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15.09.2012

Livid

Heute wieder was Deftiges vom Videotresen, einer Produktion aus Frankreich mit Namen »Livid« (original hängt noch ein e dran, also »Livide«). Und ja, natürlich hat der Streifen auch noch einen bescheuerten Untertitel verpasst bekommen, »Das Blut der Ballerinas«, wofür er aber nichts kann.

Lucie (Chloé Coulloud) beginnt als Krankenpflegerin alte Leute daheim zu pflegen. Eine davon ist eine Deborah Jessel, eine ehemalige Tanzlehrerin, welche, bildhaft wirklich genial dargeboten, im Koma, angeschlossen an ein Beatmungsgerät und Bluttransfusionen, vor sich hin vegetiert. Ihre Ausbilderin berichtet der lieben Lucie vom Reichtum der alten Frau und erwähnt auch noch einen versteckten Schatz im mächtig großen Haus. Und was macht man da? Genau: man kommt nachts mit zwei Freunden wieder und bricht in besagtes Haus ein.

Natürlich etwas hanebüchen, aber irgendwie müssen die Akteure ja in die Kulisse installiert werden. Ab da nimmt der Film dann auch eine gewisse Fahrt auf, denn, o weh, o weh, man ist natürlich nicht ganz allein im Haus und der Schatz ist auch nicht etwa ein schnöder Haufen von güldenen Talerchen.



Das eigentlich geniale sind aber nicht etwa die hin und wieder eingesetzten deftigen Splattereffekte, sondern die echt gelungenen und einfallsreichen Bilder, die teilweise mit einfachsten Mitteln oder halbwegs surreal angehaucht punkten. Gegen Ende bekommt der Film dadurch noch mal einen leicht esoterischen Schlenker, was ihn aber nicht minder sehenswert macht.

Hat mich persönlich begeistert und sei hiermit wärmstens weiterempfohlen! Links zu Blairwitch.de und zu Wikipedia.

Und weil es so schön ist, soll dieser Blogeintrag auch mit einem schönen Lied enden. Wollte ich schon lange mal posten, steht bei mir in der ewigen Playlist ziemlich weit oben... das ganze Album ist eine absolute Lieblingsplatte! ;o)


In The Woods »Heart Of The Ages« (»Heart Of The Ages«, 1995)

13.04.2010

Negură Bunget

Manchmal geht´s auch andächtig. Nicht, dass Negură Bunget je schlecht waren, aber was die neue Platte »Vîrstele Pamîntului« zutage bringt, ist echt schon sehr... atmosphärisch. Man hört zwar kaum noch, oder eher selten den schwarzmetallischen Ursprung heraus, jedoch ist es meilenweit besser, als das, was so mancher überstudierte Weltmusiker im Leben je imstande wäre aufzunehmen. Sollte man sich selbst ein Bild machen.

Cover der aktuellen Scheibe

Ehe ich hier tonnenweise Clips einfüge, hier ein Link zu YouTube, den Suchbegriff schon eingegeben. Klickklack! Seit den völlig unterbewerteten In The Woods... (nur echt mit drei Punkten hinten dran, hehe) lange nicht mehr so eine abgefahrene Wald- und Wiesenmucke gehört... und das ist schon über ein Jahrzehnt her!

Noch kurz was zur Band: Gegründet wurde sie 1995 und stammt aus Timişoara in Rumänien. Es gab diverse Alben und EP-Veröffentlichungen, bis 2006 »OM« erschien, womit man erstmals im etwas größeren Stil abgefeiert wurde. Danach folgten diverse Besetzungswechsel bis eben 2010 »Vîrstele Pamîntului« eingezimmert wurde. Auf jeden Fall nicht nur dem beinharten Gitarrenfetischisten zu empfehlen!