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30.10.2018

The Jester



Heute zwei zur Halloween-Saison passende Gruselkurzfilmchen...
Trick or treat? ;o)


Das Material stammt von MakeDoEntertainment und wurde 2016 und 2017 veröffentlicht. MDE haben noch ein paar andere Sehenswürdigkeiten am Start, es lohnt sich also mal deren YouTube-Kanal einen Besuch abzustatten.

Billy Joe Royal »Hush« (»Down In The Boondocks«, 1965)

08.09.2017

Ouija 2 - Ursprung des Bösen

Teil zwei der Ouija-Reihe wurde 2016 produziert. Der deutsche Zusatz entspringt diesmal nicht ideenlosen Cerebra einheimischer Verleihfirmen, sondern ist schlicht die Übernahme des englischen Originals »Ouija: Origin Of Evil«.

Die verwitwete Alice zieht den Leuten Geld aus der Tasche, indem sie mit recht einfachen Tricks Seancen abhält. Zum Beschiss gehören ja immer zwei (einer, der es tut, sowie jemand, der sich bescheißen lässt) - am Ende hilft es allen - Alice, um sich und ihre zwei Töchter Lina und Doris über Wasser zu halten, den Kunden, weil sie so den Verlust eines lieben Menschen besser verarbeiten zu können. Oder eine Win/Win-Situation, wie wir Tschechen zu sagen pflegen... ;o) Eines Tages kauft sie ein Ouija-Brett, um damit ihre Performance aufzupeppen. Falscher Fehler, denn die kleine Doris nimmt tatsächlich Kontakt zum Reich der Geister, wo auch Daddy den mittlerweile zweiten Wohnsitz hat, auf. Von da an geht es natürlich rapide abwärts auf der Gemütlichkeitsskala und Schuld daran ist immer wieder das verfluchte Ouija-Brett...



Man sieht der Produktion an, dass sie mit einem ordentlichen Budget und Leuten, die ihr Handwerk verstehen, umgesetzt wurde. Bis auf wenige Spezialeffekte (auf Blut wird verzichtet) zieht der Film seine Atmosphäre aus subtilem Grusel, wie auftauchende Geister oder dem Mitfiebern mit der kleinen Hauptprotagonistin, beziehungsweise deren merkwürdigen Verhaltensweisen. Insgesamt gute Unterhaltung, kleine Längen kann man Dank der soliden Grundqualität locker verschmerzen.

Noch was zum Soundtrack: Wem das Lied aus dem Trailer gleich bekannt vorkommt... es sind Herman´s Hermits mit ihrem Knieschwinger »I´m Into Something Good«. ;o)

Herman´s Hermits »I´m Into Something Good« (»Herman´s Hermits«, 1965)

03.08.2017

Der Golem, wie er in die Welt kam

Momentan ist das ideale Wetter, um, so lange es hell ist, draußen zu sitzen und zu lesen, sobald die Dunkelheit sich ausbreitet, Buch gegen Laptop oder ähnliches zu tauschen und ohne sich großartig zu bewegen noch einen gepflegten Film zu konsumieren. Schön, wenn beides ineinander greift...

In Andreas Grubers Roman »Schwarze Dame«, dessen Handlung in Prag spielt, spielt »Der Golem, wie er in die Welt kam« eine wichtige Rolle. Es handelt sich dabei um einen Stummfilm deutscher Herkunft aus dem Jahre 1920. Bei YouTube gibt es eine wunderbare viragierte und mit Soundtrack versehene Version davon.



Ort der Handlung ist Prag. Im dortigen Ghetto lebt der Rabbi Löw. Dieser bastelt einen Homunkulus, eine menschenähnliche Figur aus Lehm. Mittels Alchemie erweckt er ihn zum Leben. Als der Kaiser ein Dekret erlässt, welches verlangt, dass alle Juden die Stadt verlassen sollen, bittet der Rabbi um eine letzte Audienz, um ihm mithilfe des Golems die Verdienste und Bildung der jüdischen Bevölkerung zu demonstrieren. Als der Palast durch Magie einzustürzen droht, verhindert dies der Golem und der Kaiser lässt sich umstimmen.



In Grubers Buch spielen verschollene Szenen (tatsächlich existierte eine Verfilmung von 1915, von der nur noch Fragmente erhalten sind) eine Schlüsselrolle. Dort verhindert der Golem nicht den Einsturz des Palastes, sondern besiegt den Kaiser im Schach.

Kurzum: empfohlen seien hier Buch und Film, für Freunde des historischen Films (das muss damals recht gruselig gewesen sein!) und der rasanten Kriminalliteratur gleichermaßen ein kurzweiliger Zeitvertreib! ;o)

Törr »Kult ohně« (»Witchhammer«, 1987)

02.02.2017

The Witch

Im Original trug dieser 2016 veröffentlichte Gruselstreifen den Titel »The VVitch: A New-England Folktale« (Doppel-V vorne!), für den deutschen Markt wurde dieser etwas vereinfacht.



Wir schreiben das Jahr 1630, als der Farmer William samt Familie durch einen Kirchenprozess aus einer puritanischen Gemeinde ausgeschlossen wird. Fortan leben Vater, Mutter, zwei kleinere Kinder, eine halbwüchsige Tochter sowie ein neugeborener Junge in bitterster Armut in einer Hütte am Waldrand. Streng gläubig wie sie sind, versucht die Familie die Lebensumstände als eine göttliche Prüfung anzusehen. Bis eines Tages die Ziege Blut statt Milch gibt und das Baby unter mysteriösen Umständen verschwindet...



Der Trailer zeigt es bereits, die Grundstimmung ist einfach düster. Dabei verzichtet der Film weitestgehend auf Splatter- oder Goreeinlagen, punktet vielmehr mit klassischem Gruselambiente und perfekt in die modrige Kulisse hinein passenden Schauspielern. Spannend bleibt es praktisch bis zum Finale, denn ob nun Hexe oder nicht - man tappt relativ lange im Dunkeln. Schöner Film!

Vintersorg »Klippor Och Skär« (»Jordpuls«, 2011)

17.01.2016

Christina´s House

Dieser Gruselfilm, Schrägstrich, Psycho Thriller ist eine kanadische Produktion aus dem Jahr 2000. Nun kann man es als Vorwarnung interpretieren, wenn man Filme ohne weiteres bei YouTube gucken kann (in diesem Falle durch Netzkino bereitgestellt), dieser hier ist aber durchaus sehenswert.

Die siebzehnjährige Christina zog mit ihrem Bruder Bobby und dem Vater in ein altes Haus, um der Mutter näher zu sein, die in diesem Ort in eine Nervenklinik eingewiesen wurde. Dann gibt es noch einen Quasifreund Eddy, gegen dessen Zuneigung sich Chris etwas wehrt (der Vater kann den Jungen auch nicht leiden) und einen anderen Jüngling namens Howie, der sich ums Haus kümmert. Ein paar Teenager verschwinden spurlos und das Haus macht auch manchmal seltsame Geräusche und schneller, als man die Türen verammeln kann, stellen sich die beliebten Fragen wer, was, wieso und warum...

Trailer in Englisch, aber besser als gar keiner... ;o)

Darsteller (nur den Vater könnte man manchmal verkloppen) und Synchro gehen in Ordnung, das Tempo ist nicht sehr hoch, dafür ist alles stimmig inszeniert. Im Ganzen eher feine Tee- als grobe Blutwurst mit einem guten, wenn auch simplen Plot, welcher ein schönes Ende (oder Wurstzipfel, wenn wir bei Metzgeranalogien bleiben wollen) hat. ;o)

Budka Suflera »Bal wszystkich świętych« (»Bal wszystkich świętych«, 2000)

25.06.2015

Der Babadook

Feiner Aussie-Grusel aus dem Jahre 2014 (OT: »The Babadook«). Würden Filme mit einer Packungsbeilage, ähnlich Produkten aus der Apotheke, vertrieben werden, so sollte auf dieser eine Warnung für alleinerziehende Mütter stehen! ;o)

Im Zentrum der Handlung stehen die ehemalige Autorin Amelia und ihr Sohn Samuel. Beide verloren den Mann bzw. Vater, als dieser, am Tage von Sams Geburt auf dem Weg zum Krankenhaus sein Leben bei einem Verkehrsunfall einüßte. Darunter haben Mutter und Kind auch noch Jahre später zu leiden. Vor allem der Junge benimmt sich seltsam. Mal abgesehen davon, dass er stets sagt, was ihm durch den Kopf geht, was schön nerven kann, da er ständig redet (und in der deutschen Synchronisation auch noch mit einer quäkigen Stimme), hat er Angst vor Monstern. Diese manifestiert sich eines Tages, als er sich mit seiner Mutter ein vorher gefundenes Buch ansieht - nicht die ideale Gutenachtgeschichte. Dieses trägt den Titel »Mister Babadook« und berichtet von einer finsteren Gestalt, welche Bald Besitz von Mutter und Sohn ergreifen will. Und solche Bücher wird man auch nicht los, wenn man sie nachts in die Mülltonne wirft...



Mal abgesehen, dass das Babadook-Buch alleine schon ein finstereres Kunstwerk ist, als manch anderer Film im Ganzen, kann man den Streifen dank seiner Atmosphäre, für die das Wort Grusel einfach wie gemacht zu sein scheint, nur empfehlen. Geführt von seiner Hauptdarstellerin, einer latent lauernden Dauergefahr und einem getragenen Erzähltempo, welches praktisch keinen Tropfen Blut benötigt, ist »Der Babadook« ein wahres Schmankerl!

Baba Dook Dook Dooook! ;o)

Year Of The Goat »The Emma« (»The Unspeakable«, 2015)

11.07.2014

Apartment 1303

Nicht unterschlagen wollen wir den Zusatz »3D«, was einem ja mittleweile zuverlässige Empfehlung sein könnte, dieses Remake eines japanischen Originals wieder ins Regal zu stellen. Aber wenn das Ding dann so einen rattenscharfen deutschen Verleihtitel, wie »Wohnst du noch oder stirbst du schon« (iswahr!) verpasst bekommt, kann es sein, das man dann doch aktiv an einer gewissen Rohstoffverschwendung teilnimmt. Wir ahnen bereits in der Einleitung in und nicht etwa zwischen den Zeilen, dass wir bei diesem Wohnungsgruselfilm irgendwas aus der untersten Schublade erwischt haben.

deutscher Trailer

Ein kurzer Abriss: junge Frau (welches Nervengift hat eigentlich die Lippen der Schauspielerin so schlauchbootig werden lassen...?) mietet Apartment, wo ein kleines Mädchen auf dem Gang Ball spielt (langweilig), eine finster dreinblickende Frau mit nassen Haaren (laangweilig) hinter ihr im Spiegel (laaangweilig) auftaucht, der Strom ausfällt (laaaangweilig), der Hausmeister suspekt erscheint (...) usw. usf... Natürlich hat das Apartment ne finstere Vorgeschichte... Viel mehr kann man kaum vorher erzählen ohne zu viel von der, ähem, Spannung zu nehmen.

Trailer des japanischen Originals

Der Film bietet wirklich nichts, was man nicht schon zig mal in anderen Filmen gesehen hat. Die Schauspieler sind vielleicht noch nicht mal die schlechtesten jedoch wirken speziell die Hauptakteure nur in die Kulisse hineingeborgt, das passt einfach nicht zusammen. Hab was von einem Budget von 5 Mio. $ gelesen, da fragt man sich, wofür die ausgegeben wurden - zur Nachbildung der Schiebetür wahrscheinlich (vgl. Trailer!)...

Da der Film praktisch ohne Gemetzel auskommt, ist er in der mit etwas über 80 Minuten ungeschnitten P16 freigegeben und wäre, wenn er nicht so schrottig wäre, perfekt für einen netten Familiennachmittag. Wäre. Apartments bringen keine Menschen um, Menschen bringen Menschen um. orakelt der nette Polizist im Film. Hoffen wir mal, dass Filme auch keine Menschen umbringen... Laaaaangweilig! ;o)

Extreme Noise Terror »Johnny Won´t Go To Heaven« (»Punker Than Punk«, 1995)

14.01.2014

Dark Beach

Fangen wir, wie üblich, gleich mit dem Schlimmsten an, genau, dem deutschen Verleihtitel. Neben »Dark Beach« (nicht Dirk Bach!) spendierte man noch den vor Kreativität nur so strotzenden Zusatztitel »Insel des Grauens«. Im Original hört der Film, welcher im Horrorregal zu finden ist auf den Titel »Uninhabited«.

Australien, Great Barrier Reef, Weltnaturerbe, knapp 1000 Inseln. Auf einer davon wollen Beth und Harry ein paar schöne Tage verbringen, abseits von Stress und Alltag. Allein. Dazu lassen sie sich auf dem idyllischen Eiland absetzen, samt kompletter Outdoorausrüstung inklusive eines Sattelitentelefons für den Notfall.



Natürlich wäre der sonnenüberflutete Strand nicht wirklich dark, wenn dort nur die Sonne scheinen würde. So entdecken die Zwei kleine Fußspuren im Sand, finden eine leere Hütte im Wald und bemerken ein paar andere Unstimmigkeiten. Mehr will ich hier auch gar nicht verraten.

Bemerkenswert an den gerade mal 84 Minuten Film ist der subtile Grusel (das Wort passt hier besser, als Horror), welcher so gut wie komplett ohne Blut und Splatter (deswegen gibt es auch eine 16er Freigabe) auskommt. Stattdessen wird auf einfache Formeln wie Geräusche und eben das Gefühl, da muss noch jemand sein, gesetzt, was wirklich gut gelungen ist. Perfektes und unterhaltsames Kino, bevor man eine romantische Reise zu zweit antritt! ;o)

Roky Erickson & Okkervil River »Goodbye Sweet Dreams« (»True Love Cast Out All Evil«, 2010)

29.10.2012

Don't Be Afraid Of The Dark

In unserer beliebten Reihe Filme mit Katie Holmes soll es heute um »Don't Be Afraid Of The Dark« gehen. Die Story ist schnell erzählt. Die kleine Sally wird von ihrer Mutter zu ihrem Vater geschickt, einem Innenarchitekten, welcher mit seiner neuen Lebensabschnittsgefährtin Kim (Holmes) ein altes Haus restauriert. Und dort spukt es irgendwie. Man erfährt etwas schnell, dass hinter den Stimmen, die nach der kleinen Sally rufen und den funkelnden Augen kleine hässliche rattenartige Gnome stecken, was der Sache aber keinen Abbruch tut.


 der etwas nichtssagende deutsche Trailer

Die kleinen fiesen Monster terrorisieren teilweise mit irgendwelchen Hilfsmitteln die Hausbewohner. Pech für Sally, dass ihr anfangs niemand glauben magm was sich natürlich zwangsläufig ändert. Bis auf eine deftigere Szene in den Anfangsminuten des Films geht alles recht unblutig über die Bühne, der Film bedient sich mehr bei klassischen Gruselelementen wie gekonnten leise-LAUT-Übergängen, dem, was ein altes Haus ohnehin so an Gruseligkeiten zu bieten hat und diverser leicht überbeleuchteter Bilder. Das funktioniert bestens und reicht locker aus, um spannende wie unterhaltsame 90 Minuten popcornlastigen Grusel zu fabrizieren. Haste schön gemacht, Katie! ;o)


 der etwas mehrsagene Originaltrailer

Zum Schluss noch der Link zur Blairwitch-Datenbank (klickklack). Und guckt vor dem Schlafengehen besser noch mal unter der Bettdecke nach... und jetzt Licht aus! ;o)

 
Iron Maiden »Fear Of The Dark« (»Fear Of The Dark«, 1992)

01.01.2012

Silvester und so...

So, nun isses also geschafft, die Silvesterfeierlichkeiten erledigt und das neue Jahr elegant entkorkt. Und weil eine der mannigfachen Aufgaben dieses Blogs darin besteht, das Netz mit möglichst vielen LoFi-Videos zu verstopfen, wollen wir auch 2012 nicht nachlassen! Bitteschön...



Wäre das auch geklärt. Dann noch ein paar Bilder...

Stillleben mit Schampus

»Gruselfeuer«... sogar zu Silvester wird am DarkImage des Channel666 gefeilt!

Toll, wer hätte das gedacht: durch bloses Fingeraneinanderreiben entsteht wirklich Wärme!

...und zum Schluß noch eine absolute Obergranate von Albert Hammond, welcher gestern spontan, dafür aber um so mehr zum Einsatz kam, wennse wissen, was ich meine. Wenn am Silvestertag Albert Hammond läuft, hat der Neujahrstag praktisch schon schlechte Karten, bevor er eigentlich losgeht - mal sehen, wie wir das heute noch toppen wollen?! ;o)


Albert Hammond »I´m A Train« (»Albert Hammond«, 1974)

29.09.2011

Mitternacht (gruselige Geisterstunde und so...)

Je später das Rumgeposte, desto kürzer der Schlaf. Momentan läuft der Bundesvision Song Contest, welchen ich aus dem, hüstel, schönen Stuttgart mitverfolgen darf. Och nö, was da alles passiert.

Dann lieber was schönes zum einschlafen...


Negură Bunget »Văzduh« (»Focul Viu«, 2011)

Guts Nächtle! ;o)

26.04.2011

Mirrors (der ewige Jack)

Wollte den Film schon lange geguckt haben, bei einem Aufenthalt in Paris hingen seinerzeit überall, außer auf Spiegeln, Plakate. In der Metro, an Bussen, an Fassaden, Litfasssäulen und so weiter. Nachdem er mir seitdem mehrmals wärmstens ans Herz gelegt wurde, hab ich das heute also endlich nachgeholt.


Es gibt Figuren, die sind festgelegt. Damit meine ich so was wie Ed O'Neill (Ed wer? Al Bundy!), der, wenn er denn mal nicht auf der Bundy-Couch lümmelt, trotzdem der ewige Al sein wird, bei dem man ständig auf nen Kalauer wartet, auch wenn er den Fiesling gibt. So geht es einem mit dem Charakter des Ben Carson, dargestellt von Kiefer »Jack Bauer« Sutherland.

Ben brüllt seine Frau an, brüllt überhaupt gerne, sagt gleich am Anfang Sachen wie Verdammt! oder Ich komm klar... und später Mir gehts gut!, also alles das, was Jack Bauer auch tun würde. Im Verlauf des Films brüllt er auch noch eine alte Frau an, natürlich hat er seine notwendigen Gründe und als die Alte bockt, na klar, da zwingt er sie mit vergehaltener Pistole zum mitkommen, natürlich während er weiter brüllt. Auch telefoniert er, während er Auto fährt, und wenn er gerade nicht telefoniert, macht er 180-Grad-Wendungen und ähnlich tolle Dinge. Man sieht ihn auch mit der Handfeuerwaffe in der rechten, der MacLite in der linken, das ganze über Kreuz - kennt man. Das allerbeste ist aber das bezaubernde Mienenspiel des Kiefer S.! Ziemlich am Anfang macht er dieses berühmte Die Chinesen können mich foltern so lang sie wollen, diese Bastarde kriegen doch nichts aus mir raus, scheiße, aber Spuren hinterläßt so was ja doch...-Gesicht, was er auch gerne aufsetzt, wenn er sich zwischen Präsidentenweisung und amourösem Lottogewinn entscheiden muss. Wenigstens verlangt er nicht nach einer sicheren Leitung und fährt keinen SUV. Gut, das sind aber höchstens die Fehler der Castingverantwortlichen und der Drehbuchautoren. Lässt man das mal beiseite, hätte es ein richtig guter Film werden können.

Ben Carson (Jack Bauer) ist ein ehemaliger Police Dedective, der seinen Dienst quittierte, weil er mit dem Töten eines Menschen nicht klarkam und sich in den Suff flüchtete. Nun ist er seit geraumer Zeit trocken, versucht mittels neuer Arbeitsstelle wieder ins Leben und zurück zu seiner Frau und seinen beiden Kindern zu finden. Er wird also Nachtwächter in einem alten Kaufhaus, welches, durch ein Großfeuer verwüstet, vor sich hin marodiert. Dort gibt es viele Spiegel, von denen seltsame Dinge ausgehen, die den guten Ben und bald auch dessen Familie bedrohen, so dass dieser keine andere Wahl hat, als der Sache auf den Grund zu gehen.

Das ganze ist optisch stark in Szene gesetzt, die Special Effects und vor allem der Showdown haben es ordentlich in sich. Auch der Gesamtplot ist gelungen und mancher mag nach solchen Filmen nach dem Zähneputzen (3 Minuten, von rot nach weiß!) das Gesicht nicht noch freiwillig zum Spiegel heben. Könnte ja sein, dass das Gegenüber noch weiter putzt (6 Minuten, von weiß nach rot - aaaaarrrrgghhh!!!).

Also, Film an sich gut, aber durch die Teilnahme des Herrn Sutherland, bzw. der Art, wie er hier präsentiert wird, eher was fürs Kuriositätenkabinett.

Der Trailer...



...und noch der Link zur Blairwitch-Datenbank (klickklack).

CHLOE, WO BLEIBT MEIN VERDAMMTER SATTELITENFEED!?!

24.02.2010

Orphan

Gleich vorweg: Einer, für mich persönlich, der besten Filme seit langem!

Orphan, das Waisenkind (so auch der deutsche Verleihuntertitel), heißt eigentlich Esther. Diese wird von John und Kate adoptiert, nachdem diese das Mädchen aufgrund ihres netten Verhaltens und ihrer fast schon erwachsenen Reife bei einem Besuch im Waisenhaus umgehend ins Herz schlossen. Die Familie wohnt in einem schönen Haus, zusammen mit einer kleinen, taubstummen Tochter Max und ihrem etwas größeren Bruder Daniel. So weit die blanke Idylle? Natürlich nicht...

Das geniale an der ganzen Sache: Schon der Titel offenbart, wer hier der schräge Vogel ist. Nur wird das Motiv erst nach einem amtlichen Showdown preisgegeben und zwischendurch immermal wieder falsche Fährten gelegt. Das macht es ordentlich spannend. Hinzu kommt ein gelungenes Casting, vor allem die Rolle der Esther (Isabelle Fuhrmann) ist brilliant besetzt und gespielt.

Ein wahres Schmankerl! Hier noch der Link zu Blairwitch.de und der Trailer...



Der deutsche, typisch nach Videothekenstaub müffelnde Plakattitel »Das Böse hat ein neues zu Hause« heißt im englischen übrigens »There´s something wrong with Esther«, was den Nagel direkter auf die Omme trifft.

12.08.2009

Kunst mit Feuer


Blairwitch... Feuer... Grusel......unbehagen... ;-)