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22.10.2012

Frontpost #2: hmpf!

So richtig schöne Bilder kann ich heute noch nicht präsentieren, war heute eher schräg durch weniger schöne Gegend unterwegs. Hunderte asynchron geschaltete Ampeln, dazwischen unnatürlich viele Blitzer in alle Richtungen und seltsam verwobene Straßen. Da ist man froh, wenn man mit der Straßenbahn fahren kann. So lange, bis diese überfüllt ist, wie ein Flüchtlingsschiff im Mittelmeer. Dann läuft man. Inmitten abgewetzter 70er-Jahre-Architektur oder (pseudo-)futuristischen Glas-, Beton- und Lichtinstallationen.

Knabe verwirrt... ;o)

neue und alte Architektur Hand in Hand... menschenleer

armes Vieh, mitten in der stinkigen Stadt

nicht so teuer, wie Lebensmittel: die Glocke

 
zwischen Moderne und 70er-Jahre-Chic: WLan! ;o)


J. B. O. »Osama« (»Head Bang Boing«, 2oo7)

07.05.2011

Osamakaputt

Wie kann man sich das eigentlich vorstellen, wenn der meistgesuchteste Mann der Welt ingoknito lebt? Hat der da ne andere Kopfbedeckung und vielleicht nen anderen Bart? Schnurrbärte sollen ja wieder in sein. George Clooney und Brad Pitt tragen welche, stand in der Gala.

Immer mal zum Arzt gehen hilft auf diesem Gebiet weiter. Also nicht für den Bartwuchs, den hat man, oder nicht, sondern um zu wissen, was so in oder out ist, in der prominenten Welt. Gala, Bunte, natrürlich alle von vor einem Vierteljahr, dafür aber gratis - und wenn man Glück hat sogar eine Ausgabe des National Geographic. Man soll ja beizeiten und vor allem öfter mal zum Arzt gehen, Vorsorge gegen alles mögliche, aber ist man einmal dort, Darmspiegelung hin oder her, freut man sich doch über die ganzen Zeitschriften. Da kann man dann z. B. mal im Netz damit glänzen, zu wissen, dass Schnauzbärte im Jahre 5 nach Wolfgang Petry wieder der Bringer sind, was uns wieder auf olle Osama bringt.


Dieser wohnte da also relativ unbemerkt. Wenn schon nicht die CIA, warum wusste dann nichtmal der sorbische Geheimdienst bescheid? Vielleicht weil ihn seine Nachbarn einfach nicht verpfiffen haben. Vielleicht haben die einen anderen Umgang untereinander, nicht wie hier in Deutschland, wo gleich drei Gardinen wackeln, wenn man etwas schräger einparkt, als es der Hausmeister erlaubt. Womöglich war bin Laden also gar nicht verkleidet, oder entbärtet und man begegnete ihm ganz lässig auf dem Basar. »Moin Osama, geht´s gut?« »Muss ja, verfluchte Amis, sitzen mir im Nacken... und selbst?« »Prima! Schalke gesehen? Schöner Mist!« »Nu ja, kann ja keinen Fernseher haben, die überwachen ja alles, aber der Schwager hat Sky...«

Nun haben sie ihn also erlegt. War Guido Knopp auch vor Ort? Immerhin waren Traudl Junge, Geli Raubal und Eva Braun es Wert, »Hitlers Frauen« als mehrteilige Doku zu veröffentlichen. Hitler, wurde ja seinerzeit auch zum meistgesuchtesten Mann der Welt gekürt, wikt da fast bescheiden bis arm. Wieviele Teile könnte man da über »Osamas Frauen« drehen, Herr Knopp? Unglaublich, das ZDF stellt ein Jahr lang jede Woche eine Frau des großen Terrorfürsten vor, anmoderiert von Guido Knopp. Booah! Wahnsinnsidee, ich muß mal kurz anrufen... Hören wir uns inzwischen was zum Thema an.


J. B. O. »Osama« (»Head Bang Boing«, 2007)

Dann also der Zugriff... Das kann ich mir so was von bildlich vorstellen. Hab doch nicht alle »24«-Staffeln umsonst zwei mal gesehen! Da seh ich mich fast selbst vor Osamas Mauer, gebe dem Mann neben mir ein Fingerzeichen zwischen Stinkefinger und Baseballwurfcode, brülle die anderen Navy Seals erstmal an und wenn ich erst mal drin bin (wichtiger Satz »Ich geh´ jetzt rein«, kommt auch gut an jeder Supermarkttür o. ä.), dann gibts richtig böse was auf die Mappe. Wo der Killerspielspieler in mir zum Zuge käme. Den Finger am Scrollrad, choose your weapon, das größtmögliche ausgewählt, wenn man bei so was draufgeht, kommt man im Spiel ja an zufälliger Stelle wieder, im echten Leben bekommt die Familie eine Abfindung... und... KABOOM, osamakaputt. Rambazamba! Oder hatten die, wie damals im Spiel Worms, solche Sprengschafe?



Und wie geht man jetzt damit um? Wenn man nicht augenblicklich nackig durch den Regen saust und die amerikanische Hymne singt, Obama finden wir ja sowieso kritiklos gut, gerät man schnell in Verdacht, selbst ein Terrorist zu sein. Freut man sich aber dermaßen, finden das sensible Charaktere als pietätlos und einer christlich geprägten Gesellschaft unwürdig. Also guck ich für meinen Teil nur gezielt bedröppelt, wenn die Sprache auf das Thema kommt und wechsele dann zügigst das Thema. »Was halten Sie von der bin Laden-Sache?« »Ja, öhm, nein, der Terror... Und selbt, Schalke gesehen? Schöner Mist!« Da ist man fein raus.

Abschließend fällt mir da ein gravierender Fehler in meiner Gefühlslagenverarbeitung auf. Osama bin Laden verstarb zwei Tage vor dem Schalke-Rückspiel. Ironie, Zufall, Absicht? Wir werden es nie erfahren.

04.03.2011

Will Smith vs. Jesus

Bin gerade mit Mühen und immer am Rande des Sekundenschlafs durch »Hancock« mit Will Smith gekommen. Zwar kompakte 88 Minuten kurz, ein Haufen Puffpeng, ein paar gelungene Gags und trotzdem langweilig und zum Schluß noch der völlige Absuff in hollywoodeskem Megaschmalz. Hätte man sich schenken sollen.

Nun, immerhin erholt, säuseln mir die ganze Zeit die alterwürdigen Herbst In Peking durch den Kopf. Passt auch zur Kirchentagthematik und erklärt diesen wahrscheinlich mit wenigen Zeilen. ;o)


Herbst In Peking »Jesus im Schnee« (»Feuer, Wasser & Posaunen«, 1996)

Dann lieber noch ein paar Folgen »24«. Dazu Königsberger Klopse, und Kartoffeln (mehligkochend, hehe). Guts Nächtle!

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nächster Morgen: Lese gerade, dass der Chef des Mineralölwirtschaftsverbandes Klaus Picard heißt. Sehr abgefahren, flog die Enterprise am Ende doch schon mit E10? Hurra hurra ich flieg mit Picard... was für ein Glück - ich flieg´ mit Jean-Luc... Die Erde ist zwar keine Scheibe, trotzdem ist sie flach... ;o)