So muss das sein: Sommer, erträgliche Temperaturen, Wochenende, schwarzrotgoldener Freudentaumel, Dank unserer Götter in weiß!
Ganz nebenbei verkündet unsere Verteidigungsministerin Ursula »Da könnt ihr demonstrieren, wie ihr wollt, meine Frisur bekommt trotzdem einen eigenen Kopfbahnhof!« von der Leyen: Kinderlein, sorgt euch nicht um eure Sicherheit, die Mutti ist gerade dabei ein paar bewaffnungsfähige Drohnen zu bestellen. Da könnt ihr in Ruhe die WM verfolgen und wenn das mit dem Titel nicht klappt, können wir immerhin anderweitig ein bisschen rumballern. Und guckt, dass niemand falsch parkt, sonst... genau: Kawumm!
So, ich kauf mir jetzt ein Eis, lege mich auf die Wiese und gucke, ob ich am Himmel was interessantes entdecke und sei es nur eine Wolke in Miroslav Klose-Form. Schönes Wochenende zsamm! ;o)
The Pogues »Waxie´s Dargle« (»Red Roses For Me«, 1984)
Sorry für die seltendämliche Überschrift, hitzebedingt gab das gegrillte und ohnehin schon luftgetrocknete Hirn des Schreibers nichts Besseres her. Eigentlicher Grund des heutigen Eintrags ist ein erneuter (werden die Abstände kürzer, oder sind sie in der Sommertemperatur geschmolzen?) Nazi-Treff in Dresden und die damit verbundene Gegenruderbewegung seitens der Nazigegenruderer.
Stellen sich natürlich immer wieder die selben Fragen. Warum kommen die immer wieder nach Dresden? Klar, schöne Kulisse, es gibt Hotelbetten in Deutschland, aus denen man lieber nicht aufsteht, weil man das umliegende Elend nicht sehen will. Frauenkirche, Bombenangriff, Bombenwetter, momentan kann man so herrlich braun werden, alles Argumente.
Von den Oberhäuptern der Stadt oder ihren hauseigenen Medien wird in solchen Fällen immer gefordert, dass das gemeine Volk Farbe bekennen solle und gegen die Invasoren auf die Straße gehen soll (für Auswärtige: Blockade von Demonstrationsrouten ist das Stichwort, ihr kennt das sicher vom Fussball) und ja, die DresdenerInnen bekennen Farbe, blockieren, was das Zeug hält, auf einen Nazi kommen im Schnitt drei Gegendemonstranten, je nach Wetter, keine schlechte Quote. Natürlich verzerrt jedes Wahlergebnis diese Tatsache, aber immerhin... Befremdlich bleibt nur jedes mal diese mittlerweile sportgleiche Herangehensweise auf beiden Seiten, aber man muss ja nicht alles verstehen...
Dann kann man nur noch gutes Wetter wünschen (und vor den händchenhaltenden Ereignissen eine gelungene BRN!), Prost Mahlzeit, Drježdźany! ;o)
Long Tall Texans »What Part Of Fuck Off Don´t You Understand« (»The Devil Made Us Do It«, 2014)
Sommer, Affenhitze... deswegen heute ein paar Bilder aus dem sommerlichen, affenheißen Dresden...
Eigentlich wollte ich ein paar Bilder aus Dresden West präsentieren, wohin man mich gestern einlud (Sie wissen schon, dort, wo sich Edeka und Lidl gut´s Nächtle sagen). Dort serviert man frittierte Seepferdchen und Bier aus einem Brauhaus, welches es seit einem knappen Jahrhundert nicht mehr gibt. Und Mücken gab´s da, mit Stacheln, groß, wie Hundebeine - ich schwör´! Aber hatten wir den Fotoapparat dabei? Ja! Haben wir ihn auch benutzt? Nein. Deshalb keine Fotos davon. ;o)
Ich bedanke mich trotzdem noch mal für diesen angenehmen Abend, Skål! ;o)
The Kinks »Destroyer« (»Give The People What They Want«, 1981)
Sommer, Freizeit heißt noch mehr Bilder von der Freizeit im Sommer. Logisch. ;o)
1: Regenbogen daheim, 2: Enten mit Nachwuchs im Grossen Garten 3: Maßkrug, Biergarten, 4: ein Brillenföhn!
1-4: Trinitatisfriedhof, J-Town ;o) 1: Schwiegermutterkissen, 2: das Runde muss... 3: junge Zwergwachteln im Botanischen Garten, 4: Striesen
Gestern übrigens ein Eis für den halben Preis bekommen, während mir die Eisverkäuferin erzählte, dass der Eistruhenaufsteller (Schöller oder Lagnese oder so was...) die Order ausgegeben habe, das Zeug billiger anzubieten, weil man sonst gar nichts verkauft bei den aktuellen Temperaturen. Schlecht für euch, gut für mich.
Jetzt müsste nur noch das Brauereiwesen auf diesen geschmeidig rollenden Zug aufspringen. Yeah! ;o)
Matia Bazar »Elettrochoc (Extended)« (»Elettrochoc« 12''Single, 1983)
Haha, da haben besonders musikalische Mitbürgerinnen und Mitbürger den Zapfenstreich für den verblichenen Bupräsi ja ordentlich veredelt. Die Vuvuzela kommt nochmal zu Ehren, wer hätte das gedacht! Dschingdarassabumm und so...
Guckt man sich dieses antiquierte Zeremoniell mal genauer an, kann es schon anheimelnd wirken. Diese ganzen wärmenden Lichtlein... Erste Assoziation: die Unsterblichen (gibt´s die eigentlich noch und wenn ja, warum nicht?)!
Und als des Bloggers bescheidenes Gehirn schon wild drauflos assoziierte, erschien noch folgendes Lied vorm inneren Ohr...
Summoning »Farewell« (»Let Mortal Heroes Sing Your Fame«, 2001)
Hin oder her, die Hupe des Monats ist Herr Wulff mit Sicherheit (hat mal einer seine Frau während der ganzen Aktion angeguckt - mit was für Batterien wird die eigentlich betrieben [aaahrgh!!! ein Fembot!]?)! Mit ein bisschen Glück und Gottes unerschöpflicher Barmherzigkeit war es vorerst vielleicht das letzte mal, dass man sich seiner Visage dank medialem Großgetöse kaum entziehen konnte.
Manchmal passieren Dinge, urplötzlich und unerwartet...
Mal ehrlich: Jan Ullrich und Doping - wer hätte das gedacht? Er wohl selber nur ein bisschen und wir schon gleich gar nicht. Nun aber doch! Sensationell ist unter anderem eine auf zwei Jahre befristete Rennsperre, welche ihm von den Richtern pädagogisch heilend auferlegt wurde. Das wird ihn schmerzen, nachdem er seine Karriere ohnehin schon vor Jahren an den Nagel hing. Und hier und da ein Sieg aberkannt, hatte er denn je welche (ich kenn mich ja nicht so aus im Radsport, Tour de France oder Friedensfahrt, das sind zu lange Stunden vor der Glotze für einen jungdynamischen Menschen, hehe...)?
Wie auch immer, die dicke Kohle hat er oder haben er und seine Mitstreiter schon lange eingesackt, bevor der ganze Laden aufflog. Wenn er also nicht ganz unclever war, kann er davon noch bis ans Ende seiner Tage gut davon leben. Und, Jan, du bist doch clever?! ;o)
Bleiben eigentlich nur noch zwei Fragen offen:
- Was sagt Rudolf Scharping dazu? - Und wann wird´s mal wieder richtig Sommer?
Da gibt es Statistiken, von gescheiten Leuten erstellt, die besagen, dass Deutschland beziehungsweise dessen Bürger(innen) zunehmend dicker werden.
Nun weiß man auch, dass man keiner Statistik trauen soll, die man nicht selbst gefälscht hat, doch ein kurzer Blick durch die Seitenscheibe verrät: diesmal hamse recht! Übergewicht, soweit das ohnehin schon geschundenene Auge blickt. Damit nicht genug. Seitdem die Achtziger wieder en vogue sind, halten längst vergraben gehoffte Reliquien wie Radlerhose und Leggins wieder Einzug.
Gerade jetzt, die wahrscheinlich letzten schönen, wenngleich schön in diesem Zusammenhang als relativ zu betrachten gilt, Tage des Jahres glänzen im wärmenden Sonnenschein, hat man den Eindruck, das manche(r) noch mal alles gibt, um das eigene Ego zu liebkosen oder die Umwelt zu erschrecken. Es paaren sich die giftigesten Farben vergangener Modeepochen mit teilweise tätowierten oder gepiercten Weißwürsten über dem Hüfthosensaum oder aus dem ärmellosen Shirt quellend. Wo ist eigentlich die Fashionpolzei, wenn man sie mal braucht?
Nicht nur bei der (statistisch erwiesen) immer weiter in die unförmige Breite gehenden jungen Bevölkerung, nein auch, bei denen, wo man schon aufgrund der jahrzehntelangen Lebenserfahrungen etwas mehr Sinn für Allgemeinästhetik erwarten möchte, sieht man da so allerhand Sollverbotenes. Ob nun der obercoole Macker mit Bierwampe und Fell unterm Goldkettchen oder der dreifachen Mutter in pinkfarbener Radlerhose - manches will man einfach nicht sehen. Tut weh im Gemüt oder flackert im Auge. Im schlechtesten Falle beides. Worst case scenario ist das Stichwort.
Beliebte Accesoires, neben den bereits aufgezählten, sind außerdem der am blassen Rücken hochgezerrte Stringtanga, das Zurschaustellen des verlängerten Gesäßes, vor allem bei den Herren (Maurerdekoltee nennt man das in Fachkreisen) und vor allem das Tragen von Textilien die einfach zwei Nummern für die eigentlich aktuelle Konfektionsgröße sind. Ist ja nicht so, dass es keine Klamotten gäbe; man muß den Konfirmationsfummel nicht noch zwanzig Jahre später um den Rumpf zwingen. Weniger mit Figur an sich, jedoch nicht weniger panne sind diese übergroßen Sonnenbrillen, mit denen man (oder Frau) aussieht, wie eine angriffslustige Hornisse.
Johnny Cash hatte schon Gründe für seine schlichte, schwarze Kleidung. Und der muß es wissen, der ist so lebenserfahren, dass er schon ne Weile tot ist.
Also hofft man auf einen fürhen Herbst, am besten auf einen strengen, lang anhaltenden Winter. Etwas mehr Respekt vorm Augenlicht der Mitmenschen bitte!
So, ich dreh jetzt noch ne Runde um den Block (nicht Blog, sondern so was wie New Kids On The oder Jenny From The), zur Sicherheit des eigenen, ohnehin schon getrübten, Auges mit einem nach innen verspiegelten Integralhelm. Man sieht sich... wahrscheinlich nicht. ;o)
Silicon Dream »Wunderbar« (gleichnamige Single, 1989)
Hier also noch ne kleine Nachlese vom sonntäglichen Rundgang über das Hechtfest. Musikalisch hab ich nur wenig gesehen. Irgend ne Band, die vorwiegend alte Musik für alte Männer spielte und später noch ne Ska-Band namens Offbeat Foundation, welche ziemlich ballerte. Erst mal ein paar Bilder...
alte Musik für alte Männer (wahrscheinlich sogar von und mit alten Männern)
Offbeat Foundation von hinten...
...und von vorn
Rudolf Leonhard Straße
Ballönge
Survivalpack
Und weil es einfach nicht besser geht, noch ein kleiner Mitschnitt in gewohnter LoFiQualität. Wobei Qualität in diesem Falle eher in die Irre führt, man kann aber nicht alles haben, hehe. Was man hier nicht so gut sieht, ist, dass die Band den LKW mächtig zum wackeln brachte, was ziemlich lässig aussah.
die Damen & Herren Offbeat Foundation /// @Minimi: bei der Frau, die da tanzt und später das Kind am Wickel hat, erkennt da der Fachmann und Wachtmeister der Fashionpolizei ne 2008er North Face Windjacke? ;o)
Es gibt noch ein besserqualitatives Video aus einem anderen Blickwinkel bei YouTube. Da laufen allerhand finstere Gestalten durchs Bild, aber auch eine die finsterer als alle anderen ist, huarrr!
Nächstes Jahr bitte nicht wieder so ne Affenhitze, denn eigentlich wäre der Freitag der geeignetere Tag gewesen, um im Hechtviertel aufzuschlagen. Aber gut, man will ja nicht meckern. Immerhin gabs am Sonntag auch noch Fischbrötchen...
Nun ist es gegessen, also das Fest und auch das Brötchen, ein untrügliches Zeichen, dass der Sommer so sachte zu Ende geht und damit auch die Flut an Festen in Dresden unter freiem Himmel. Aber keine Bange, wir feiern auch drinnen, hehe... Außerdem machen bald die ersten Weihnachtsmärkte auf!
Blutjungs »Yvonne« (»Beiss mich, Baby!«, 2001)
PS: Grüße an alle, die ich dort traf, größere Grüße an die, mit denen das nicht geklappt hat! ;o)
Bäh! Da ist es wochenlang angenehm herbstlich und nun, da der Kreislauf sich schon sachte in Richtung Winterschlaf runterfährt, wird es wieder Sommer. Manchen gefällt das... ;o)
PS: Innigsten Dank für die Anteilnahme am letzten Post, das war dann bisheriger Rekord! So was passiert, wenn die virtuelle Realität die andere Realität kreuzt. Unheimlich, hehe...
Goldig! Nach der Bürgerschaftswahl in Bremen, sollte deren Vorstand vielleicht mal drüber nachdenken, den Fünf-Prozent-Hürdenlauf als paralympische Disziplin anzumelden.
Und überhaupt ist die Erkenntnis in Städten nicht so gut anzukommen, wie drumherum auch nicht so verkehrt. Vielleicht sollte unser Tablettenphilipp, neuerdings ja Oberindianer im liberalen Paralleluniversum, nachdem er seinem Sportsfreund Guido ziemlich unfair von hinten reingrätschte, lieber einen auf Landarzt machen. Gaaanz weit auf dem Lande.
Zu köstlich wieder mal. Draussen dazu passendes Sportmützenwetter, und nicht nur die Sonne lacht über euch! ;o)
Zu diesen kleinen, blaugelben (oder sind die eher gelbblau?) Satansbraten und dem sommerlichen Flair fällt mir eigentlich nur ein passender Soundtrack ein, hehe...
Die Ärzte »Meine Freunde« (»13«, 1998)
Übrigens: die meisten Exportbiere haben mehr als 5,0%vol, aber das wirklich nur am untersten Rande. ;o)