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03.05.2012

literarisches Feuerwerk


Der Channel666 verbrannte am Wochenende Bücher, nee, entzündete eine symbolische Fackel als Sympathiebekundung für die Autoren dieser Welt!

Oha, welch literarisches Jahr! Erst macht Günter Grass das beliebte Medium der reimlosen Politdichtung zum Stammtischgespräch (was auch immer Marcel »...dieses ist... politisch und literarisch wertlos...« Reich Ranicki davon halten mag), dann veröffentlicht ein verunglückter Kandidat einer der angestaubtesten TV-Shows des deutschen Fernsehens seine Memoiren (immerhin, vor dem Sturz auf die Omme kannte ihn keiner, währenddessen fiel er in Ohnmacht und danach war er schon vergessen) und stürmt damit, der deutsche Leser ist aber auch wirklich ein Gourmet, die Bestsellerlisten und nun veröffentlichen die dafür zuständigen Staatsorgane der USA auch noch die Tagebücher des Osama bin Laden. Hatte der eigentlich Zeit zum Schreiben, wo sie ihn doch so unbarmherzig gejagt haben? Man weiß es nicht, will bloß mal nachfragen, nicht, dass sich nachher noch rausstellt, dass die Tagebücher womöglich unecht sind... Nur weil »OBL« vorn draufsteht, ist ja nicht gesagt, dass es tatsächlich die Aufzeichnungen des bärtigen Weltfeindes Nummer eins sind. War ja schon mal was mit »FH« und so...

Hier sehen wir ein paar Bäume des deutschen Waldbestandes. Hoch mögen sie leben!

Da verkommen die Notitzen unseres ehemaligen Staatsratsvorsitzenden und dessen violetter Gattin glatt zur Randnotitz.

Es lebe der deutsche Wald! ;o)


Running Wild »Diabolic Force« (»Gates To Purgatory«, 1984)

06.04.2012

die Rotzbremse des Schreckens ;o)

Da hat sich Günter Grass (mit SS hinten, gelle) ja ein Ei (entschuldigense bitte das eher flache Bildnis, welches aber österlich bedingt kaum unbenutzt bleiben konnte) gelegt. Ein Gedicht über Israel, nein gegen Israel sollte es sein, geschrieben mit letzter Tinte (O-Ton des Maestros) und, kawumm, mit der Intensität eines tollwütigen Bienenschwarmes senkt sich Kritik aus allen Himmelsrichtungen auf seinen alten Schnauzbart, wer hätte das gedacht.


Was man von seinen Ansichten auch halten mag, die manch einer sicher als ganauso unnötig, wie exportierte und vom Steuerzahler teilfinanzierte Atom-U-Boote empfinden wird, interessant ist so was immer wieder, es legt das Kryptonit der deutschen Volksseele blank. Danke, Herr Grass, es gab wieder mal was zu lachen, es muss ja nicht zwangsläufig lustig sein, wir sind mit wenig zufrieden! Mahlzeit! ;o)


Nattefrost »Terrorist« (»Terrorist, Nekronaut Pt. 1«, 2005)