... jetzt ärgere ich mich gerade ein bisschen...

War an dieser Stelle stets ein warmes Plätzchen für ein bisschen Voranalyse für anstehende Wahlen, auch wenn sie selten so unspektakulär langweilig, weil eindeutig in ihrem Ausgang waren, wie diesmal, hab ich es dieses Jahr irgendwie verpasst mal ein paar Fotos von künstlerisch wertvollen (teilweise originalen, teilweise von Volkskunst verschönerten) Wahlkampfplakaten zu schießen und diese zu präsentieren. Wobei, was soll's: nach der Wahl ist vor der Wahl. Und die Herzen aller Frauen hat Martin Schulz auch ohne die dümmlichen Kommentare meinerseits im Sack. Und Frauen, das weiß man, regieren die Welt... ;o)

In diesem Sinne: Frohe Vorweihnacht!

Abstürzende Brieftauben »Frauke halts Maul« (2016)

28.08.2017

restliche Hecht-Nachlese



Ich weiß, das ham wir schon mal schneller gesehen... aber besser spät, als nie - aber immerhin weder chronologisch noch geografisch geordnet: die diesjährige Restbildermappe vom Hechtfest. Schön war´s, wie immer.



Anekdötchen am Rande: Wie lockt man Frauen auf die Fete? Richtig, man hängt Martin Schulz-Plakate auf! Darauf angesprochen meinte eine, ähem, Jungwählerin: »Der is doch n Alki - wenigstens ein gemeinsamer Nenner...«. Das lassen wir unkommentiert so stehen. ;o)

Superpunk »Das waren Mods« (»Die Seele des Menschen unter Superpunk«, 2010)

Hechtfest 2017

Ein paar unsortierte Eindrücke vom diesjährigen Hechtfest. Mehr später... ;o)

Arch Enemy »The Eagle Flies Alone« (»Will To Power«, 2017)

21.08.2017

Gespensterbahn reloaded

Yeehaw! Nun isses wieder so weit. Deutschland umarmt sich, kommt sich näher - vor Wahlkampfplakaten!

Klar, je nach Wahlkreis fährt man früh am Morgen (nicht später, wenn man aktiv an der Zukunft der Welt mitschrauben möchte!) durch die alle vier Jahre zugemutete Gespensterbahn; aber nie war dieses, dem Gefühl, der Bulimia nervosa (wir Models leiden ehrlich gern darunter) gleichende, Unterfangen so aufregend wie 2017. Weil: Gottkanzler in the house!

Und ist mal jemandem aufgefallen (habe es persönlich abgeschritten), dass zwischen zwei Cuck Norris-Plakaten jeweils 36,7 Meter Mindestabstand bestehen? Hab ich... ja, ich habe... meinte natürlich Martin Schulz. Sie entschuldigen?!

Warum ist das so? Es gibt mehrere Thesen...

- nicht genügend Wahlkampfplakate, um meterweise zuzuschlagen
- genügend Abstand für die spontan Applaudierenden, auf die Knie fallenden Menschen, zu halten
- Platz für Opfertiere
- oder, was mir persönlich am plausibelsten erscheint, genügend Radius, um bei jeder Tageszeit die beste Sonnenlichteinstrahlung zu gewährleisten, wenn spontan (Vorsatz kann man nur vermuten, nicht beweisen) Frauen, zu jeder Tageszeit, Selfies mit dem Großen Martin (das G bei Großer Martin wird natürlich groß geschrieben!) machen wollen

Also, Gespensterbahn war gehstern. Hui, Martin! ist heute. Viel Glück, Digger! ;o)

Samael »Red Planet« (»Hegemony«, 2017)

20.03.2017

Schulz, ich sauf jetzt mit euch!

Irgendwann hatte ich mir mal vorgenommen an dieser Stelle politischen Erscheinungen etwas weniger Platz zu gönnen. Aber dieser Tage kam der Gegenentwurf mit wehendem Haar (weil Fahne hat er schon eingerollt) quer durch die Medienprärie direkt auch auf mich zugeritten. Licht aus, Spot auch: Martin Schulz!

Diese Szene mit Terence Hill und Bud Spencer hat aus heutiger Perspektive eine ganz andere, fast schon prophetische Tiefe! ;o)

Was liest und hört man nicht alles: der Hundert-Prozent-Mann, Geheimwaffe aus Würselen, Heilsbringer, Gottkanzler (kein Scherz!) und so weiter und so fort, der Superlativ feiert fröhliche Urständ. Auf dem jüngsten SPD-Parteitag verzückte er alte Gewerkschafter in karierten Kurzarmhemden ebenso wie junge Genossinen, man dankt es dem vom Himmel Gesandten mit einer Wahl zum Kanzlerkandidaten ohne eine einzige Gegenstimme. Nachkriegsrekord, auch so ein statistischer Rauschzustand. Unveröffentlichten Spionageergebnissen des sorbischen Geheimdienstes zufolge plant Schöngeist Kim Jong Un eine Deutschlandvisite um sich ein Scheibchen vom 100%-Martin in Sachen Personenkult abzuschneiden.

Da kann man sagen, was man will, das ist bis hier her bestes Entertainment! Wir drücken dir die Daumen fürs Promiboxen gegen die amtierende Weltmeisterin im Mittelgewicht Angela Merkel, beobachten dich natürlich aufmerksam und rufen: Go, Martin, go! ;o)

[Zum Schluß noch ein Livemittschnitt von der ausgelassenen Stimmung nach der Krönung des M. S. zum Kanzlerkanditen. Schulz 2. von links.] The Easybeats »Sorry« (»Volume 3«, 1966)