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26.08.2021

Courage

Heute soll es mal um etwas anderes, als die, an dieser Stelle, für gewöhnlich etwas groberen vorgestellten Filme gehen. Die Rede ist von einem Dokumentarfilm des Filmemachers Aliaksei Paluyan, welcher derzeit in ausgewählten Lichtspielhäusern gezeigt wird und, wie man beim Erleben des Werks feststellen wird, den passenden Titel »Courage« trägt. Zentrales Thema sind die Prosteste, die 2020 Hunderttausende Menschen des Landes abhielten, um gegen die Präsidentschaftswahl (deren Ergebnis natürlich zu Gunsten des ewigen Machtinhabers gedeutet wurden) zu protestieren.

Die Hauptprotagonisten sind Maryna, Denis und Pavel, ihres Zeichens Schauspieler einer systemkritischen Theatergruppe. Sie verließen das staatliche Theater Minsk, um fortan im neu gegründeten Belarus Free Theatre zu spielen und in ihren Stücken die autokratische Regierung und die staatliche Gewalt gegenüber den Bürgern ihrer Heimat zu kritisieren. Der Regisseur lebt mittlerweile im Exil und wird für die Proben per Skype zugeschaltet. Alles läuft im Untergrund, wer mitmacht, oder zuschaut, riskiert Repressalien oder Haft. Zwischen der Tätigkeit für das Theater, schließt man sich den immer größer werdenden Protesten an, oder organisiert diese mit.



Der Film zeigt teils sehr beklemmende, weil autentische Szenen, zum Beispiel, wenn einfache Menschen schwer bewaffneten OMON (Spezialeinheit der Regierung) Männern gegenüberstehen und sich die Atmosphäre aufheizt. Auch der tägliche Überlebenskampf der Theaterleute ist ein hartes Thema - andererseits versprüht deren scheinbar unbirrbarer Einsatz ebenso Optimismus, wie die immer größer werdenden Protesten, vor allem in den Straßen von Minsk, oder auch Bilder, in denen Demonstrierende Blumen an die Schilde der OMON stecken und diese vorübergehend die Waffen senken.

Insgesamt ein intenives Erlebnis (schöne Grüße, an alle, die an dem Abend in Dresden dabei waren, inklusive der begleitenden Veranstaltung).


Brutto »Гарри«

10.02.2021

07.09.2019

Trauerwald, Bayerisch Eisenstein



Der Trauerwald in Bayerisch Eisenstein ist einen Ausflug wert, wenn man mal in der Gegend ist und lässt sich prima mit einer kleinen Wanderung verbinden. Man hat auch einen schönen Ausblick zum Großen Arber. Die Idee des Trauerwalds ist es, eine preiswerte Bestattungsvariante zu offerieren, ohne dabei, wie sonst aus Kostengründen heutzutage gerne mal üblich, die Verstorbenen zu anonymisieren. Grabpflege und ähnliches entfallen ebenso, aber man bekommt dennoch ein schönes Plätzchen zum Trauern.



mehr dmnxt


Brutto »Родны Край« (2015)

01.09.2018

Hasselhoff, Chemnitz, DreZden



Vergangenes Wochenende fand das Hechtfest statt, aus einfacher Bequemlichkeit gab´s diesmal keine Fotos davon... aber beim Flanieren durch die Straßen erfreute die Kreativität an Fallrohren und Verkehrsschildern die Augen des Partyvolkes. Daher wollen wir an dieser Stelle nicht auf zwei der schönsten Kunstwerke verzichten.



Weil wir gerade in Dresden sind: Eintrag ins unsichtbare Tagebuch... Die Begegnung zwischen der ruhmreichen SGD und dem HSV wurde abgesagt, weil Anfang der Woche besorgte Bürger durch Chemnitz marodierten und die Polizei (vorher: wir hams natürlich im Griff, nachher: scheiße, doch nich) unterbesetzt war. Nun gibt´s bundesweite Verstärkung (vorher: brauchen wir nich, nachher: okay, doch lieber), die reicht aber offenbar nicht aus in zwei Städten für Friede, Freude oder wenigstens Eierkuchen zu sorgen. Manchmal isses schon ein bissl peinlich Sachse zu sein... Ansonsten: Alles Gute nach Chemnitz möge der geschnitzte Löffel mit euch sein! ;o)

So, wie immer noch was musikalisches zum Abschluss. Menschen, die hin und wieder mal hier vorbeischauen, sind vielleicht mal über die weissrussische Band Ljapis Trubezkoi bzw. deren Nachfolgeprojekt Brutto gestolpert. Deren Sänger Sergej Michalok (Сяргей Міхалок, verzeihen sie die freie Transkription, ich verzeihe Ihnen das Z auch hehe...) hat einen Bezug zu Dresden, denn sein Vater war einst hier für die sowjetische Armee stationiert, wo der kleine Micha auch geboren wurde. Daher nennt er sein neuestes Projekt Drezden, das vorgestern erschienene Album ebenfalls. Lohnt sich auf jeden Fall, ein Ohr zu riskieren! Mein neues Lieblingswort, zumindest für den Rest des Wochenendes lautet АЙСБЕРГ! ;o)

Drezden »Drezden« (»Drezden«, 2018)

30.07.2018

Friedhof Langebrück, Teil 1



Im Norden von Dresden, an der Dresdener Heide, liegt Langebrück. Dort befindet sich ein knapp einen halben Hektar kleiner Friedhof mit aktuell 680 Grabstellen. Lässt sich also prima mit einem Ausflug in besagtes Waldgebiet, oder z. B. dem Weixdorfer Friedhof verbinden. ;o)




Brutto »Середні віки« (»Рокі«, 2017)
Brutto »The Dark Ages« (»Roki«, 2017)

25.10.2017

▶Brutto // Папяроска

Brutto »Папяроска« (»Рокі«, 2017)
[Brutto »Cigarette« (»Roki«, 2017)]

22.05.2017

▶ Brutto // Чёрный Обелиск

Brutto »Чёрный Обелиск« (»Рокі«, 2017)
Brutto »Black Obelisk« (»Roki«, 2017)

28.03.2017

▶ Brutto // Середні віки

Brutto »The Dark Ages« (Single, 2016)
Brutto »Середні віки« (Сингл, 2016)