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14.09.2015

Bloody Lizzie

Dass ein teilnehmender Hollywoodschauspieler noch keinen Horrorfilm retten kann, ist genauso ne alte Binse, wie die von Sommer und Schwalbe. Ebenso wie die Tatsache, dass man manche Geschichten, in diesem Falle die der Lizzie Borden (falls die jemand immer noch nicht kennt, wird sie am Anfang des Films noch mal kurz erzählt) noch so oft als Grundlage benutzen kann, aber auch diese nicht automatisch einen packenden Film ergeben.

Die Hauptprotagonistin, Lizzy mit Y am Ende, schleppt ein Kindheitstrauma mit sich herum, an dessen Ursprünge sie sich, dank einer Amnesie, nicht erinnern kann. Da helfen auch der Doktor mit seinen Hypnosen, die verschriebenen Pillen und der ständig präsente Rotwein nicht weiter. Schließlich zieht sie mit ihrem Freund in das Haus, in dem sie als Kind lebte. Vielleicht hilft das ja weiter. Das Blöde: dort wohnte schon Lizzie mit IE am Ende...



Was soll man sagen. Gary Busey reißt es also nicht raus. Die Hauptdarstellerin Amanda Baker, die, wenn sie so von schräg oben nach unten guckt, ein bisschen an Agnetha Fältskog erinnert, auch nicht. Sie geben sich sicher Mühe, diesen Streifen (der im Original kurz und schmerzfrei »Lizzie« heißt) über die Ziellinie zu bringen, aber die Story ist einfach zu unlogisch und schlecht fließend umgesetzt. Die deutsche Synchronisation, na ja, geht noch so. Wenn ihr also einen Montagnachmittag, das wäre z. B. heute, zu verschwenden habt, dann nur zu... ;o)

De La Soul »Say No Go« (»3 Feet High And Rising«, 1989)

17.01.2012

Netzrevolte

Das ist ja mal spektakulär! Wikipedia, wohl eine der wichtigsten Internetseiten schlechthin, will am Mittwoch seine digitalen Pforten für einen Tag schließen.

Digitaler Protest!

Zankapfel sind Gesetzesentwürfe der USamerikanischen Regierung zur Zensur des Internets. Dahinter stehen aber nicht etwa verschwörerische Machenschaften oder weltherrschaftliches Gehabe, nein, die Platten- und Filmindustrie. Unglaublich, wenn man bedenkt, dass diese trotz aller Downloads, Streams und was weiß der Geier nicht alles, Milliardenumsätze erzielt, egal, welchen Mist sie den Leuten zum Fraß vorwerfen. Sicher ging es ihnen im Leben vor dem Internet noch besser, da konnte bei jeder Plattenreleaseparty das Koks, welches von den Körpern halbnackter Frauen geschnupft wurde, noch aus der Portokasse bezahlt werden. In den Acht- und Neunzigern wurden sicher auch noch nicht so inflationär wie heutzutage Film- und Musikprodukte auf den Markt geworfen. Oder man hat´s vergessen, sich weggekokst. Wie auch immer, auch heute wird´s gerade noch so für Nutten & Schnee reichen, jedoch macht die Unterhaltungsindustrie lieber das, was sie seit Ewigkeiten am besten kann: jammern.

Dass sich die Regierung der USA vor den Karren spannen läßt, ist auch nicht weiter verwunderlich, zeigt nur einmal mehr, wie anständige Lobbyarbeit zu funktionieren hat. Was hört Obama eigentlich auf seinem PräsiPod? Folgerichtig Industrial? Wohl eher nicht... vielleicht Agneta Fältskog? ;o)


Agnetha »Geh´ mit Gott« (gleichnamige Single, 1972)

21.08.2010

Der frühe Vogel kann uns mal...

Na, das war doch wieder mal ein äußerst naturverbundener Tag gestern. Nachdem die angesetzte Pilzsuche (angefangen mit einem zünftigen Frühstück im Grünen) etwas schleppend startete, kam dann doch noch ein ordentliches Mittagessen dabei raus. Man sieht wieder, zeitig im Wald rumturnen bringt überhaupt nichts, die richtigen Stellen zu kennen, ist die Halbe Miete. Hier also die Fotos der Erstfunde und der daraus resultierenden Mahlzeit...

Minimis erster Fund des Tages: zwei sich romantisch zugewandte Brikenpilze, die die Last meines Stiefeles samt darin steckenden Körpers um ein Haar erlebt hätten. ;o)

erster eigener Fund, nach der Kleinigkeit von einer Dreiviertelstunde erfolglosem Suchens... aber dann...

Mit frischen Bohnen vom Gemüsehändler des Vertrauens (genau DER, hehe) zubereitete Pilzbohnen mit Reis, oder wie der Nouvelle Cuisine- bzw. Fernsehkoch sagen würde: Schwammerln im Bohnennest an Reis. Hat vorzüglich gemundet und ich kann heute noch ohne Lähmungserscheinungen diesen Blogeintrag tätigen. Dass man keinen Alkohol trinken soll, wenn man Pilze gegessen hat, ist im übrigen nur eine alte abergläubische Volkssage. Glaubense mir... ;o)

Hat Spaß gemacht und gut geschmeckt, auch wenn der Gemüsehändler (der mit den Bohnen zum Beispiel) fürs relativ kleine Geld auch bunte Pilzkörbchen im Angebot hat. Aber wir wollen ja nicht immer Beschmuh machen, hehe...

Abends war dann noch Hofabend. Dort gab es auch die Versuchsreihe mit dem Alkohol hinten drauf... ;o) Ein schöner Tag war das und der neue verbreitet bis jetzt etwa folgende Stimmung...

Agnetha Fältskog »Just One Heart« (»Eyes Of A Woman«, 1985)

...wennse wissen, was ich meine. ;o)