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18.12.2013

Hodowny hermank Budyšin #2

Hier also nun ein zweiter (und auch schon letzter Schwung) Bilder aus dem (so weiß es Wikipedia) kulturellen Zentrums unserer sorbischen Freunde... ;o)




Und wer jetzt noch rausbekommt, welchend Klassiker die L. A. Guns hier coverten bzw. von welchem Film jener stammt, hat sich getrost noch ein Glühgetränk verdient... (Kleiner Hinweis: Sorben... Blut... ihr wisst schon!) ;o)

L. A. Guns »Cry Little Sister« (»Covered In Guns«, 2009)

16.12.2013

Hodowny hermank Budyšin #1

Weihnachtsmärkte außerhalb Dresdens... diesmal: Bautzen (Lausitz... aktuell im Kino: »Smaugs Einöde«, hat damit nichts zu tun... habe ich mir erklären lassen). Ökofritzen (die offenbar einen Großteil der Channel666-Weihnachtsmarkt-Delegation ausmachen) wie wir reisen natürlich mit dem Zug an (Klimawandel, Parkplatzsuche... alles kein Thema mehr). Muss sich wohl um eine Art Sonderzug gehandelt haben, wenn mal mal bedenkt, was sich die Generation »Als wir in eurem Alter waren, gab´s so was gar nicht...!« an Eierlikör in Schokowaffelbechern hinter die schon gut angefeuchtete Binde gegossen hat... aber sollnse mal, wir jungen Leute sind ja da so was von offen. ;o)




Und... lasst euch nichts erzählen... ABBA hatten durchaus ihre großartigen Momente. Hören wir abschließend ein Stück, welches auf keiner selbstgebrannten »Weihnachtshits die keine waren und so schlecht sind, dass sie schon wieder bei gut rausgucken« CD fehlen dürfen. (alternativ: »Greatest Sombrero Shakin´ Hymns«) ;o)

ABBA »Put On Your White Sombrero« (»Greatest Sombrero Shakin´ Hymns«, 1666)

12.12.2013

anheimelnd ;o)

Grand Magus »Triumph And Power« (»Triumph And Power«, 2013)

11.12.2012

Altkötzschenbroda 666

Solch unchristliche Motive kann man entdecken, wenn man mit scharfem Blick über den Weihnachtsmarkt in Altkötzschenbroda taumelt... Pfui Teufel! ;o)



Außerdem gibt es ein neues Rummelsnuff-Video, andächtig und mit Akkordeon, also gleichermaßen adventlich. Es handelt sich um ein Cover des Rammstein-Oldies »Seemann«. Ahoi! ;o)


Rummelsnuff »Seemann« (»Himmelfahrt«, 2012)

09.12.2012

vorweihnachtliches und winterliches

Hach nee, isses nicht schön, jetzt wo auch noch Schnee liegt. Es duftet allerorteb nach schnell auskühlenden Speisen und aufgewärmter Alkoholika, das Ganze schnuffelig beleuchtet und musikalisch unterlegt. Ergo kommen an dieser Stelle einfach noch ein paar unsortierte Eindrücke zur Präsentation... ;o)

der güldene August
im Großen Garten
Weihnachtsmarkt Loschwitz (fast verhungert, denn man wird schneller durchgeschoben, als man vor dem entsprechenden Stand Schupfnudel sagen kann...)

Blechblasinferno am Körnerplatz

LoFiKino für die Kleinsten in der Kunsthofpassage
kreuzgefährlicher Greifvogel im Großen Garten (hab mich mit Federn im Haar auf einen halben Meter rangeschlichen, nur für dieses Foto!)
vietnamesische Tanne auf der Hauptstraße
Apfelglühgetränk am Körnerplatz
die letzte Rettung, falls der 13. Glühwein dann noch mies war

M. A. Numminen »Ferkel« (»M. A. Numminen singt wüste wilde Weihnachtslieder«, 2003)

04.12.2012

unsortierte Adventseindrücke

Ein paar ausgewählte, wenn auch unsortierte Eindrücke eines kleinen Stadtbummels durch Dresden. Eingezingelt von Glühweinschmugglern und der Bratwurstmafia. Da wird einem schon warm ums Herz...

Bei Wöhrl hamse Sonnenbrillen - und was für welche!
Zwergenrad auf dem Striezelmarkt


Schmale Kunst auf schmaler Bühne - was & warum auch immer: armes Mädchen! ;o)

Wird Knusper Häuschen nicht zusammen geschrieben?
beleuchteter Kitsch auf der Prager Straße

...besinnlicher kann´s kaum werden! ;o)


St. Vincent »Dilletante« (»Strange Mercy«, 2011)

12.04.2012

körniges ausm letzten Dezember

LoFi-Gourmet Til_o. vermachte mir vor wenigen Tagen dieses (wirklich einzige, wir Helden) Erinnerungsfoto eines gemeinsamen Weihnachtsmarktbesuches im alten Jahr. Selber isser nicht drauf, dafür rechterhand seine charmante Begleitung, was unschwer zu erkennen ist, hehe... Danke dafür - das konnte nicht ungepostet bleiben! ;o)



Enslaved »Wotan« (»Frost«, 1994)

21.12.2011

Freude!

Manchmal bringt der Weihnachtsmann die besten Geschenke schon vor dem St. Kilmister Tag. Außerdem sind selbstgebastelte Sachen seit jeher der Klassiker.


Warum erzähle ich das? Weil der beliebte Jungautor Til_o. mir heute in der schnuffeligen Atmosphäre des schon abgebauten Weihnachtsmarktes vor der Frauenkirche die gedruckte Version (so richtig mit Tinte und Papier!) unseres gemeinsamen Projektes »Rattenkampf« unter die Nase hielt. Da kommt fast sowas wie Vaterfreude auf und das ordinäre Apfelglühgetränk (schönen Gruß auch an Frau RWE, welche mitglühte!) bekommt schon fast einen schampusartigen Antrunk, hehe.

Frei nach Schumi - kurze Rede, langes Kinn... Was ich eigentlich sagen will: Danke, Alter! ;o)


Buck Satan & The 666 Shooters »Friend Of The Devil« (»Bikers Welcome! Ladies Drink Free«, 2011)

15.12.2011

gemischte Gedanken mitten im Advent [und Ausrufung des Al Jourgensen-Jahres]

Vorweihnachtszeit, anheimelnde Momente und scharfkantige Strapazen geben sich die Klinke in die zuckerwatteverklebte Hand. Während sich das gemeine Volk im Glühweinrausch die Kanten der Realität weichzeichnet, setzt die FDP zu nie geahnten Höhenflügen an! Bekommt natürlich nicht jeder mit, inmitten weihnachtlichen Markttreibens, selbst die FDP nicht, aber man kann ja nicht alles haben.

was der alte Kasache noch zu berichten wusste...

Zum Beispiel wollnse unserem Bupräsi an den Karren fahren. Aber nicht mit Christian Wulff! Erstens haben Bundespräsidenten prinzipiell eine Gute-Onkel-Aura, zweitens sind fünfhunderttausend Euro auf Kredit kein Geschenk, so was zahlt man ja zurück und drittens beteuerte er, dass er niemals etwas zu verbergen hatte und auch jetzt nicht habe. Wahrscheinlich in Zukunft auch nicht haben wird, nehme ich mal an. Und dann muss auch mal gut sein. Wo kommen wir denn da hin, wenn der Mittelstürmer des deutschen Volkes sich wegen jedem Brotkauf rechtfertigen muss?

Glühweinverdünner aus Minimis Rucksackbar ;o)

Außerdem, man ahnte es schon: messerscharfe und pfeilschnelle Recherche brachte es an den Tag: der bengalische Tango Dynamo Drježdźany feat. Borussia Dortmund wurde (das bringt mir nen Fünfer beim schmierigen Buchmacher des Vertrauens ein, yeeehaaaw!) von, naaaa, Nazis angezettelt. Rechtsradikale Kräfte aus dem, ähäm, Westen hätten sächsische Störenfriede aufgestachelt um ihre eigene Stärke zu demonstrieren. Da freuen wir uns natürlich, dass zumindest das Motto für die Anti-anti-Demonstrationen um das Dresdener Bombardementsjubiläum im Februar feststeht. »Mit Mut, Respekt und Toleranz - Dresden bekennt Farbe« heißt es, hoffentlich nicht schwarzgelb. Respekt!

Frauenkirche, Miami Beach

So, und weil es ist, wie es ist, weil es so sein soll und überhaupt dieser Blog von nun an nicht mehr ruhen wird, bis das letzte Lied von Buck Satan & The 666 Shooters gepostet ist, aber ein paar Tage nach Erscheinen des Albums noch nicht alle Tracks bei YouTube auf Einbettung warten, und auch, weil 2011 spontan noch zum Al Jourgensen-Jahr ausgerufen wurde (welches mit minimum einer Seligsprechung für den Maestro ausgeleitet werden sollte!), wollen wir uns eben ne andere Jourgensen-Perle anhören und zwar »Rehab«, welches, der Name lässt Großartigkeit erahnen, eine ordentlich rödelnde Coverversion des Amy Winehouse-Stückes darstellt. Hätten wir das auch besprochen...


Ministry »Rehab« (»Everyday Is Halloween - Greatest Tricks«, 2010)

Das soll es auch schon gewesen sein, muss schleunigst zurück an die Kanten der Realität. Man riecht sich! ;o)

10.12.2011

Riesenrad @ Glühwurstmeile Hauptstrasse, DD


Wenn es draußen stürmt und schneit, ja dann ist er nicht mehr weit... behauptet eine alte Volksweise. Momentan wird es gerade wieder Frühling. Warum auch nicht? Trotzdem: glüh- räucher- und bratgemütliches Wochenende allerseits! ;o)


Impaled Nazarene »Ghost Riders« (»Decade Of Decadence«, 2000)

05.12.2011

Eintrag ins Brigadetagebuch

Danke für den Tipp, in Weinböhla aufzuschlagen, dort war es echt nett. Außerdem gab es leckeren Apfelglühwein. Und viele Körperausfälle zu bestaunen... Bei einem Altersschnitt knapp unter hundert, warmen Getränken, bei warmen Temperaturen vielleicht auch normal, hehe... Wer kennt schon die Sitten der Einheimischen? Sehr schön, wird in den Kulturkalender 2012 auf jeden Fall aufgenommen!

Anschließend ging es, wie bereits geplant nach Altkötzschenbroda. Nun lag im Vorjahr Schnee, gestern lag die Abendtemperatur bei sommerlichen 10°C. Nun ja... Atmosphäre hat das trotzdem und man konnte auf den Turm der Friedenskirche steigen. Falls jemand noch keinen Weihnachtswunsch hat, wie wäre es damit, einmal den Kopf in Glockenhöhe zu haben, wenn diese schellt? Wärmstens zu empfehlen... ;o)

»Ich bin das Brot des Lebens« Johannes der Täufer war eigentlich innen Malfa, außen alte Rinde. Oder Bernd das Brot?

Läuft sich eigentlich bequem hoch, da haben wir uns schon durch andere Türmen gewendelt. Ist man dann oben angekommen, kann man tierisch unscharfe Fotos machen! Beweis:

das vorweihnachtliche Altkötzschenbroda von oben

Und anschließend, Bilder irgendwann später mal, ging es noch in Minimis Katakomben, wo sich derzeit eine gewaltige Autorennbahn befindet. Das echte Leben hat die bessere Grafik, keine Frage, jedoch muss man an der Playstation die Autos nicht jedes mal per Hand einsetzen, wenn man mal wieder mit Vollgas aus der Kurve geflogen ist... ;o)


Priklyutshenya Elektronikov »Prekrasnoe Daleko« (»Prekrasnoe Daleko«, 2001)
[Приключения Электроников »Прекрасное Далёко«
(»Прекрасное Далёко«, 2001)]

04.12.2011

digitales, herbsliches, weihnachtsmärktliches und anderes

Nun, da es draußen, nach wochenlanger Sonnendürre, endlich mal herbstgrau geworden ist, sollte man sich mal folgendes Video reinpfeifen. Es stammt von Tanguy Louvigny und wurde wohl mit irgenwelchen Kameras aufgenommen und digital verfeinert. Genaueres liest man auf seiner Homepage.



Sehr schön!

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Außerdem noch drei Bilder aus der Kunsthofpassage in der Dresdener Neustadt. Unscharf und nichtssagend (LoFi rules!). Kann man jedenfalls empfehlen: kleiner, schnuffeliger Weihnachtsmarkt in ohnehin schon gediegenem Ambiente. Geht wohl noch bis Dienstag oder so...


So, gut für heute. Später wird sich ein Kleinsttruppenteil des Channel666 nach Altkötzschenbroda bewegen, ehe man dort alle Glühgetränkevorräte alleine austrinkt. ;o) Jingle bells... bis neulich!


Kiske/Somerville »Nothing Left To Say« (»Kiske/Somerville«, 2010)

10.11.2011

Oh Fichtenbaum...!

Hoffentlich wirds kälter, hoffentlich wirds kälter, hoffentlich...

Weil, so geht es zumindest mir, ohne eine gewisse Kälte vor der Tür keine Weihnachtsstimmung. Hätte ja auch noch ein paar Wochen Zeit. Könnte man denken. Doch die Weihnachtsmärkte (der Striezelmarkt zu Dresden öffnet bereits in 14 Tagen seine Pforten) werden deutschlandweit schon aufgebaut, die frischgeschlagenen Fichten dort hin gezerrt und mit allerlei Funzligem behangen.

Der scharfe Blick durch beliebige Gänge unserer weitverbreiteten Discounter verrät außerdem, Weihnachten, Advent & Co. ausschließlich auf den Dezember zu reduzieren, ist nicht mehr zeitgemäß, eher so was von Neunziger. Wer jetzt nicht augenblicklich mitzieht, gerät ins Hintertreffen, darf sich dann am 24. Dezember gar nicht zu wundern, wenn anstelle der Roland Kaiser Fanbettwäsche die Rute unter dem Baum liegt.

In diesem Sinne, muss weg: Geschenke kaufen, Glühzeug trinken. Jingle bells!


Bad Religion »Silent Night« (»So This Is Christmas« Compilation, 1994)

30.08.2011

Brat mir doch einer nen Hecht!

Hier also noch ne kleine Nachlese vom sonntäglichen Rundgang über das Hechtfest. Musikalisch hab ich nur wenig gesehen. Irgend ne Band, die vorwiegend alte Musik für alte Männer spielte und später noch ne Ska-Band namens Offbeat Foundation, welche ziemlich ballerte. Erst mal ein paar Bilder...

alte Musik für alte Männer (wahrscheinlich sogar von und mit alten Männern)

Offbeat Foundation von hinten...

...und von vorn

Rudolf Leonhard Straße

Ballönge

Survivalpack

Und weil es einfach nicht besser geht, noch ein kleiner Mitschnitt in gewohnter LoFiQualität. Wobei Qualität in diesem Falle eher in die Irre führt, man kann aber nicht alles haben, hehe. Was man hier nicht so gut sieht, ist, dass die Band den LKW mächtig zum wackeln brachte, was ziemlich lässig aussah.


die Damen & Herren Offbeat Foundation /// @Minimi: bei der Frau, die da tanzt und später das Kind am Wickel hat, erkennt da der Fachmann und Wachtmeister der Fashionpolizei ne 2008er North Face Windjacke? ;o)

Es gibt noch ein besserqualitatives Video aus einem anderen Blickwinkel bei YouTube. Da laufen allerhand finstere Gestalten durchs Bild, aber auch eine die finsterer als alle anderen ist, huarrr!



Nächstes Jahr bitte nicht wieder so ne Affenhitze, denn eigentlich wäre der Freitag der geeignetere Tag gewesen, um im Hechtviertel aufzuschlagen. Aber gut, man will ja nicht meckern. Immerhin gabs am Sonntag auch noch Fischbrötchen...

Nun ist es gegessen, also das Fest und auch das Brötchen, ein untrügliches Zeichen, dass der Sommer so sachte zu Ende geht und damit auch die Flut an Festen in Dresden unter freiem Himmel. Aber keine Bange, wir feiern auch drinnen, hehe... Außerdem machen bald die ersten Weihnachtsmärkte auf!


Blutjungs »Yvonne« (»Beiss mich, Baby!«, 2001)

PS: Grüße an alle, die ich dort traf, größere Grüße an die, mit denen das nicht geklappt hat! ;o)

04.08.2011

Hit the road, Jack!

Auf etlichen Exkursionen durch die Natur- und Kulturgüter der näheren und weiteren Umgebung stellten der Kollege, militanter Meteorologe, Weinkenner, Kultur-, Sports- und Naturfreund (um nur ausgewählte seiner zahlreichen Studienfelder und Spezialstrecken zu nennen) Minimi und meine Wenigkeit Studien zu dem an, was der Versandhäusler und Marketingfuchs gern als Outdooroutfits (potzblitz: klingt wie ein Dorf in den Niederlanden!) bezeichnet, also atmungsaktive Jacken, reißfeste Rucksäcke, rutschfeste Mützen und krisenfeste Schuhe, an. Für alle, die sich dahingehend fortbilden wollen, empfehle ich Weihnachtsmärkte jeglicher Art, wo man schon, sobald das Auge geschult genug ist, anhand des durchschnittlichen Glühweinpreises Rückschlüsse auf die Preisklasse der getragenen Marken ziehen kann. Genaueres entnehmen Sie dem demnächst erscheinenden Band »Einfache Versuchsreihen, selbst gemacht« (voraussichtliche, dreiteilige Verfilmung für das ZDF unter der Regie von Helmut »Le Frisur« Dietl; Veronica Ferres spielt Heino Ferch).

Auch sind wir mittlerweile in der Lage schon von weitem das 2009er Jack Wolfskin-Jackenmodell vom 2010er Schöffel-Anorak nur anhand der Abstufung des vernähten Rottons zu unterscheiden. Man entwickelt auch ein Gefühl für eine gewisse Gesamtoutdoormodeästhetik (liegt an der belgischen Grenze). So geht es zum Beispiel gar nicht, zur schwarzblauen North Face-Windjacke die olivgrüne Wolfskin-Mütze zu tragen. Sieht auch farblich scheisse aus. Oder den 200-Euro-Meindl-Wanderschuh zur 5-Euro-Tinsulate-Mütze vom Discounterkarussell, was durchaus als politsches Statement eingeordnet werden kann, jedoch lange nicht als Ausrde gilt. Es gibt Sachen, die passen nicht. Man will ja schließlich kein Rotkraut zur Auster und keinen, um den sprichwörtlichen roten Faden wieder aufzunehmen, Glühwein zum Schwedeneisbecher. Der Beelzebub steckt wie immer im Detail, die Fashionpolizei ist stets auf Streife!

Genial und deshalb an dieser Stelle erwähnenswert sind Paare, gern älteren Baujahres, die den umgekehrten Partnerlook der selben Marke tragen. Sie schwarzrot, er rotschwarz, beide Salewa. Oder eine bestimmte Gruppe von Leuten, in karminroten Schöffel-Jacken, die gern am Ökoholunderglühweissweinstand zu finden sind. Erzählen viel, vertragen wenig.

Gesehen werden ist alles!

Warum grabe ich dieses winterlich angehauchte Thema gerade im Sommer aus? Während des eigenen Urlaubs, ganau dort, wo sich der Kuckuck zum Uhu macht, begegnete ich unlängst einer noch seltsameren Zurschaustellung eines solchen Leibchens. Während der Verfasser dieser Zeilen, nur aus einem Mindestmaß an Anstand und auch um der völligen Verbrennung durch die niederprasselnden Sonne bei knapp dreißig Grad im Schatten zu engehen, die primären und sekundären Geschlechtsmerkmale durch ein paar fetzige Badehosen (oder wie es ein hier nicht namentlcih genannter Freizeitphilosoph einmal formulierte: untenrum kurzärmlig) und eine noch fetzigere Obertrikotage verhüllt, durch die Binnengewässer dümpelt, nähert sich entgegenkommend ein Herr im Kanu. Dieser trägt eine Mütze, was, wenn man ohnehin nichts am oder im Kopf zu verschenken hat, in der prallen Sonne durchaus nachzuvollziehen ist und sicher auch von drei von vier befragten Ärzten empfohlen wird. Seinen Korpus hat er allerdings in eine Jack Wolfskin-Windjacke (vemutlich aus der 2010er Kollektion) gepackt und diese bis zum Kinn zugezogen. Hut ab! Falls Onkel Jack nicht neuerdings Eiswürfel in die Achselstücken eingearbeitet hat, will man sich den darunter vor sich hin siedenden Rumpf nicht vorstellen.

Wir grüßen vorbeischippernd einander, so unter Binnenschiffern und Modekennern. Nach zweihundert Metern drehe ich mich noch mal um. Sein Wasserfahrzeug ist mittlerweile nur noch ein Punkt am Horizont, die gelbe Tatze auf der rechten Schulter ist aber noch gestochen scharf zu erkennen.


The Beatles »I Am The Walrus« (»Magical Mystery Tour«, 1967)