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25.01.2020

Bigfoot - Der Blutrausch einer Legende

Im Original, produziert 2012, hörte auf den Titel »Bigfoot: The Lost Coast Tapes«, was wesentlich besser zur Found Footage Handlung passte, als der alternative deutsche Titel auf Bild-Zeitungs-Niveau.

Journalist Sean hat mit Integritätsproblemen zu kämpfen, da er einem Schwindler auf den Leim ging, der angeblich einen Sasquatch (nordamerikanische Bezeichnung) gesichtet haben wollte. Als sich nun die Chance bietet, von einer weiteren Sichtung zu berichten, bzw. von einem Bigfoot-Jäger, der im Besitz eines toten Exemplars sein will, nutzt er diese Möglichkeit, skeptisch, aber mit dem Rücken zu Wand stehend. Beigleitet von einem Kamerateam macht er sich auf den Weg zur entlegenen Lost Coast, einem bewaldeten Küstenstreifen, mitten im Nichts. Dort angekommen spielen sich einige schräge Dinge ab... und dass Bigfootjäger reichlich seltsame Vögel sein müssen, ist auch so klar wie Sasquatch-Urin (wenn den jemand mal gesehen hat, hehe).



Man möge mir den Pipi-Vergleich vergeben, aber zum Film insgesamt würde mir noch ganz anderes Ausscheidungsvokabular einfallen. Das Found Footage Genre atmet seit seiner Erfindung nur sehr flach, selten, dass man mal was zu sehen bekommt, was nur ansatzweise innovativ wäre, aber dieses planlose Geruckel hier ist schon eine Herausforderung. Was nicht mal an der visuellen Umsetzung (gut, der Hauptdarsteller hat eine Mimik zum nicht gerne haben) liegt, vielmehr an den strunzdämlichen Dialogen dazu, die vielleicht irgendeiner Atmosphäre zuträglich sein sollen, dies aber eben nicht sind. Kleines Beispiel... breiter Waldweg, hellerlichter Tag. »Passt auf, wo ihr hintretet.« - »Ich bin direkt hinter dir.«... und so weiter. Also, nur für absolute Fetischisten behaarter Waldbewohner zu empfehlen. Der Rest kennt zig Bigfoot-Filme, die besser unterhalten. Bin direkt hinter euch. ;o)


Die Krupps »Vision 2020« (»Vision 2020«, 2020)

27.09.2017

Boggy Creek - Das Bigfoot Massaker

Hinterwäldlerhorror, 83 Minuten Spielzeit, Freigabe P18 - das deuten manche als Warnung, Feinschmecker als Empfehlung. Der Film stammt aus den USA, wurde 2010 veröffentlicht.

Jennifer erbt eine Hütte in einem texanischen Boggy Creek von ihrem Vater. Zur Einweihung fährt sie eine Woche dort hin, begleitet von ein paar Freunden. Die Einheimischen erzählen von einem Monster, das Männer tötet und Frauen verschleppt. Natürlich kümmert man sich nicht um solches Geschwätz und stürzt sich voller Freude in einen entspannenden Urlaub inmitten wilder Natur. Mal ehrlich, ein paar Bierchen, Wasser, Wald - was kann da schon schief gehen?!



Bei Filmen, die frei bei den einschlägigen Anbietern zu sehen sind (in diesem Falle bei YouTube), erwartet man ja standesgemäß nicht zu viel Qualität. Und von echter Qualität im Wortsinn ist man auch eine größere Fußtapse entfernt, aber, man möchte ja nicht nur meckern, dieser Film hat seine Vorzüge, die da Kurzweil und ein stimmiges Szenario bei eingangs schon erwähnter kompakter Dauer wären. Das ist ja schon mal was. ;o)

Zeal & Ardor »Children´s Summon« (»Devil Is Fine«, 2016)