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12.10.2018

Lake Dead

Aus dem Jahr 2007 stammt dieser Hinterwälderhorrorfilm.

Als der Eigentümers eines Motels stirbt erfahren seine Enkelinnen, die davon ausgingen, gar keinen Großvater mehr zu haben, dass sie den alten Kasten samt Grundstück erben sollen. So beschließen sie, zusammen mit ein paar Freunden das Objekt über ein Wochenende zu inspizieren. Schwester Nummer eins kann es gar nicht erwarten und reist einen Tag eher an und landet prompt mit Betonschuhen im namengebenden See. Die anderen lernen vor Ort die Herbergsmutter kennen, die einen ganz netten Eindruck macht, so wie zwei etwas degeneriert wirkende Brüder mit Figuren wie Holzfäller. Als beizeiten das erste Blut vergossen wird, findet man zum Glück schnell den Sheriff.



Bissl schwer hier nicht zu spoilern, Genrefreunde ahnen eh, wohin der Hase läuft. Unterm Strich recht gelungener Streifen. Lutscht zwar wieder mal einfallslos sämtliche Stereotype aus, ohne etwas Neues zu kreieren, hält aber bis zu Ende hin einen guten Spannungsbogen mit diversen Schlenkern in der Handlung. Kann man so machen. ;o)

Jennifer Rostock »Mongoloid« (»Ins offene Messer«, 2008)

03.04.2011

ein hübsches Paar

In Zeiten wie diesen, materiell gut gesättigt und vom Überangebot schlicht überfordert, besinnt man sich doch immer wieder auf eine tolle Sache, die uns hier im Osten die Wende brachte: Wackelaugenkakteen! (Also nicht die Wackelaugenkakteen brachten die Wende, sondern die Wende den Wackelaugenkaktus, dass wir uns hier nicht falsch verstehen!)

Nebst blühenden Landschaften, dem Aufbau der Frauenkirche und einer volksbelustigenden FDP, sicher eine der erfrischendsten Ideen, die Gorbi und Helmut 1989 zwischen zwei Karaffen Vodka hatten. Geben wir den Ossis die Möglichkeit sein Geld für einen Wackelaugenkaktus auszugeben, das wird er uns ewig danken!

Zu sehende Prachtexemplare konnte ich unlängst einem glücklichen, jungen Paar zur Gründung eines gemeinsamen Hausstandes überreichen. Tränen der Rührung sind da noch das geringste... ;o)


Ich hoffe, den beiden geht es gut, obwohl so ein Kaktus nicht allzu anspruchsvoll ist. Auch was seltenes in anfangs erwähnten Zeiten wie diesen...


Jennifer Rostock »Schmutzig schmutzig« (»Der Film«, 2009)