Der ungarische Magnat Lajos Batthyány von Németújvár fand in diesem gewaltigen Mausoleum seine letzte Ruhe. Geboren wurde er 1807 in Bratislava (damals Pressburg), sein Ende fand er im Oktober 1849, als er in Pest erschossen wurde. Man setzte ihn vorübergehend in einer Krypta der Pester Franzsikanerkirche bei, 21 Jahre darauf fand ein feierliches Begräbnis im Mausoleum statt.
Das Pantheon der Arbeiterbewegung (ungarisch Munkásmozgalmi Pantheon) wurde 1958 vom Bildhauer Olcsai-Kiss Zoltán erbaut.
Die Inschrift hinter den Figuren bedeutet Sie haben für den Kommunismus gelebt, für das Volk (»A kommunizmusért, a népért éltek«). Es gab seinerzeit wohl ellenlange Diskussionen welche Personen in welcher Anordnung innerhalb des Mausoleums beigesetzt wurden.
Die jeweils drei Blöcke links und rechts haben auf der Vorderseite Reliefs, auf ihren Rückseiten Grabplatten. Allerdings sind tatsächlich nicht alle dort begraben, teilweise handelt es sich einfach um Gedenktafeln...
Der Kerepescher Friedhof (so der deutsche Name) in Budapest ist eine gewaltige Anlage, mit noch gewaltigeren Bauwerken, Mausoleen und Denkmälern. Sogar ein Sepulkralmuseum ist dort untergebracht. Deshalb werden wir diesmal sortiert nach Themen, anstelle der gewohnt gemischten Rundgangfotos vorgehen.
Als erstes eine Pyramide (zu der mir leider die Eckdaten, sowie der genaue Name fehlen), die zu Ehren der im ersten Weltkrieg gefallenen Menschen errichtet wurde. Sieht von weitem spektakulär aus, steht man einmal drin, quält Sichtbeton das Auge, aber irgendwas wird sich irgendwer dabei gedacht haben... ;o)