Den Gourmets der teutonischen TV-Kulur jüngst als Juror bei Deutschland sucht die nächste Eintagsfliege untergekommen (Hip-Feinschmeck-Hopper schätzen sein Frühwerk im Dunstkreis der Rödelheim-Posse), ansonsten als Musikant, solo und/oder als Sohn Mannheims bekannt: Xavier Naidoo, das unbekannte Wesen.
Hier und da ließ er es sich schon nicht nehmen, seine verqueren - freilich biblisch begründeten - Theorien zum Status der Gesellschaft vom Stapel zu lassen. Kann er ja grundlegend, Meinungsfreiheit, auch für Jünger Gottes Sohnes, so steht es in der Verfassung unserer bunten Republik geschrieben. Nur gehen Politik und Religion nicht immer patschehändchenhaltend nebeneinander her. Was den meist sonnenbebrillten und kopfbedeckten (was genau versucht er damit eigentlich zu kaschieren?) Troubadour nicht davon abhielt zum Feiertag der Republik (für unsere Leser in befreundeten Nachbarländern: der 3. Oktober) inmitten einer Veranstaltung in Nähe des Kanzleramtes seine reichlich medikamentös verursacht wirkenden religiös/politischen (zutreffendes bitte individuell auf dem Display markieren/durchstreichen) zu deklamieren.
Mit an Bord: gut informierte Bürger, mutmaßliche Rechtspopulisten, sogenannte Volksdichter und wahrscheinlich auch noch ein paar Glaubensbrüder. Dünnes Eis. Mal abgesehen davon, was wahr, was falsch ist, olle Xavier beweist zumindest, dass wenn man in einer Blase spirituell beflügelten, sowie selbstgerechtem Gutmenschentum dahin zu vegetieren gedenkt, am Ende nur eine derbe Gehirnwasserabsenkung übrig bleibt, denn immerhin macht er sich wohlwissend ob seiner Prominenz zum Sprachrohr sehr finsterer Stimmen, was ja wohl nicht das Ziel eines selbsternannten Kriegers der Liebe sein kann.
Strecken wir darauf unsere Mittelfinger gen Mannheim. Pfui, Xavier, ab in die Ecke! ;o)
Nattefrost »Goat Worship« (»Terrorist – Nekronaut Pt. I«, 2005)
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08.10.2014
Xavier Jesusnaidoo (oder: Rödelheim Hartreim Gehirn)
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25.09.2012
Schippschnapp
Wie der Presse (z. B. hier) zu entnehmen, wird gerade ein Gesetzentwurf in trockene Tücher gewickelt, welcher in Zukunft religiös bedingte Beschneidungen in good old Germany straffrei ermöglichen wird. In diesem Sinne: ran an die Buletten! ;o)
Wen wundert´s?
Eigentlich fast zu schade für so ne kurze Meldung (versteckter Brüller: kurze Meldung, Sie versteh´n? hüstel...), aber auch schon wieder passend und außerdem der absolute Hochundrunterhörlieblingssong der letzten ein oder zwei Wochen... Bitteschön!
Roky Erickson »I Think Of Demons« (»The Evil One«, 1981)
Wen wundert´s?
*schnippschnapp*
Roky Erickson »I Think Of Demons« (»The Evil One«, 1981)
16.07.2012
Wurst ohne Pelle
[Einleitung: Entschuldigung für die Unfähigkeit solch einer platten Überschrift nicht sagen zu können Mach ich nicht, kann ich nicht schreiben, so einen preiswerten Kalauer, ist flach, völlig unter dem sonst ja durchgehend hohen Niveau dieses Blogs!, dazu, quasi als beschwörerisches Intro, traditionelle Beschnittmusik, wie sie wahrscheinlich schon von den Babyloniern gesungen wurde. Das noch ältere Original am Ende dieses Posts. ;o)]
Eläkeläiset »Humppakarkuri« (»Humppasheikkailu«, 2012)
Zur Zeit gibt es Diskussionen pro und contra Beschneidungen in Deutschland. Das ist natürlich genau unser Ding beim Channel 666, nach dem Motto Deiner kann der nächste sein!, hehe... Sogar die Bundeskanzlerin äußerte sich heute. Sie wird sinngemäß damit zitiert, dass sich Deutschland als Komikernation zu erkennen geben würde, wenn der althergebrachten religiösen Tradition unserer jüdischen und muslimischen Freunde mit einem gerichtlichen Verbot entgegengewirkt würde.
Wie unglaublich verbohrt muss man sein, im Jahr 2012 (christlicher, 5772 jüdischer, 1433 islamischer Zeitrechnung), also insgesamt Zeit genug, um herauszufinden, wie Blitz und Donner funktionieren, solch fundamentalistische Bräuche im Namen der Religionsfreiheit zu beschönigen? Ein erwachsener, mündiger Mensch kann sich immerhin heutzutage frei aussuchen, welche Veränderungen er an seinem Korpus vornehmen lässt, ein wehrloses Kind, welches den Rest seines Lebens mit der Entscheidung seiner Eltern leben wird, wohl kaum.
Solche Diskussionen in einer modernen Zeit wie der unseren sind genauso befremdlich, wie das herumschnippeln an Dingen, die natürlich gegeben und sich auf irgendeine Weise evolutionär bis heute gehalten haben. Wenn Religion oder göttliches Verständnis so aussieht... jaha: Deiner kann der nächste sein! ;o)
The Troggs »I Can´t Control Myself« (»From Nowhere«, 1966)
Eläkeläiset »Humppakarkuri« (»Humppasheikkailu«, 2012)
Zur Zeit gibt es Diskussionen pro und contra Beschneidungen in Deutschland. Das ist natürlich genau unser Ding beim Channel 666, nach dem Motto Deiner kann der nächste sein!, hehe... Sogar die Bundeskanzlerin äußerte sich heute. Sie wird sinngemäß damit zitiert, dass sich Deutschland als Komikernation zu erkennen geben würde, wenn der althergebrachten religiösen Tradition unserer jüdischen und muslimischen Freunde mit einem gerichtlichen Verbot entgegengewirkt würde.
Wie unglaublich verbohrt muss man sein, im Jahr 2012 (christlicher, 5772 jüdischer, 1433 islamischer Zeitrechnung), also insgesamt Zeit genug, um herauszufinden, wie Blitz und Donner funktionieren, solch fundamentalistische Bräuche im Namen der Religionsfreiheit zu beschönigen? Ein erwachsener, mündiger Mensch kann sich immerhin heutzutage frei aussuchen, welche Veränderungen er an seinem Korpus vornehmen lässt, ein wehrloses Kind, welches den Rest seines Lebens mit der Entscheidung seiner Eltern leben wird, wohl kaum.
Solche Diskussionen in einer modernen Zeit wie der unseren sind genauso befremdlich, wie das herumschnippeln an Dingen, die natürlich gegeben und sich auf irgendeine Weise evolutionär bis heute gehalten haben. Wenn Religion oder göttliches Verständnis so aussieht... jaha: Deiner kann der nächste sein! ;o)
The Troggs »I Can´t Control Myself« (»From Nowhere«, 1966)
Schnippschnapp. ;o)
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11.12.2011
16.09.2011
aus dem Paralleluniversum polnischer Castingshows
Sachen gibt´s, die gibt´s gar nicht.Da ist Behemoths Nergal wieder genesen und macht was völlig abgefahrenes: Juror bei »The Voice Of Poland« (auf TVP, das sind glaupich auch die, die für den ESC in Polen zuständig sind). Dieter Bohlen in finster oder so. Bruce Darnell in echt...
Da die Haare durch die Krebstherapie nur mehr raspelkurz sind, trägt der Maestro seit neuestem gern eine alberne Kopfbedeckung. Abgefahren, abgefahren. Tu mir den Gefallen, geh lieber wieder ins Plattenstudio, da sieht´s keiner und hinterher kommt todsicher was schniekes dabei raus! ;o)
Den Prozess wegen seiner Bibelschändung und Verletzung religiöser Gefühle (zerreißen einer Bibel auf der Bühne und der Wahrheit über die heilige Mutter Kirche) hat er übrigens mittlerweile gewonnen, weil sich, bis auf ein paar, die gar nicht dabei waren, niemand in seinen religiösen Gefühlen verletzt fühlte und das Gericht befand, dass Monsieur Darski ledigilich ein, im Einklang mit dem sonstigen Gesamtkonzeptes der Band stehendes, künstlerisches Element vollzog.
Behemoth »Conquer All« (»Demigod«, 2004)
Friede, Freude, Eierkuchen? Nicht ganz, denn dieser Tage meldete sich ein von der Gesamtsituation reichlich angepisster Bischof namens Wieslaw Mering zu Wort. Nun könnte man denken, dieser sei eingefleischter Behemoth-Fan und möchte um jeden Preis verhindern, dass Nergal sich im TV zum Ei macht. Ist er aber nicht, er hat entrücktere Gründe. Dass ein Ketzer, Satanist und Anhänger des Bösen seine giftigen Lehren im TV verbreitet, passt der Langmütze gar nicht, er fordert die Mitglieder seiner Gemeinde sogar auf, notfalls die Fernsehgebühren einfach nicht zu entrichten, um ihrem Ärger Ausdruck zu verleiehen. Willkommen im Club, Herr Bischof! ;o) (Unglaublich, dass ich mal eine gemeinsame Meinung mit einer Zipfelmütze vertrete... also bezüglich der Gebühren, siewissenschon, haha...)
Unterm Strich hat der katholische Würdenträger seine 15 Minuten Rampenlicht gehabt und das nächste Behemoth-Album, wenn es denn irgendwann mal zustande kommt, zwischen TV-Terminen und Mützen-Shopping, wird sich verkaufen wie geschnitten Brot.
Wer kommt eigentlich nächstes Jahr zum ESC? Vader??? Biddä! ;o)
Vader »North« (»Litany«, 2000)
And finally our twelve points go to... POLAND!
24.07.2011
R. I. P.
Unglaublich, was in Norwegen passiert ist. Einfach zu erklären, schwer zu begreifen.
Unsereins streift am Wochenende durch die Natur und genießt die schönen Dinge des Lebens, während woanders fast hundert, vor allem junge Menschen von einem Arschloch, der im Namen seines religiösen Wahns handelt, niedergemetzelt werden.
Dass Regierungsgebäude, Banken oder ähnlich geartete Ziele, quasi den Unmut des kleinen Mannes auf sich ziehend, ob nun aus politischen, religiösen Gründen oder einfach als kriegerischer Akt, regelmäßig angegriffen werden, gehört, wenn auch unschön, zur Geschichte der Menschheit. Aber ein Massaker in einem Ferienlager, präzise vorbereitet, kaltblütig durchgezogen, ist schon von einem anderen Kaliber. Sicher wird der Terrorist einer dafür vorgesehenen Strafe zugeführt, die vielen Toten kehren dadurch jedoch nicht ins Leben zurück.
Norwegen, sonst vielgepriesenes Musterland, hat jetzt eine tiefe Narbe in seiner Historie zu verarzten. Über das Warum muss nicht unnötig viel spekuliert werden, immerhin hat der Täter seine Beweggründe ausführlichst erläutert. Bei allem, was tagtäglich auf der Welt an Unrecht geschieht, verdeutlicht dieses Drama auf minimalistischste Weise, dass die sogenannte westliche oder auch freie Welt, beziehnugsweise vielzitierte Wertegemeinschaft, genügend eigene Baustellen hat. Waffenscheine hier, christlicher Fundamentalismus da - hinterher ist das Entsetzen um so größer. Merkel, Obama, Medwedew und Konsorten fackeln nicht lange, verurteilen scharf, prangern an, möchten ihrem Beileid Ausdruck verleihen. Was unterm Strich nicht den geringsten Nährwert hat. Sicher handelt es sich hier um einen Einzeltäter, der meines unfundierten Erachtens nach geistig umnachtet ist; jedoch fußen seine Attentate tief in der aggresiv geführten, nach globalen Ruhm und Umsätzen gierenden Politik, welche sich beliebig christlicher Motive bedient. Das liese sich noch endlos ausweiten, würde aber den Toten von Utøya nicht gerecht. Es gibt mit Sicherheit gescheitere Köpfe, als den eines kleinen Internetschmierfinken, die passendere, pietätvollere und belegbarere Worte dazu finden würden.
Was von hier aus bleibt, ist die ewig gleiche Feststellung, jeden Tag des Lebens lebenswert zu gestalten, sich an einfachen Dingen zu freuen und zu wissen, dass verbohrte Ideologien scheiße waren, sind und bleiben werden.
Fiel mir als erstes, nach dem ich die Nachrichten hörte, zum Thema ein, wie Motörheads Lemmy Kilmister in »Orgasmatron« einst trefflich formulierte...
Amy Winehouse ist auch gestorben, tragisch, aber selbstverschuldet. Dies verkommt aber angesichts der Ereignisse in und bei Oslo zur Randnotiz.
Kampfar »Norse« (»Norse« EP, 1998)
PS: Letzte Worte, ich könnte mich ewig aufregen: In diesem Zusammenhang Trauergottesdienste abzuhalten scheint tröstlich, ist aber, genauer betrachtet, mieser Zynismus.
Unsereins streift am Wochenende durch die Natur und genießt die schönen Dinge des Lebens, während woanders fast hundert, vor allem junge Menschen von einem Arschloch, der im Namen seines religiösen Wahns handelt, niedergemetzelt werden.
Dass Regierungsgebäude, Banken oder ähnlich geartete Ziele, quasi den Unmut des kleinen Mannes auf sich ziehend, ob nun aus politischen, religiösen Gründen oder einfach als kriegerischer Akt, regelmäßig angegriffen werden, gehört, wenn auch unschön, zur Geschichte der Menschheit. Aber ein Massaker in einem Ferienlager, präzise vorbereitet, kaltblütig durchgezogen, ist schon von einem anderen Kaliber. Sicher wird der Terrorist einer dafür vorgesehenen Strafe zugeführt, die vielen Toten kehren dadurch jedoch nicht ins Leben zurück.
Norwegen, sonst vielgepriesenes Musterland, hat jetzt eine tiefe Narbe in seiner Historie zu verarzten. Über das Warum muss nicht unnötig viel spekuliert werden, immerhin hat der Täter seine Beweggründe ausführlichst erläutert. Bei allem, was tagtäglich auf der Welt an Unrecht geschieht, verdeutlicht dieses Drama auf minimalistischste Weise, dass die sogenannte westliche oder auch freie Welt, beziehnugsweise vielzitierte Wertegemeinschaft, genügend eigene Baustellen hat. Waffenscheine hier, christlicher Fundamentalismus da - hinterher ist das Entsetzen um so größer. Merkel, Obama, Medwedew und Konsorten fackeln nicht lange, verurteilen scharf, prangern an, möchten ihrem Beileid Ausdruck verleihen. Was unterm Strich nicht den geringsten Nährwert hat. Sicher handelt es sich hier um einen Einzeltäter, der meines unfundierten Erachtens nach geistig umnachtet ist; jedoch fußen seine Attentate tief in der aggresiv geführten, nach globalen Ruhm und Umsätzen gierenden Politik, welche sich beliebig christlicher Motive bedient. Das liese sich noch endlos ausweiten, würde aber den Toten von Utøya nicht gerecht. Es gibt mit Sicherheit gescheitere Köpfe, als den eines kleinen Internetschmierfinken, die passendere, pietätvollere und belegbarere Worte dazu finden würden.
Was von hier aus bleibt, ist die ewig gleiche Feststellung, jeden Tag des Lebens lebenswert zu gestalten, sich an einfachen Dingen zu freuen und zu wissen, dass verbohrte Ideologien scheiße waren, sind und bleiben werden.
Fiel mir als erstes, nach dem ich die Nachrichten hörte, zum Thema ein, wie Motörheads Lemmy Kilmister in »Orgasmatron« einst trefflich formulierte...My name is called religion, sadistic, sacred whore.
Amy Winehouse ist auch gestorben, tragisch, aber selbstverschuldet. Dies verkommt aber angesichts der Ereignisse in und bei Oslo zur Randnotiz.
Kampfar »Norse« (»Norse« EP, 1998)
PS: Letzte Worte, ich könnte mich ewig aufregen: In diesem Zusammenhang Trauergottesdienste abzuhalten scheint tröstlich, ist aber, genauer betrachtet, mieser Zynismus.
reingefruttelt von
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Wochenende
02.05.2011
neulich bei Frau Holle
6 Jahre hat es gedauert, dann wurde Polen-Paule (Karol Józef Wojtyła) selig gesprochen. Wäre im Falle Osama BL (Usāma ibn Muhammad ibn Awad ibn Lādin) 2017. Noch lang hin, aber manchmal zahlt sich Geduld ja aus. Ob die beiden ihre ungewaschenen Füße von der selben Wolke baumeln lassen? Man will es gar nicht wissen...
10.04.2011
Marusha und der Gotteskrieger
De Klootzakken »Dominee Dimitri (Ach Man)«
(»Dominee Dimitri 2004«, 2004)
Schönen Sonntag zsamm! Vielleicht begegnet man sich bei diesem Sportmützenwetter irgendwo in der Natur... wohl eher nicht... ;o)
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