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10.10.2015

Sicher dir deinen Job als Berater beim Raketenministerium!

Stillgestanden!

Das ist doch in Zeiten allgemeiner Brötchenverteuerung ne Meldung: das Ministerium von Ursula »in meiner Frisur hat sich gerade eine Kuppel über den Burj Khalifa gestülpt« von der Leyen hat angeblich (zu lesen z. B. bei Spiegel-Online) eine Beraterausschreibung in Höhe von 286 Millionen Euro geplant, diese dann, als jemand darin herumstocherte, auch gleich wieder zurückgezogen. Alles nur, um einen wahrscheinlich nicht mehr zu überblickenden Sauhaufen zu einer fein schimmernden Kastanie zu kneten, um mal bildlich und in Brauntönen zu reden.

Hut ab, Frau Ministerin, rühren! ;o)

Martin Galway »Microprose Soccer« (1988)

07.12.2014

the Church of Apple

Macht man eine Reise, erhält man neue Eindrücke - keine Frage. Zum ersten mal wurde ich dieses Jahr in Basel angequatscht. Willste reinkommen, guck mal, haste schon?! Denkt man vollgefressen: blöde Zeugen Jehovahs, habt ihr jetzt nen modern beleuchteten Laden in der Innenstadt? Nee, natürlich nicht, es handelte sich um einen Apple-Store. Darin gefangen, beraten, entgeistert: viele junge Menschen mit Augenausdrücken wie diese kratzfesten Displays. Und ich mittendrin. Autsch. Aber kein Ding, der wackere junge Mann aus Ostdeutschland fand zügigst den rettenden Ausgang.



Monate später, Lyon, Frankreich.
Der junge Mann aus Ostdeutschland betrat gar nicht erst den kathedral anmutenden Laden des Herstellers mit dem beleuchtenden Apfel (biblisches Symbol?) vorn dran. Weil er die in Landessprache ausgesprochene Einladung nicht so recht verstand (und dabei situationsbedingt eine olle Schmonzette vor sich hin pfiff) und inzwischen begriffen hatte, dass in dieser Art Kirche nur Bieruntersetzer mit Anruffunktion beworben werden. Gratiseisbecher wäre es gewesen, Freunde! ;o)



Sonst gerne, jederzeit, nur brauch ich gar kein Telefon - ich kann laut genug brüllen! Und Fotofunktion am Arsch, ich mach nämlich gar keine! ;o)

Grand Magus »Steel Versus Steel« (»Triumph And Power«, 2014)

30.10.2013

Blackout

Nun also der Blackout. Mitten in der Krise inmitten der Krise der Krise (schwer, sich da angemessen auf das wirkliche Elend zu konzentrieren, geschweige denn sich drum zu kümmern), orakeln unsere lieben Stromversorger und die darauf (rea)gierende Presse ständig vom großen Blackout. Strom weg. Finster. Die Fichte brennt nicht länger, die Klingel klingt nicht mehr, nur der batteriebetriebene Hase trommelt einsam seinen Beat. Was da alles passieren kann!



Zum Beispiel könnte sich die Hälfte der Bevölkerung vors Haus stellen und frei nach Bruno Labbadia (amarschgeleckt) lässig eine Fluppe anzünden und froh sein, dass sie nicht länger Sklaven des allabendlichen deutschen TV-Programms wären. »Wenn der Zappen düster wird«-Spezial: Peter Klöppel moderiert mit 9/11-Gesicht an, was Günter Jauch dann am eigenen Korpus testet - Betroffenheitsquiz ohne Gegner, aber auch ohne Licht. Was die Sache ungemein spannend machen würde. Danach käme ein Werbeblock mit den feinsten Salben aus dem Hause Jean Pütz , was spätestens einen, sei es nun vom Stromnetz oder vom tschechischgebrannten Likör verursachten Blackout rechtfertigen oder gar nötig machen würde.

Und natürlich fällt uns jetzt erst auf, wie perfekt der folgende musikalische Beitrag zum Thema passt. Wäre es damals noch so hell gewesen, Klaus Meine (OMS, er postet die Scorpions!) hätte trotzdem niemand entdeckt! Blackout!!!;o)

Maus Kleine & Hannovers Greatest »Blackout« (»Blackout«, 1982)

17.10.2011

Frauenquote

Da muss ich mal einhaken: Während sich Ursula von »in meiner Frisur brüten mehrere Vögel« der Leyen und Kristina »früher hieß ich mal Köhler, wie unser alter Bupräsi, aber jetzt hab ich ein Kind« Schröder um eine Frauenquote in der freien Wirtschaft boxen, fragt sich Frau Westerwelle: warum eigentlich?

Ja, warum... Frauenquote? Hier immer gerne!



Civet »Hell Hath No Fury« (»Hell Hath No Fury«, 2008)

09.08.2011

Anarchy in the UK

Da rumpelts aber im vereinigten Königreich! UK Riots (unbedingt merken, und beim Keks in geselliger Runde mal fallen lassen) nennt es die dortige Presse. Bei dem, was man da so zu sehen bekommt, wird selbst mancher SGD-Ultra blaß vor Neid...



Warum so was kommt, und wenn, weshalb so heftig, darüber werden sich die Gelehrten noch eifrig die klugen Köpfe beim five o'clock tea zerbrechen und sicherlich die Welt an ihren Erkenntnissen teilhaben lassen. Wenn es so weit ist. Doch erstmal gibt es Szenen zu bestaunen, die man eher aus dem nahen Osten erwartet. Die sogenannte westliche Welt hat eben so ihre eigenen Baustellen...



Wer denkt da schon noch an das Massaker von Norwegen, die Hungersnot in Ostafrika oder gar an Robert Enke?! Oder EHEC? Eben.

Ich will das hier jetzt nicht zu weit ausdehnen, man weiß über manches auch einfach zu wenig, bzw. nur dass, was einem die Medien auftischen. Was aber immer wieder überrascht ist, dass die darauf folgenden Reaktionen immer nach ein und dem selben Schema ablaufen. Erstmal kommt die Schockstarre auf allen Seiten. Danach wird das grundlegende Problem blitzschnell erkannt aufs Schärfste verurteilt. Und dann kommen sie... Leute, die sämtliche Internetaktivitäten verdammen, denn genau da, ja, möglicherweise auch gerade hier in diesem Moment, da Sie, werte Leser, diesen Zeilen aufmerksamst oder kurz vorm einnicken folgen, die Grundsubstanz jeglicher krimineller Handlungen ihren garstigen Samen sät. Also muss folgerichtig alles öffentlich gemacht werden. Wie soll das eigentlich in der Praxis aussehen?

Und mal ehrlich, Leute, wenn wir, also die kleinen unwissenden Bürger, auf ähnliche Mechanismen zurückgreifend erfahren würden, welche Gelder auf der Welt in welche Richtung fließen, welcher Betriebsrat wohin in den Puff eingeladen wird oder welche Supermarktangebote sich die Vizekanzlerin gerade online durchstöbert (wir wollten ja ein bisschen sparen, Weltwirtschaftskrise und so)? Dass manchem ein Zugriff auf jede, wirlich jede, Information auf diesem Planeten gut gefallen würde, kann man sich schon vorstellen, was damit für Missbrauch getrieben werden könnte, stellt man sich lieber nicht vor. Also lassen wir das lieber!


Beastie Boys »Riot Fight« (»Polly Wog Stew« EP, 1982)

PS: Nun kam man beim letzten Blogeintrag, welcher mit olle Billy Idol einen völlig anderen Grundstein hatte über eine kurze, aber knackige Assoziationskette auf Frank Schöbel und letztenendes auf den berühmten heißen Sommer. Wenn man genau hinguckt, schließt sich da auf wundersame Weise ein Kreis! ;o)

13.08.2009

Opa Karl

Geniale gibt es reichlich. Unser aller Opa Karl nur einmal. Zeit also, uns Opa mal zu ehren. Passt zeitlich ganz gut, schließlich stehen die Wahlen vor der Tür und wohl dem, der dann Karl Nolle in seinem Wahlbezirk zur Verfügung hat. Politisch gesehen kann man einiges auf dessen Netzpräsenz www.karl-nolle.de erfahren. Ansonsten kann man ihn auch an jedem zweiten Baum im Großraum Dresden Striesen bewundern. Für die, die das nicht können, hier ein Bild.
So sieht er aus. Das dürfte die Damen ansprechen und die Herren erfreuen. Was will er? Er will Schulen, Kindergärten, Wirtschaft und so weiter. Dafür will er, laut Sächsischer Zeitung von gestern, sich als Opa Karl einsetzen. Freuen wir uns!