Guten Morgen allerseits und noch mal (wie lange kann man sich das eigentlich üblicherweise gegenseitig wünschen?) allen ein gesundes, frohes und, weiß der Fuchs was noch alles, schönes neues Jahr! ;o)
Nun waren die Tage ja auch ohne Feuerwerk reichlich spektakulär. Schumi hat Bautz gemacht, nicht etwa, wie erwartet in der Schikane nach dem Tunnel (wo Heinz Harald Frentzen seinerzeit souverän runterschaltete - was macht der eigentlich momentan?), nein, beim Skifahren, wer hätte das gedacht. Sowas zieht natürlich ein gewaltiges mediales Bohei nach sich, an dem wir an dieser Stelle gern teilhaben wollen.
Ein Stein zerbarst den Helm des Volkshelden und Halbgottes in Personalunion. Wäre unsere geschätzte Verteidigungsministerin Ursula »meine Frisur hat eine eigene Alarmanlage« von der Leyen (und ich Einfaltspinsel dachte schon, mit Raketenheo wäre die perfekte Figur im perfekten Comic auf der Bildfläche erschienen) mit ihrer bloßen, fulminant toupierten Haarpracht gegen den Felsen gesegelt, oh ha, dann hätte dieser das Nachsehen gehabt! Wie auch immer, dem Herrn Schumacher sei von hier aus gute Besserung gewünscht und unserer haarigen Stalinorgel ebenfalls! Prosit!
Abschließend noch ein bisschen Filmmaterial vom Jahreswechselgeballer in der Erfurter Innenstadt. Spät, aber immerhin... Peng! ;o)
So, nun aber genug des Geschwurbels um das neue Jahr und dessen Start. Ab sofort geht es an dieser Stelle wieder mit gewohntem Ernst und gebotener Pietät weiter. Versprochen. Vielleicht. ;o)
Aloeswood »Forsaken Landscapes« (»The Forsaken Landscapes«, 2011)
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10.11.2012
All die armen Menschen
CSU-Oberindianer Horst Seehofer orakelte in letzter Zeit desöfteren seinen alten Spezi Karl Theodor zu Guttenberg mit offenen Armen zurück empfangen zu wollen. Aber nun, potzbiltz, meint dieser, dass er nicht beabsichtigen würde, in die anheimelnd wärmende Bühenbeleuchtung der deutschen Politik heimzukehren (klickklack).
Raketentheo ist glücklich in den USA. Mit seiner Familie. Sagt er. Glück für die armen Menschen good old Germany? Wer weiß das schon, denn wie das immer so ist, man weiß nie, was danach kommt. Will sagen, wer einst New Kids On The Block scheiße fand, wurde danach mit den Backstreet Boys eines besseren belehrt, wer da dachte, jetzt reicht´s aber, wurde mit Take That oder wie die alle heißen Lügen gestraft und ist heute schon froh, wenn mal Phil Collins im Radio läuft. Was ja auch 666 mal am Tag klappt, aber das ist ein anderes Thema.
Tja, Theo, Lügen haben kurze Beine, Dotkortitelerschleicher wahrscheinlich auch noch kurze Pimmel, aber, immerhin, sie machen offenbar jenseits des Atlantiks ordentlich Asche mit weitaus entspannteren Tätigkeiten, als sich für eine bajuwarische Vollpfostenpartei zum Affen zu machen. So haben alle was davon, nur nicht der olle Horst. ;o)
Fraktus »All die armen Menschen« (»Automate«, 1983) ;o)
Raketentheo ist glücklich in den USA. Mit seiner Familie. Sagt er. Glück für die armen Menschen good old Germany? Wer weiß das schon, denn wie das immer so ist, man weiß nie, was danach kommt. Will sagen, wer einst New Kids On The Block scheiße fand, wurde danach mit den Backstreet Boys eines besseren belehrt, wer da dachte, jetzt reicht´s aber, wurde mit Take That oder wie die alle heißen Lügen gestraft und ist heute schon froh, wenn mal Phil Collins im Radio läuft. Was ja auch 666 mal am Tag klappt, aber das ist ein anderes Thema.
Tja, Theo, Lügen haben kurze Beine, Dotkortitelerschleicher wahrscheinlich auch noch kurze Pimmel, aber, immerhin, sie machen offenbar jenseits des Atlantiks ordentlich Asche mit weitaus entspannteren Tätigkeiten, als sich für eine bajuwarische Vollpfostenpartei zum Affen zu machen. So haben alle was davon, nur nicht der olle Horst. ;o)
Fraktus »All die armen Menschen« (»Automate«, 1983) ;o)
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Octapolis
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12.12.2011
Netztheo
Man kann an manchen Tagen gar nicht so viel essen, wie man gern brechen würde. Keine neue Erkenntnis, aber heute wurde sie mal wieder aufgefrischt.
Die Apokalyptischen Reiter »March Of Revenge« (»Allegro Barbaro«, 1999)
Wie man lesen kann (z. B. hier), hat Karl Theodor zu Guttenberg einen neuen Posten. Ist ja zuerstmal beruhigend. Schließlich hat er Frau und Kinder zu ernähren und so ein ALG-1 ist ja auch kein ewig dehnbarer Kaugummi. Aber dann beginnt die Sache auch schon zu korken. Er arbeitet ab demnächst für die EU (tatam!) als Berater für Internetfreiheit (taramtatam!)! Ausgerechnet unser Raketentheo!!! Fiel dem Doktor nicht unlängst das böse Internet noch schwer auf die Füße (jaha!!! Copy & Paste sind die Stichworte!). Aber so schnell sind kleine Schwindeleien, ach was, Notlügen (gibt des da vielleicht eine Verkleinerungsform? Notlügchen?) heutzutage vergessen. Und falls der Wähler daheim (er, also Theo, nicht der deutsche Wähler, hat ja jetzt die Arbeitsbasis USA für sich entdeckt) wider seiner Natur doch nachtragend sein sollte - Brüssel ist weit weg. Brüssel, Belgien, Kinder, da war doch mal was, Frau zu Guttenberg, Ihr Einsatz vielleicht? Doublecomeback?!
Bizarr ist das Wort, welches für meinen Geschmack die Szene am besten umschreibt. Augerechnet einer, der im eigenen Land politisch unangenehm über seine mangelnde Moral stolperte, nachher im Ausland herumkrakeelte, wie unfähig die Parteigenossen seien (nein sind, da hat er gar recht, nur: er ist einer von ihnen) und über die Unfähigkeit der EU zur Bewältigung ihrer hausgebrauten Krisen lamentierte, wird Berater der Europäischen Union? Wie verkommen ist der Laden eigentlich? Aua, aua, aua... Und dann noch zum Thema Internet... Und Ralf Minge sitzt zuhause!
Knorkator feat. Tim Tom bzw.
Tim Tom feat. Knorkator bzw.
Tim Tom feat. Rummelsnuff feat. Knorkator bzw.
Rummelsnuff feat. Tim Tom feat. Knorkator bzw.
Knorkator feat. Rummelsnuff feat. Tim Tom bzw.
Knorkator bzw. Rummelsnuff bzw. Tim Tom feat. einander »Arschgesicht« (»Es werde nicht«, 2011)
Die Apokalyptischen Reiter »March Of Revenge« (»Allegro Barbaro«, 1999)
Wie man lesen kann (z. B. hier), hat Karl Theodor zu Guttenberg einen neuen Posten. Ist ja zuerstmal beruhigend. Schließlich hat er Frau und Kinder zu ernähren und so ein ALG-1 ist ja auch kein ewig dehnbarer Kaugummi. Aber dann beginnt die Sache auch schon zu korken. Er arbeitet ab demnächst für die EU (tatam!) als Berater für Internetfreiheit (taramtatam!)! Ausgerechnet unser Raketentheo!!! Fiel dem Doktor nicht unlängst das böse Internet noch schwer auf die Füße (jaha!!! Copy & Paste sind die Stichworte!). Aber so schnell sind kleine Schwindeleien, ach was, Notlügen (gibt des da vielleicht eine Verkleinerungsform? Notlügchen?) heutzutage vergessen. Und falls der Wähler daheim (er, also Theo, nicht der deutsche Wähler, hat ja jetzt die Arbeitsbasis USA für sich entdeckt) wider seiner Natur doch nachtragend sein sollte - Brüssel ist weit weg. Brüssel, Belgien, Kinder, da war doch mal was, Frau zu Guttenberg, Ihr Einsatz vielleicht? Doublecomeback?!
Bizarr ist das Wort, welches für meinen Geschmack die Szene am besten umschreibt. Augerechnet einer, der im eigenen Land politisch unangenehm über seine mangelnde Moral stolperte, nachher im Ausland herumkrakeelte, wie unfähig die Parteigenossen seien (nein sind, da hat er gar recht, nur: er ist einer von ihnen) und über die Unfähigkeit der EU zur Bewältigung ihrer hausgebrauten Krisen lamentierte, wird Berater der Europäischen Union? Wie verkommen ist der Laden eigentlich? Aua, aua, aua... Und dann noch zum Thema Internet... Und Ralf Minge sitzt zuhause!
Knorkator feat. Tim Tom bzw.
Tim Tom feat. Knorkator bzw.
Tim Tom feat. Rummelsnuff feat. Knorkator bzw.
Rummelsnuff feat. Tim Tom feat. Knorkator bzw.
Knorkator feat. Rummelsnuff feat. Tim Tom bzw.
Knorkator bzw. Rummelsnuff bzw. Tim Tom feat. einander »Arschgesicht« (»Es werde nicht«, 2011)
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Octapolis
22.11.2011
Junge, komm bald wieder! (oder auf amerikanisch: Rockettheo come back!)
Raketentheo kehrt zurück. Ja, genau, der, der immer gegelte Haare, ne Brille, ne Blondine und nen Doktortitel mit sich rumschleppte!!! Und der immer so toll Heavy Metal gehört hat!!!
Kunstpause - sacken lassen.
Also, zur Vorfreude was nach des Meisters Geschmäckle...
Airbourne »Runnin´ Wild« (»Runnin´ Wild«, 2008)
[jaaa, Lemmy hat nen LKW-Führerschein, hehe]
Aber erstmal (Artikel dazu) hat er, während seiner medidativen Selbstfindungsreise ins weit entfernte Kanada, was geschrieben. Selbst! Ein Buch. Titel: »Vorerst gescheitert«. Galgenhumorig, wie wir ihn lieben! Kostet zum Beispiel bei Amazon 19,99 Euro. Da geht unser geschätzter Ex-Doktor und Ex-Verteidigungsminister mit dem Hut rum und sammelt Zwanziger ein. Eine wärmende Träne der Rührung rutscht soeben über des Verfassers Antlitz!
Letztes Jahr war nebst der altbewährten warmen Socken sicherlich der Weltfriede oder zur Not auch ein iPhone der Renner unter Deutschlands Weihnachtswünschen. 2011: Mutti, Mutti, bitte mach, dass der Weihnachtsmann das Theo-Buch bringt! So was von sicher! Der Buchhandel und das Pakettransportgewerbe frohlocken, astronomische Zugewinne kurz vor Jahresende - ein kleines Dankeschön des Herrn zu Guttenberg ans gebeutelte deutsche Volk. So ein Buch kann ja auch Quell der Wärme sein, in solch kalten Zeiten, wo einem vor lauter Wirtschaftskrise (im Verdacht, Schuld daran zu sein: Erzgebirgsnazis) der Schüttelfrost im festen Würgegriff hat.
Außerdem hat er die Haare schön. Also nicht mehr so schön wie vorher, aber immerhin. Und die Brille ist weg. Schade, die verriet so ein Stück seiner spitzbübischen Ader. Gefällt aber vielleicht den Frauen besser, wer weiß, das will ich nicht beurteilen.
Wie auch immer, es deutet sich in der Lektüre des Doktors an (oder le docteur, wie wir frankophonen Kanadier ihn nennen), dass er ein Comeback auf dem schillernden Parkett der deutschen Politik nicht ausschließt. Soll zumindest heraus zu lesen sein.
Blöd, jetzt habe ich gerade keine zwanzig Euro. Kann jemand nen Fuffi wechseln?
Moimir Papalescu & The Nihilists »Perfect Boy« (»Analogue Voodoo«, 2004)
Kunstpause - sacken lassen.
Also, zur Vorfreude was nach des Meisters Geschmäckle...
Airbourne »Runnin´ Wild« (»Runnin´ Wild«, 2008)
[jaaa, Lemmy hat nen LKW-Führerschein, hehe]
Aber erstmal (Artikel dazu) hat er, während seiner medidativen Selbstfindungsreise ins weit entfernte Kanada, was geschrieben. Selbst! Ein Buch. Titel: »Vorerst gescheitert«. Galgenhumorig, wie wir ihn lieben! Kostet zum Beispiel bei Amazon 19,99 Euro. Da geht unser geschätzter Ex-Doktor und Ex-Verteidigungsminister mit dem Hut rum und sammelt Zwanziger ein. Eine wärmende Träne der Rührung rutscht soeben über des Verfassers Antlitz!
Letztes Jahr war nebst der altbewährten warmen Socken sicherlich der Weltfriede oder zur Not auch ein iPhone der Renner unter Deutschlands Weihnachtswünschen. 2011: Mutti, Mutti, bitte mach, dass der Weihnachtsmann das Theo-Buch bringt! So was von sicher! Der Buchhandel und das Pakettransportgewerbe frohlocken, astronomische Zugewinne kurz vor Jahresende - ein kleines Dankeschön des Herrn zu Guttenberg ans gebeutelte deutsche Volk. So ein Buch kann ja auch Quell der Wärme sein, in solch kalten Zeiten, wo einem vor lauter Wirtschaftskrise (im Verdacht, Schuld daran zu sein: Erzgebirgsnazis) der Schüttelfrost im festen Würgegriff hat.Außerdem hat er die Haare schön. Also nicht mehr so schön wie vorher, aber immerhin. Und die Brille ist weg. Schade, die verriet so ein Stück seiner spitzbübischen Ader. Gefällt aber vielleicht den Frauen besser, wer weiß, das will ich nicht beurteilen.
Wie auch immer, es deutet sich in der Lektüre des Doktors an (oder le docteur, wie wir frankophonen Kanadier ihn nennen), dass er ein Comeback auf dem schillernden Parkett der deutschen Politik nicht ausschließt. Soll zumindest heraus zu lesen sein.
Blöd, jetzt habe ich gerade keine zwanzig Euro. Kann jemand nen Fuffi wechseln?
Moimir Papalescu & The Nihilists »Perfect Boy« (»Analogue Voodoo«, 2004)
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20.11.2011
Rattenkampf, Kapitel 11
Heute fällt mir kein gescheites Vorwort ein. Raketentheo mimt in den USA den Europaexperten. Verschlägt Sprache, sowas.
Schönen Dank an Frau RWE für´s Einspringlektoriat. Und weiter geht´s...
Einstürzende Neubauten »Z. N. S.« (»Halber Mensch«, 1985)
Kapitel 11
Als sie aufwachte, schlief der Mann neben ihr noch. An diesen Anblick könnte sie sich wieder gewöhnen, stellte sie leicht wehmütig fest.
In der Küche kochte sie Kaffee und räumte seine noch nachträglich geleerte Flasche Wein grinsend weg. Für ihn war es sicher auch nicht einfach, einen anderen Menschen wieder an sich heran zu lassen. Immerhin schien er sich hier schon etwas heimisch zu fühlen. Den Korkenzieher hatte er wieder in das Besteckfach gelegt, das Glas in die Spüle und sogar der Aschenbecher war geleert.
Das sah gut für sie aus. Auch war er noch da und hatte sich nicht in der Nacht getrollt, wie ein räudiger Hund. Im Kühlschrank gab es nichts Neues. Das hieß nichts, außer ein paar Flaschen Pernod. Sie konnte sich nicht mehr daran erinnern, wann sie das letztemal auch etwas zum Frühstück gegessen hatte. Ihm ging es sicher ähnlich, da würde der Kaffee reichen.
Bevor sie duschen ging, nahm sie das Bild mit Goethes Hexeneinmaleins von der Wand und legte es umgedreht oben auf den Küchenschrank.
Als er aufwachte, fühlte er sich befreiter als gestern Nacht. Er hörte die Dusche rauschen und brannte sich eine Zigarette an. Kaffeeduft wehte aus der Küche zu ihm herüber. So viel Normalität fand er sonst abschreckend und er verzog sich schnell wieder.
Heute war das anders. Daran könnte er sich gewöhnen. Das erste Mal in seinem Leben. Der Gedanke beunruhigte ihn nicht. Aber das, was ihn heute erwartete.
Heute galt es einen Entschluß fassen. Morgen wollte sie in die Staaten fahren, um Joe Blacks und ihre Angelegenheiten zu klären. Ihn hatte sie gebeten mitzukommen. Spontan hatte er zugesagt, aber es sogleich wieder bereut. Das hieße für ihn, Stellung zu beziehen und aus dem Dunkel zu treten.
Er wußte noch nicht, ob er diesen harten Schnitt wollte. So wie jetzt, konnte er nicht weitermachen. Das war ihm diese Nacht in der Küche bewußt geworden. Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Und er war gerade dabei, dies zu tun.
Das Talent, bis ins hohe Alter seinen Job zu machen und dabei unentdeckt zu bleiben, wie es seinem Meister vergönnt war, hatte er wohl nicht. Sie hatten ihn entdeckt und sie hatte ihn gefunden.
Eine Frau, um die dreißig, also noch ein Frischling im Gewerbe.
Wie ihr das gelungen war, konnte er sich nicht erklären. Aber es gab nur zwei Möglichkeiten. Sie mußte sich entweder Joe Blacks Vertrauen erschlichen haben und Joe hatte ihn verraten – was sehr unwahrscheinlich war – oder nach Joes Tod hatten sie bei ihm etwas gefunden, was auf ihn hindeutete. Die Frau war ja nicht allein und nur ein Rädchen im Getriebe.
Wahrscheinlicher war, daß es der Konkurrenz – die zwei, drei Gegenspieler, die Joe Black noch hatte – gelungen war, außer ihr, noch einen Maulwurf in Joes Nähe zu plazieren.
Sicher hatten sie ein hohes Tier in seiner Firma einfach umgedreht. Die Bereitschaft die Seiten zu wechseln, erforderte nur eine gewisse Summe. Jeder Mensch hatte seinen Preis.
Joe Black hatte den seinen gekannt, so wie den von vielen anderen. Sei es, wie es sei.
Er mußte sich jetzt der jungen Frau widmen. Sie wollte etwas von ihm, also würde sie auf ihn zugehen. Er wußte auch, wo und wann sie geplant hatte, ihm rein zufällig über den Weg zu laufen – das lag auf der Hand – und er würde ihr den Gefallen tun und dort zu erscheinen.
Er mußte wissen, wieviel sie wußte. Von ihm, von den Dokumenten und seinem daraus resultierenden Marktwert. Sie würde mitspielen und versuchen, ihn zu kaufen.
Sie war allein hier – dessen war er sich sicher. Zu Zweit wären sie diese Nacht hier eingedrungen und hätten die Sache mit Waffengewalt geklärt, allein hätte sie kaum eine Chance gehabt, dies erfolgreich zu tun. Er selbst war immer unbewaffnet und ob die M. eine Waffe in der Wohnung verbarg, wußte er nicht. Aber er wußte, daß niemand so einen Überfall alleine wagen würde. Die, die es taten, gingen ein zu hohes Risiko ein.
In der Küche tranken sie ihren Kaffee schweigend und rauchten zu viel. Sie fühlten sich wohl. So, still, einander genügend.
Ihm fiel es schwer, jetzt zu gehen. Es war fast Mittag und die Kleine wartete auf ihn. Er hätte hier bleiben und auf seine innere Stimme hören sollen. Setz alles was du hast auf die M., schrie sie. So eine Chance bekommst du nie wieder!
Aber so schnell konnte er nicht aus seiner Haut heraus und er handelte nach seinen fest eingebrannten Verhaltensmustern. Diese ließen ihm keine Wahl.
Er verabschiedete sich mit dem Hinweis auf seinen normalen Job. Von irgendwas mußte er ja offiziell leben. Sie war sich sicher, daß er wieder kommen würde, ließ den Pernod im Kühlschrank und griff zum Telefon. Sie brauchte dringend Verbündete.
Der McDonald’s neben seinem Schnapsladen war weit unter ihrer Würde. Sie kam sich wie ein Fremdkörper darin vor. Diese Unterschicht an Schulschwänzern, Trinkern und sich langweilenden Hausfrauen war ihr zuwider.
Zu allem Überfluß mußte sie einen von diesen pappigen Hamburgern essen, die hier angeboten wurden, um nicht aufzufallen. Es war unglaublich, was sich manche Menschen antaten, nur um nicht zu Hause alleine Essen zu müssen.
Als ihr Streetworker wie vermutet eintrat, mußte sie beinahe laut lachen. Nichts von dieser mit Jeans, Kapuzenshirt und Laptop bewaffneten Person ließ einen Rückschluß auf den attraktiven, mit Schlips und Anzug gut gekleideten Mann zu, den sie Joker nannte und den sie gestern angefahren hatte. Es war frappierend, wie er die Rollen wechseln konnte.
Offiziell arbeitete er für eine Stiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, kriminelle Jugendliche und solche die es werden wollten, zu betreuen. Das Gehalt war so erbärmlich, das er nebenbei freiberuflich als Lektor für einen Fachbuchverlag arbeiten mußte. Das war clever eingefädelt.
Tagsüber konnte er sich frei bewegen und Auskünfte einholen, ohne daß dies auffiel. So getarnt konnte er sich überall sehen lassen. Abends zog er in Schlips und Kragen als Verlagsmitarbeiter seine Kreise enger. Dort traf er die Leute, die ihn tagsüber übersahen.
Sie hatte Glück. Der einzige Tisch, der nicht vom Geschmeiß vollständig eingenommen war, war ihrer, so daß er sich zu ihr setzen mußte.
Nach dem zweiten Telefonat klingelte es überraschend an ihrer Tür. Sie ließ die beiden Bullen von gestern ein.
»Kennen sie diese Frau?« Die zwei Polizisten kamen ohne Umschweife zur Sache und hielten ihr ein Photo entgegen. Aufgenommen wurde es von einer Überwachungskamera in einer Tiefgarage. Die Aufnahme war gestochen scharf, wie man es kaum von einer gewöhnlichen Videokamera erwarten konnte. Aber die Tiefgarage war auch nicht gewöhnlich. Es mußte Joe Blacks Garage sein, da wurde nur die teuerste und beste Technik installiert.
»Nein, sollte ich ...?«
Der eine Beamte verstaute das Bild wieder und der andere schüttelte leicht den Kopf. »Nein, aber es hätte ja sein können.«
Sie wanden sich zum Gehen. »Danke, das war es schon.« Der Polizist mit dem Bild hielt kurz inne.
»Hatte ihr Mann Feinde?« Diese Frage erheiterte sie dermaßen, daß sie sich ein Lächeln nicht verkneifen konnte. Der andere Polizist winkte ab und beide wünschten ihr noch einen guten Tag.
Sie brannte sich eine Zigarette an und ihre Schritte führten sie in die Küche vor den Kühlschrank. Davor bremste sie sich ab, und ihr Blick suchte das einzige Schwarz/weiß Bild an ihrer Pinnwand. Sie nahm es ab und legte es hoch, auf den Küchenschrank zu Goethes Hexeneinmaleins.
Sopor Aeternus & The Ensemble Of Shadows
»A Strange Thing To Say« (»A Strange Thing To Say«, 2011)
Schönen Dank an Frau RWE für´s Einspringlektoriat. Und weiter geht´s...
Einstürzende Neubauten »Z. N. S.« (»Halber Mensch«, 1985)
Kapitel 11
Als sie aufwachte, schlief der Mann neben ihr noch. An diesen Anblick könnte sie sich wieder gewöhnen, stellte sie leicht wehmütig fest.
In der Küche kochte sie Kaffee und räumte seine noch nachträglich geleerte Flasche Wein grinsend weg. Für ihn war es sicher auch nicht einfach, einen anderen Menschen wieder an sich heran zu lassen. Immerhin schien er sich hier schon etwas heimisch zu fühlen. Den Korkenzieher hatte er wieder in das Besteckfach gelegt, das Glas in die Spüle und sogar der Aschenbecher war geleert.
Das sah gut für sie aus. Auch war er noch da und hatte sich nicht in der Nacht getrollt, wie ein räudiger Hund. Im Kühlschrank gab es nichts Neues. Das hieß nichts, außer ein paar Flaschen Pernod. Sie konnte sich nicht mehr daran erinnern, wann sie das letztemal auch etwas zum Frühstück gegessen hatte. Ihm ging es sicher ähnlich, da würde der Kaffee reichen.
Bevor sie duschen ging, nahm sie das Bild mit Goethes Hexeneinmaleins von der Wand und legte es umgedreht oben auf den Küchenschrank.
Als er aufwachte, fühlte er sich befreiter als gestern Nacht. Er hörte die Dusche rauschen und brannte sich eine Zigarette an. Kaffeeduft wehte aus der Küche zu ihm herüber. So viel Normalität fand er sonst abschreckend und er verzog sich schnell wieder.
Heute war das anders. Daran könnte er sich gewöhnen. Das erste Mal in seinem Leben. Der Gedanke beunruhigte ihn nicht. Aber das, was ihn heute erwartete.
Heute galt es einen Entschluß fassen. Morgen wollte sie in die Staaten fahren, um Joe Blacks und ihre Angelegenheiten zu klären. Ihn hatte sie gebeten mitzukommen. Spontan hatte er zugesagt, aber es sogleich wieder bereut. Das hieße für ihn, Stellung zu beziehen und aus dem Dunkel zu treten.
Er wußte noch nicht, ob er diesen harten Schnitt wollte. So wie jetzt, konnte er nicht weitermachen. Das war ihm diese Nacht in der Küche bewußt geworden. Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Und er war gerade dabei, dies zu tun.
Das Talent, bis ins hohe Alter seinen Job zu machen und dabei unentdeckt zu bleiben, wie es seinem Meister vergönnt war, hatte er wohl nicht. Sie hatten ihn entdeckt und sie hatte ihn gefunden.
Eine Frau, um die dreißig, also noch ein Frischling im Gewerbe.
Wie ihr das gelungen war, konnte er sich nicht erklären. Aber es gab nur zwei Möglichkeiten. Sie mußte sich entweder Joe Blacks Vertrauen erschlichen haben und Joe hatte ihn verraten – was sehr unwahrscheinlich war – oder nach Joes Tod hatten sie bei ihm etwas gefunden, was auf ihn hindeutete. Die Frau war ja nicht allein und nur ein Rädchen im Getriebe.
Wahrscheinlicher war, daß es der Konkurrenz – die zwei, drei Gegenspieler, die Joe Black noch hatte – gelungen war, außer ihr, noch einen Maulwurf in Joes Nähe zu plazieren.
Sicher hatten sie ein hohes Tier in seiner Firma einfach umgedreht. Die Bereitschaft die Seiten zu wechseln, erforderte nur eine gewisse Summe. Jeder Mensch hatte seinen Preis.
Joe Black hatte den seinen gekannt, so wie den von vielen anderen. Sei es, wie es sei.
Er mußte sich jetzt der jungen Frau widmen. Sie wollte etwas von ihm, also würde sie auf ihn zugehen. Er wußte auch, wo und wann sie geplant hatte, ihm rein zufällig über den Weg zu laufen – das lag auf der Hand – und er würde ihr den Gefallen tun und dort zu erscheinen.
Er mußte wissen, wieviel sie wußte. Von ihm, von den Dokumenten und seinem daraus resultierenden Marktwert. Sie würde mitspielen und versuchen, ihn zu kaufen.
Sie war allein hier – dessen war er sich sicher. Zu Zweit wären sie diese Nacht hier eingedrungen und hätten die Sache mit Waffengewalt geklärt, allein hätte sie kaum eine Chance gehabt, dies erfolgreich zu tun. Er selbst war immer unbewaffnet und ob die M. eine Waffe in der Wohnung verbarg, wußte er nicht. Aber er wußte, daß niemand so einen Überfall alleine wagen würde. Die, die es taten, gingen ein zu hohes Risiko ein.
In der Küche tranken sie ihren Kaffee schweigend und rauchten zu viel. Sie fühlten sich wohl. So, still, einander genügend.
Ihm fiel es schwer, jetzt zu gehen. Es war fast Mittag und die Kleine wartete auf ihn. Er hätte hier bleiben und auf seine innere Stimme hören sollen. Setz alles was du hast auf die M., schrie sie. So eine Chance bekommst du nie wieder!
Aber so schnell konnte er nicht aus seiner Haut heraus und er handelte nach seinen fest eingebrannten Verhaltensmustern. Diese ließen ihm keine Wahl.
Er verabschiedete sich mit dem Hinweis auf seinen normalen Job. Von irgendwas mußte er ja offiziell leben. Sie war sich sicher, daß er wieder kommen würde, ließ den Pernod im Kühlschrank und griff zum Telefon. Sie brauchte dringend Verbündete.
Der McDonald’s neben seinem Schnapsladen war weit unter ihrer Würde. Sie kam sich wie ein Fremdkörper darin vor. Diese Unterschicht an Schulschwänzern, Trinkern und sich langweilenden Hausfrauen war ihr zuwider.
Zu allem Überfluß mußte sie einen von diesen pappigen Hamburgern essen, die hier angeboten wurden, um nicht aufzufallen. Es war unglaublich, was sich manche Menschen antaten, nur um nicht zu Hause alleine Essen zu müssen.
Als ihr Streetworker wie vermutet eintrat, mußte sie beinahe laut lachen. Nichts von dieser mit Jeans, Kapuzenshirt und Laptop bewaffneten Person ließ einen Rückschluß auf den attraktiven, mit Schlips und Anzug gut gekleideten Mann zu, den sie Joker nannte und den sie gestern angefahren hatte. Es war frappierend, wie er die Rollen wechseln konnte.
Offiziell arbeitete er für eine Stiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, kriminelle Jugendliche und solche die es werden wollten, zu betreuen. Das Gehalt war so erbärmlich, das er nebenbei freiberuflich als Lektor für einen Fachbuchverlag arbeiten mußte. Das war clever eingefädelt.
Tagsüber konnte er sich frei bewegen und Auskünfte einholen, ohne daß dies auffiel. So getarnt konnte er sich überall sehen lassen. Abends zog er in Schlips und Kragen als Verlagsmitarbeiter seine Kreise enger. Dort traf er die Leute, die ihn tagsüber übersahen.
Sie hatte Glück. Der einzige Tisch, der nicht vom Geschmeiß vollständig eingenommen war, war ihrer, so daß er sich zu ihr setzen mußte.
Nach dem zweiten Telefonat klingelte es überraschend an ihrer Tür. Sie ließ die beiden Bullen von gestern ein.
»Kennen sie diese Frau?« Die zwei Polizisten kamen ohne Umschweife zur Sache und hielten ihr ein Photo entgegen. Aufgenommen wurde es von einer Überwachungskamera in einer Tiefgarage. Die Aufnahme war gestochen scharf, wie man es kaum von einer gewöhnlichen Videokamera erwarten konnte. Aber die Tiefgarage war auch nicht gewöhnlich. Es mußte Joe Blacks Garage sein, da wurde nur die teuerste und beste Technik installiert.
»Nein, sollte ich ...?«
Der eine Beamte verstaute das Bild wieder und der andere schüttelte leicht den Kopf. »Nein, aber es hätte ja sein können.«
Sie wanden sich zum Gehen. »Danke, das war es schon.« Der Polizist mit dem Bild hielt kurz inne.
»Hatte ihr Mann Feinde?« Diese Frage erheiterte sie dermaßen, daß sie sich ein Lächeln nicht verkneifen konnte. Der andere Polizist winkte ab und beide wünschten ihr noch einen guten Tag.
Sie brannte sich eine Zigarette an und ihre Schritte führten sie in die Küche vor den Kühlschrank. Davor bremste sie sich ab, und ihr Blick suchte das einzige Schwarz/weiß Bild an ihrer Pinnwand. Sie nahm es ab und legte es hoch, auf den Küchenschrank zu Goethes Hexeneinmaleins.
Sopor Aeternus & The Ensemble Of Shadows
»A Strange Thing To Say« (»A Strange Thing To Say«, 2011)
reingefruttelt von
Octapolis
30.07.2011
Surfin´ USA
Nun geht unser Verteidigungsminister a. D. also samt blonder Gattin, die fast so was wie RTL2-prominent war, in die US of A. Schnauze voll von Deutschland, Auszeit ist das Stichwort.Früher trieben die Bäuerlein unangenehme Zeitgenossen mit der Mistgabel aus dem Dorf, Karltheokuttenzwerg geht selbstredend von selbst. Ins Land der begrenzten Unmöglichkeiten. Ein Buch will er da schreiben. Hoffentlich fallen ihm da selbst ein paar Zeilen ein, nicht, dass er wieder abschreiben muss. Aber so schlecht ist die Idee sicher nicht, denn in Zeiten wo Namen wie Sarrazin die Bestsellerlisten dominieren, ist fruchtbarer Boden für Schundliteratur zur Genüge vorhanden. Über was wird er schreiben? Seine abgefahrensten Konzerterlebnisse, die Wirtschaft oder ein selbstillustriertes CSU-Kamasutra? Man darf gespannt sein.
Irgendwann, jede Wette, steht er gut frisiert wieder auf der Matte. Ist ja nicht so, das seine Partei mit großem Personal gesegnet wäre, und wird uns wieder mit seiner Person erfreuen. Nun soll er aber erst mal den Bleistift rotieren lassen, damit wir die Zeit bis zu seiner Rückkehr mit ansprechender Literatur überbrücken können.
In diesem Sinne: Winke, winke, Raketentheo!
Cat Rapes Dog »Where The F**k Are You« (»The Banzai Beats«, 1991)
PS: Der Schenkelklopfer dieses Wochenendes stand auch beizeiten fest: danke Wolfsburg! ;o)
reingefruttelt von
Octapolis
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Thilo Sarrazin,
USA
10.06.2011
Raketentheo, EHEC vs. Gitte: 0:1
Was für ein Tag! War einer der Bekloppten, der sich in einen der ungezählten Wochenendstaus einreihte und so auf magische Weise ein Teil des Ganzen war, so was wie beim jüngst verdunsteten Kirchentag, nur mit Rädern unten dran.
Da hat man Zeit, mal Radio zu hören, nicht nur um zu wissen, wo man gerade vermutlich wie lange steht, nein, mal so richtig volle Möhre mit Phil Collins und so, sprichwörtlich das volle Programm. Da hört man dann auch Nachrichten, sensationelle und spektakuläre, drunter machen wir´s ja nicht.
War nicht die allererste EHEC-Meldung, dass da irgendwelche Rinderkotspuren drin vorkamen? War mir damals schon eine suspekte These, denn, mal ehrlich, wer lässt ne Kuh auf ne Gurke Berg machen, oder gar noch schlimmer, siewissenschon...
Nun sind es also Sprossen! Ich werde schleunigst zum vietnamesischstämmigen Grundversorger eilen, um ihm meine Solidarität zu versichern, am besten durch Kauf eines Pfannengerichts mit Sprossen (gedünstet, versteht sich, man hängt ja doch irgendwie an seinem scheiss bisschen Leben). So ein mieser Versuch aber auch, die Verfehlungen der Lebensmittelindustrie auf liebgewonnene Produkte abzuwälzen. Meine leckerste Roulade aß ich während der BSE-Hysterie, den besten Broiler, während der vielgelobten Geflügelseuche. Nun also keine Sprossen mehr, oder lieber gar kein Gemüse? Denn man weiß mittlerweile, was heute als rehabilitiert gilt, ist morgen generalverdächtig für sämtliches Elend auf der Welt! Rüdiger, bitte leg die Gurke weg, und iss kein Fleich, da ist vielleicht EHEC oder ADAC dran, trink lieber einen Schnaps, der wurde wenigstens erhitzt!
Fällt mir ein alter Kalauer von Olaf Böhme ein: Läuft dir der Honig von der Schnitte - lass ihn laufen, danke, bitte!
Und dann noch Raketentheo! [Nachrichtenhörenfetzt!] Einem political sabbatical sieht sich der letzte Frisurenrocknroller ausgesetzt, yehaw, amen, ahoi! Eine Auszeit braucht er. Hat der im Stau gestanden, oder ich? Egal. Während meine Wenigkeit sich damit zufriedengibt, bei einem lauwarmen Getränk und einer amtlichen Dröhnung Gitte ein bisschen blöde rumzubloggen, braucht Mister Ex-Germanysnextkanzlerkandidat eine Auszeit, wahrscheinlich in den US of A. Was macht er dort? So was wie Joschka, also ne Art Gastvorleser, fängt seine Ex-Germanysnextkanzlerkandidatgattin dann in Texas Internetperverslinge, oder macht er sein Republikanerdiplom (er weiß ja, wie so was geht) und stürzt Bernde Obama vom Sockel? Mannnnnnnoman, ist das spannend.
Da freue ich mich, weder EHEC, noch THEO, sondern GITTE zu haben...
Gitte »ch will `nen Cowboy als Mann« (gleichnamige Single, 1963)
Nun lese ich gerade noch einen kurzen Artikel bei SZ-online zum gerade angelaufenen WGT. Da wird die Veranstaltung zum düsteren Spektakel erklärt. Düster, haha! Wollen die mal was wirklich düsteres erleben? Sollten sie sich mal im Stau die Nachrichten anhören! Oder Lutz Jahoda von der Seite angucken... ;o)
Da hat man Zeit, mal Radio zu hören, nicht nur um zu wissen, wo man gerade vermutlich wie lange steht, nein, mal so richtig volle Möhre mit Phil Collins und so, sprichwörtlich das volle Programm. Da hört man dann auch Nachrichten, sensationelle und spektakuläre, drunter machen wir´s ja nicht.
War nicht die allererste EHEC-Meldung, dass da irgendwelche Rinderkotspuren drin vorkamen? War mir damals schon eine suspekte These, denn, mal ehrlich, wer lässt ne Kuh auf ne Gurke Berg machen, oder gar noch schlimmer, siewissenschon...
Nun sind es also Sprossen! Ich werde schleunigst zum vietnamesischstämmigen Grundversorger eilen, um ihm meine Solidarität zu versichern, am besten durch Kauf eines Pfannengerichts mit Sprossen (gedünstet, versteht sich, man hängt ja doch irgendwie an seinem scheiss bisschen Leben). So ein mieser Versuch aber auch, die Verfehlungen der Lebensmittelindustrie auf liebgewonnene Produkte abzuwälzen. Meine leckerste Roulade aß ich während der BSE-Hysterie, den besten Broiler, während der vielgelobten Geflügelseuche. Nun also keine Sprossen mehr, oder lieber gar kein Gemüse? Denn man weiß mittlerweile, was heute als rehabilitiert gilt, ist morgen generalverdächtig für sämtliches Elend auf der Welt! Rüdiger, bitte leg die Gurke weg, und iss kein Fleich, da ist vielleicht EHEC oder ADAC dran, trink lieber einen Schnaps, der wurde wenigstens erhitzt!
Fällt mir ein alter Kalauer von Olaf Böhme ein: Läuft dir der Honig von der Schnitte - lass ihn laufen, danke, bitte!
Und dann noch Raketentheo! [Nachrichtenhörenfetzt!] Einem political sabbatical sieht sich der letzte Frisurenrocknroller ausgesetzt, yehaw, amen, ahoi! Eine Auszeit braucht er. Hat der im Stau gestanden, oder ich? Egal. Während meine Wenigkeit sich damit zufriedengibt, bei einem lauwarmen Getränk und einer amtlichen Dröhnung Gitte ein bisschen blöde rumzubloggen, braucht Mister Ex-Germanysnextkanzlerkandidat eine Auszeit, wahrscheinlich in den US of A. Was macht er dort? So was wie Joschka, also ne Art Gastvorleser, fängt seine Ex-Germanysnextkanzlerkandidatgattin dann in Texas Internetperverslinge, oder macht er sein Republikanerdiplom (er weiß ja, wie so was geht) und stürzt Bernde Obama vom Sockel? Mannnnnnnoman, ist das spannend.
Da freue ich mich, weder EHEC, noch THEO, sondern GITTE zu haben...
Gitte »ch will `nen Cowboy als Mann« (gleichnamige Single, 1963)
Nun lese ich gerade noch einen kurzen Artikel bei SZ-online zum gerade angelaufenen WGT. Da wird die Veranstaltung zum düsteren Spektakel erklärt. Düster, haha! Wollen die mal was wirklich düsteres erleben? Sollten sie sich mal im Stau die Nachrichten anhören! Oder Lutz Jahoda von der Seite angucken... ;o)
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Octapolis
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11.03.2011
Präsentiert das Gewehr - leeegt an!
Und ewig grüßt das Murmeltier....Nachdem unser Bundeshorst, immerhin nur zurückgetreten, mit einem Zapfenstreich verabschiedet wurde, dachte man sich nun bei unserer Truppe, lassen wir dem dahinscheidenden Verteidigungsminister, immerhin zurückgetreten, weil er diverse Strafanzeigen an der Backe kleben hat, doch dieselben militärischen Ehren zukommen. Ehre, wem Ehre gebührt, sozusagen. Da kann einem nur schlecht werden. Aber wahrscheinlich ist der liebe Raketentheo bei Androhung von Strafe sogar dazu verpflichtet, daran teilzunehmen; solche Rituale und die damit verbundene Gesetzgebung haben gerne noch reichsdeutsche Ursprünge. (Der Artikel bei Wikipedia trägt noch viel frühere Ursprünge vor.) Dass sich sogar die Kanzlerin dort blicken läßt - geschenkt.
Apropos geschenkt: Vielleicht wäre dann mal an irgendeiner Universität so nett, dem Theo wenigstens einen Dr. Honoris causa anzubieten?! Wundern würde es keinen.
So, nun noch Musique über einen richtigen Doktor, hehe...
Propaganda »Dr. Mabuse« (»A Secret Wish«, 1985)
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01.03.2011
Echte und virtuelle Figuren, wer ist wer und vor allem: WARUM?
Name: Raketentheospielt in Edna bricht aus eine Rolle: weiß man nicht
bester Freund: wahrscheinlich die Bild-Zeitung, nicht
drollig: ja
Status: geheilt (nach Rücktritt)
Name: Ednaspielt in Edna bricht aus eine Rolle: Hauptrolle
Status: geheilt
bester Freund: ein sprechender Frotteehase
drollig: ja
Status: geheilt (wenn man das Spiel durch hat)
25.02.2011
That were Ghadaffi’s children
Man nennt es also mittlerweile Libyenkrise, was an deutschen Tankstellen abläuft. Sehr kreativ auch! Nein, natürlich ist keine deutsche Panzerkette, keine deutsche Munition oder was weiß ich in Muammars Reich. Und dass da umgehend der neu kreierte Raketentreibstoff E10, samt seiner Nebenprodukte, wie Oldschooldiesel oder Super Plus deutlich mehr kosten muss, leuchtet auch jedem auf Anhieb ein. Warum macht sich eigentlich die Mineralölmafia samt ihrer Handlanger in Berlin nicht mal die Mühe, sich mal ne anständige Fabel auszudenken? Weil sie es nicht nötig haben... Fickt euch ins Knie, ich fahre ab morgen wieder mit einem Altöl-/Waschbenzin-Gemisch. Man riecht sich! Und legt euch nicht mit uns an, sonst schicken wir unseren Raketen-Theo, mit vollem Namen Doktor Graf Raketen-Theo, der bringt auch noch die Muddi mit und macht euch Feuer unterm öligen Hintern!Kann sich noch jemand an Commando Libya erinnern? Nu ja, aber das war ne ganz andere Baustelle. ;o) Themenwechsel... obwohl fast nicht, spielt auch in der Wüste...
Zwar nicht ganz meine musikalische Baustelle, aber das Video ist so was von sehenswert. Weiß nicht, ob das original ist, oder ob sich wieder mal jemand kreativ verwirklichen wollte. Hat jedenfalls Weltniveau! ENT büßten übrigens vor ein paar Tagen ihren aktuellen Sänger ein (virtuelle Halbmastbeflaggung versteht sich von selbst!). Hier hört man Barney Greenway von Napalm Death, der ein Album für die Herren aus England einrülpste.
Extreme Noise Terror »Jesus On My Side« (»Damage 381«, 1997)
Wie auch immer, schönes Wochenende zsamm! ;o)
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Octapolis
23.02.2011
Eindrücke
Die Schlagzeilen der letzten Tage berichteten von einem altersschwachen Gaddafi, einem Polizisten, der die sprechende Hecke Wolfgang Thierse verklagen will, Lena, die sich im deutschen Vorausscheid für den ESC selbst bezwang, einem Doktor, der gar kein Verteidigungsminister sein sollte, nee, umgedreht, glaupich, nur tolle Sachen. Freut man sich direkt, an so einer aufregenden Zeit teilhaben zu dürfen!
Hatten die in den Achzigern auch so viel Spaß? Ich glaube schon... (außerdem sind wir hier, quasi als Deutschlands beliebtester BrustBlog, fast schon gezwungen folgendes Video irgendwann mal einzubinden, hehe...)
Falco meets Brigitte Nielsen »Body Next To Body« (gleichnamige Single, 1987)
Noch was, thematisch nicht wirklich passend, aber doch ein frischer Eindruck. Welcher Schlagerteufel da auch den Meister heimgesucht hat, »Jeg faller« vom neuen Burzum-Album ist geschmeidig, geschmeidig, geschmeidig!!!
Burzum »Jeg faller« (»Fallen«, 2011)
So ein Haufen guddes Zeug...
Hatten die in den Achzigern auch so viel Spaß? Ich glaube schon... (außerdem sind wir hier, quasi als Deutschlands beliebtester BrustBlog, fast schon gezwungen folgendes Video irgendwann mal einzubinden, hehe...)
Falco meets Brigitte Nielsen »Body Next To Body« (gleichnamige Single, 1987)
Noch was, thematisch nicht wirklich passend, aber doch ein frischer Eindruck. Welcher Schlagerteufel da auch den Meister heimgesucht hat, »Jeg faller« vom neuen Burzum-Album ist geschmeidig, geschmeidig, geschmeidig!!!
Burzum »Jeg faller« (»Fallen«, 2011)
So ein Haufen guddes Zeug...
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22.11.2010
Sabaton, Atze, Theo, Streitkräfte kaputt, bloginternes und ein bisschen synthetisches Gepolter.
Gleich nach dem, was sicherlich als ProAdi ausgelegt werden könnte, und bei einigen Leuten genau den ruckartigen Reflex, so etwas so auslegen zu wollen, anspricht, noch einen AntiAdi hinterher. Damit es wieder stimmt, das AdiGleichgewicht...
Sabaton »Uprising« (»Coat Of Arms«, 2010)
Obwohl mit musikalisch der Titeltrack noch besser gefällt, weil er mehr ballert (ich weiß, ich kann nur grob...gar nicht wahr, hehe). Große Melodie, fettes Riff!
Sabaton »Coat Of Arms« (»Coat Of Arms«, 2010)
Warum gerade heute Sabaton? Natürlich Karlheinz zu Haargel und Guttenberg und seiner Maßnahme, ab dem 1. Juli nächsten Jahres die Wehrpflicht abzuschaffen, zu Ehren. Warum hat das 20 Jahre gedauert? Außerdem sind wir damit einer der wenigen Blogs, in dem Atze und Theo nebeneinander in einem Beitrag auftauchen, glaupich zumindest. ;o)
Noch was anderes... Da wollte ich gerade die Zeile über den registrierten Stammlesern in Gorillas im Nebel umtitulieren, da waren es auch schon drei! (Dunkelziffer sicher 6[66]-stellig, hehe... Guten Tag erstmal... ;o) ) Da es sich um eine Dame handelt nun also ne passendere Überschrift... (an Herrn Oldfield angelehnt, bin nicht besoffen, hehe).
Und weil ich gerade so vor mich hinblogge, muss noch ein Video sein. Dieses sah ich vor ein paar Monaten zum ersten mal in einem Fastfoodtempel, Wochen später noch mal wo anders und seit dem geht´s nicht mehr weg. Dabei weiß ich nicht mal, wie ich´s finden soll, aber wahrscheinlich mindestens brilli, hua, bangbang!
Mark Ronson & The Business Intl feat. Q-Tip »Bang Bang Bang« (»Record Collection«, 2010)
Da hätten wir mal wieder ne bunte Musikmischung binnen weniger Tage und eine Lehrstunde in Sachen Wie befülle ich relativ sinnfrei meinen Blog? geschafft. Egal, dafür isses ja! ;o)
Sabaton »Uprising« (»Coat Of Arms«, 2010)
Obwohl mit musikalisch der Titeltrack noch besser gefällt, weil er mehr ballert (ich weiß, ich kann nur grob...gar nicht wahr, hehe). Große Melodie, fettes Riff!
Sabaton »Coat Of Arms« (»Coat Of Arms«, 2010)
Warum gerade heute Sabaton? Natürlich Karlheinz zu Haargel und Guttenberg und seiner Maßnahme, ab dem 1. Juli nächsten Jahres die Wehrpflicht abzuschaffen, zu Ehren. Warum hat das 20 Jahre gedauert? Außerdem sind wir damit einer der wenigen Blogs, in dem Atze und Theo nebeneinander in einem Beitrag auftauchen, glaupich zumindest. ;o)
Noch was anderes... Da wollte ich gerade die Zeile über den registrierten Stammlesern in Gorillas im Nebel umtitulieren, da waren es auch schon drei! (Dunkelziffer sicher 6[66]-stellig, hehe... Guten Tag erstmal... ;o) ) Da es sich um eine Dame handelt nun also ne passendere Überschrift... (an Herrn Oldfield angelehnt, bin nicht besoffen, hehe).
Und weil ich gerade so vor mich hinblogge, muss noch ein Video sein. Dieses sah ich vor ein paar Monaten zum ersten mal in einem Fastfoodtempel, Wochen später noch mal wo anders und seit dem geht´s nicht mehr weg. Dabei weiß ich nicht mal, wie ich´s finden soll, aber wahrscheinlich mindestens brilli, hua, bangbang!
Mark Ronson & The Business Intl feat. Q-Tip »Bang Bang Bang« (»Record Collection«, 2010)
Da hätten wir mal wieder ne bunte Musikmischung binnen weniger Tage und eine Lehrstunde in Sachen Wie befülle ich relativ sinnfrei meinen Blog? geschafft. Egal, dafür isses ja! ;o)
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Octapolis
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16.04.2010
Und ewig grinst die Trauerweide...
Kann mir mal einer erklären, was das winselige Getue um die deutschen Soldaten in Afghanistan soll?Sicherlich gibt es ein paar Vereinbarungen innerhalb der vielzitierten Völkergeimeinschaft und auch der NATO, die unsere Regierung dazu veranlassen, am anderen Ende der Welt militärisch präsent zu sein. So weit so gut.
Kann mich noch dünne an einen Slogan erinnern, der im Zuge der Erziehung innerhalb der DDR (oder wie Zeitzeugen zu berichten wissen: zu Friedenszeiten) gerne und immer wieder propagiert wurde: Von deutschem Boden darf nie wieder ein Krieg ausgehen. Gut, in Afghanistan gibt es keinen deutschen Boden und ob dieser humanitäre Einsatz wirklich Krieg ist, darüber sind sich die (ups, jetzt hätte ich beinahe Gelehrten getippt...) Politiker von Gabriel bis Schäuble selbst nicht einig. Also nur Krümelkackerei? Wie auch immer, wir haben Glück, in einer Zeit zu leben, in der man nicht mehr zwangsverpflichtet wird, weder zum Grundwehrdienst und schon gleich gar nicht zum darüber hinaus gehenden Dienst an der Waffe. Nun kenne ich keinen Soldaten persönlich, der momentan in Afghanistan stationiert wurde, aber doch ein paar wenige, die zum Beispiel beim KFOR-Einsatz den Kosovo kennenlernen durften. Einer wie der andere nur mit einer Motivation: Geld. Oder gibt es wirklich Leute, die da aus blanker Überzeugung sind? Kaum vorstellbar. Selbst unser Ölscheitel von und anbei zu neben Guttenberg wäre doch lieber im muggelig temperierten Büro des Finanzministers als in einer windigen Militärmaschine zwischen den Kontinenten zu Hause. Aber das ist sein Problem.
Fast schon humorig vom lieben Gott: der Flieger mit den jüngst verwundeten Soldaten, weiß noch nicht, wann er landet und alles wegen einer Wolke vulkanischen Gedöns aus Island. Die sollten wir umgehend angreifen!
Öffentliche Sicherheit hin, Terroristen her: Für mich ist jedes Mitleid mit unserer Truppe überflüssig. Und damit schönes Wochenende, euch dort, mir hier...
Manowar »Holy War« (»Fighting The World«, 1987)
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