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13.10.2012

Trio diabolus... Wahlkampf, Genossen!

Ist das putzig! Unser derzeitiges Vorzeigegenossentriumvirat (aktuelle Pflichtvokabel: Troika), bestehend aus Steinmeier, -brück & Gabriel (Achtung, nicht mit den Digedags verwechseln!) zieht hinaus in die weite Welt, nun ja, zumindest ins wilde Deutschland, um die Viel- und zuvielverdiener in den Reihen des politischen Gegners, welcher sich darauf in schwarzgelber Tarnkleidung weniger gut sichtbar zu machen versucht, auszumachen und namhaft werden zu lassen (weiterlesen z. B. hier). Drei, die den Revolver schneller ziehen, als die Union Kanzleramt! sagen kann. Yeehaw!

Das wird sicher ein aufregendes Abenteuer! Good luck, cowboys! ;o)

Necrophobic »Revelation 666« (»Death To All«, 2009)

...und sie ritten in den Sonnenuntergang...

20.04.2012

Dark Legends

Noch mal ein Film, diesmal allerdings mit der Empfehlung, die 82 Minuten (in Deutschland mit FSK16-Freigabe! [das Original scheint länger zu gehen]) seines Lebens eventuell anders anzulegen, als sich »Dark Legends« (kompletter Verleihtitel »Dark Legends - Neugier kann tödlich sein«, engl. Original »The Shortcut«) anzuschauen. Es sei denn, man findet Sätze wie »Geht nicht die Abkürzung!« oder »Er ist die Abkürzung gegangen!« oder Dialoge wie »Ab ins Bett! Du bist noch zu jung für so etwas!« - »Ich bin gleich fertig!« spannend oder anderweitig unterhaltsam.

Ein paar Worte zur Handlung... Eine Schule, ein typisch amerikanisch anmutender Ort und ein Wald. Durch diesen führt die Abkürzung, ja genau die, welche den Schülern den Schulweg massiv abkürzen würde, jedoch seit Jahrzehnten gemieden wird, weil sie an einem Hof vorbeiführt, der von einem schrulligen Eremiten bewohnt wird. Dieser wird für das Verschwinden mehrer Jugendlicher und auch Hunde verantwortlich gemacht. Im wahren Leben hätten vielleicht die Genossen Volkspolizisten mal das Grundstück umgekrempelt, in »Dark Legends« übernehmen dies ein paar völlig orientierungslos durch die Kulisse stolpernde Teenies. Vorprogrammiert, dass da was schiefgeht.



So weit, so gut, mit etwas gutem Willen kann man dem Film noch nicht mal so etwas, wie eine gute Grundidee, die mal eine gute Handlung hätte hervorbringen können absprechen. Nur ist das Ganze recht stümperhaft umgesetzt und das Sahnehäubchen ist die deutsche, teilweise völlig ausdruckslose Synchronisation. Mal ehrlich: da war Erwin Geschonneck in »Das kalte Herz« alleine grusliger, als dieser Film, wennse wissen, was ich meine. ;o)


Tocotronic »Ich verabscheue euch wegen eurer Kleinkunst zutiefst« (»Wir kommen um uns zu beschweren«, 1996)

PS: Und, kleiner Tipp für ein faltenfreies Restleben am Rande: Geht nicht die Abkürzung!

13.02.2012

Kónc tydźenja (Winterwochenende in der Lausitz)

Teile des Channel666 verbrachten die Tage in der, besonders in weiß sehr schönen und ruhigen, Lausitz. Ergo folgen ein paar Schnappschüsse des vielleicht schönsten Winterwochenendes für diese Saison.


Ein paar Bilder mehr gibt es im Nachbarblog.

Ach, noch was am Rande, gerade gelesen. Falls mancher nach der Demo heute nicht weiß, was er machen soll... Feiern! Sigmund Jähn wird heute 75. Herzlichen Glückwunsch dazu, Hut, nee, Helm ab, Genosse Kosmonaut!

Noch ein knorkes Fundstück zum Schluß, ne nette Coverversion des Sisters-Klassikers »Marian«, in diesem Falle zurechtgerülpst von Cadaverous Condition. Hat was geschmeidiges. ;o)


Cadaverous Condition »Marian« (»In Melancholy«, 1993)

19.01.2012

Strasen, MV, Friedhof, Teil 2

Noch ein paar Bilder vom Gottesacker in Strasen. Das ist ein eher unbedeutendes Nest in Mecklenburg Vorpommern mit gerade mal etwas über 200 Einwohnern. Es gibt eine Schiffsschleuse, eine paar Schankwirtschaften und sonst nicht viel. Das eigentlich sehenswerteste ist die Fachwerkkirche mit ihren windschiefen Gräbern drumherum. Das besondere: das Gebäude hat keinen Turm, er wurde wegen Baufälligkeit zu Friedenszeiten kurzerhand abgetragen. So warnse, unsere Genossen! ;o)



Billy Idol »Blue Highway« (»Rebel Yell«, 1983)

03.10.2011

happy birthday to ourselves

Nun isses wieder mal so weit, die Republik hat Geburtstag, den 21., herzlichen Glückwunsch dazu! Geschenk hab ich keins, Blumen auch nicht, aber immerhin hab ich´s nicht vergessen und praktisch reingefeiert, hehe...


Intro-Animation, danach kam unter Getöse und ner Menge Rauch der Rock´N´Roll Train auf die Bühne gescheppert...

Hatte gestern Abend das Vergnügen, »Live At River Plate« anzusehen. Dabei handelt es sich um einen AC/DC-Konzertmittschnitt aus Argentinien im Rahmen ihrer »Black Ice« Tour mit dem gleichen Set, welches wir in Dresden erleben konnten. Grandioses Dokument über alte Herren, die noch amtlich arschtreten, hehe!


AC/DC »Hells Bells« (»Live At River Plate«, 2011)
Original auf »Back In Black«, 1980


Ein zum sentimental werden gelungener Datenträger! Kann man jedem, der AC/DC annähernd gut findet, empfehlen und sollte zumindest in der Unterstufe deutscher Schulen zum Pflichtstoff erklärt werden. ;o)


AC/DC »Dirty Deeds Done Dirt Cheap« (»Live At River Plate«, 2011)
Original auf »Dirty Deeds Done Dirt Cheap«, 1976


Was das alles mit dem heutigen Nationalfeiertag zu tun hat? Nun ja, mal abgesehen, dass es Schampus aus dem Osten und Bier aus dem Westen gab (spätestens im Hals ist dann zusammen, was zusammen gehört, hehe) hätten unsere lieben Genossen wohl kaum gewollt, das wir die größte Rock´N´Roll-Band live erleben (sie haben sich ja gerade mal ein popeliges AMIGA-Vinyl aus dem Kreuz geleiert [was wiederum schon semisensationell war]), anschließend das Ganze per Konserve Revue passieren zu lassen und anschließend auch noch im Internet drüber erzählen. Nun kam es eben anders und das ist wohl feiernswert! Und gar nicht auszumalen... der Channel666 wäre wahrscheinlich nur ein pseudokulturelles, alkoholvernichtendes Projekt in irgendeinem Jugendhaus... Au Backe!


AC/DC »You Shook Me All Night Long« (»Live At River Plate«, 2011)
Original auf »Back In Black«, 1980


In diesem Sinne, Tasse hoch und Angus for Bundeskanzler!!! Darauf gleich ein paar Weisswürste zum Frühstück... ;o)

PS: Die Blogstatistik ist auch ne interessante Sache! Was ich in diesem Zusammenhang immer schon mal sagen wollte: ich grüße unsere digitalen Freunde in der Schweiz, in Dänemark und natürlich in Schweden! Gruezi! God dag og skål! Länge leve Sverige! ;o)

03.08.2011

Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!

Hier was drolliges zum Thema Mauerbau. Wäre ja gerade jetzt 50 Jahre alt geworden, unser antiimperialistischer Schutzwall, aber, Helmuth wir danken dir, kennen wir ihn nur noch von Bildern.

Wie das damals wirklich ablief, inklusive des gefährlichen Lebens der Fluchthelfer, kann man in folgendem Kurzfilm sehen.



Hätte der Genosse Ulbricht diese Art von Filmen eigentlich gemocht? War doch sicher ein humoriger Zeitgenosse... ;o) Zum Schluss noch ein Clip mit Outtakes...

23.06.2011

Sammeln sie was? Ja Briefmarken und Bierdeckel, und sie? Auch, ja, also... Daten und Klagen!

Was nutzt der beste Datenschutz, wenn er nicht vor Daten schützt?

Dachten sich auch Ermittler, welche mit der Klärung möglicher Straftaten während der Demonstrationen, Gegendemonstrationen und Demonstrationen gegen beide für oder gegen die unschöne Bombardierung Dresdens durch unsere angloamerikanischen Freunde, beauftragt wurden. Das Flugwesen, es entwickelt sich, wußte schon Grigori Kossonossow. Kann man halten wie man will, wir haben ja Demokratie oder so was. Ich schweife ab...

Nun also wurden gleichmal großflächig Handydaten angefordert und teilweise ausgewertet. Das ist natürlich manchem nicht recht. Was da alles ans Licht kommen kann...

[Moment, ich bekomme gerade eine SMS: Warst du schon mit Blondie draussen? Eva.]

Nun wird geklagt gegen Methoden, bei deren bloßer technischer Möglichkeit der Genosse Erich Mielke vor Neid in der Kiste rotiert, was die Anwälte hergeben. Alles gut und schön, sollnse mal. Öffentliche Sicherheit vs. paranoider Zwang alles kontrollieren zu müssen unter dem Deckmäntelchen die öffentliche Sicherheit nicht gefährden zu wollen.

[Antwort:
Nein, gleich, muss nur noch Blog tippen. A.]

Was mich, wenn schon alle tollen technischen Raffinessen vorhanden sind, mal wieder verwundert, ist, dass es so schwer sein kann ein paar Hirnis aus einem Fussballstadion zu erkennen, einzukassieren und sie gerichtlich dazu zu bewegen sich brüderlich durch die 25000 Euro Strafe, welche der ruhmreichen SGD für Ausschreitungen vor allem während des Relegationsspiels aufgebrummt wurden, zu teilen. Im Zeitalter von HD-Fernsehen, erkennt man die Jungs ja praktisch am heimischen Fernseher bestens, oder filmt die Polente im Stadion vielleicht noch auf Super 8? Dass das so schwer sein soll... Aber da liegen die Prioritäten anders, da ist man nicht so übersensibel wie beim Thema 13. Februar.

Fragt man sich, wem der Datenschutz unter welchen Umständen den größten Nutzen bringt. Und dass ich irgendwann mal technische Raffinesse und Dynamo Dresden in einem Absatz nebeneinander erwähne, hätte ich auch nicht geglaubt, aber ich bemerkte es gerade. ;o)

PS: Außerdem gehört mehrstimmig, weiblich vorgetragenen finnischen Texten der Weltkulturerbeorden umgehängt! ;o)


Punk Lurex O. K. »Viisisataa Päivää« (»Veljet, Siskot! «, 1995)

30.05.2011

Herzlich willkommen im Tal der Ahnungslosen!

So, nun wirds langsam ernst, ab übermorgen, also Mittwoch, dem 1. Juni, sind wir, also die Dresdener BürgerInnen und ihre Stadt für 5 Tage offizieller Gastgeber des diesjährigen Kirchentages. Toll auch.

Vielleicht kann es mir ja jemand erklären... Warum rennen die Leute 1989 auf die Straße, um nicht länger alten Männern zuwinken zu müssen und deren Ideologie aufgedrückt zu bekommen und rennen nach 20 Jahren weiterem Evulotionsfortschritt zu einer Veranstaltung, bei der der Chef noch viel, viel älter ist, als es unsere sterblichen Genossen je werden konnten und und bejubeln einen, spätestens seit dem Mittelalter eingeschliffenen, sakralen Mumpitz, der seinen Ursprung vor über 2000 Jahren fand?

Nun könnte ja jemand sagen, 100000 (hunderttausend!) Besucher können nicht irren, mir erschließt sich dieser Hokuspokus im Jahre 2011 nach der Kreuzigung trotzdem nicht. Vielleicht hatte Gottes vorlauter Knabe es auch einfach nicht anders verdient? Wie auch immer, das lässt sich so nicht mehr nachvollziehen. Jedoch können wir mittlerweile Phänomene wie Blitz und Donner, Ölkatastrophen im Ozean, selbst das Nachwuchszeugen und ähnlich tolle Dinge wissenschaftlich erklärem; wozu also dieses Spektakel? Und wenn überhaupt, warum veranstaltet man das ganze hier und nicht in einer Gegend mit höherem »Kirchenfaktor«, irgendwo im südlichen Gebiet Deutschlands zum Beispiel? Na ja, Stani und Helma können ein bisschen PR sicher gut gerbauchen...

Bäh! Ich hoffe innigst, es regnet in Strömen, oder die Elbe möge spontan ansteigen und den ganzen Laden mit sich nehmen. Fickt euch!


Rotting Christ »The Sign Of Evil Existence« (»Thy Mighty Contract«, 1993)

09.01.2011

historisches

Hier ist ein Bild, welches ich gerade in den Untiefen meiner Archive entdeckte und der Welt keinesfalls vorenthalten möchte.

Der junge, dynamische und keinesfalls gedopte Mann ist kein geringerer als der allseits beliebte Republikvater, Oberindianer oder einfach Staatsratsvorsitzende... der liebe Genosse Erich Honecker!

Man beachte die schnittige Frisur, das willensstarke Minenspiel, die breiten Schultern, das lässig, wenn nicht gar frech aufgeknöpfte Hemd, die Beinarbeit... und so weiter und so fort... ein Vorbild für die Arbeiterklasse!

Der konnte das tragen! Stellen wir uns lieber nicht die aktuelle Speerspitze in Person von Frau Merkel oder Herrn Westerwelle in selbiger Kluft auf einem Sportgerät vor! Was wieder mal die These beweist: Es war ja nicht alles schlecht...

20.12.2010

Wer freut sich auf den Winter?

Alle Kinder, behauptet ein altes Lied. Und ich auch!

Und deswegen geht es mir gerade tierisch auf den Zünder, dass überall und permanent die aktuelle Wetterlage mit ihrer weißen Pracht thematisiert und zu 99% verteufelt wird. Sicher, kein Mensch sitzt freiwillig auf dem Flughafen fest und wer ein paar Stunden auf der Autobahn stehend zubringt, nur weil irgend ein Hirni seinen sommerbereiften LKW Pirouetten drehen läßt, wird das kaum lustig finden können. Es gibt jedoch noch genügend Leute, die nicht wirklich auf ein anderes Wetter angewiesen sind. Aber, typisch für unsere Medien, da wird den ganzen Tag geningelt und genörgelt, scheissenkalt, glatt, finster und überhaupt, Rekord hier Katastrophenwarnung da, das nervt...

Auch erstaunlich, wie die vielgepriesene Marktwirtschaft auf das ganze reagiert. Da gibt´s bei der ersten Tankstelle keinen Sprit mehr, der nächste hat kein Streusalz und überhaupt konnte ja niemand damit rechnen, meingottnein, nach all den milden Wintern der letzten paar Jahre. Haben die Genossen zu Friedenszeiten, als Moskau für den halben RGW eine nächtliche Tiefsttemperatur von maximal 20° unter null anordnete, auch so einen Zeremon veranstaltet? Kann mich nicht erinnern, bin aber auch nicht immer dabei gewesen... Wie auch immer... Sehr gut ist auch die offenbar weitverbreitete Idee, das können doch die ganzen Hartzis wegschippen (u. a. entlockte olle Guido seinem Hirn diese...). Sollte ich auch nur einen erwischen, während er schippend meinen Winterspaziergang zerstört, kurzes Warnbellen, Schippe weg, Schippe kaputt!

Anderweitig ist die Vorstellung rein bildlich nicht ohne Witz: Früh, sagen wir mal 4.30 Uhr (muss so zeitig sein, wir wollen ja noch vor dem Berufsverkehr eine wahre Streitkraft auf der Straße haben) guckt der Sachbearbeiter (Fallmanager heißt das inzwischen) aus dem Fenster - es schneit. Zack, schnell den Kaffee (der Gute mit goldener Schrift) runtergestürzt, in den frisch angezahlten Skoda (in diesem Falle Yeti, Allrad) gesprungen, langsam (ist ja noch nicht geräumt) in die ARGE getuckert, mal fix 1000 Leute angerufen, hier es hat geschneit, sie müssen heute mal was machen für ihre Stütze, wann können Sie schnellstmöglich hier sein?! und so weiter. 1000 Hartz4-Empfänger gucken also nacheinander aus ihren Hartz4-Fenstern, scheiße, es hat wirklich geschneit! Stürzen also schnell den Kaffee (der billige mit dem braunen Streifen) runter, tauschen Schlafanzughose gegen gefütterten Schlüpper und hohen Schuh und rennen zur Haltestelle. Leider kommt die Bahn nicht gleich, die Weiche am Postplatz ist irgendwie zugefroren, hat ja noch keiner geräumt... Schätzungsweise gegen mittlerweile Mittag kommen dann die ersten auf der Budapester Straße an; einige machen aber noch ne schnelle Rast am Lidl, der Mensch soll ja, gerade wenn er körperlich arbeitet, drei Liter am Tag trinken und wer Bier trinkt, hilft der Landwirtschaft, auch kann es der Arbeitsmoral an sich nicht schaden. Beräumt ist derweil immer noch so gut wie nichts, da sich zig Hausmeisterdienste und Winterdienstfahrzeuge (natürlich mit hochgeklapptem Schiebeschild, kann man nämlich schneller fahren, ist man eher da) sternförmig dem Arbeitsamt nähern, um möglichst weit vorne in der Reihe zu stehen, wenn die freiwilligen Unfreiwilligen meistbietend verteilt werden. So geht der Tag auch rum und wenn sich der clevere Hartz4-Empfänger dann noch mal ein halbes Stündchen aufs Klo verdrückt, ist zwar immer noch Schnee auf der Straße, aber immerhin Feierabend. So oder so ähnlich stelle ich mir das zumindest vor...

Im Grunde könnte mir´s ja wurst sein, wenn man nicht immer von allen Seiten mit Negativitäten konfrontiert werden würde. Das sind im übrigen die selben (Leute, Zeitungen, Radiostationen etc.), die ansonsten die ersten sind, die ein Weihnachtsfest ohne Schnee absolut als unfeierbar bejammern. Leute, schnappt euch nen Grog, lasst baumeln (nciht nach dem Motto Wer lang hat, kann lang tragen!, sondern die Seele, hehe), macht ne Schneeballschlacht oder geht eisbaden oder sonstwas... ansonsten: Schnauze!

18.02.2010

Bon Scott

18. Februar 1980, also vor ziemlich genau 30 Jahren:

Ein gewisser Alistair Kennar zieht mit seinem Kumpel Ronald Belford Scott im Londoner Stadtteil Camden Town um die Häuser bzw. durch die Kneipen. Der Alkohol fließt in rauhen Mengen. Auf dem Rückweg schläft R. B. Scott, der Welt besser bekannt als Bon Scott, seines Zeichens Sänger von AC/DC, auf dem Rücksitz von Kennar's Renault 5 ein. Kennar, selbst arg besoffen, deckt seinen Zechkumpan noch zu, als er merkt, dass alle Versuche ihn zu wecken, fehlschlagen und geht heim. Die Fahrt auf dem Highway To Hell endete hier für Bon.

19. Februar 1980, also morgen vor 30 Jahren:

Als Kennar am nächsten Morgen nach Bon Scott sieht, findet er diesen tot, erstickt an seiner eigenen Kotze. Als Todesursache wird Alkoholvergiftung, Unfall angegeben. Damit verliert die Welt einen begnadeten Rock'n'Roller und AC/DC, ihr charismatischstes Aushängeschild neben Angus Young.


»Dirty Deeds Done Dirt Cheap« (»Dirty Deeds Done Dirt Cheap«, 1976)

Sicher, kann man im nachhinein sagen, er hätte das Motto live fast - die young bis zur Perfektion ausgelebt. Zu sterben hatte er aber sicher nicht vor, die Band war gerade dabei weltweit alles abzuräumen. Sein Nachfolger Brian Johnson ist sicher ein guter Ersatz für die Band, was er an Dreck in der Stimme hat, hatte Scott an Rotz und Ausstrahlung aber allemal.

In diesem Sinne, das Glas erhoben in der linken Hand (die rechte tippt gerade diesen Blogeintrag, hehe): T. N. T.!


»T.N.T.« (»T.N.T.«, 1975)


»Highway To Hell« (»Highway To Hell«, 1979 [da sahen sich sogar die Genossen veranlasst eine AMIGA-Pressung abzunicken])


»It's A Long Way To The Top (If You Wanna Rock'n'Roll)« (»T.N.T.«, 1975)

R.I.P.

09.06.2009

El Presidente

Nicht schlecht! Der Besuch von El Presidente in Dresden kostete den Steuerzahler nicht weniger als 13 Millionen Euro. (Artikel von SZonline hier.) Entstanden größtenteils durch Kosten zur Sicherung Obamas und der Abriegelung der Innenstadt durch sage und schreibe 6000 Polizisten. Wenn das mal keine Hausnummer ist.

Mal abgesehen davon, dass die damaligen Genossen Volksvertreter praktisch ohne Schutz beispielsweise zur Maidemonstration zum anfassen (oder zumindest zum winken) nahe der Bevölkerung zur Verfügung standen (deswegen waren sie auch so beliebt, hehe), wurde selbst beim Genossen Putin, welcher sicherlich eine nicht minder gefährdete Person darstellt, nicht halb so viel Ruß veranstaltet. Unglaublich... Auch wurden die braven Bürger für die Dauer des Aufenthaltes mal kurzerhand einiger grundlegender Rechte beraubt. Kann man schon mal machen...

Wenn irgendwelche Knilche, Präsident hin oder her und welcher Coloeur auch immer, Angst vor dem Volk, oder den genialen Dresdener Bürgern (peinliches Fremdschämvideo dazu momentan auf der Channel666-Startseite) hat, dann sollten solche Treffen gar nicht erst stattfinden oder in atomsichere Bergwerke verlegt werden.

Knusperköppe!