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01.03.2013

gastrohistorisches auf dem Klosterberg

Originalgläser aus sozialistischer Produktion auf Sprelacart, ein Gesamtkunstwerk!


Wenn man so durch die schöne Lausitz streift, gibt es hier und da diese typischen Ausflugsgaststätten auf den Bergen zu finden. Gern aus grobgehauenem Stein gebaut, mit einer Terasse und einem Aussichtsturm, meist um 1900 erbaut. Nicht so auf dem Klosterberg, denn dort beendete ein Sprengkommando der Nazis 1945 diese Idylle.

Wenn man dieses Schild sieht, ist der wärmende Ofen und das kühlende Getränk nicht mehr weit.


Aber manchmal muss Altes weichen, um Neues entstehen zu lassen und so wurde Anfang der 1980er Jahre ein neues Lokal errichtet, weniger grobsteinig, auch ohne Turm, aber nicht minder charming! Das Besondere: man kann auch heute noch, über ein Vierteljahrhundert später, an Originaltischen aus Originalgefäßen trinken, oder sich das Ohr am Originalofen wärmen. Eine kleine Zeitreise zurück in die gastronomischen Untiefen der Deutschen Demokratischen Republik sozusagen. Dazu gibt es ein preislich mehr als faires Angebot an Speis und Trank.

Auch am Schankinventar lächelt dem Besucher der Charme längst vergessener Zeiten entgegen.


Also, hiermit wärmstens empfohlener Ausflugstipp, denn auch der Klosterberg an sich mit seinen Granitbrüchen und vielen Wanderwegen ist den Weg dahin schon wert!

Und weil´s so schön war, noch einmal... ;o)

Darkthrone »Valkyrie« (»The Underground Resistance«, 2013)

16.11.2011

Zeitreise schräg (Black Surf) ;o)

Feiertag. Zeit für die schönen Dinge des Lebens, wenn man nicht gerade büßen oder beten muss (da zahlt es sich natürlich aus, übers Jahr ein guter Junge gewesen zu sein!).

Also muss heute an dieser Stelle mal was gezeigt werden, was schon lange überfällig war. Irgendjemand, wer auch immer, irgendwie geht das aus keiner Quelle hervor, machte sich irgendwann mal daran ein paar Schwarzwurzelklassiker in einen waschechten Sechzigerjahre-Surf-Sound zu transformieren. Dies ist umso unterhaltsamer, wenn man die Originale kennt, funktioniert aber auch so prima!

Den Anfang machen The Darkthrones und »Californian Hunger« aus dem Jahre 1964 (Orignal »Transsilvanian Hunger« von »Transsilvanian Hunger«, 1994) .


The Darkthrones »Californian Hunger«

Dann hätten wir The Emperors mit ihrem Hit »I Am The Surf Wizards« (Original »I Am The Black Wizards« von »In The Nightside Eclipse«, 1994). Bei YouTube wird auch näher auf die Entstehung eingegangen (klick). So erfährt man unter anderem, dass die Protagonisten Rocky Samoth und Chip Ishahn 1959 an einem Strand in Kalifornien auf einander trafen. Und so weiter... Außerdem lassen wir das Plattencover hier mal eingeblendet, als Beweis dafür, dass ein amtliches Corpsepaint schon in den Sixties auch abseits der Indianerreservate salonfähig war.


The Emperors »I Am The Surf Wizards«


Natürich darf bei so was ein gewisser Charlie Vikernes und seine 1961 in Bergen, Kalifornien gegründete Band The Burzums nicht fehlen. Hier mit ihrem Hit »Dunkelheit« vom, in einem Bergener Surfshop aufgenommenen Album »Filosofem«, was auf englisch so viel wie »Surf´s Up« bedeuten soll. (Original »Dunkelheit« von »Filosofem«, 1996)


The Burzums »Dunkelheit«

Außerdem trafen sich ein 1964 ein paar lässige Typen in norwegischen Hawaiihemden (Räucherfisch-mit-Palmen-Motiv!) namens The Mayhems und namen das Album »De Mysteriis Dom Surfanas« auf, von dem wir uns hier »Surfin´ Moon« (Original »Freezing Moon« auf »De Mysteriis Dom Sathanas«, 1994 ) anhören wollen.


The Mayhems »Surfin´ Moon«

So, gleich haben wir´s geschafft, ist der Fundus quasi erschöpft. Zum Abschluss noch was deftiges. The Beherits aus Finnland in Kalifornien starteten in den 60ern um the most primitive, savage, hell-obsessed surf rock imaginable zu schaffen. Operation gelungen! Hören wir »The Surf Of Nanna« vom 1963er Album »Surfin´ Down The Moon« (Original »The Gate Of Nanna« von »Drawing Down The Moon«, 1993).


The Beherits »The Surf Of Nanna«

So, das wäre es fürs erste. Wenn es irgendwo auf diesem Planeten mehr davon gibt, muss ich es haben, haben, haben! Yeah! In diesem Sinne, man sieht sich... in, sagen wir mal einer halben Stunde, am Strand! (Gefütterten Bikini/Badehose nicht vergessen!) ;o)

23.10.2011

Down In The Boondocks

Wir wollten doch nicht mehrmals am Tag durch die Gegend posten. Na und!

Achtung, anschnallen, Zeitreise!

Seit Tagen in Dauerrotation im heimischen Abspielgerät und deshalb am späten Sonntag auch noch hier: Martin Gore mit einer frühen, wahrscheinlich schon längst vergessenen Coverversion. Wir merken uns: Auch wenn was anfault, für diesen Blog ist es gerade gut genug! ;o)


Martin L. Gore »Down In The Boondocks« (»Studio Tapes«, 1993)

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Nach neuesten Erkentnissen ist es wohl doch von Martin Gore und nicht von Depeche Mode und Mr. Gahan ist wohl auch nicht zu hören. Die »Studio Tapes« Compilation ist auch kein reguläres Album, eher, der Name ist Programm, ein Zusammenwurf diverser Demos des Meisters, unter denen sich auch »Down In The Boondocks« befindet. Dieses widerum stammt wohl aus den Sessions zur »Counterfeit« EP aus dem Jahre 1989. Wann er es wirklich aufnahm, konnte ich nicht rausfinden. Bei Discogs ist eine inoffizielle Vinylpressung namens »Goretrax« gelistet, auf der der Song ebenfalls zu finden ist, diese stammt aus dem Jahre 1985. Wie auch immer, das macht es ja alles nicht schlechter, hehe. Vielen Dank fürs mitwissen lassen! ;o)

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Das Original stammt aus dem Jahre 1965 und stammt von Billy Joe Royal (wenn mich meine Mutter nicht Octapolis genannt hätte, dann definitiv BILLY JOE ROYAL - was für ein Name!).


Billy Joe Royal »Down In The Boondocks« (»Down In The Boondocks«, 1965)

Ein Klassiker, als Vinyl noch Gold war (da kann keine Ratingagentur der Welt was dran rütteln)! ;o)

27.09.2011

1. Aussortierung Bremen Fotos

Als erstes mal ein paar andere Fotos von der Bremen Exkursion. Der Fotoapparat qualmte zeitweise vor Auslastung, aber soll er nicht jammern, der Arsch, wäre es kein Fotoapparat geworden.

Zu Ehren des SVW gebrautes Handgranätchen, welches gar nicht mal so übel mundete (Test hier). Nur den Erfinder der 0,33l-Abfüllung sollte man noch mal zur Rechenschaft ziehen, ist ja ne Seuche mittlerweile...!

T-Shirt-Motiv (bloß ein bisschen unsymetrisch zusammen geschnippelt, damit es nicht das einzige Hochformatbild dieser, ähem, Fotostrecke ist)

Nusochnsemo, wo gehdsn hier nach Aue?

Erzgebirge-Bremen, solcherlei Schabernack varängstigte den Mitreisenden Minimi, seines Zeichens Initiator der Initative Rettet den Wald im Erzgebirge - kauft beim Vietnamesen! dann doch...

Außerdem, ausschließlich, um den Forschungsauftrag des lieben til_o. wirklich ernst genommen zu haben, noch Bilder von zwei entdeckten Edeka-Filialen. Eine am Bahnhof und eine im Untergeschoss. ;o)

Wie schon berichtet, gabs keine sprechende Waage, nur eine etikettenspeihende. Wurden die Aufbaumilliarden nach der Wende tatsächlich so ungerecht verteilt? Verdammte Axt!

Filiale im Untergeschoss

Filiale am Bahnhof (einträchtig Tür an Tür mit, nein, nicht Alice, aber immerhin Aldi)

Den Rest des zutiefst seriösen Bildmaterials gibt es irgend ein anderes mal. Muss noch sichten... und zwischendurch auch mal schlafen, hehe... Weil wir heute (also, blogger.com zeigt gestern, es war aber heute früh, irgendwie scheint irgendeine Zeitzone fernab der unsrigen eingestellt zu sein, Zeitreise in Echtzeit meinetwegen, aber egal auch) schon im Jahre 1992 verweilten, gleich noch was nostalgisches hinterher.


Death In June »Little Black Angel« (»But, What Ends When The Symbols Shatter?«, 1992)


Zu guter letzt bleibt die Erkenntnis, so schön es im Norden war, dass zuhause nicht dort ist, wo ich den sprichwörtlichen Hut hinhänge, sondern genau dort, wo Freund Elvis hinkackt (wir sehen ein frühes Jugendfoto, heute ist er einen sportiven halben Meter lang, oder so...). ;o)

17.07.2011

8 Bit Geschrammel

Muss zwischen Frühstück und, ähem, Gänsebraten unbedingt noch was loswerden. Das hier:



Wer immer diese Göttergabe verachtbittete, es ist ein Traum! Gibt´s unzählige weitere Versionen verschiedenster Künstler bei YouTube... Da fühlt man sich doch glatt hinters Steuer einer Zeitmaschine gesetzt, im doppelten Sinne! ;o)

27.05.2011

Helmut und die BGL

Früher, also nicht nur zu Friedenszeiten, sondern offenbar auch noch kurz danach, aber auf jeden Fall, bevor Hornbach und Max Bahr die Weltherrschaft, oder zumindest die Makulaturtapete unter sich aufteilten, war es noch Usus, alte Zeitungen unter die Tapete zu kleben, um deren Festhaltevermögen an den Wänden zu verbessern. So spendierte man der Nachwelt ungewollt eine spontane Zeitreise.

Was man nicht so alles findet, wenn man mal ein bisschen Rauhfasertapete von der Wand fetzt. Muss ja nicht unbedingt die eigene sein. ;O)





Die Ärzte »Helmut K.« (»Ab 18«, 1987)

26.03.2011

Körniges by Kurt


Sie finden dieses Foto (wir sehen vermutlich ein Nest auf Rügen, wenn sich´s nicht täuscht) aus irgendeinem Grund ansprechend? Dann besuchen Sie den Fotoblog des Channel666-Übervaters Paradroid, welcher sich, den Fotoapparat im Anschlag, durch die Untiefen dieser Welt gräbt. Klicken Sie hier und staunen sie mächtig! Blog ab sofort auch dauerhaft rechterhand verlinkt.

Danke für die Aufmerksamkeit!

Und an was denken wir, wenn wir Fotos von der Insel Rügen sehen? Klaro, an die türkische Riviera! ;o)


Die Wallers »Antalya« (»Humppa in Berlin«, 2007)

Stunden später...
...stolperte ich noch über folgende Kooperation. Das Lied (eines von der Sorte, welches meiner bescheidenen Meinung nach ein eigenes Denkmal, wenn nicht gar einen von ihm inspirierten Vergnügungspark oder was ähnliches in dieser Größenordnung verdient hätte, aber ich schweife ab...) fand unlängst an dieser Stelle Erwähnung, hier also noch mal als Duett. Keine Ahnung, wer dieser Tommy Körberg ist, in Schweden sicher eine Größe, egal auch. The Ark wollen sich wohl in diesem Sommer auflösen, nicht so egal, obwohl, wie auch immer und überhaupt.


The Ark feat. Tommy Körberg »It Takes A Fool To Remain Sane«

Nun aber... gut für heute. Uhr wird diese Nacht vorgestellt, also schnell in die Heia! Wenn doch nicht, dann unbedingt bis zum Zeitpunkt der Umstellung wach bleiben, ganz dolle konzentrieren, vielleicht klappt´s ja diesmal mit ner kleinen Zeitreise. So was wie: Wären wir schneller die Treppen runtergesaust, könnten wir uns noch oben stehen sehen. Guts Nächtle!

23.07.2009

Donnie Darko

So, ich muß jetzt mal was loswerden. Vielleicht kennt ja der eine oder andere unserer höchstinformierten und total intellektuellen Blogbetrachter und -ersteller Richard Kellys Regiedebüt Donnie Darko. Gestern hatte ich nun einmal wieder das Mißvergnügen, mir von einem dieser ignoranten Oberflächlichkeitspraktizierer anhören zu müssen, der Film sei MIST.

Das ist schon ein sehr merkwürdiges Phänomen ... mir scheint, entweder haßt man den Film oder man findet ihn absolut spitze. Dazwischen gibt's irgendwie nix.

Nun ja, aus so gearteten Gesprächen hört man immer wieder heraus, daß der gemeine Donnie Darko-Hasser den Film nicht verstanden bzw. sich nicht an einer eigenen Interpretation versucht hat. Schade eigentlich. Ob das wohl daran liegt, daß die Handlung nicht geradlinig ist und man seinen Hirnschmalz ein bissel bemühen muß? Tja wer weiß.

Donnie Darko ist ...