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11.11.2012

Leonora und der Kolibri

Stöberte gerade durch die Archive des Channel666 und stieß auf eine Abschrift aus den literarischen Untiefen des Jungautors Hans Uwe M. B., welche vor Jahren (ziemlich genau vor 6) auf der heimischen Webpräsenenz eine Urveröffentlichung erfuhr.

Zu gut, oder zu schlecht - darüber werden folgende Generationen zu richten haben - um nicht an dieser Stelle wiederveröffentlicht zu werden. Viel... damit! ;o)


Iron Dogs »Razors Of Doom« (»Cold Bitch«, 2012)

»Geh noch nicht!« sagte Leonora zu Feldmarschall Kolibri. Dieser hielt einen Moment inne. Wie schön sie doch war! Doch hatten die Medikamente Nebenwirkungen? Oder waren ihm beim Kennenlernen, damals, vor drei Jahren in Neapel, ihre Kotletten nicht aufgefallen? Nun lag sie da und bat ihn zu bleiben. Ausgerechnet jetzt!

Die Mutter schrieb letzte Woche einen Brief. Er hätte ihn lesen sollen. Stattdessen betrank er sich fürchterlich und sinnlos mit deutschen Soldaten und warf die Zeilen seiner eigenen Mutter in den Kamin. Nun auch noch Leonora. Soll ein Mann in solchen Momenten ein Mann sein? Wann ist er ein Mann? Wenn er Mensch ist? Wenn Soldaten Männer sind, Männer, die saufen und grölen, sind sie dann Menschen? Er sank in der Ecke des Zimmers zusammen. Zwei Stunden lang.

»Tut mir leid...« brachte er mehr geflüstert als gesprochen über die Lippen, welche darauf hin zu Leonoras fiebrig heißer Stirn glitten um ihr einen letzten Kuss, ein au revoir zu geben.

Zwei Wochen später war er tot. Erschossen. Leonora starb, mittlerweile schwer von Syphilis gezeichnet, 1679 nahe Suhl, auf das Zischen der Guillotine wartend, an einer Lungenentzündung.


Stygg Sylt »Emelia (Instrumental)« (»Emelia« EP, 2011)

22.10.2011

Unsterblich/Immortal

Bug´s Hosentaschenwörterbuch DEU-ENG/ENG-DEU, Seite 4: Immortal=Unsterblich.

Da berichtet die Sächsische Zeitung (lesen wir hier) über eine Art Flashmob im schönen Stolpen. Es marschieren in schwarzen Klamotten, mit weißen Masken, 150 Leute durch den Ort mit der berühmten Burg. Fackellicht, hier und da ein Sprechchor, freilich gut angebräunt, das ganze mitgefilmt, mit ein bisschen düsterem Soundtrack unterlegt - heute basteln wir uns einen Aufreger...



Da laufen sie nun, die selbsternannten Unsterblichen. Die Bevölkerung (immerhin ist der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge für seine schwarze, mit braunen Ausschlägen gewürzte Wahlmentalität bekannt) schwer erstaunt über derartige Umtriebe. Nicht, dass solcherlei Mummenschanz vor dieser Art politischer Beweggründe begrüßenswert sei, aber es verwundert dann doch, dass es jemanden verwundert. Bei aller Liebe, warum setzt sich Rechts eine Maske auf? Weil sich Links auch ein Tuch um die Kapuze bindet, bevor die Mülltonne brennt, weil der Dynamo-Schal vors Antlitz geschoben wird, wenn demnächst nach dem verlorenen Pokalspiel gegen Dortmund die Raststätten gen Dresden zur Sau gemacht werden - man will einfach nicht erkannt werden. Das nähme der Sache den Zauber und würde manchen zur Zurückhaltung bewegen.

Ich hoffe, man versteht mich nicht falsch, wer diesen Blog allgemein, oder mich persönlich kennt, weiß, wo der Hase lang läuft (bzw. Bartel den Most her holt, der Frosch die Locken hat, oder sonstwas), aber dieser pseudoschockierte Aufschrei wirkt doch noch lächerlicher, als die Aktion an sich. Zumindest für meinen bescheidenen Geschmack. Demokratie ist immerhin, wenn alle mitmachen, aber trotzdem keiner zuhört.

Nun finde ich gerade nicht die passenden Worte, meine erste Assoziation auszudrücken. Kurz gefasst war es so: Unsterblich=Immortal, Masken=Immortal, Feuer=Immortal (»Diabolical Fullmoon Mysticism«-Cover!), Stolpen=Blashyrkh, oder so... ergo:


Immortal »One By One« (»The Seventh Day Of Blashyrkh« DVD, 2010)

Natürlich haben wir das vorhin gleich ausdiskutiert und der enspannteste aller Freizeitphilosphen hat auch eine Meinung dazu...


In diesem Sinne, nicht erschrecken, wenns um die Ecke flackert. Erst mal gucken, welche Farbe die Gesichtsbedeckung wirklich hat! <;o) Könnte ja auch eine Demo für oder gegenwas anderes sein...

01.08.2011

Gehirnwasserabsenkung durch Regenwasser ;o)

Die feuchtfröhliche Regenphase ist mal wieder ein willkommener Anlass mit einer Tasse dampfenden Instantkakaos hinter der schützenden Scheibe zu hocken und einen der drei Bände der Gedichtsammlung »Reziproke Gedanken zum Kumulus« des geschätzten Jungautors Hans Uwe Meyer-Bug zur Hand zu nehmen und ein wenig darin zu blättern. Passend zum dräußigen Niederschlag fand ich folgende Ode, welche ich hier in voller Länge und Pracht wiedergeben möchte.

»Der Regen«

Der Regen
feige, nass und hinterlistig
macht Schuhe nass
und Hosen mistig

Lässt Flüsse bersten
Igel Tropfen
versaut die Ernte
spült fort den Hopfen

Hilft Schnecken,
Mücken und Gewürm
Liebling, halt doch mal
den Schürm

Dem ist nicht viel hinzuzufügen, zumindest so wenig, dass es nicht lohnen würde, dies hier und jetzt zu tun. Mittlerweile fehlt die Sonne seit Wochen, was gerade für Hautkrebsallergiker auch eine Alternative darstellt. Ein lebenserfahrenes Familienmitglied berichtet heute noch gern darüber, dass es früher, also ganz früher, mal drei Tage gegeben habe, an denen gar kein Wetter gewesen sein soll. Das wäre wirklich mal interessant und erlebenswert. War aber wahrscheinlich in der »schlechten Zeit« und wollen wir die deswegen noch mal in Kauf nehmen? ;o)

Passend zu allem: noch ein bisschen Strandmusik... ;o)


Dir Roten Rosen »Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu-Strand-Bikini« (»Never Mind The Hosen Here´s Die Roten Rosen«, 1987)

24.12.2010

Frohes Fest!

Allen 666tausend Lesern dieses Blogs sei hiermit ein verrücktes Fest und ein nüchterner Weihnachtsmann gewünscht!


Die Wallerts »Lass die Finger vom Weihnachtskalender!«
(»Lass die Finger vom Weihnachtskalender!«, 2008)


Weihnachtsmann du alter Sack,
Komm zu uns mit Geschenken,
Sei schnell,
soll keiner denken,
der Alte ist nicht mehr so hell.

Zieh die Schuhe draussen aus,
Lass dir das raten,
Mutti hat grad frisch gewischt,
die Gans gebraten,
und uns Glühwein aufgetischt.

Schampus ist im Eisfach,
trink ihn aus, nur keine Hast,
die Schöbel-Platte auf dem Teller,
und wenn uns ein Geschenk nicht passt,
sperr´n wir dich in den Keller.

(kleiner Auszug aus »Ode an den Weihnachtsmann in 73 Akten« von
Hans Uwe Meyer Bug)

08.10.2010

keine Gitte, aber Bier, dafür auch schlechtes und auch noch Alejandro

Ich nehme es der Nation Dänemark persönlich krumm, dass ich keinen Sacond Hand-Laden finden konnte, der mir preiswert eine original dänisch gesungene Gitte-Vinylpressung überläßt. Das muss doch möglich sein, so klein ist Kopenhagen nun auch wieder nicht. Plattenläden ja, die neue Volbeat hoch und runter und auch sonst alles mögliche. Aber keine Gitte. Aber dank Netz, hol ich das jetzt selbst nach. Im örtlichen Radio scheint man sowas zugunsten von Alejandro & Co. auch zu ignorieren.


Gitte Hænning »Hollywood drømme« (1978)

Bin auch ordentlich bierfündig geworden, doch zum Erstaunen meines Gaumens und des Gesamtkörpers war verflucht viel widerliche Schlurkse (wie einer unserer aufmerksamen Mitarbeiter jetzt herausfand, ein echtes Unikat, hehe...) dabei. Na ja, der Wissenschaft zuliebe läßt man auch das über sich ergehen.

Nebenher wurden diverse Nobelpreise vergeben. Keiner für uns, aber was soll´s, gab halt wichtigere Dinge. Warum bei der Vergabe des Literaturpreise allerdings der allseits geschätzte Jungautor Hans Uwe Meyer Bug und dessen neueste Klappbroschüre »Sibiriens Tierwelt - Wo dem Igel fast das Glied abfriert« ignoriert wurde, weiß man nicht, will es aber auch gar nicht wissen.

Nu is aber gut für heute, kaum liegt Netz an meiner erbärmlichen Mobiltechnik an, fange ich auch umgehend an zu labern, was das Zeug hält. Obwohl: der Platz ist da. Andererseits: Lass ich´s lieber sein für heute, könnte ja auch noch einen gemütlichen machen... Mach ich!

Gut´s Nächtle zusammen, oder Godnat, wie der Däne sagt!

11.10.2009

Inachis io

Das Tagpfauenauge (Inachis io) ist laut Hans Uwe Meyer Bug´s Taschennaturenzyklopädie »Lebensraum linkselbischer Auwald« Beispiel dafür, dass...

»...ein Schmetterling augenblicklich seine Attraktivität ins Negative verkehrt, sobald er auf eine, sich mit 150km/h oder mehr, ihm in entgegenkommender Richtung nähernde, Windschutzscheibe prallt.«

Deshalb, und das ist sehr unterstützenswert, fordert er auch, als Mann des klaren Wortes gewohnt eindeutig: Tempo 130, der Natur zuliebe!

27.07.2009

Zum Wochenstart

Noch schnell was philosophisches zum Wochenstart.

Die Anzahl der Gesamtbevölkerung Deutschlands nimmt ab,
das Gesamtgewicht aber bleibt.

Das kann man so stehen lassen und wer´s nicht glaubt, kann´s beobachten. Schließlich werden die Textilien gerade jetzt im Sommer wieder sparsamer und enger getragen. Das Zitat stammt nicht von mir, auch nicht vom allseits für die Goldene Feder von Teplice vorgeschlagene Hans Uwe Meyer Bug, sondern einem anderen, unbekannten Freizeitdenker.

So und nun husch, ab in die Produktion!

Schöne Woche...

30.05.2009

Schlagwörter

Es muss ein Zeichen von Qualität sein, wenn in diesem Blog »Britney Spears«, »Hans Uwe Meyer Bug« und »Bier« zu gleicher Anzahl als Schlagworte auftauchen.

09.05.2009

Ein Gedicht

Aus dem unlängst erschienenen sakralen Gedichtepos »Ward es Licht?« (in der Sammler-Ausgabe in stilechtem Hahnhodenledereinband) des, besonders von den Frauen verehrten, Hans Uwe Meyer Bug, können wir hier einen kleinen Auszug präsentieren, welcher diesen Blog in eine neue, quasi proliterarische Sphäre katapultiert.

Neulich hab ich Gott getroffen
Und mit ihm um die Wette geseoffen
Nun kann ich eines sagen
Er hat einen schwachen Magen
Es war wirklich widerlich
Denn er trank mehr Bier als ich
Nur hat er´s nicht vertragen

DAS hat Weltniveau!

06.05.2009

Letzte Worte am Mittwoch

»Tage wie dieser sind der Super-GAU für meine, ohnehin schon erstaunlich erbärmliche Arbeitsmoral.«
(Hans Uwe Meyer Bug)

PS: Hier (also im genialen Channel666-Blog) sieht man übrigens, dass auch die Damen technisch höchste Begabungen aufzeigen. Damit liegen wir im postemanzipatorischen Zeitalter sehr weit vorn. Wat sind wir auch für gude Jungens!

Guts Nächtle!

24.04.2009

Abgründige Tiefgründigkeit

Jüngst sagte ein junger, aber nicht hoffnungsloser Philosoph (nicht der allseitsbeliebte Hans Uwe Meyer Bug!) bei der Südbesteigung des Liliensteins:

»Früher lag die Macht in den Händen der Arbeiterklasse.
Heute liegt nur noch die Arbeit in den Händen der Arbeiterklasse.«

Geniale Erkenntnis!

In diesem Sinne, schönen Arbeitstag & Gruß an Minimi!