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11.05.2014

ESC 2014: nur echt mit Gesichtspullover

Nun sind die Messen gelesen, der diesjährige Eurovision Song Contest hat ein Siegerlied, zum Vortrag gebracht durch Conchita Wurst aus Österreich (Österreich, Sie wissen schon, das sympathische Land in den Alpen, welches diesen Titel zum letzten mal 1966 durch »Merci, Chérie« von Udo Jürgens errang). »Rise Like A Phoenix« brachte den Sieg. Herzlichen Glückwunsch! ;o)

Conchita Wurst »Rise Like A Phoenix« (»The Wiener Takes It All«, 2014)

Und sonst? Ja, Peter Urban hatte natürlich keine neuen Texte, warum auch, macht ja Mühe und wir wollten ja heute nicht schwitzen... Die Niederlande landen auf dem zweiten Platz, nicht schlecht. Und, das wollte ich letztens schon erwähnen, die Idee, die Teilnehmer ihre Landesflaggen, mithilfe was auch immer zur Hand war, darzustellen zu lassen, war sehr schön, das hatte was unterhaltsames.

Elaiza »Is It Right« (»Gallery«, 2014)

Und während sich unsere Nachbarn die Punkte in alle Himmelsrichtungen zuschnippsten (wobei der 12er ein ums andere Mal bei den Ösis landete), gingen Elaiza aus Berlin ganz schön baden. So mies, wie die 39 Punkte, welche am Ende des Abends nicht mehr als einen 18. Platz (und das hinter Großbritannien, die ja bekanntlich beim ESC die Unterkante des guten Geschmacks darstellen) einbrachten, war die Nummer dann auch wieder nicht, aber was will man machen. Vielleicht sollten die Verantwortlichen doch noch mal ihre Einstellung zur Qualität des deutschen Vorentscheids überdenken. Aber nein, das werden sie nicht tun... wofür Elaiza am Ende auch nichts können, also Schwamm drüber.

Und nun genießen wir noch das Restwochenende und ruhen uns ein wenig aus, denn nach dem ESC ist vor dem ESC... ;o)

Stygg Sylt »Rock Turns To Water (2011 Mix)« (»Emelia EP«, 2011)

12.09.2013

Sonata Arctica und das Älterwerden

Ich geb´s gerne zu, stolzer Besitzer einiger Ton- und Bildträger von Sonata Arctica zu sein. Und bis zu einem gewissen Grad mag ich sogar deren etwas softere Seite der letzten Zeit (pfffrk, so was nennt der Volksmund gesetzt im Alter, hehe). Aber, so alt sind wir noch nicht: What the fuck is this? Alte Musik für alte Männer? Neiiiieeeennnn!!! So sieht das neue Vidscho aus...:

Sonata Arctica »Alone In Heaven« (»Stones Grow Her Name«, 2012)

Wenn man sich auch noch den vorhergehenden Clip zum selben Album reinzieht kann nur noch ein Resultat feststehen: Nein, ich möchte diesen Teppich nicht kaufen (womit nicht Tony Kakkos Bart gemeint ist...)! ;o)

Sonata Arctica »I Have A Right« (»Stones Grow Her Name«, 2012)

Und, nur um der Vollständigkeit Genüge zu tun, der zuerst produzierte Musikkurzfilm zum aktuellen (jaaa, aktuell und so, schon letztes Jahr erschienen...) Album. Jungs, ihr habt nen Plattenkäufer weniger und ich ne Band mehr auf der Liste »Bands, die ich nur bis zum Jahr XY anhöre«. Womit sich der Kreis schließt, denn das hat was mit dem Alter zu tun. Schönen Dank auch! ;o)

Sonata Arctica »Shitload Of Money« (»Stones Grow Her Name«, 2012)

18.03.2012

Freudentaumel

Hamse das gesehen? Hat der neue, frischvereidigte Bundespräsident sich vor der Stimmvergabe nicht mal rasiert? Oder wuchs ihm eine Stoppelschicht vor Aufregung? Oder sagt er dem männlichen Wähler: Wenn Brad und George sexy durch Bärte sind, dann auch Euer Präsident, dann auch Ihr! Und warum sind auf etlichen Gratulationsfotos die Granden der Grünen so präsidentennah drapiert? Renate Künast als Groupie, oder schaffen Jürgen und Claudia sein Leergut weg?

So was rühriges, das hält kein Mensch aus. Wenn man bedenkt, dass Veronica Ferres und Maschi auch noch dieses Jahr heiraten und Deutschland Europameister wird - nicht zum aushalten! Da fällt mir nur noch ein Werbeslogan ein... Nein, nicht der, wo die Regel dort aufgenommen wird, wo sie passiert, sondern der, dass es einen Asbach Uralt wert sei, nein ist, wenn einem soviel gutes wiederfährt. ;o)


Marius Müller Westernhagen »Dass du mich verlässt« (»Stinker«, 1981)

27.07.2011

we drink your blood, huar!

Vielleicht sieht die Menschheit irgendwann mal ein, dass Corpsepaint oder anderweitige Schminkereien 1. bei Glatzen, 2. Brillenträgern und 3. Frauen und Männern mit Bärten scheiße aussehen. Wobei Frauen mit Bärten - das kommt auch ungeschmickt nicht viel besser rüber! ;o)

Wie auch immer, folgendes Video findet aufgrund des geschmeidigen, fast schon schlageresk anmutenden Songs trotzdem hier Platz. Und auch trotz des sensationellen Bandnamens, hehe...


Powerwolf »We Drink Your Blood« (»Blood Of The Saints«, 2011)

26.07.2011

Roky Imbicz

Eigentlich wollte ich ein bisschen hochauflösenderes und guttönendes Videomaterial des Dre Imbicz-Gig bei der BRN posten, welches mit von einem unserer Agenten zugespielt wurde. Doch dazu müsste ich es schneiden und hochladen, was irgendein Teufelchen in den Untiefen der Mikroelektronik gerade sabotiert. Muss das halt warten und was anderes her... ;o)


Roky Erickson »Don´t Slander Me« (gleichnamige Single, 1984)

PS: Der gemeinsame Nenner heißt Männer mit Bärten, daher eben, hehe...

07.05.2011

Osamakaputt

Wie kann man sich das eigentlich vorstellen, wenn der meistgesuchteste Mann der Welt ingoknito lebt? Hat der da ne andere Kopfbedeckung und vielleicht nen anderen Bart? Schnurrbärte sollen ja wieder in sein. George Clooney und Brad Pitt tragen welche, stand in der Gala.

Immer mal zum Arzt gehen hilft auf diesem Gebiet weiter. Also nicht für den Bartwuchs, den hat man, oder nicht, sondern um zu wissen, was so in oder out ist, in der prominenten Welt. Gala, Bunte, natrürlich alle von vor einem Vierteljahr, dafür aber gratis - und wenn man Glück hat sogar eine Ausgabe des National Geographic. Man soll ja beizeiten und vor allem öfter mal zum Arzt gehen, Vorsorge gegen alles mögliche, aber ist man einmal dort, Darmspiegelung hin oder her, freut man sich doch über die ganzen Zeitschriften. Da kann man dann z. B. mal im Netz damit glänzen, zu wissen, dass Schnauzbärte im Jahre 5 nach Wolfgang Petry wieder der Bringer sind, was uns wieder auf olle Osama bringt.


Dieser wohnte da also relativ unbemerkt. Wenn schon nicht die CIA, warum wusste dann nichtmal der sorbische Geheimdienst bescheid? Vielleicht weil ihn seine Nachbarn einfach nicht verpfiffen haben. Vielleicht haben die einen anderen Umgang untereinander, nicht wie hier in Deutschland, wo gleich drei Gardinen wackeln, wenn man etwas schräger einparkt, als es der Hausmeister erlaubt. Womöglich war bin Laden also gar nicht verkleidet, oder entbärtet und man begegnete ihm ganz lässig auf dem Basar. »Moin Osama, geht´s gut?« »Muss ja, verfluchte Amis, sitzen mir im Nacken... und selbst?« »Prima! Schalke gesehen? Schöner Mist!« »Nu ja, kann ja keinen Fernseher haben, die überwachen ja alles, aber der Schwager hat Sky...«

Nun haben sie ihn also erlegt. War Guido Knopp auch vor Ort? Immerhin waren Traudl Junge, Geli Raubal und Eva Braun es Wert, »Hitlers Frauen« als mehrteilige Doku zu veröffentlichen. Hitler, wurde ja seinerzeit auch zum meistgesuchtesten Mann der Welt gekürt, wikt da fast bescheiden bis arm. Wieviele Teile könnte man da über »Osamas Frauen« drehen, Herr Knopp? Unglaublich, das ZDF stellt ein Jahr lang jede Woche eine Frau des großen Terrorfürsten vor, anmoderiert von Guido Knopp. Booah! Wahnsinnsidee, ich muß mal kurz anrufen... Hören wir uns inzwischen was zum Thema an.


J. B. O. »Osama« (»Head Bang Boing«, 2007)

Dann also der Zugriff... Das kann ich mir so was von bildlich vorstellen. Hab doch nicht alle »24«-Staffeln umsonst zwei mal gesehen! Da seh ich mich fast selbst vor Osamas Mauer, gebe dem Mann neben mir ein Fingerzeichen zwischen Stinkefinger und Baseballwurfcode, brülle die anderen Navy Seals erstmal an und wenn ich erst mal drin bin (wichtiger Satz »Ich geh´ jetzt rein«, kommt auch gut an jeder Supermarkttür o. ä.), dann gibts richtig böse was auf die Mappe. Wo der Killerspielspieler in mir zum Zuge käme. Den Finger am Scrollrad, choose your weapon, das größtmögliche ausgewählt, wenn man bei so was draufgeht, kommt man im Spiel ja an zufälliger Stelle wieder, im echten Leben bekommt die Familie eine Abfindung... und... KABOOM, osamakaputt. Rambazamba! Oder hatten die, wie damals im Spiel Worms, solche Sprengschafe?



Und wie geht man jetzt damit um? Wenn man nicht augenblicklich nackig durch den Regen saust und die amerikanische Hymne singt, Obama finden wir ja sowieso kritiklos gut, gerät man schnell in Verdacht, selbst ein Terrorist zu sein. Freut man sich aber dermaßen, finden das sensible Charaktere als pietätlos und einer christlich geprägten Gesellschaft unwürdig. Also guck ich für meinen Teil nur gezielt bedröppelt, wenn die Sprache auf das Thema kommt und wechsele dann zügigst das Thema. »Was halten Sie von der bin Laden-Sache?« »Ja, öhm, nein, der Terror... Und selbt, Schalke gesehen? Schöner Mist!« Da ist man fein raus.

Abschließend fällt mir da ein gravierender Fehler in meiner Gefühlslagenverarbeitung auf. Osama bin Laden verstarb zwei Tage vor dem Schalke-Rückspiel. Ironie, Zufall, Absicht? Wir werden es nie erfahren.

26.09.2009

Das waren noch anständige Texte...

Das die jungen Leute immer so schlimme Sachen hören. Und immer diese Texte... ;o) Das es auch mal anders ging, so richtig voll auf die zwölf, aber rückblickend schon wieder witzig, zeigen die folgenen zwei Clips.

Da hätten wir als erstes olle Freddy Quinn, das Original sozusagen, mit seinem genialen »Wir«. (1966, B-Seite der Single »Eine handvoll Reis«, Musik: Lotar Olias, Text: Robert Opratko Rotter [unter dem Namen Fritz Rotter, warum auch immer])



Dann eine Coverversion der Roten Rosen aks die Toten Hosen. (1987, Album »Never Mind The Hosen - Here´s Die Roten Rosen«)



Was soll man dazu noch sagen? Vielleicht: Auch wir sind für Härte, auch wir tragen Bärte... Huaah, ich geh kaputt!!! :o)