Was sagt man denn dazu, dass die Regierung in Erwägung zieht, demnächst im Konflikt zwischen unseren türkischen und syrischen Freunden mithilfe der Bundeswehr mitmischen zu wollen (Artikel z. b. hier: klickklack)?
Ganz normal kann das doch nicht sein. Spalten wir (mit wir sind natürlich nicht wir, sondern unsere gewählten Volksvertreter gemeint, die ja dann auch wieder wir sind, irgendwie) immer allen den Schädel, denen wir vorher Waffen und Munition verhökert haben? Meine Fresse, wie vielfältig eine lobbybespaßte Regierung mit einem C im Namen doch die Bibel nach Belieben interpretiert. Nicht töten, aber Zahn um Zahn und so weiter... dem Kapitalismus untergeordnete Wertgefühle und Menschenrechte unter dem Vorwand von Solidarität (dieses Wort schlagen wir im Lexikon für völlig veraltete Floskeln nach) - Respekt, ihr Wichser - für wie dämlich haltet ihr die Menschen im Lande eigentlich? Offenbar aber für dämlich genug, was eine flockige Mehrheit bei den nächsten Wahlen auch dankbar belegen wird (Wahlergebnisse 2013 gibt der Channel666 auf Anfrage schon heute raus, hehe...).
KMFDM »Helmut mein Helmut« (»Opium«, 1984)
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18.11.2012
19.08.2012
Urlaubspost #4: Wasser fällt
Gestern die Krimmler Wasserfälle bestaunt, immerhin die höchsten Europas. Mächtig gewaltig (und das Auge gaukelt einem etwas Abkühlung vor, jetzt, wo der Sommer noch mal so richtig zuschlägt)! Davon drei Videoschnipsel.
Pauline En La Playa »Un Monstruo« (»Nada Como El Hogar«, 1999)
13.07.2012
Schraube locker
Immer, wenn es darum geht, irgendwie mehr Geld in die öffentlichen Kassen zu spülen (wobei öffentliche Kasse ein nur teilweise korrekt entsprechender Bildvergleich sein kann, denn in rückwärtiger Richtung ist natürlich ein gescheites Rückschlagventil eingebaut, während am anderen Ende des Rohres der staubtrockene Schlund irgendwelcher Lobbyisten gierig gurgelt), tritt eine immer wieder erstaunliche Kreativität zutage, die man manchem Funktionär ansonsten kaum zutrauen würde.
So denkt man in der Schaltzentrale unseres schönen, gemeinsamen Europas derzeit darüber nach, den ohnehin schon derb angemolkenen Autofahren die motorisierte Fortbewegung in Zukunft dadurch sicherer zu gestalten, dass ältere Kraftfahrzeuge künftig jährlich, anstatt, wie bisher, aller zwei Jahre vom TÜV geprüft werden sollen (->). Spektakulär, wenn man bedenkt, dass nach dem heldenhaft eingefädelten Abwrackprämienirrsinn ohnehin schon unzählige ältere Fahrzeuge gegen neue eingetauscht wurden (auch nicht bildlich korrekt, es wurden ja auch Unsummen in neue Automobile investiert, pro Karre aus dem Staatssäckel mit satten zweieinhalbtausend Euronen bezuschusst, die ergo der Automobilindustrie geschenkt wurden [Sie wissen schon... extrem trockener Hals]). Und trotz dessen wird immer noch rund die Hälfte der PKW auf Deutschlands Straßen als alt eingestuft.
Kann man sich also ungefähr ausrechnen, wem hier wieviel zugutekommt. Noch ist nichts beschlossen, natürlich werden die Parlamentarier diesen Vorstoß bürokratisch geregelt und demokratisch abgestimmt erst noch bearbeiten müssen.
Wie auch immer. Fragt sich nur, warum, wenn man schon ein mal pro Jahr zur Hauptuntersuchung geht, die Legislaturperioden diesem Interwall nicht gleich angepasst werden. Würde mögliche lockere Schrauben eher außschließen. Sicherheit geht schließlich vor! ;o)
The Distillers »Lordy Lordy« (»Sing Sing Death House«, 2008)
So denkt man in der Schaltzentrale unseres schönen, gemeinsamen Europas derzeit darüber nach, den ohnehin schon derb angemolkenen Autofahren die motorisierte Fortbewegung in Zukunft dadurch sicherer zu gestalten, dass ältere Kraftfahrzeuge künftig jährlich, anstatt, wie bisher, aller zwei Jahre vom TÜV geprüft werden sollen (->). Spektakulär, wenn man bedenkt, dass nach dem heldenhaft eingefädelten Abwrackprämienirrsinn ohnehin schon unzählige ältere Fahrzeuge gegen neue eingetauscht wurden (auch nicht bildlich korrekt, es wurden ja auch Unsummen in neue Automobile investiert, pro Karre aus dem Staatssäckel mit satten zweieinhalbtausend Euronen bezuschusst, die ergo der Automobilindustrie geschenkt wurden [Sie wissen schon... extrem trockener Hals]). Und trotz dessen wird immer noch rund die Hälfte der PKW auf Deutschlands Straßen als alt eingestuft.Kann man sich also ungefähr ausrechnen, wem hier wieviel zugutekommt. Noch ist nichts beschlossen, natürlich werden die Parlamentarier diesen Vorstoß bürokratisch geregelt und demokratisch abgestimmt erst noch bearbeiten müssen.
Wie auch immer. Fragt sich nur, warum, wenn man schon ein mal pro Jahr zur Hauptuntersuchung geht, die Legislaturperioden diesem Interwall nicht gleich angepasst werden. Würde mögliche lockere Schrauben eher außschließen. Sicherheit geht schließlich vor! ;o)
The Distillers »Lordy Lordy« (»Sing Sing Death House«, 2008)
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Octapolis
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23.05.2012
Pizza Pizza

Was für ne Grütze. Wenn man sich den Unfug erlauben würde, an den Halbfinalabstimmungen des Eurovision Song Contest die gute Laune Europas zu messen, gäbe es die nächsten 666 Jahre keinen Krieg mehr. Je flacher desto besser. Und warum kann die Schweiz denn keiner leiden? Gilt in der vielbejubelten Finanzkrise das Land der Nummernkonten nicht so sexy? Als die DJ Bobo schickten hab ich das ja verstanden... ;o) Wie auch immer, nach so vielen Jahren, die ich das schon verfolge, hab ich noch nie so ein bescheiden bestücktes Halbfinale gesehen. Kann der Donnerstag nur noch besser werden.
Immerhin hat´s Essen geschmeckt! ;o)
ABBA »Arrival« (»Arrival«, 1976)
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Octapolis
24.04.2012
Dresden
Im Zuge einer kleinen Korrespondenz mit der geschätzten Leserschaft aus europäischen Freundesländern, kristallisierte sich heraus, dass es Zeit wäre auch mal ein paar Motive unserer schönen Heimatstadt zu posten, die abseits irgendwelcher Grabsteine zu finden sind. Nichts leichter als das, Platz ist mehr als genug vorhanden... in Farbe, ich geh kaputt! ;o)






So, das isses fürs erste. Sicher dümpeln noch Tonnen von Bildern auf der Festplatte vor sich hin, muss aber erst mal sichten, oder neue knipsen... mal guggn...
Passend dazu noch ein bisschen Rock & Roll aus Drježdźany: The Lazy Boys zocken Johnny Cashs »Big River«. So klingt das also an der Elbe... ;o)
The Lazy Boys »Big River« (»Shadows«, 2010)






So, das isses fürs erste. Sicher dümpeln noch Tonnen von Bildern auf der Festplatte vor sich hin, muss aber erst mal sichten, oder neue knipsen... mal guggn...
Passend dazu noch ein bisschen Rock & Roll aus Drježdźany: The Lazy Boys zocken Johnny Cashs »Big River«. So klingt das also an der Elbe... ;o)
The Lazy Boys »Big River« (»Shadows«, 2010)
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13.03.2012
Friedhof, schon wieder, diesmal DD Tolkewitz... ;o)








Schon wieder Friedhofsbilder? Jawoll, kann man nichts machen. Der Tolkewitzer Friedhof ist immerhin groß genug, um auch nach Jahren noch Wege zu erwischen, die sich bisher immer erfolgreich verstecken konnten. Irgendeine (sicher irre repräsentative) Umfrage ergab ja unlängst, dass dieser der schönste Friedhof Europas sein soll. Nun ja - hässlich ist er immerhin nicht! ;o)Sabaton »Ghost Division« (»The Art Of War«, 2008)
PS an die kunstkritische Abteilung: mit Frühling, Farbe und lebensbejahend! Jaaa! ;o)
06.01.2012
Sinplus
Neues Jahr bedeutet auch immer frisches Eurovision Song Contest-Futter. Im Januar und Februar wird dann europaweit wieder balkenbiegend (Balken, nicht Balkan, hehe) durch die Gegend gecastet. Die Schweiz waren diesmal die ersten und das ist ihr Teilnehmerlied...
Sinplus »Unbreakable« (2012)
Ist zwar ziemlich seichte Kost, bleibt aber auch ziemlich schnell hängen (und erinnert zumindest mich ein wenig an die vorzüglichen The Ark [zumindest vom Klang her]). Mal gucken, was sich da in den nächsten Wochen noch an Konkurrenz dazu gesellt, jedenfalls haben die Eidgenossen ein geschmeidiges Stück am Start. Was aber in den seltensten Fällen geholfen hat... ;o)
Sinplus »Unbreakable« (2012)
Ist zwar ziemlich seichte Kost, bleibt aber auch ziemlich schnell hängen (und erinnert zumindest mich ein wenig an die vorzüglichen The Ark [zumindest vom Klang her]). Mal gucken, was sich da in den nächsten Wochen noch an Konkurrenz dazu gesellt, jedenfalls haben die Eidgenossen ein geschmeidiges Stück am Start. Was aber in den seltensten Fällen geholfen hat... ;o)
12.12.2011
Netztheo
Man kann an manchen Tagen gar nicht so viel essen, wie man gern brechen würde. Keine neue Erkenntnis, aber heute wurde sie mal wieder aufgefrischt.
Die Apokalyptischen Reiter »March Of Revenge« (»Allegro Barbaro«, 1999)
Wie man lesen kann (z. B. hier), hat Karl Theodor zu Guttenberg einen neuen Posten. Ist ja zuerstmal beruhigend. Schließlich hat er Frau und Kinder zu ernähren und so ein ALG-1 ist ja auch kein ewig dehnbarer Kaugummi. Aber dann beginnt die Sache auch schon zu korken. Er arbeitet ab demnächst für die EU (tatam!) als Berater für Internetfreiheit (taramtatam!)! Ausgerechnet unser Raketentheo!!! Fiel dem Doktor nicht unlängst das böse Internet noch schwer auf die Füße (jaha!!! Copy & Paste sind die Stichworte!). Aber so schnell sind kleine Schwindeleien, ach was, Notlügen (gibt des da vielleicht eine Verkleinerungsform? Notlügchen?) heutzutage vergessen. Und falls der Wähler daheim (er, also Theo, nicht der deutsche Wähler, hat ja jetzt die Arbeitsbasis USA für sich entdeckt) wider seiner Natur doch nachtragend sein sollte - Brüssel ist weit weg. Brüssel, Belgien, Kinder, da war doch mal was, Frau zu Guttenberg, Ihr Einsatz vielleicht? Doublecomeback?!
Bizarr ist das Wort, welches für meinen Geschmack die Szene am besten umschreibt. Augerechnet einer, der im eigenen Land politisch unangenehm über seine mangelnde Moral stolperte, nachher im Ausland herumkrakeelte, wie unfähig die Parteigenossen seien (nein sind, da hat er gar recht, nur: er ist einer von ihnen) und über die Unfähigkeit der EU zur Bewältigung ihrer hausgebrauten Krisen lamentierte, wird Berater der Europäischen Union? Wie verkommen ist der Laden eigentlich? Aua, aua, aua... Und dann noch zum Thema Internet... Und Ralf Minge sitzt zuhause!
Knorkator feat. Tim Tom bzw.
Tim Tom feat. Knorkator bzw.
Tim Tom feat. Rummelsnuff feat. Knorkator bzw.
Rummelsnuff feat. Tim Tom feat. Knorkator bzw.
Knorkator feat. Rummelsnuff feat. Tim Tom bzw.
Knorkator bzw. Rummelsnuff bzw. Tim Tom feat. einander »Arschgesicht« (»Es werde nicht«, 2011)
Die Apokalyptischen Reiter »March Of Revenge« (»Allegro Barbaro«, 1999)
Wie man lesen kann (z. B. hier), hat Karl Theodor zu Guttenberg einen neuen Posten. Ist ja zuerstmal beruhigend. Schließlich hat er Frau und Kinder zu ernähren und so ein ALG-1 ist ja auch kein ewig dehnbarer Kaugummi. Aber dann beginnt die Sache auch schon zu korken. Er arbeitet ab demnächst für die EU (tatam!) als Berater für Internetfreiheit (taramtatam!)! Ausgerechnet unser Raketentheo!!! Fiel dem Doktor nicht unlängst das böse Internet noch schwer auf die Füße (jaha!!! Copy & Paste sind die Stichworte!). Aber so schnell sind kleine Schwindeleien, ach was, Notlügen (gibt des da vielleicht eine Verkleinerungsform? Notlügchen?) heutzutage vergessen. Und falls der Wähler daheim (er, also Theo, nicht der deutsche Wähler, hat ja jetzt die Arbeitsbasis USA für sich entdeckt) wider seiner Natur doch nachtragend sein sollte - Brüssel ist weit weg. Brüssel, Belgien, Kinder, da war doch mal was, Frau zu Guttenberg, Ihr Einsatz vielleicht? Doublecomeback?!
Bizarr ist das Wort, welches für meinen Geschmack die Szene am besten umschreibt. Augerechnet einer, der im eigenen Land politisch unangenehm über seine mangelnde Moral stolperte, nachher im Ausland herumkrakeelte, wie unfähig die Parteigenossen seien (nein sind, da hat er gar recht, nur: er ist einer von ihnen) und über die Unfähigkeit der EU zur Bewältigung ihrer hausgebrauten Krisen lamentierte, wird Berater der Europäischen Union? Wie verkommen ist der Laden eigentlich? Aua, aua, aua... Und dann noch zum Thema Internet... Und Ralf Minge sitzt zuhause!
Knorkator feat. Tim Tom bzw.
Tim Tom feat. Knorkator bzw.
Tim Tom feat. Rummelsnuff feat. Knorkator bzw.
Rummelsnuff feat. Tim Tom feat. Knorkator bzw.
Knorkator feat. Rummelsnuff feat. Tim Tom bzw.
Knorkator bzw. Rummelsnuff bzw. Tim Tom feat. einander »Arschgesicht« (»Es werde nicht«, 2011)
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Octapolis
20.11.2011
Rattenkampf, Kapitel 11
Heute fällt mir kein gescheites Vorwort ein. Raketentheo mimt in den USA den Europaexperten. Verschlägt Sprache, sowas.
Schönen Dank an Frau RWE für´s Einspringlektoriat. Und weiter geht´s...
Einstürzende Neubauten »Z. N. S.« (»Halber Mensch«, 1985)
Kapitel 11
Als sie aufwachte, schlief der Mann neben ihr noch. An diesen Anblick könnte sie sich wieder gewöhnen, stellte sie leicht wehmütig fest.
In der Küche kochte sie Kaffee und räumte seine noch nachträglich geleerte Flasche Wein grinsend weg. Für ihn war es sicher auch nicht einfach, einen anderen Menschen wieder an sich heran zu lassen. Immerhin schien er sich hier schon etwas heimisch zu fühlen. Den Korkenzieher hatte er wieder in das Besteckfach gelegt, das Glas in die Spüle und sogar der Aschenbecher war geleert.
Das sah gut für sie aus. Auch war er noch da und hatte sich nicht in der Nacht getrollt, wie ein räudiger Hund. Im Kühlschrank gab es nichts Neues. Das hieß nichts, außer ein paar Flaschen Pernod. Sie konnte sich nicht mehr daran erinnern, wann sie das letztemal auch etwas zum Frühstück gegessen hatte. Ihm ging es sicher ähnlich, da würde der Kaffee reichen.
Bevor sie duschen ging, nahm sie das Bild mit Goethes Hexeneinmaleins von der Wand und legte es umgedreht oben auf den Küchenschrank.
Als er aufwachte, fühlte er sich befreiter als gestern Nacht. Er hörte die Dusche rauschen und brannte sich eine Zigarette an. Kaffeeduft wehte aus der Küche zu ihm herüber. So viel Normalität fand er sonst abschreckend und er verzog sich schnell wieder.
Heute war das anders. Daran könnte er sich gewöhnen. Das erste Mal in seinem Leben. Der Gedanke beunruhigte ihn nicht. Aber das, was ihn heute erwartete.
Heute galt es einen Entschluß fassen. Morgen wollte sie in die Staaten fahren, um Joe Blacks und ihre Angelegenheiten zu klären. Ihn hatte sie gebeten mitzukommen. Spontan hatte er zugesagt, aber es sogleich wieder bereut. Das hieße für ihn, Stellung zu beziehen und aus dem Dunkel zu treten.
Er wußte noch nicht, ob er diesen harten Schnitt wollte. So wie jetzt, konnte er nicht weitermachen. Das war ihm diese Nacht in der Küche bewußt geworden. Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Und er war gerade dabei, dies zu tun.
Das Talent, bis ins hohe Alter seinen Job zu machen und dabei unentdeckt zu bleiben, wie es seinem Meister vergönnt war, hatte er wohl nicht. Sie hatten ihn entdeckt und sie hatte ihn gefunden.
Eine Frau, um die dreißig, also noch ein Frischling im Gewerbe.
Wie ihr das gelungen war, konnte er sich nicht erklären. Aber es gab nur zwei Möglichkeiten. Sie mußte sich entweder Joe Blacks Vertrauen erschlichen haben und Joe hatte ihn verraten – was sehr unwahrscheinlich war – oder nach Joes Tod hatten sie bei ihm etwas gefunden, was auf ihn hindeutete. Die Frau war ja nicht allein und nur ein Rädchen im Getriebe.
Wahrscheinlicher war, daß es der Konkurrenz – die zwei, drei Gegenspieler, die Joe Black noch hatte – gelungen war, außer ihr, noch einen Maulwurf in Joes Nähe zu plazieren.
Sicher hatten sie ein hohes Tier in seiner Firma einfach umgedreht. Die Bereitschaft die Seiten zu wechseln, erforderte nur eine gewisse Summe. Jeder Mensch hatte seinen Preis.
Joe Black hatte den seinen gekannt, so wie den von vielen anderen. Sei es, wie es sei.
Er mußte sich jetzt der jungen Frau widmen. Sie wollte etwas von ihm, also würde sie auf ihn zugehen. Er wußte auch, wo und wann sie geplant hatte, ihm rein zufällig über den Weg zu laufen – das lag auf der Hand – und er würde ihr den Gefallen tun und dort zu erscheinen.
Er mußte wissen, wieviel sie wußte. Von ihm, von den Dokumenten und seinem daraus resultierenden Marktwert. Sie würde mitspielen und versuchen, ihn zu kaufen.
Sie war allein hier – dessen war er sich sicher. Zu Zweit wären sie diese Nacht hier eingedrungen und hätten die Sache mit Waffengewalt geklärt, allein hätte sie kaum eine Chance gehabt, dies erfolgreich zu tun. Er selbst war immer unbewaffnet und ob die M. eine Waffe in der Wohnung verbarg, wußte er nicht. Aber er wußte, daß niemand so einen Überfall alleine wagen würde. Die, die es taten, gingen ein zu hohes Risiko ein.
In der Küche tranken sie ihren Kaffee schweigend und rauchten zu viel. Sie fühlten sich wohl. So, still, einander genügend.
Ihm fiel es schwer, jetzt zu gehen. Es war fast Mittag und die Kleine wartete auf ihn. Er hätte hier bleiben und auf seine innere Stimme hören sollen. Setz alles was du hast auf die M., schrie sie. So eine Chance bekommst du nie wieder!
Aber so schnell konnte er nicht aus seiner Haut heraus und er handelte nach seinen fest eingebrannten Verhaltensmustern. Diese ließen ihm keine Wahl.
Er verabschiedete sich mit dem Hinweis auf seinen normalen Job. Von irgendwas mußte er ja offiziell leben. Sie war sich sicher, daß er wieder kommen würde, ließ den Pernod im Kühlschrank und griff zum Telefon. Sie brauchte dringend Verbündete.
Der McDonald’s neben seinem Schnapsladen war weit unter ihrer Würde. Sie kam sich wie ein Fremdkörper darin vor. Diese Unterschicht an Schulschwänzern, Trinkern und sich langweilenden Hausfrauen war ihr zuwider.
Zu allem Überfluß mußte sie einen von diesen pappigen Hamburgern essen, die hier angeboten wurden, um nicht aufzufallen. Es war unglaublich, was sich manche Menschen antaten, nur um nicht zu Hause alleine Essen zu müssen.
Als ihr Streetworker wie vermutet eintrat, mußte sie beinahe laut lachen. Nichts von dieser mit Jeans, Kapuzenshirt und Laptop bewaffneten Person ließ einen Rückschluß auf den attraktiven, mit Schlips und Anzug gut gekleideten Mann zu, den sie Joker nannte und den sie gestern angefahren hatte. Es war frappierend, wie er die Rollen wechseln konnte.
Offiziell arbeitete er für eine Stiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, kriminelle Jugendliche und solche die es werden wollten, zu betreuen. Das Gehalt war so erbärmlich, das er nebenbei freiberuflich als Lektor für einen Fachbuchverlag arbeiten mußte. Das war clever eingefädelt.
Tagsüber konnte er sich frei bewegen und Auskünfte einholen, ohne daß dies auffiel. So getarnt konnte er sich überall sehen lassen. Abends zog er in Schlips und Kragen als Verlagsmitarbeiter seine Kreise enger. Dort traf er die Leute, die ihn tagsüber übersahen.
Sie hatte Glück. Der einzige Tisch, der nicht vom Geschmeiß vollständig eingenommen war, war ihrer, so daß er sich zu ihr setzen mußte.
Nach dem zweiten Telefonat klingelte es überraschend an ihrer Tür. Sie ließ die beiden Bullen von gestern ein.
»Kennen sie diese Frau?« Die zwei Polizisten kamen ohne Umschweife zur Sache und hielten ihr ein Photo entgegen. Aufgenommen wurde es von einer Überwachungskamera in einer Tiefgarage. Die Aufnahme war gestochen scharf, wie man es kaum von einer gewöhnlichen Videokamera erwarten konnte. Aber die Tiefgarage war auch nicht gewöhnlich. Es mußte Joe Blacks Garage sein, da wurde nur die teuerste und beste Technik installiert.
»Nein, sollte ich ...?«
Der eine Beamte verstaute das Bild wieder und der andere schüttelte leicht den Kopf. »Nein, aber es hätte ja sein können.«
Sie wanden sich zum Gehen. »Danke, das war es schon.« Der Polizist mit dem Bild hielt kurz inne.
»Hatte ihr Mann Feinde?« Diese Frage erheiterte sie dermaßen, daß sie sich ein Lächeln nicht verkneifen konnte. Der andere Polizist winkte ab und beide wünschten ihr noch einen guten Tag.
Sie brannte sich eine Zigarette an und ihre Schritte führten sie in die Küche vor den Kühlschrank. Davor bremste sie sich ab, und ihr Blick suchte das einzige Schwarz/weiß Bild an ihrer Pinnwand. Sie nahm es ab und legte es hoch, auf den Küchenschrank zu Goethes Hexeneinmaleins.
Sopor Aeternus & The Ensemble Of Shadows
»A Strange Thing To Say« (»A Strange Thing To Say«, 2011)
Schönen Dank an Frau RWE für´s Einspringlektoriat. Und weiter geht´s...
Einstürzende Neubauten »Z. N. S.« (»Halber Mensch«, 1985)
Kapitel 11
Als sie aufwachte, schlief der Mann neben ihr noch. An diesen Anblick könnte sie sich wieder gewöhnen, stellte sie leicht wehmütig fest.
In der Küche kochte sie Kaffee und räumte seine noch nachträglich geleerte Flasche Wein grinsend weg. Für ihn war es sicher auch nicht einfach, einen anderen Menschen wieder an sich heran zu lassen. Immerhin schien er sich hier schon etwas heimisch zu fühlen. Den Korkenzieher hatte er wieder in das Besteckfach gelegt, das Glas in die Spüle und sogar der Aschenbecher war geleert.
Das sah gut für sie aus. Auch war er noch da und hatte sich nicht in der Nacht getrollt, wie ein räudiger Hund. Im Kühlschrank gab es nichts Neues. Das hieß nichts, außer ein paar Flaschen Pernod. Sie konnte sich nicht mehr daran erinnern, wann sie das letztemal auch etwas zum Frühstück gegessen hatte. Ihm ging es sicher ähnlich, da würde der Kaffee reichen.
Bevor sie duschen ging, nahm sie das Bild mit Goethes Hexeneinmaleins von der Wand und legte es umgedreht oben auf den Küchenschrank.
Als er aufwachte, fühlte er sich befreiter als gestern Nacht. Er hörte die Dusche rauschen und brannte sich eine Zigarette an. Kaffeeduft wehte aus der Küche zu ihm herüber. So viel Normalität fand er sonst abschreckend und er verzog sich schnell wieder.
Heute war das anders. Daran könnte er sich gewöhnen. Das erste Mal in seinem Leben. Der Gedanke beunruhigte ihn nicht. Aber das, was ihn heute erwartete.
Heute galt es einen Entschluß fassen. Morgen wollte sie in die Staaten fahren, um Joe Blacks und ihre Angelegenheiten zu klären. Ihn hatte sie gebeten mitzukommen. Spontan hatte er zugesagt, aber es sogleich wieder bereut. Das hieße für ihn, Stellung zu beziehen und aus dem Dunkel zu treten.
Er wußte noch nicht, ob er diesen harten Schnitt wollte. So wie jetzt, konnte er nicht weitermachen. Das war ihm diese Nacht in der Küche bewußt geworden. Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Und er war gerade dabei, dies zu tun.
Das Talent, bis ins hohe Alter seinen Job zu machen und dabei unentdeckt zu bleiben, wie es seinem Meister vergönnt war, hatte er wohl nicht. Sie hatten ihn entdeckt und sie hatte ihn gefunden.
Eine Frau, um die dreißig, also noch ein Frischling im Gewerbe.
Wie ihr das gelungen war, konnte er sich nicht erklären. Aber es gab nur zwei Möglichkeiten. Sie mußte sich entweder Joe Blacks Vertrauen erschlichen haben und Joe hatte ihn verraten – was sehr unwahrscheinlich war – oder nach Joes Tod hatten sie bei ihm etwas gefunden, was auf ihn hindeutete. Die Frau war ja nicht allein und nur ein Rädchen im Getriebe.
Wahrscheinlicher war, daß es der Konkurrenz – die zwei, drei Gegenspieler, die Joe Black noch hatte – gelungen war, außer ihr, noch einen Maulwurf in Joes Nähe zu plazieren.
Sicher hatten sie ein hohes Tier in seiner Firma einfach umgedreht. Die Bereitschaft die Seiten zu wechseln, erforderte nur eine gewisse Summe. Jeder Mensch hatte seinen Preis.
Joe Black hatte den seinen gekannt, so wie den von vielen anderen. Sei es, wie es sei.
Er mußte sich jetzt der jungen Frau widmen. Sie wollte etwas von ihm, also würde sie auf ihn zugehen. Er wußte auch, wo und wann sie geplant hatte, ihm rein zufällig über den Weg zu laufen – das lag auf der Hand – und er würde ihr den Gefallen tun und dort zu erscheinen.
Er mußte wissen, wieviel sie wußte. Von ihm, von den Dokumenten und seinem daraus resultierenden Marktwert. Sie würde mitspielen und versuchen, ihn zu kaufen.
Sie war allein hier – dessen war er sich sicher. Zu Zweit wären sie diese Nacht hier eingedrungen und hätten die Sache mit Waffengewalt geklärt, allein hätte sie kaum eine Chance gehabt, dies erfolgreich zu tun. Er selbst war immer unbewaffnet und ob die M. eine Waffe in der Wohnung verbarg, wußte er nicht. Aber er wußte, daß niemand so einen Überfall alleine wagen würde. Die, die es taten, gingen ein zu hohes Risiko ein.
In der Küche tranken sie ihren Kaffee schweigend und rauchten zu viel. Sie fühlten sich wohl. So, still, einander genügend.
Ihm fiel es schwer, jetzt zu gehen. Es war fast Mittag und die Kleine wartete auf ihn. Er hätte hier bleiben und auf seine innere Stimme hören sollen. Setz alles was du hast auf die M., schrie sie. So eine Chance bekommst du nie wieder!
Aber so schnell konnte er nicht aus seiner Haut heraus und er handelte nach seinen fest eingebrannten Verhaltensmustern. Diese ließen ihm keine Wahl.
Er verabschiedete sich mit dem Hinweis auf seinen normalen Job. Von irgendwas mußte er ja offiziell leben. Sie war sich sicher, daß er wieder kommen würde, ließ den Pernod im Kühlschrank und griff zum Telefon. Sie brauchte dringend Verbündete.
Der McDonald’s neben seinem Schnapsladen war weit unter ihrer Würde. Sie kam sich wie ein Fremdkörper darin vor. Diese Unterschicht an Schulschwänzern, Trinkern und sich langweilenden Hausfrauen war ihr zuwider.
Zu allem Überfluß mußte sie einen von diesen pappigen Hamburgern essen, die hier angeboten wurden, um nicht aufzufallen. Es war unglaublich, was sich manche Menschen antaten, nur um nicht zu Hause alleine Essen zu müssen.
Als ihr Streetworker wie vermutet eintrat, mußte sie beinahe laut lachen. Nichts von dieser mit Jeans, Kapuzenshirt und Laptop bewaffneten Person ließ einen Rückschluß auf den attraktiven, mit Schlips und Anzug gut gekleideten Mann zu, den sie Joker nannte und den sie gestern angefahren hatte. Es war frappierend, wie er die Rollen wechseln konnte.
Offiziell arbeitete er für eine Stiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, kriminelle Jugendliche und solche die es werden wollten, zu betreuen. Das Gehalt war so erbärmlich, das er nebenbei freiberuflich als Lektor für einen Fachbuchverlag arbeiten mußte. Das war clever eingefädelt.
Tagsüber konnte er sich frei bewegen und Auskünfte einholen, ohne daß dies auffiel. So getarnt konnte er sich überall sehen lassen. Abends zog er in Schlips und Kragen als Verlagsmitarbeiter seine Kreise enger. Dort traf er die Leute, die ihn tagsüber übersahen.
Sie hatte Glück. Der einzige Tisch, der nicht vom Geschmeiß vollständig eingenommen war, war ihrer, so daß er sich zu ihr setzen mußte.
Nach dem zweiten Telefonat klingelte es überraschend an ihrer Tür. Sie ließ die beiden Bullen von gestern ein.
»Kennen sie diese Frau?« Die zwei Polizisten kamen ohne Umschweife zur Sache und hielten ihr ein Photo entgegen. Aufgenommen wurde es von einer Überwachungskamera in einer Tiefgarage. Die Aufnahme war gestochen scharf, wie man es kaum von einer gewöhnlichen Videokamera erwarten konnte. Aber die Tiefgarage war auch nicht gewöhnlich. Es mußte Joe Blacks Garage sein, da wurde nur die teuerste und beste Technik installiert.
»Nein, sollte ich ...?«
Der eine Beamte verstaute das Bild wieder und der andere schüttelte leicht den Kopf. »Nein, aber es hätte ja sein können.«
Sie wanden sich zum Gehen. »Danke, das war es schon.« Der Polizist mit dem Bild hielt kurz inne.
»Hatte ihr Mann Feinde?« Diese Frage erheiterte sie dermaßen, daß sie sich ein Lächeln nicht verkneifen konnte. Der andere Polizist winkte ab und beide wünschten ihr noch einen guten Tag.
Sie brannte sich eine Zigarette an und ihre Schritte führten sie in die Küche vor den Kühlschrank. Davor bremste sie sich ab, und ihr Blick suchte das einzige Schwarz/weiß Bild an ihrer Pinnwand. Sie nahm es ab und legte es hoch, auf den Küchenschrank zu Goethes Hexeneinmaleins.
Sopor Aeternus & The Ensemble Of Shadows
»A Strange Thing To Say« (»A Strange Thing To Say«, 2011)
reingefruttelt von
Octapolis
06.09.2011
Summ, summ, summ, Bienchen summ herum...
Wie man hört, hat der Europäische Gerichtshof, der ja hin und wieder auch mal fragwürdig Recht spricht, was natürlich nie fragwürdig, weil ja stets rechtens ist, jedoch manches mal verwundert, aber das nur am Rande (nein der Faden ist nicht verloren, höchstens verknotet, ach was sag ich: präzise eingefädelt!), beschlossen, dass Honig, der auch nur in geringen Mengen genmanipulierte Pollen enthält, in Zukunft keine Zulassung mehr bekommt, was auch bedeutet, dass nach Ablauf aktueller Zulassungen keine neuen mehr erteilt werden; de facto verschwindet die volksmündisch als Genhonig bezeichnete Bienenkotze auf längere Sicht vom einheimischen Brötchen. [Artikel vom Spiegel dazu: klickklack!]
Wie kam das? Sind mehrere Entscheidungsträger Allergiker? Die haben ohnehin schon die Niete gezogen, wenn sie beispielsweise Pollen irgendeiner chinesischen Blüte in ihrem Honig zu sich nehmen, anschließend an einer heimischen Birke vorbeitaumeln und der Körper so rein gar nichts mit dem, was man dort einatmet anfangen kann. Schatz, haaaben wir noch Papiertaschentücher, haaaatschi, tschuldigung, Schatz...
Wenn dann noch genmanipulierte Pollen, bzw. deren weiterveredelte Einzelteile verarbeitet werden, will man gar nicht wissen, wer gleich die nächste Neurodermitis abgreift. Das kann einfach nicht gut sein. Nebenbei hat eine kürzliche Recherche im Laden um die Ecke ergeben, dass selbst auf der Rückseite des sogenannten Bio-Honigs (die Vorderseite gaukelte was von glücklich gestreiften Insekten aus Meißen vor) der beliebte Aufdruck »enthält Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern« nicht fehlte. Die Kistenwaschung aus praktisch der ganzen Welt für über 5 (fünf!) Euro - schönen Dank auch. Das selbe steht auch auf jedem Discounterhonig. Wenn man da schon beschissen, oder zumindest irreleitend informiert wird, was ist dann das Prädikat Bio noch wert? Ab wann wird da genmanipulierte Substanz verwendet und ab wann nicht mehr?
Da unkt die Landbevölkerung sicher, sollnse ihren Honig doch beim Imker um die Ecke kaufen. Schwierig im Lebensraum Stadt - hab kaum eine Biene gesehen, man freut sich ja schon über ein Eichhörnchen.
Wie auch immer, das Urteil des EuGH ist sicher ein Signal oder ein Schritt in die richtige Richtung, zweifelsfrei aber auch Indikator dafür, wie verdorben die Manieren der Lebensmittelindustrien mittlerweile sind.
Im Artikel des Spiegel liest man unter anderem: [OnlineZeitungZitatVerwendungsBlinkerAN] »Die ernährungs- und landwirtschaftspolitische Sprecherin der FDP im deutschen Bundestag, Christel Happach-Kasan, forderte eine Überarbeitung der Gesetze zu gentechnisch veränderten Lebensmitteln. Eine Politik der "Nulltoleranz" bei gentechnisch veränderten Organismen (GVO) sei "wirklichkeitsfremd".« [ozzvbAUS] Sicher, sicher, die FDP ist für ihren Humor bekannt, wirklichkeitsfremd jedoch ist, dass jeder Arsch das in unsere Nahrungsmittel panscht, was gerade den größten Profit abwirft. Oder hat schon mal jemand Honig gesehen, dessen Grundlage das ist, was eine, sagen wir mal blau-rot gestreifte Biene einer Sebnitzer Kunstblume abgemolken hat? Eben. Dass sollnse mal schön alleine essen. Man sieht ja was dabei herauskommt...
Heino »Wir sind des Geyers schwarzer Haufen«
(»Sing mit Heino - Nr. 2«, 1525)
Weiß nicht mehr von wem der Spruch war, aber heute passt er mehr denn je...
Wie kam das? Sind mehrere Entscheidungsträger Allergiker? Die haben ohnehin schon die Niete gezogen, wenn sie beispielsweise Pollen irgendeiner chinesischen Blüte in ihrem Honig zu sich nehmen, anschließend an einer heimischen Birke vorbeitaumeln und der Körper so rein gar nichts mit dem, was man dort einatmet anfangen kann. Schatz, haaaben wir noch Papiertaschentücher, haaaatschi, tschuldigung, Schatz...
Wenn dann noch genmanipulierte Pollen, bzw. deren weiterveredelte Einzelteile verarbeitet werden, will man gar nicht wissen, wer gleich die nächste Neurodermitis abgreift. Das kann einfach nicht gut sein. Nebenbei hat eine kürzliche Recherche im Laden um die Ecke ergeben, dass selbst auf der Rückseite des sogenannten Bio-Honigs (die Vorderseite gaukelte was von glücklich gestreiften Insekten aus Meißen vor) der beliebte Aufdruck »enthält Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern« nicht fehlte. Die Kistenwaschung aus praktisch der ganzen Welt für über 5 (fünf!) Euro - schönen Dank auch. Das selbe steht auch auf jedem Discounterhonig. Wenn man da schon beschissen, oder zumindest irreleitend informiert wird, was ist dann das Prädikat Bio noch wert? Ab wann wird da genmanipulierte Substanz verwendet und ab wann nicht mehr?
Da unkt die Landbevölkerung sicher, sollnse ihren Honig doch beim Imker um die Ecke kaufen. Schwierig im Lebensraum Stadt - hab kaum eine Biene gesehen, man freut sich ja schon über ein Eichhörnchen.
Wie auch immer, das Urteil des EuGH ist sicher ein Signal oder ein Schritt in die richtige Richtung, zweifelsfrei aber auch Indikator dafür, wie verdorben die Manieren der Lebensmittelindustrien mittlerweile sind.
Im Artikel des Spiegel liest man unter anderem: [OnlineZeitungZitatVerwendungsBlinkerAN] »Die ernährungs- und landwirtschaftspolitische Sprecherin der FDP im deutschen Bundestag, Christel Happach-Kasan, forderte eine Überarbeitung der Gesetze zu gentechnisch veränderten Lebensmitteln. Eine Politik der "Nulltoleranz" bei gentechnisch veränderten Organismen (GVO) sei "wirklichkeitsfremd".« [ozzvbAUS] Sicher, sicher, die FDP ist für ihren Humor bekannt, wirklichkeitsfremd jedoch ist, dass jeder Arsch das in unsere Nahrungsmittel panscht, was gerade den größten Profit abwirft. Oder hat schon mal jemand Honig gesehen, dessen Grundlage das ist, was eine, sagen wir mal blau-rot gestreifte Biene einer Sebnitzer Kunstblume abgemolken hat? Eben. Dass sollnse mal schön alleine essen. Man sieht ja was dabei herauskommt...
Heino »Wir sind des Geyers schwarzer Haufen«
(»Sing mit Heino - Nr. 2«, 1525)
Weiß nicht mehr von wem der Spruch war, aber heute passt er mehr denn je...
Läuft dir der Honig von der Schnitte,
lass ihn laufen
danke
bitte.
lass ihn laufen
danke
bitte.
06.06.2011
Du meine schöne Schweiz.
Ich zeig mal ein paar Bilder von meiner Woche Schweizurlaub.
Unser Nachbarland mit vielen Bergen hat meine Erwartungen übertroffen, sowohl mit der Schönheit der Landschaft als auch mit seinen Preisen.
Die "kleinen Preise" sind wahrscheinliche nicht vom Plus in die Schweiz geflüchtet. Ich will aber nicht über die überteuerten Preise jammern, hätte ja nicht dorthin fahren müssen;)
Als Erstes ein Bild vom Jungfrauenjoch auf 3562 Meter über der Nordsee.
Der Blick auf den Aletschgletscher. Da bleibt einem die Luft weg und nicht nur wegen der Aussicht.
Ich dachte dort, ich bin in China, Japan,Indien, USA oder Australien. Da konnte ich meine "Dresdner Freundschaftsenglisch " mal wieder perfekt einsetzen.
Als nächstes ein Bild von der Rosenlaui Gletscherschlucht.

Mein müdes Haupt legte ich in einen netten alten Bauernhaus nahe des Brienzersee nieder.

Vor meinem Domizil lagen ein paar Ochsen, die heute wahrscheinlich schon in einer schweizer Wurst sind.
Da sich Mitte der Woche das Wetter etwas verschlechterte (Hochnebel) stiegen wir einfach etwas höher und konnten so die schönen Berge über den Wolken bewundern.

Fazit: Ein schöner Fleck Erde für Leute die sich an Bergen und Tälern erfreuen und gute Kondition haben. Für Leute ohne Kondition gibt es fast überall eine Seilbahn(habe sie auch teilweise genutzt), welche aber die Reisekasse stark belastet. Kann die Schweiz nur empfehlen, aber vielleicht wartet man noch etwas auf einen besseren Kurs zum EURO.
Unser Nachbarland mit vielen Bergen hat meine Erwartungen übertroffen, sowohl mit der Schönheit der Landschaft als auch mit seinen Preisen.
Die "kleinen Preise" sind wahrscheinliche nicht vom Plus in die Schweiz geflüchtet. Ich will aber nicht über die überteuerten Preise jammern, hätte ja nicht dorthin fahren müssen;)
Als Erstes ein Bild vom Jungfrauenjoch auf 3562 Meter über der Nordsee.
Der Blick auf den Aletschgletscher. Da bleibt einem die Luft weg und nicht nur wegen der Aussicht.
Ich dachte dort, ich bin in China, Japan,Indien, USA oder Australien. Da konnte ich meine "Dresdner Freundschaftsenglisch " mal wieder perfekt einsetzen.Als nächstes ein Bild von der Rosenlaui Gletscherschlucht.

Mein müdes Haupt legte ich in einen netten alten Bauernhaus nahe des Brienzersee nieder.

Vor meinem Domizil lagen ein paar Ochsen, die heute wahrscheinlich schon in einer schweizer Wurst sind.
Da sich Mitte der Woche das Wetter etwas verschlechterte (Hochnebel) stiegen wir einfach etwas höher und konnten so die schönen Berge über den Wolken bewundern.
Fazit: Ein schöner Fleck Erde für Leute die sich an Bergen und Tälern erfreuen und gute Kondition haben. Für Leute ohne Kondition gibt es fast überall eine Seilbahn(habe sie auch teilweise genutzt), welche aber die Reisekasse stark belastet. Kann die Schweiz nur empfehlen, aber vielleicht wartet man noch etwas auf einen besseren Kurs zum EURO.
03.03.2010
Amflora
»Amflora« heißt sie, nicht etwa Platte von Frank Schöbel, sondern die Gen-Kartoffel. (Schreib ich Genkartoffel zusammen oder Gen-Kartoffel mit Bindestrich? Vielleicht eher auseinander, sonst ist schneller zusammen gewachsen, was nicht zusammen gehören sollte...) Diese bekam nun nach ca. 7-jähriger Untersuchung eine Anbauzulassung von der Europäischen Union bzw. derer dafür zuständiger Behörde.
Erfunden und entwickelt hat diese extrem stärkehaltigen Knolle, naaaa...: BASF!
Verwendet werden soll diese nur industriell, ein dehnbarer Begriff. Allerdings, dort reißt der Verbraucherschützer frohlockend seinen Mantel auf, könnten Reste durchaus in Speise- oder Futtermittelherstullung landen. Dafür wurde vorsichtshalber gleich noch der Höchstwert von 0,9% festgelegt.
Gut für den, der auf dem Lande lebt, seine Kartoffel womöglich beim Händler des Vertrauens bezieht, oder sonst irgendwie den absoluten Durchblick hat. Aber bei aller Aufgeschlossenheit gegenüber modernen Technologien, dies ist nur der Anfang, quasi ein Grundstein für weitere Gen-Manipulationen. Wenn ich nicht weiß, wo irgendwelche synthetisch erzeugten oder umprogrammierten Zutaten miteinander verrührt werden, bevor ich sie mir einverleibe, finde ich das schon seltsam. Was soll dann irgenwann mal rauskommen? Rosa-grün-gestreifte Scheisse? Bitte nicht...
Erfunden und entwickelt hat diese extrem stärkehaltigen Knolle, naaaa...: BASF!
Verwendet werden soll diese nur industriell, ein dehnbarer Begriff. Allerdings, dort reißt der Verbraucherschützer frohlockend seinen Mantel auf, könnten Reste durchaus in Speise- oder Futtermittelherstullung landen. Dafür wurde vorsichtshalber gleich noch der Höchstwert von 0,9% festgelegt.
sondern Portrait der sprechenden Kartoffel
Ralph Siegel
Ralph Siegel
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Octapolis
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Scheisse
22.05.2009
Europawahl
Bald ist es so weit, die Europawahl steht vor der Tür. Dann kann man allerhand geniale Leute in Amt und Würden bringen. Das schlechte daran, wie alle Jahre wieder, sind die beidseitig und aus jeder Fahrrichtung gut zu sehenden Plakate. Ich schwadronierte vor langer Zeit schon mal auf unserer Heimseite über dieses Problem, aber mich beschleicht der müde Eindruck, dass es von mal zu mal schlimmer wird. Oder werde ich nur älter und irgendwie schreckhafter? Es ist wirklich wie in der Gespensterbahn. Da freut man sich doch schon über solche Helden wie die Partei Bibeltreuer Christen (PBC), die da auf einem ihrer Plakate die Frage stellen: Ein Europa ohne Gott?
Da ruft der Geniesser: Jaaa, warum denn nicht?
Hier noch ein anderes Plakat der Kollegen Bibelwerfer...

...und hier noch eins, Partei unbekannt ;-)

Wen würden SIE wählen?
Da ruft der Geniesser: Jaaa, warum denn nicht?
Hier noch ein anderes Plakat der Kollegen Bibelwerfer...

...und hier noch eins, Partei unbekannt ;-)

Wen würden SIE wählen?
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Octapolis
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