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09.09.2021

Blind Alley

Heute haben wir eine kolumbianisch-spanische Co-Produktion auf dem Teller, der komplette deutsche Titel nennt sich »Blind Alley - Im Schatten lauert der Tod« (im Original »El Callejón«, was die Gasse bedeutet und auch ausgereicht hätte). Gedreht wurde das Ganze im Jahr 2011.

Star der Handlung ist Rosa, ein Zimmermädchen, dass von einer Karriere als Model träumt (wer tut das nicht, huar...). Als sie eines Tages Feierabend macht, will sie auf dem Rückweg nach Hause noch ein paar Klamotten in einem Waschsalon reinigen. Dieser liegt in der namensgebenden Gasse, welche ziemlich gottverlassen scheint. Aber so ganz allein ist man ja nie...



Klingt nach wenig Inhalt, aber mehr zu erzählen würde bedeuten zu spoilern. Es lohnt sich auf jeden Fall, den Film zu schauen. Er hat teilweise etwas von einem Kammerspiel, da der Waschsalon als Hauptschauplatz natürlich begrenzt ist, aber alles wirkt mit Liebe zum Projekt gemacht. Von den Protagonisten über die Kulisse, bis hin zur Handlung, die, soviel darf verraten werden, zum Ende hin noch einen gewaltigen Schlenker hinlegt, was diesen Streifen zu einem kleinen Edelstein macht.


Bloodsucking Zombies From Outer Space »Pig Hunt« (»Shock Rock Rebels«, 2021)

01.08.2018

Let Me In

Bei diesem Film handelt es sich um das 2010er Remake des schwedischen Originals »So finster die Nacht«. Wie das immer so ist, wenn irgendwas im europäischen Kino funktioniert, ertragen das die Amis nicht im Original, aber sei´s drum, das ist nicht neu, am Ende zählt das Ergebnis.

Als erstes liegt ein, im Gesicht völlig verunstalteter, Patient in seinem Krankenbett. Also nicht all zu lang, dann liegt er im Schnee. Alles, was er hinterlässt sind ein geöffnetes Fenster und ein Zettel, auf dem I´m Sorry Abby steht. Danach springt die Handlung 14 Tage zurück.

Der zwölfjährige Owen hat es nicht leicht. Er ist überaus schüchtern, wird in der Schule drangsaliert (bekanntes Gesicht: Dylan Minnette, Genrefreunden vielleicht aus »Don´t Breathe« oder auch »Tote Mädchen lügen nicht« bekannt - man kommt mitten im Film immer so schwer auf so was) und lebt bei seiner Mutter, einer alkoholkranken Religionsfanatikerin.
Eines Tages zieht ein Mädchen mit ihrem vermeintlichen Vater in das Haus. Aber die ebenfalls 12jährige und barfüßige (es liegt eine gute Schneedecke, den ganzen Film über) Abby sagt, sie könnten keine Freunde werden, weil dies eben so sei. Sie werden es doch. Beim Versuch mit seiner neuen Freundin Blutsbrüderschaft zu schließen, entdeckt Owen, dass das Mädchen anders auf Blutstropfen reagiert, als der normale Rettungssanitäter.



Nun muss ich zu meiner Schande gestehen, das Original noch nicht zu kennen. Was der Qualität dieses Films keinen Abbruch tut. Insgesamt nur punktuell blutig, auf stereotype Vampirklischees wird verzichtet, die Auflösung offenbart sich auch beizeiten, dennoch bleibt es irgendwie spannend bis zum Schluss. Dazu stimmungsvolle Bilder und knuffige Charaktere - sehr schön!

Kaseva »Kevät« (»Kun maailma elää«, 1976)

15.05.2017

Priest

»Der Krieg ist lange vorbei.« - »Er ist nicht vorbei! Nicht für mich.«... Wer solche Dialoge high end findet wird »Priest« lieben! Und obwohl der namensgebende Priester gegen Vampire kämpft, die nichts mit den klassischen Spitzzähnchen gemein haben, sondern eher mit Zuul aus Ghostbusters, handelt es sich hier eher um einen mystischen Endzeit-Film in Orwellscher Kulisse.

Nachdem die Menschheit den entscheidenden Kampf gegen die Vampirmonster gewonnen hat, hausen die Sieger unter totalitärer Aufsicht von Mutter Kirche in finstern Megacities. Die Kaster der Priester, einst für den Kampf ausgebildete Elitekämpfer, fristet ihr vermeintlich überflüssiges Dasein im Untergrund. Vermeintlich deshalb, wir ahnen es, weil sich die Vampire eben doch formieren und der Kampf noch lange nicht vorbei ist... Dazu kommt noch eine Entführung und fertig ist der Stoff für diese Art von Film.



Um es kurz zu machen (da wir uns ja an dieser Stelle eher mit einer anderen Art von Gruselfilmen beschäftigen): Der Film ist sehenswert, weil er handlungstechnisch völlig überzogen ist, genügend Tempo, schöne Effekte, eine abgefahrene Vampirinterpretation hat und es einfach geil aussieht, wenn ein Motorrad einen entgegenkommenden Zug zur Explosion bringt. ;o)

Ghost »Bible« (»Popestar«, 2016)

19.07.2011

langohrig & spitzzähnig (manchmal auch hufeisennäsig)

Am Carolaplatz steht ein Haus. Das soll abgerissen werden. So weit, so gut. Doch nun kommt´s dicke (kommt´s dicke ist hierbei sowas von doppeldeutig, hehe)! Laut eines Artikels, zu lesen bei SZonline (klickklack!), fanden Freunde der feinen Architektur, oder auch Naturschützer, Spuren von Fledermäusen. Spuren? Ja, Kot, Kacke, eingetrocknete Fledermausscheisse!!!

Das stell ich mir so vor: »Oh, Sören, was steckst du dir denn da in den Mund, sind das über dem Scheiterhaufen getrocknete Preiselbeeren?« »Nein, Mama, daff iff Fledermausberg, luftgetrocknet, mamam!« »Iiih! Wie ekelig bist du eigentlich, obwohl - warte mal - so schlecht ist das gar nicht, guter Sören, damit retten wir ein Haus!« »Mamamam!«

Nun ja, ein Parkplatz für das Regierungsviertel soll anstelle des schmucken Plattenbaus entstehen, davon kann man halten, was man will. Aber wieder mal Fledermäuse, das ist schon seltsam. Langohren diesmal, keine kleinen Hufeisennasen. Ich sage euch, sie sind unter uns, Drježdźany ist ein verfluchtes Vampirnest!

Na dann, gut´s Nächtle und: Zähne putzen nicht vergessen! Ein Anruf bei Edgar Frog kann jetzt nicht schaden... ;o)


Moonspell »Vampiria« (»Wolfheart«, 1995)

28.01.2011

5 Fotos

Hier nun noch ein paar Paris-Bilder. Die funktionieren im Gegensatz zu einigen vorherigen Posts garantiert beim ersten Versuch. ;o)

Arcades des Champs Élsyées

Tour Montparnasse

Moulin Rouge

Eiffelturm

Sacre Cœur (von innen nach außen geguckt)

PS: [kalterSchauerAN] Wenn es auch gar nichts mit den Bildern zu tun hat, aber ist schon mal jemandem aufgefallen, dass der Großvater aus Gilmore Girls und der Opervampir aus The Lost Boys ein und die selbe Person sind? [kalterSchauerAUS]

27.11.2010

Lost Boys: The Thirst

Edgar Frog is back! Grund genug um die Videothek ums Eck aufzusuchen.

Die Story: Eine Autorin, die romantische Vampirromane schreibt, wendet sich hilfesuchend an den größten Vampirjäger Kaliforniens, der seinerseits etwas abgefuckt und vor allem in Geldnöten zu sein scheint. Vampire hätten ihren Bruder entführt. Zufällig findet kurz darauf ein Rave auf einer benachbarten Insel statt und Frog findet mithilfe seiner Freundin, einer Buchhändlerin heraus, das der entführte Knabe dort wahrscheinlich geopfert werden soll. Also rückt man nach anfänglicher Zurückhaltung doch in Mannschaftsstärke bei dieser Veranstaltung ein. Unterstützt wird Edgar (der ja, wie man im zweiten Teil »The Tribe« erfuhr, mittlerweile zum ehrenwerten Online-Priester geweiht wurde) diesmal u. a. von seinem Bruder Alan Frog (Originaldarsteller, wie auch 1987: Jamison Newlander), sowie einem dämlichen TV-Star, welcher sonst in Reality-TV-Shows zum Schein Alligatoren und Grizzlys meuchelt, und dessen Assistenten.

Klar, der Film verfügt nicht über das Budget des Klassikers aus den Achzigern. Aber in seinen verbraucherfreundlichen Spieldauer von 78 Minuten bietet er jede Menge gut abgehangenen Humor, zitiert die vorangegangen Teile, zollt dem verstorbenen Corey Haim in Form einiger (wenn auch ein bisschen kitschig sentimentalen) Rückblenden Respekt und ist ansonsten einfach nur unterhaltsam. Gäbe es neben meinem DVD-Player einen Popcorn-Stand, dazu hätte es gepasst. Und weil von den teilnehmenden Personen keiner mehr im ganz großen Filmgeschäft anzutreffen ist, dürfen wir uns sicher auf einen vierten Teil freuen?! Bitte, dürfen wir!? ;o)

Der Trailer...



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Im Gegensatz zu dem anderen Mist, den ich gestern erwischte, gaaanz großes Kino! ;o)