Posts mit dem Label Olaf Ittenbach werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Olaf Ittenbach werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

26.10.2019

Chain Reaction - House Of Horrors

Deutsche Filme sind so ein Ding, deutsche Horrorfilme noch viel mehr. Wenn dann Olaf Ittenbach drauf steht, kann man sich schon mal noch schwerer tun, da man nicht ahnt, ob man feine Kost, derben Murks, oder was auch immer, serviert bekommt. Bei diesem, aus dem Jahr 2006 stammenden, Film ist dem Maestro aber ein schönes Stück finsterer Unterhaltung gelungen.

Am Anfang des Films verunglückt ein Sicherheitstransport mit Schwerverbrechern. Zudem ist der Wagen des Arztes Douglas Madsen in den Crash involviert. Da die Knackis sowohl ärztliche Hilfe, als auch eine Geisel gut gebrauchen können, schleppen sie den guten Doktor kurzerhand mit. Sie wollen sich zu Fuß durch die Wälder in Richtung Kanada durchschlagen. Unterwegs stoßen sie auf eine Behausung, deren Bewohner zum einen sehr seltsam sprechen und überhaupt einen sektenartigen Eindruck hinterlassen. Die Verbrecher schlagen die Bitte bzw. Warnung, das Haus vor Einbruch der Dunkelheit zu verlassen, natürlich in den Wind und werden dafür teuer bezahlen...



Erwähnte Handlung ist praktisch nur die erste Hilfe des Films. Weiter zu erzählen, wäre wildes Gespoiler. Ittenbach hat vom Erzählfluss hier ein paar echt nette Ideen verbraten. Das Casting ist auch sehr stimmig (natürlich hat Martina Ittenbach auch wieder einen Auftritt), ebenso wie die Kulisse. Nur die Monsterszenen sind ein bisschen, nun ja, anders, aber geschenkt. Insgesamt ungeschnippelt über 100 Minuten feine Blutwurst! ;o)


Tribulation »Strains of Horror« (»Alive & Dead at Södra Teatern«, 2019)

22.11.2016

Dard Divorce

Aus dem Jahr 2007 stammt dieser deutsche Horrorstreifen (gedreht wurde in englischer Sprache, siehe Trailer) aus der Feder Olaf Ittenbachs. Sicher gibt es Leute, die diese Art von Film schätzen, bei anderen geht die Alarmanlage schon mal auf Standby. Am Ende liegt Kunst im Auge der Betrachter, auf jeden Fall serviert Meister Ittenbach seine Boulette sehr blutig.

Nathalie (dargestellt von Ittenbachs Ex-Frau Martina) lässt sich von Mann Tim scheiden. Die Anwältin ist guter Dinge ihm das Sorgerecht für die zwei gemeinsamen Kinder entziehen zu können. Allerdings stimmt sie einem vorerst letzten Treffen mit Tim zu. Kurz davor verschwindet ihr Hund und vor ihrem Haus findet sie das mit Blut geschriebene Wort »Dard« (persisch für »Schmerz«). Natürlich taucht der Vater ihrer Kinder nicht zum vereinbarten Zeitpunkt auf. Wieder daheim erscheint er dann doch, diesmal unangemeldet, dafür mit Blut besudelt und segnet vor ihren Augen das Zeitliche. Seine letzten Worte teilen ihr mit, dass jemand die Kinder entführt hätte...



Daraufhin ruft Nathalie die Polizei. Allerdings beginnt der Detective, nach dem er ihr eine wirre Geschichte um einen geplatzten Drogendeal mit ihrem verblichenen Mann erzählt hat, die gute Frau zu foltern, was u. a. eine Zehe und einen Finger kosten wird, sowie den Polizisten das Leben, nachdem sich Nathalie mit einer zerbrochenen Flasche zur Wehr setzt. Danach taucht praktisch aus dem nichts ein gewisser Daniel auf, verarztet und besänftigt die Gute, bevor er - erraten! - seine Art der Folter an ihr beginnt... Usw... usf...

Die einen nennen es Torture Horror, die anderen Folterporno - wie auch immer - das hier wirkt einfach wie eine Aneinanderreihung von losen Idden, verknüpft durch eine Alibihandlung. Aber gut, das muss wohl so sein. Was eigentlich das Schlimmste ist, die anfängliche Alarmanlage blinkt mittlerweile in den schillerndsten Farben, ist diese typisch deutsche B-Produktion-Atmosphäre. Man hat den Eindruck, dass alles so schrecklich überambitioniert und dabei völlig hüftsteif daherkommt und sich das Ganze dann auch noch furchtbar wichtig vorkommt. Das verursacht Längen und strengt an, Genre hin, Genre her. Die danach konsumierte Folge Schlümpfe hatte definitiv den größeren Thrill! ;o)

Spell »There´s No Blood In Bone« (»Seasons In The Sun«, 1993)