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01.10.2020

Cimitero Solignano

Solignano liegt am Taro in der Emilia-Romagna in Italien. Der zum Ort gehörige Friedhof liegt versteckt in den Bergen darüber (Adresse laut Google Maps unnamed road), an der Strada Provinciale 110, Richtung Gabelli. Unerschrocken, wie wir sind, näherten wir uns mit einem größeren Fahrzeug von der Bergseite, was in manchen Kurven oder gottverlassenen Dörfern zuweilen zu hochkonzentrierten bis zu kreidebleichen Gesichtsausdrücken führte. Also lieber vom Ort aus anfahren. ;o)

aus der Persepektive des italienischen Vogels ;o)

Dann verpasst man vielleicht die Aussicht von oben, bei der man feststellt, dass der Parkplatz davor größer ist, als der Friedhof selbst, was die Parklückensuche erheblich vereinfacht, zumal, wenn man wie wir, alleine vor Ort ist.


Me First And The Gimme Gimmes »And I Will Always Love You« (»Are We Not Men? We Are Diva!«, 2014)

19.06.2019

Cimitero della Villetta, Parma // Terza parte





Batushka »Chapter II: The Carpenter - Wieczernia« (Hospodi«, 2019)
[Батюшка »Вечерня« (»Господи«, 2019)]

23.03.2019

Das Grab des Niccolò Paganini auf dem Cimitero della Villetta zu Parma



Ausnahmegeiger Paganini starb am 27. Mai 1840 in Nizza. Da, Überlieferungen zufolge, kurz davor seine Stimme wegblieb, konnte er keine Beichte mehr ablegen, worauf der ihm der Bischof eine christliche Beisetzung verweigerte. Also wurde sein Leichnam vorübergehend provisorisch beigesetzt, 1876 erstmals in geweihtem Boden, um ihn dann letztendlich 1896 auf dem neuen Friedhof der Stadt Parma zu begraben. Dort errichtete man ihm zu Ehren auch ein hübsches Grabmal, welchem wir an dieser Stelle Aufmerksamkeit schenken wollen...



Mehr Bilder vom CdV: prima parte // seconda parte // terza parte


Árstíðir Lífsins »Morðbál á flugi ok klofin mundriða hjól« (»Saga á tveim tungum I: Vápn ok viðr«, 2019)

26.12.2018

Troll 3



Fangen wir erstmal mit den umfangreichen Basisinformationen zu diesem, ähem, Klassiker aus dem Jahr 1990 an. Im Original hört dieser italienische Fantasymumpitz auf den Titel »Quest For The Mighty Sword« und reiht sich thematisch in die Ator-Reihe ein, lief daher im TV (sicher spät am Abend auf Tele5 oder RTL2, hehe) auch unter dem Namen »Ator - Das Schwert der Macht«, wurde zuweilen auf VHS als »Ator III: The Hobgoblin« vermarktet. Da die ersten beiden Troll-Filme (völlig andere Thematik) in Deutschland aber gut liefen, wurde halt kurzerhand »Troll 3« daraus. Vorliegendes Exemplar wurde stilecht auf VHS verkonsumiert (inklusive richtig räudiger Trailershow vornweg).



König Ator ist in grauer Vorzeit stolzer Besitzer des Schwertes des heiligen Grals, geschaffen von der Gottheit Troll. Als dieser die Waffe zurück haben möchte und Ator sich weigert, diese zu übergeben, bezahlt der König dies mit dem Leben, wobei das Schwert kaputt geht. Die Witwe schnappt sich die zwei Schwertteile und übergibt diese samt ihrem Sohn an Grindel, einem echten Troll (!), mit der Bitte, den Sohn (auch Ator) groß zu ziehen und ihm zur Volljährigkeit das reparierte Schwert zu überreichen, damit er Gerechtigkeit für sein Volk erstreiten kann. Der Troll ist allerdings kein feiner Zeitgenosse, verarscht die Mutter und als Ator Junior dies von einer Seherein erfährt, halbiert er Grindel mit dem Schwert. Daraufhin zieht er los, um die Geliebte aus bösen Fängen zu befreien und sein Volk in die mittlere Welt zu führen... Bla bla, bla, bla, blubb...


Als erstes sollte ich zugeben, den Film zweigeteilt konsumiert zu haben. Das ist mir auf einen Haufen echt zu viel. ;o) Gut, er ist alt, die Kostüme sind ambitioniert, die Effekte wahrscheinlich dem Budget entsprechend und die Gesamtoptik hat den schlechten Mundgeruch der damaligen Zeit. Kann man nichts machen.
Echt hart ist der Hauptdarsteller. Diese ausdruckslose Visage mit dem feingewellten, blonden Gestrüpp obendrauf ist so was von untelegen, dass es eine Herausforderung für den kleinen Filmfreund darstellt, nicht abwechselnd zu weinen oder zu lachen. Aber das grundlegende Übel ist der brutale Stilpool, bei dem man sich hier bedient. Ein bisschen nordische Mythologie hier, Barbaren da, ein Minigodzilla (Spoiler: blutet grün) ist auch dabei. Keine Sage, keine Kultur war hier heilig. Als in einer Höhle (zumindest am Eingang ist es eine) das Inferno losbricht, stürzt auch mal ein griechisches Gebäude ein und so weiter. Da ist es fast schon eine Erleuchtung, als sich die unbezwingbaren Bewacher irgendeines Tempels (einer führt das Schild, einer das Schwert, keine Chance) praktisch als siamesische Roboterzwillinge erweisen, die auch noch dumm wie hunder Meter Feldweg sind. Unser Held saust einfach durch einen Durchgang, der für zwei Robowächter zu breit ist und während diese wie die Bekloppten auf der Stelle tapsen und mit ihren Blechschädeln im Takt gegen den Felsen klopfen, umrundet er sie, um sie rücklings voneinander zu trennen, worauf die Unholde unter Funkensprüh zu Boden gehen. Scheiße nur, dass die das ernst meinten. Aaaaalterrrrr!!!! ;o)



Angucken kann man sich das in Gänze u. a. bei YouTube (witzig, der Kanal hört auf den Namen Stream Trash). ;o) Ich könnte noch Stunden weiterschreiben, so was Schönes bekommt man nicht alle Tage vor die Flinte, aber der Hauptfilm wartet bereits. Glühwein!


Yellow Umbrella »Boys Don´t Cry« (»Stoned-Steady«, 2010)

31.08.2018

Cimitero di Noceto // prima parte



Der Friedhof von Noceto (Gemeinde am Taro bei Parma) ist recht überschaubar. Markant sind die Fahrgerüste (auf den Fotos evtl. als Baugerüste zu vermuten), mit deren Hilfe man auch an die oberen Grabplatten kommt. Also die Damen und Herren Friedhofsgärtner, versteht sich, nicht der Friedhofstourist. Hier wird man so schon argwöhnisch beäugt... ;o)




Children Of Bodom »Sleeping In My Car« (»Halo Of Blood«, 2013)

23.06.2018

13.06.2018

Cimitero Comunale di Collecchio // 1



- Teil 2 -

Calcutta »Paracetamolo« (»Evergreen«, 2018)

13.10.2017

The Haunting Of Helena

Italien hat ja beste Gruselfilmtradition und auch, wenn die goldenen Zeiten diesbezüglich längst vorbei sind, gibt es jedoch immer mal wieder kleinere Highlights, so wie »The Haunting Of Helena« (OT: »Fairytale«). Veröffentlicht wurde dieser Film im Jahre 2012.

Nach der Trennung vom Familienvater ziehen Mama Sophia und Tochter Helena in eine neue Wohnung. Als die Kleine dort den ersten Milchzahn verliert, passieren bald merkwürdige Dinge. Albtraum und Realität vermischen sich, vor allem für Helena, dabei steht stets die finstere Zahnfee im Zentrum. Nach und nach wird das auch für die Mutter ein Problem, als zum Beispiel Sophia von einer Lehrerin Zähne der Mitschüler präsentiert bekommt, die ihnen Helena mit alten Münzen, deren Herkunft ungeklärt ist, abgekauft hat...



Um den einzigen Kritikpunkt vorweg zu schicken: Irgendwie sehen manche Szenenbilder seltsam spartanisch und zusammengeborgt aus. Oder liegt das einfach an der italienischen Produktion und mein Äuglein ist nur nicht daran gewöhnt? ;o)

Ansonsten bietet der Streifen eine dichte, düstere Atmosphäre. An Spezialeffekten, die hier und da eingesetzt werden, hat man ebenfalls nicht gespart. Und das Ende, eine wichtige Sache, die gerade im Horrorgenre gern unliebsam behandelt wird, ist wirklich pfiffig. 84 Minuten, die sich lohnen!

Spiritual Front »Bastard Angel« (»Armageddon Gigolo«, 2006)

17.11.2014

Lyon // 1 // angekommen

Besuche in Frankreich fangen irgendwie immer gleich an: man speist italienisch, kauft belgisches Bier, geht bei rot über die Straße (bei grün gibt man sich unweigerlich als Tourist zu erkennen) und sieht lustige Musikanten im lokalen Fernsehprogramm. Ein Klassiker, eine Handvoll Vertrautheit.

Gott schütze Frankreich! Und Italien. Belgien sowieso! ;o)

Joe Dassin »L’été indien« (1975)