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29.03.2018

Pakt der Druiden

Heute mal etwas Grusel aus Frankreich. Im Fahrwasser von Filmen wie »Pakt der Wölfe« oder »Vidocq« (beide 2001) entstand 2003 »Pakt der Druiden«. Namensgebend für den Originaltitel »Brocéliande« ist ein sagenbehafteter Wald in der Bretagne. Dort finden Ausgrabungen durch eine Universität statt, um alte keltische Gegenstände zu bergen. Studentin Chloé ist schwer begeistert dabei, bis sie Zeugin zweier Morde wird, die irgendwie im Zusammenhang mit Samhain zu stehen scheinen...



Klingt erstmal banal, ist aber gut gemacht. Die Bilder sind ansprechend, teilweise auch ein bisschen überzeichnet, aber das passt prima in die Kulisse. Und, Szenenapplaus für Chloé: den ständig wiederholten Fehler, nach zwei Treffern dem Killer den Rücken zuzudrehen, in der Hoffnung, er wird schon noch ne Weile bewusstlos sein, begeht sie nicht. Bei Chloé gibt´s Prügel, bis kein Arzt mehr kommen muss. ;o)

Wer eingangs erwähnte Filme für sehenswert hielt, macht hier garantiert nichts falsch.

Rotting Christ »I Will Not Serve« (»Their Greatest Spells«, 2018)

29.06.2017

Monsieur Pierre geht online

Aktuell kann man in deutschen Kinosälen »Monsieur Pierre geht online« (frz. Original: »Un profil pour deux«) sehen. Auffälligster Name dieser Komödie ist Pierre Richard. Alte Bekannte sieht man immer gern, also nichts wie hin! ;o)

Im Zentrum der Handlung steht der Maestro selbst - er spielt einen alten Herren, welcher seit dem Tod seiner Frau das Haus praktisch nicht mehr verlässt. Ums Nötigste, wie Einkäufe, kümmert sich seine Tochter. Mit seiner Enkelin redet der alte Kauz nicht mehr, da ihm nicht passt, dass sie ihren Freund abserviert hat. Nun hat eben jene Enkelin einen neuen Freund, einen eher erfolglosen Drehbuchautor. Da dieser ständig knapp bei Kasse ist, bittet ihn die Mutter dem Alten gegen ein kleines Salär Computerunterricht zu geben.



Nach anfänglichen Schwierigkeiten (kennt vielleicht mancher, der schon mal versucht hat jemandem ein oder zwei Generationen vor einem selbst ähnliche Dinge zu erklären) führt es dazu, dass der alte Pierre via Onlinepartnerbörse eine junge Belgierin kennenlernt. Da er sich aus Unsicherheit aber mit dem Bild und Alter seines Computerlehrers angemeldet hat, muss er diesen überreden für ihn zum ersten Date nach Brüssel zu fahren...

Das Ensemble ist charmant, die Handlung manchmal komisch, manchmal herzig. Seichte Unterhaltung mit einem sehr zuckerwattigem Finale - perfektes Sommerkino! ;o)

Jacques Brel »Les bergers« (1976)

26.11.2014

Happy Metal - All We Need Is Love!

Weil wir uns thematisch gerade in Frankreich aufhielten, soll an dierser Stelle noch Platz für eine Filmempfehlung sein. »Happy Metal - All We Need Is Love!« (OT: »Pop Redemption«) ist eine Komödie aus dem Jahr 2013.

Gleich zu Anfang lernen wir Dozzy Cooper (hell yeah!) kennen, der Name lässt es erahnen, eine wahre Größe des Metal, nur schon ein bisschen älter. Dieser soll das Hellfest headlinen, ebenfalls erklärtes Ziel der vier Hauptprotagonisten, welche zusammen die Black Metal Band Dead MaKabés bilden. Allesamt im bürgerlichen Leben eingespannt (der Sänger z. B. wohnt noch zuhause und pflegt seine Großmutter) machen sich die Feierabendsatanisten auf den Weg, welcher durch die südfranzösische Provinz führt, wo in paar Jungs mit Corpsepaint natürlich herzlich wenig hinpassen und so nimmt das Unheil seinen Lauf...



Der Film ist irre kurzweilig und hat einen charmanten Humor. Und für Freunde der helleren Tonlagen: es gibt keines Weges durchweg finsteren Schwarzmetall zu hören... und Freunde der Beatles sollten ihn ohnehin nicht verpassen! ;o)

Dead MaKabés »Descente d'organe«

17.11.2014

Lyon // 1 // angekommen

Besuche in Frankreich fangen irgendwie immer gleich an: man speist italienisch, kauft belgisches Bier, geht bei rot über die Straße (bei grün gibt man sich unweigerlich als Tourist zu erkennen) und sieht lustige Musikanten im lokalen Fernsehprogramm. Ein Klassiker, eine Handvoll Vertrautheit.

Gott schütze Frankreich! Und Italien. Belgien sowieso! ;o)

Joe Dassin »L’été indien« (1975)

15.09.2012

Livid

Heute wieder was Deftiges vom Videotresen, einer Produktion aus Frankreich mit Namen »Livid« (original hängt noch ein e dran, also »Livide«). Und ja, natürlich hat der Streifen auch noch einen bescheuerten Untertitel verpasst bekommen, »Das Blut der Ballerinas«, wofür er aber nichts kann.

Lucie (Chloé Coulloud) beginnt als Krankenpflegerin alte Leute daheim zu pflegen. Eine davon ist eine Deborah Jessel, eine ehemalige Tanzlehrerin, welche, bildhaft wirklich genial dargeboten, im Koma, angeschlossen an ein Beatmungsgerät und Bluttransfusionen, vor sich hin vegetiert. Ihre Ausbilderin berichtet der lieben Lucie vom Reichtum der alten Frau und erwähnt auch noch einen versteckten Schatz im mächtig großen Haus. Und was macht man da? Genau: man kommt nachts mit zwei Freunden wieder und bricht in besagtes Haus ein.

Natürlich etwas hanebüchen, aber irgendwie müssen die Akteure ja in die Kulisse installiert werden. Ab da nimmt der Film dann auch eine gewisse Fahrt auf, denn, o weh, o weh, man ist natürlich nicht ganz allein im Haus und der Schatz ist auch nicht etwa ein schnöder Haufen von güldenen Talerchen.



Das eigentlich geniale sind aber nicht etwa die hin und wieder eingesetzten deftigen Splattereffekte, sondern die echt gelungenen und einfallsreichen Bilder, die teilweise mit einfachsten Mitteln oder halbwegs surreal angehaucht punkten. Gegen Ende bekommt der Film dadurch noch mal einen leicht esoterischen Schlenker, was ihn aber nicht minder sehenswert macht.

Hat mich persönlich begeistert und sei hiermit wärmstens weiterempfohlen! Links zu Blairwitch.de und zu Wikipedia.

Und weil es so schön ist, soll dieser Blogeintrag auch mit einem schönen Lied enden. Wollte ich schon lange mal posten, steht bei mir in der ewigen Playlist ziemlich weit oben... das ganze Album ist eine absolute Lieblingsplatte! ;o)


In The Woods »Heart Of The Ages« (»Heart Of The Ages«, 1995)

08.05.2012

regnerisches

Na das sind doch mal Wochenenden... Unsere französischen Freunde entschieden sich gegen eine Regierung unter Carla Bruni, die FDP beölt sich ob iherer letzten acht Prozent vor der entgültigen Selbstdemontage und Schwabbelbacke Brüderle lurkst darauf schon am Montag morgen mit einer großkotzigen Selstgefälligkeit durchs öffentlich rechtliche Frühstücksfernsehen, als wäre er ein großer Kombinatsleiter und der Fünfjahresplan schon vorzeitig übererfüllt.

Kein Wunder, wenn da mal der Himmel weint - aber immerhin, schön sah das aus (also der Himmel, nicht Brüderle!). Fällt mir nur noch ein, den Angehörigen von Philipp Rösler pro forma jetzt schon mein Beileid auszusprechen. Möge er, was auch immer... ;o)



Dead Kennedys »Holiday In Cambodia« (»Fresh Fruit For Rotting Vegetables«, 1980)

02.09.2011

Paris vs. Dresden, Sushi vs. Gulasch, Bang vs. Olufsen und so weiter...

Letztes Jahr, ungefähr zur selben Zeit bei ungefähr selber Wetterlage: preiswerter Rotwein und Sushi in Paris. Heute: preiswerter Rotwein und Gulasch in Dresden. Da weiß man glatt nicht auf Anhieb, was besser ist... Mal überlegen... ;o)

Seine

Gesicht de Saque

Notre Dame de Paris

Les halles

Notre Dame d. P.

St. Germain des Prés

vin rouge @ Seine, Notre Dame d. P. ;o)

Vielleicht, wenn der Teller immer schön abgegessen wird und der Wind günstig steht... vielleicht gibt´s dann nen Knall und einen Zeittunnel ins letzte Jahr, oder die Götter sind gnädig und der große Wind träg mich mit sich... ;o)

Bis dahin bleibt nur, alte Fotos anzugucken. Da fällt mir gerade der gute Vorsatz ein, den für den Touristen überlebensnotwendigen Wortschatz noch ein bisschen auffrischen zu wollen. Jambon=Schinken, Oeuf=Ei, Biére a la pression=Fassbier, Merde... Vive la France!

Abschließend noch ne olle Gurke aus der LoFiWühlkiste, hehe... Copyright (or left) oder auch nicht für alle verwendeten Samples lagen, liegen und werden ewig dümpeln beim Kollegen Paradroid. ;o)


Octapolis »Slumber Off« (1998)

PPS: Noch ein bisschen später erwischt und natürlich nicht minder LoFi (*dümmlcih dreingrinsender Smiley*)... Wolfsheim mit ihrem Quasisignaturetrack »The Sparrows And The Nightingales«... passt so was von nicht zum Thema, soll aber nicht unerwähnt bleiben.


Wolfsheim »The Sparrows And The Nightingales« (»The Sparrows And The Nightingales« Single, 1991)

Impliziert natürlich die allzeit gesuchten Führer-Assoziationen, sowie, rein ornitholgischen, mit diesem Blog eng verwobenen Querverweise zu... Spatzen, Nachtigallen, gelben Albatrossen... wo ist der Piepmatz, der mich führt (Längs denkt man an Wiesenhof!)... Bullshit, wir (nein, ich) habe(n) völlig den Faden verloren. Egal. Billy Jean is not my lover!

29.05.2011

80er französisch


Cookie Dingler »Femme libérée« (gleichnamige Single, 1984)


Partenaire Particulier »Elle est partie « (gleichnamige Single, 1986)

20.03.2011

Großartiges zum Wochenendende!

Warum bombardieren unsere froschschenkellutschenden Nachbarn Libyen? Hat Nicolas Bonaparte Sarkopoleon denn keine Ark-CD, die ihn wieder runterbringt, oder war Carla Bruni bockig? Wir werden´s wohl nie erfahren, aber immerhin lernen wir was daraus: Ark=geschmeidig, Sarko=aggro.

Schönes Beispiel für Wie drehe ich für ein Taschengeld ein Video und investiere das abgefettete Budget der Plattenfirma lieber beim Friseur... (Muss jetzt FrisÖr heißen, glaupich, aber wurst auch, da gehen wir seit Jahren nicht hin, also müssen wirs auch nicht schreiben können.)


The Ark »It Takes A Fool To Remain Sane« (»We Are The Ark«, 2000)

PS: Bevor wer fragt, nein, keine Getränke im Spiel, man kann auch mal dazu stehen, wenn man Mädchenmusik gut findet, hehe...

25.01.2011

Frontpost VI

Letzter Tag bei unseren camembertwerfenden Nachbarn. Da das Video letztens offenbar nicht ging, Urheberrechte, in deinem Land nicht abspielbar, blabla, typische YouTube-Meldung eben, hier noch ein weiterer Versuch von anderer Quelle (dafür mit Werbung davor). Hoffe, es geht diesmal. Einen gescheiten Mitschnitt der Live Performance zu finden, war noch schwieriger. Wenn man sich nicht um alles selber kümmert.


Mylène Farmer »Oui mais... non« (gleichnamige Single, 2010)

Ich hoffe, das geht jetzt. Je öfter ich das sehe, die Frisuren, das Synthiegeschwurbel und so weiter, desto öfter fühle ich mich an Lady Gaga erinnert, obwohl die in natura viel scheißer aussieht und Madame Farmer die deutlich angenehmere Stimme hat. ;o) Wahre Schönheit kommt ja eh von innen, hehe...

In diesem Sinne, au revoir Paris, nächster Post wieder aus der Zone. Bis dahin!

23.01.2011

Frontpost V

Wie jedes Jahr im Januar, so wurden auch 2011, genau gesagt gestern die NRJ Music Awards verliehen, so was wie bei uns der Echo. Nebst internationaler Gäste, wie den Black Eyed Peas, Shakira (die in einem roten Baströckchen wie ein Flummi über die Bühne sauste), Enrique Iglesias un James »Ich bin so traurig und klinge beim singen, wei Chris DeBurgh, wenn er sich die Nase zuhält« Blunt, war auch Mylène Farmer zugegen, die ihre neue Single, die hier momentan hoch und runter läuft, live präsentierte.


Mylène Farmer »Oui mais... non« (gleichnamige Single, 2010)

Die liebe Mylène ist auch eine von denen, die mit ansteigendem Alter (dieses Jahr 50 [!]) immer jünger werden. Obs an gesunder Ernährung (Frosch auf Baguette, Camembert, Beaujolais usw.) liegt, weiß man nicht. So was sieht man also, wenn man aufgrund nasser Kälte mal nicht auf den Stufen der Sacre Cœur verweilt. War gestern extra noch dort, aber weder ein Musikant, geschweige denn viele Leute hatten sich eingefunden. Danke, Mistwetter!

PS: Ich hätte auch mal gerne einen Preis in Frankreich bekommen, weiß nur nicht so recht, in welcher Sparte ich mich bewerben sollte. Ach nee, man muss ja nominiert werden... Merde! ;o)

22.01.2011

Frontpost IV

Außer dass hier alle ein bisschen anders sprechen, gibt es auch noch andere Kuriositäten in französischen Hotels. Zum einen hatte ich letztens einen Duschkopf, der je nach Wassertemperatur den Wasserstrahl, mithilfe von LEDs, in grünes (kalt), blaues (mittel) oder rotes (heiß) Licht taucht. Dazu die richtige Musik und das restliche Licht im Zimmer gelöscht, da will man gar nicht wieder rauskommen...

Außerdem hat irgendein genialer Mensch den Fensterflügel so eingebaut, das eine handelsübliche Halbliterbierflasche, wenn sie auf dem darunerstehenden Tisch verweilt, gerade so drunter passt, man also sein Bier nie verkippt, wenn man ruckartig das Fenster öffnet.

Ich vermute, die Franzosen wissen einfach, wie man feiert!

21.01.2011

Frontpost III

Gerade bei einem französischen Sender namens Gulli gesehen... Irgendein paar Prominente, von denen man als Deutscher praktisch keinen kennt, außer erst neulich angpriesenen Garou, präsentierten vor tobender Menge »Antisocial« von Trust. Spätestens dann muss es sich um Kulturgut oder Volkskunst handeln...



So geht ein eisiger Tag noch heiß zu Ende. ;o)

17.01.2011

Frontpost

Gabs nicht mal ein Buch namens Dr. Richard Sorge funkt aus Tokyo? Während ich mich der französischen Hauptstadt nähere, überkam mich mehrfach die Frage, was dieser wohl gegessen hat, beziehungsweise, was man ihm auftischte. Bei mir war es heute Rindfleisch, gegrillt, und pomme de terre, eine Art Riesenkatoffel aus dem Backofen mit Rahm, dazu Salat, Brot und Heineken, 6 Euro 5 Cent der halbe Liter.

Salat gut, Brot auch, da kann man nicht viel vekehrt machen, das Fleisch medium, dafür sehnig, die Kartoffel innen Kartoffel außen Igelitschürze. Man wird den Eindruck nicht los, dass die ruhmreiche französische Küche wahrscheinlch überall, nur nicht im Großraum Paris zu finden ist. Und wenn doch, dann an den nobleren Flaniermeilen der Innenstadt zu nobleren Flanierpreisen. Aber wer kommt schon wegen des Essens hier her! Das erste französische Lied des Tages stammte von Garou, was schon mal nicht verkehrt war. Persönlicher Soundtrack zu bestimmten Orten eben.


Garou »Seul« (»Seul«, 2003)


Anonsten noch nicht viel erlebt, zumindest nichts, was diesen Blog anreichen würde, hehe... Außerdem hat mich heute noch niemand mit Monsieur angeredet, obwohl ich das so mag. Holen wir morgen nach, sonst böse! ;o)

PS: Und noch was: Fuck Thilo Sarrazin! Soll er sich doch einmauern, der Arsch. Ich für meinen Teil kann mir das Gedöse nicht mehr anhören, aber dummerweise kommt man manchmal um sowas kaum herum...

22.12.2010

Skiing on the steps of Sacre Cœur...





...oder um mit Obelix zu sprechen: Die spinnen, die Franzosen! ;o)

15.05.2010

Antisocial

Ach ja, da wir gerade das Auge auf unsere baguettezüchtenden Nachbarn geworfen haben, sollten Trust und deren ewiger Klassiker »Antisocial« mal Erwähnung finden. Damals war das Metal, heute ordnet man es vielleicht noch als Punk Rock oder wasweißichwas-Core ein, auf jeden Fall rockt es auch noch nach 30 Jahren. Prominentester Fan war ein gewisser Bon Scott, der, für die kurz darauf erschienene, englischsprachige Version das Albums, den Dolmetscher mimen wollte. Leider kam Bons Ableben dazwischen. Trust spielten damals auch im Vorprogramm von AC/DC.

Also, reinziehen, mitwippen und auswendig lernen. ;o)


Trust »Antisocial« (»Répression«, 1980)

PS: Schade für die Jungs, dass das Lied erst zu internationaler Berühmtheit gelangte, als es acht Jahre später von den unsäglichen Anthrax gecovert wurde. Einer Verlinkung dazu verweigere ich mich, bäh! Wir merken uns: nur original ist genial, oder so...

20.03.2010

Sheitan

Nachdem Lizzard vor Monaten schon mal einen angedeuteten Negativkommentar fallen ließ, wird es nun mal Zeit über »Sheitan« zu schreiben.

Vorab kann ich sagen, dass der Film meines Erachtens keineswegs misslungen ist, sondern eher ganau das verkörpert, was den modernen, eher räudig angelegten französischen (Horror-, oder Haudrauf-) Film ausmacht. Eine gewisse Abgefucktheit, ordentliches Tempo, sowie eine typisch europäische Optik. Im Falle »Sheitan« wird das ganze von einem Vincent Cassel gekrönt, der wiedermal (auch als seine eigene Frau) einen Ehren-Oscar (wie schon für »Dobermann« oder »Die purpurnen Flüsse«) verdient hätte.

Kurzer Storyabriss: Ein paar Jugendliche tanzen, saufen, prügeln sich durch das Pariser Nachtleben. Eine von ihnen, Eve, bietet den anderen dann an im sturmfreien Landhaus ihrer Eltern zu bleiben, dass irgendwo auf dem Lande liegt. Also schnell Benzin in den getunten VW geklaut und ab dahin. Schon bald läuft ihnen der übelst verschärft dauergrinsende Joseph (Monsieur Cassel) über den Weg. Dieser wacht quasi über das Anwesen, wenn die Besitzer nicht da sind. Irgendwie bekommen die Protagonisten vor lauter Interesse fürs andere Geschlecht und ihrer eigener Blödheit nicht mit, was der liebe Joseph in Wirklichkeit abziehen will. Natürlich erfahren sie das noch und zwar am eigenen Leib, was schließlich in einen herrlich hektischen Showdown mündet.

Der Trailer...


Unterm Strich auf jeden Fall sehenswert, wenn man einer gewissen Grundhektik und einer oft nicht ganz katholizismuskonformen Ausdrucksweise gegenüber nicht abgeneigt ist. Für Leute die Vincent Cassel gut finden sowieso ein Muss!