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15.04.2013

Ding Dong The Witch Is Dead!

Des Einen Leid, des Anderen Freud! Alte Binse, dieser Tage wieder mal wahrer denn je, denn nach dem Ableben von Margaret Thatcher haben einige Politschelme via sozialer Netzwerke das Lied »Ding Dong (The Witch Is Dead)« aus dem Musical »Der Zauberer von Oz« vorübergehend auf Platz 1 der britischen Charts gehievt. Finden nicht alle lustig (wie sämtlichen vielbejubelten britischen Humor), aber für derlei Geschmackvöllerei sollte an dieser Stelle stets ein warmes Plätzchen sein.

Hören wir eine etwas rarere Version von Klaus Nomi aus den frühen Achtzigern. Immerhin, Frau Thatcher: wer in Frieden ruht, muss nicht brennen... ;o)


Klaus Nomi »Ding Dong (The Witch Is Dead)«

18.09.2012

Tittenalarm royal!!!

Muss man sich mal vorstellen: Über 350 Jahre (grob übern Daumen) nach Erfindung der Guillotine und über 100 Jahre nach Erfindung des BHs verklagt das nicht ganz so feine aber immerhin adlige Geschlecht der Windsors die Boulevardpresse (Brüller, wenn nicht gar ein Brüller in sich, ergo ein Doppelbrüller), weil wiedermal ein paar britische Hupen abgelichtet und publiziert wurden. Dabei machen sie sich doch so gerne nackig (Nacktbillard!), die sogenannten Royals. Warum auch nicht, wenn man hochdurchlaucht von den urväterlichen Ahnen abstammt (wir erinnern uns, Adam trug immerhin ein Ahornblatt vor dem kapitalen [muss kapital gewesen sein, hat ja immerhin nicht weniger als eine Welt damit bevölkert!] Gemächt, Eva zog obenrum blank, diese biblischen Ferkel!).

Die Queen ist sicherlich not amused, aber wen kümmert´s? Wer lang hat, kann lang tragen, oder so, war mal ne alte Binse... ;o)


Twisted Sister »Tonight« (»Love Is For Suckers«, 1987)

09.08.2011

Rebel de-Unyell

...hinkt mir mal bitte kurz hinter dieser Überleitung her.

Ich sehe mich genötigt dieses Zitat erneut zu zitieren und hierzulassen:

...here's a sad truth, expressed by a Londoner when asked by a television reporter: Is rioting the correct way to express your discontent?

"Yes," said the young man. "You wouldn't be talking to me now if we didn't riot, would you?"

The TV reporter from Britain's ITV had no response. So the young man pressed his advantage. "Two months ago we marched to Scotland Yard, more than 2,000 of us, all blacks, and it was peaceful and calm and you know what? Not a word in the press. Last night a bit of rioting and looting and look around you." --»

Neben all der (Weglass-) objektiven Berichterstattung, auch aus dem Dunstkreis der sogenannten seriösen Medien, die das Bild von "frustrierten" oder "abgehängten" Mitgliedern der unteren Gesellschaftsschichten zeichnen, "chancenlos" und "mit wenig Perspektive", und irgendwie wollen die ja doch bloß alle auch ein Stück vom Kuchen... Ist ja sicherlich was dran, aber daneben gibt es auch noch andere Zusammenhänge. Halt nur doof drüber zu berichten, man könnte sich dann genötigt sehen den seriösen Finger an die eigne seriöse Nase legen zu müssen.

Das Interview wurde meines Wissens live übertragen, richtige Zeit, richtige Stelle, richtiger Interviewter. Seltenheitsfaukspaux.

ps: Die thematische und zeitliche Überschneidung mit Onkel Octas Beitrag ist vom Zufall beabsichtigt, ich glaub langsam der liest hier auch mit. ;o)

/rumpelpudding

Anarchy in the UK

Da rumpelts aber im vereinigten Königreich! UK Riots (unbedingt merken, und beim Keks in geselliger Runde mal fallen lassen) nennt es die dortige Presse. Bei dem, was man da so zu sehen bekommt, wird selbst mancher SGD-Ultra blaß vor Neid...



Warum so was kommt, und wenn, weshalb so heftig, darüber werden sich die Gelehrten noch eifrig die klugen Köpfe beim five o'clock tea zerbrechen und sicherlich die Welt an ihren Erkenntnissen teilhaben lassen. Wenn es so weit ist. Doch erstmal gibt es Szenen zu bestaunen, die man eher aus dem nahen Osten erwartet. Die sogenannte westliche Welt hat eben so ihre eigenen Baustellen...



Wer denkt da schon noch an das Massaker von Norwegen, die Hungersnot in Ostafrika oder gar an Robert Enke?! Oder EHEC? Eben.

Ich will das hier jetzt nicht zu weit ausdehnen, man weiß über manches auch einfach zu wenig, bzw. nur dass, was einem die Medien auftischen. Was aber immer wieder überrascht ist, dass die darauf folgenden Reaktionen immer nach ein und dem selben Schema ablaufen. Erstmal kommt die Schockstarre auf allen Seiten. Danach wird das grundlegende Problem blitzschnell erkannt aufs Schärfste verurteilt. Und dann kommen sie... Leute, die sämtliche Internetaktivitäten verdammen, denn genau da, ja, möglicherweise auch gerade hier in diesem Moment, da Sie, werte Leser, diesen Zeilen aufmerksamst oder kurz vorm einnicken folgen, die Grundsubstanz jeglicher krimineller Handlungen ihren garstigen Samen sät. Also muss folgerichtig alles öffentlich gemacht werden. Wie soll das eigentlich in der Praxis aussehen?

Und mal ehrlich, Leute, wenn wir, also die kleinen unwissenden Bürger, auf ähnliche Mechanismen zurückgreifend erfahren würden, welche Gelder auf der Welt in welche Richtung fließen, welcher Betriebsrat wohin in den Puff eingeladen wird oder welche Supermarktangebote sich die Vizekanzlerin gerade online durchstöbert (wir wollten ja ein bisschen sparen, Weltwirtschaftskrise und so)? Dass manchem ein Zugriff auf jede, wirlich jede, Information auf diesem Planeten gut gefallen würde, kann man sich schon vorstellen, was damit für Missbrauch getrieben werden könnte, stellt man sich lieber nicht vor. Also lassen wir das lieber!


Beastie Boys »Riot Fight« (»Polly Wog Stew« EP, 1982)

PS: Nun kam man beim letzten Blogeintrag, welcher mit olle Billy Idol einen völlig anderen Grundstein hatte über eine kurze, aber knackige Assoziationskette auf Frank Schöbel und letztenendes auf den berühmten heißen Sommer. Wenn man genau hinguckt, schließt sich da auf wundersame Weise ein Kreis! ;o)