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17.12.2017

▶ Ministry // Antifa

Hab nicht Buch geführt, aber wie oft wollte Onkel Al Ministry schon mit Erde bedeckt haben? Wie auch immer - im Frühjahr nächsten Jahres gibt´s ein neues Album.

Ministry »Antifa« (»AmeriKKKant«, 2018)

12.04.2016

Böhmermann im Porzellanladen

Das omnipräsente, wie die letzte Schlacht auf Erden gefeierte, Thema dieser Tage ist wohl Jan Böhmermanns Schmähgedicht (gute Chancen zum [Un-)Wort des Jahres?) über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Und nun, wo praktisch alle relevanten und nicht relevanten Personen ihre Meinung dazu geäußert haben, möchte ich an dieser Stelle auch noch ein Löffelchen Senf reichen...

Mal abgesehen davon, ob man Böhmermanns Verse nun qualitativ berauschend oder eher abführend findet und die Frage, was Kunst, respektive Satire hierzulande darf und was eben nicht, stellt sich nur die Frage, wie sehr sich die Landesoberen zum Gespött machen, überhaupt darauf zu reagieren. Natrürlich gibt´s Paragraphen, hier wie da, die solch blasphemisches Bohei nicht gutheißen. Aber so ein Akt, wegen einer Aufführung eines Komikers auf einem Sender, den die Meisten wahrscheinlich nicht mal empfangen können? Hat Erdoğan vielleicht irgendein Zusatzpaket zum normalen Antennenfernsehen gebucht, oder am Ende womöglich das komplette Sky-Programm in HD? Schon klar, dass ein Präsident, in Zeiten wie diesen, wo der Grat zwischen Schurkenstaat und Bündnispartner von einem Tag auf den anderen ohne dicke Brille manchmal kaum auszumachen ist, abends auch mal mit runtergekrempelten Socken am heimischen TV-Gerät ein bisschen rumzappt um abzuschalten, denn schließlich hat er tagsüber genug Probleme an der Backe. Aber dann sollte er sich entspannt schlafen legen und am nächsten Morgen gefälligst mit bester Laune wieder zur Tagesordnung übergehen. Machen Millionen Fachkräfte jeden verfluchten Tag so. ;o)

Und weil gerade nichts anderes zur Hand ist, widmen wir uns im abschließenden musikalischen Beitrag dem neuen Projekt von Ministry´s Al Jourgensen, so bunt, hektisch und verwackelt wie eben jenes Thema. Uncle Al würde sich darüber sicher beömmeln. Ich schick ihm gleich ne Mail...

In diesem Sinne: danke für die Aufmerksamkeit & Şerefe!

Surgical Meth Machine »I Don´t Wanna« (»Surgical Meth Machine«, 2016)

31.05.2014

Wicked Lake

Die deutsche Fassung wurde gegenüber dem amerikanischen Original um ein knappes Viertelstündchen geschnitten, was angesichts der Qualität des Films fast dankbar entgegen zu nehmen ist (wer trotzdem gerade 81 Minuten zu verschenken hat, kann sich diesen Hirnriss u. a. bei YouTube ansehen). Selten so einen Rotz gesehen...

Die Story ist schnell erzählt, wobei man sich schon hier fragen muss, was das alles soll. Wir lernen Kunststudenten Caleb kennen, der reichlich einen an der Waffel zu haben scheint, sich aber in ein Aktmodel seines Kunstkurses verliebt. Die hübsche Lady gehört zu einer WG, bestehend aus weiteren 3 Mädels, welche manchmal mehr oder weniger nackt, scheinbar immer bekifft durch die Kulisse stolpern und dauernd so bahnbrechende Sachen wie »wooh!«, »yeah!« oder auch »hu!« zwischen ihr debiles Dauerkichern streuen. Diese jungen Damen woohyeahen sich also am Wochenende in Richtung Einöde, der Wicked Lake ruft. Dort kreuzt dann promt Caleb mit seinen Brüdern auf. Der eine ein gewalttätiger Hirni, der andere ein gehirnloser Gewalttäter und noch eine skurrile Gestalt im Rollstuhl und schon fangen sie an die Damen zu traktieren, aber wehe, diese sind unsterblich und ab Mitternacht auch noch blutsaugende, körperfressende Hexen. Das könnte einen gewissen Witz oder so was beinhalten, tut es aber nicht.



Also, um es noch mal zusammenzufassen: Rotz, Murks, Soundtrack by Alien Jourgensen...

Al Jourgensen? Jaaaaa!

In erwähntem Kunstkurs, als Caleb seine Angebetete malen soll, sieht man einen Typen, von dem man denkt: da haben sie sich aber von Al Jourgensen inspirieren lassen... Er ist es wirklich! Und wie wir im Vorspann erfahren, hat er diese Rohstoffverschwendung gleich mit einem ganzen Soundtrack versorgt. Klasse, Onkel Al! ;o)

Ministry »Radar Love« (»Cover Up«, 2008)