Solignano liegt am Taro in der Emilia-Romagna in Italien. Der zum Ort gehörige Friedhof liegt versteckt in den Bergen darüber (Adresse laut Google Maps unnamed road), an der Strada Provinciale 110, Richtung Gabelli. Unerschrocken, wie wir sind, näherten wir uns mit einem größeren Fahrzeug von der Bergseite, was in manchen Kurven oder gottverlassenen Dörfern zuweilen zu hochkonzentrierten bis zu kreidebleichen Gesichtsausdrücken führte. Also lieber vom Ort aus anfahren. ;o)
aus der Persepektive des italienischen Vogels ;o)
Dann verpasst man vielleicht die Aussicht von oben, bei der man feststellt, dass der Parkplatz davor größer ist, als der Friedhof selbst, was die Parklückensuche erheblich vereinfacht, zumal, wenn man wie wir, alleine vor Ort ist.
Me First And The Gimme Gimmes »And I Will Always Love You« (»Are We Not Men? We Are Diva!«, 2014)
Es gibt Filme, die sind wie überdimensionale Popcorneimer (alternativ anderes, persönlich präferiertes Genussmittel einfügen), in die man sich am liebsten kopfüber stürzen würde. Diese amerikanische Zombiekomödie stammt aus dem Jahr 2008 und ist so ein Exemplar.
Eine Highschool in einer Stadt, neben der ein Atomkraftwerk ist, feiert die Prom Night. Unglücklicherweise gelangt über die Kanalisation Radioaktivität in Form von Kraftwerksabfällen (Erklärung während des Films: die Scheiße ist keine Scheiße!) zum Friedhof und erweckt dort ein paar Tote zum Leben. Und dann, man kennt das, sausen diese munter durch die Kulisse, beißen andere und so weiter. Und wenn so ein Zombiebuffet wie eine Tanzveranstaltung hergerichtet ist, dann ist Gefahr im Verzug.
Klingt nach wenig Handlung? Genug für einen Zombiefilm, wenn er gut gemacht ist - und, wie eingangs erwähnt, das ist er. Hier werden scheinbar sämtliche Stereotypen amerikanischer Jugendfilmkultur integriert, es mangelt nicht an lockeren Dialogen, witzigen Einfällen und vor allem netten Splattereffekten. Dabei wirkt das ganze einfach leichtfüßig und kann somit bedingungslos weiterempfohlen werden! ;o)
Me First And The Gimme Gimmes »Nothing Compares 2 U« (»Take A Break«, 2003)
Folgenden Streifen wollte ich, falls ihn jemand noch nicht gesehen hat, schon lange mal empfehlen. Zu jeder Zeit gibt oder gab es Filme, die einfach aus der Menge weit herausragen, »Wrong Turn« ist fürs Backwood-Genre so ein Prachtexemplar, eine aus dem Jahre 2003 stammende US-amerikanisch/kanadisch/deutsche Koproduktion.
West Virginia, hinter den sieben Bergen und so weiter... Als der Highway dicht ist, beschließt eine Gruppe junger Menschen eine Abkürzung zu nehmen. Diese hat die Form einer mittleren Landstraße durch tiefe Wälder. Natürlich lernen sie unterwegs ein paar reichlich degenerierte Einheimische an.
Das ist grob umrissen die Handlung. Die schauspielerischen Leistungen sind weitestgehend okay (nur manchmal fragt man sich, ob Eliza Dushku schon zum Frühstück so finster guckt), besonders die Hinterwäldler sind mehr als gelungen. Besonders herauszuheben sind die Baum- und Turmszenen. Im Ganzen wirklich stimmig und gelungen.
Die angegebenen Produktionskosten (10 Millionen Dollar) wurden gescheit investiert, denn man hat einen Film geschaffen, von dem es seit Jahren immer mal wieder lauwarme Abziehbilder gibt, die ihm aber in Sachen Kulisse, Kreativität und Authentizität allesamt nicht das Wasser reichen können. Unbedingtes Pflichtprogramm (Gourmets greifen zur Uncutvariante, das was es da u. a. bei YouTube gibt ist kürzer, als der Film sein sollte).
Me Firstn And The Gimme Gimmes »Take Me Home Country Roads« (»Have Another Ball«, 2008)
Und ist der Friedhof noch so hässlich, so gilt die Binse, dass es irgendwas besonderes zu entdecken gibt. Auf dem Friedhof Blözen sind es Katzen. Immerhin! ;o)
Und, Highlight: 3x Katze auf einem Bild! ;o)
Me First And The Gimme Gimmes »Jolene« (»Love Their Country«, 2006)
Man kann zur Veranschaulichung des gestrigen Ergebnisses benutzen, was man will (wobei ja Chuck Norris angeblich mit zwei Händen 28 anzeigen kann!), der Haufen mit den sieben Toren ist schon ungleich größer. Was für ein Ding! Wer dieses Spiel miterlebt hat, kann sich Zeitzeuge auf die Visitenkarte drucken lassen und ist quasi qualifiziert, kommenden Generationen damit auf den Senkel zu gehen... Wisst ihr, damals, 2014, da hat Brasilien in der ersten Halbzeit schon fünfnull hintengelegen... Jaaaa, Opa! ;o)
Me First And The Gimme Gimmes »Straight Up« (»We Are Not Men! We Are Diva!«, 2014)
irgendein ominöser Remix von »Dominee Dimitri« (Original: De Klootzakken)
Vor langer, langer Zeit, als der Bupräsi noch gar nicht Bu- sondern »nur« Ministerpräsi war, erschien ein Sachbuch, in welchem unser lieber Oberindianer in einem wohlscheinenden Licht, ähem, beleuchtet wurde (guck hier). Hat er nicht selber geschrieben, nur Interwievs dafür gegeben, was ja auch schon mal aller Ehren wert ist. Problem dabei, und die hat der Christian momentan ja zur Genüge, ist, dass die Finanzierung (BWL-deutsch: das Sponsoring) etwas nebulös erscheint. Und, wie könnte es anders sein, Herr Wulff selbst hat natürlich keinen blassen Dunst von allem und damit wieder ein Problem, na gut, Problemchen, oder zumindest eine miese Schlagzeile mehr an der Backe.
Fragt man sich: Wer schreibt Bücher über Christian Wulff? Wer kauft und liest so einen Schund überhaupt? Warum stirbt für solche Druckerzeugnisse der heimische Wald? Fragen über Fragen, auf die sicher nicht mal der große Meister selbst eine Antwort wüsste...
Me First And The Gimme Gimmes »Heart Of Glass« (»Ruin Johnny´s Bar Mitzvah«, 2004)
PS: Wussten Sie schon, dass der amtierende Bundespräsident seine Mitgliedschaft bei ProChrist nur für die Dauer seiner Präsidentschaft ruhen lässt? Aber jetzt wirklich: Au Backe!
Ichwees, ich soll nicht immer nur Musikvideos posten. Aber ich muss... Zwang und so, Sie verstehen?! Diesmal Me First And The Gimme Gimmes mit ner Kofferversion von Mr. R. »Konnte ja nicht ahnen, dass die Alde erst dreizehn ist« Kelly. Die bekommen auch aus der schröcklichsten Nummer noch nen Kniewackler gezaubert.
Me First And The Gimme Gimmes »I Believe I Can Fly« (»Take A Break«, 2003)
Ausserdem gibt es zu diesem einen dieser genialen Klopf Klopf Witze (irgendwie gibt es da nur wenig gute auf deutsch, seltsam auch...). Da isser...
Knock knock! Who´s there? Me. Me who? Me First And The Gimme Gimmes.