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09.03.2019

Friedhof Cunnersdorf



Cunnersdorf gibt es allein in Sachsen zig Mal. Dieses hier ist ein Teil der Gemeinde Gohrisch in der Sächsischen Schweiz. Der davorliegende Parkplatz ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen auf die umliegenden Berge Papststein, Pfaffenstein oder Gohrisch. Von einer älteren Dame konnte man noch erfahren, dass es dem deutschen Wald nicht gut geht und dass zum Gottesdienst mittlerweile regelmäßig nur noch drei Personen kommen. Shit happens. ;o)


Marina »Superstar« (»Love + Fear«, 2019)

05.11.2013

Klosterberg

Ein paar ungeordnete, dafür aber quadratische Eindrücke eines wochenendlichen Ausflugs zum Klosterberg in der Oberlausitz.

Wer halbwegs des Laufens mächtig ist, kann den Gipfel 394 Meter über dem Meeresspiegel bequem zu Fuß von allen den Berg umkreisenden Orten aus erreichen. Falls das Wetter eher novemberlich daher kommt, oder man des Laufens eben nicht so mächtig ist, kann man vpn Neuschmölln aus auch hoch fahren. Lohnt sich auf jeden Fall, Ausgucke in alle Richtungen, hier und da ein Steinbruchsee und nicht zu letzt die Schänke sind gute Argumente für einen Abstecher auf diese markante Erhebung, wie der Berg bei Wikipedia (dort kann man auch noch eine Sage lesen, ich spar mir, die jetzt hier her zu kopieren - außerden steht sie auch in der Speisekarte der Klosterbergschänke) genannt wird. ;o)



Abschließend noch ein Depeche Mode-Cover von der kommenden Kurzrille von Ghost... Dann guts Nächtle... ;o)

Ghost »Waiting For The Night« (»If You Have Ghost«, 2013)

01.03.2013

gastrohistorisches auf dem Klosterberg

Originalgläser aus sozialistischer Produktion auf Sprelacart, ein Gesamtkunstwerk!


Wenn man so durch die schöne Lausitz streift, gibt es hier und da diese typischen Ausflugsgaststätten auf den Bergen zu finden. Gern aus grobgehauenem Stein gebaut, mit einer Terasse und einem Aussichtsturm, meist um 1900 erbaut. Nicht so auf dem Klosterberg, denn dort beendete ein Sprengkommando der Nazis 1945 diese Idylle.

Wenn man dieses Schild sieht, ist der wärmende Ofen und das kühlende Getränk nicht mehr weit.


Aber manchmal muss Altes weichen, um Neues entstehen zu lassen und so wurde Anfang der 1980er Jahre ein neues Lokal errichtet, weniger grobsteinig, auch ohne Turm, aber nicht minder charming! Das Besondere: man kann auch heute noch, über ein Vierteljahrhundert später, an Originaltischen aus Originalgefäßen trinken, oder sich das Ohr am Originalofen wärmen. Eine kleine Zeitreise zurück in die gastronomischen Untiefen der Deutschen Demokratischen Republik sozusagen. Dazu gibt es ein preislich mehr als faires Angebot an Speis und Trank.

Auch am Schankinventar lächelt dem Besucher der Charme längst vergessener Zeiten entgegen.


Also, hiermit wärmstens empfohlener Ausflugstipp, denn auch der Klosterberg an sich mit seinen Granitbrüchen und vielen Wanderwegen ist den Weg dahin schon wert!

Und weil´s so schön war, noch einmal... ;o)

Darkthrone »Valkyrie« (»The Underground Resistance«, 2013)

21.07.2012

Waldfriedhof Gohrisch

Mitten in der schönen sächsischen Schweiz liegt der Ort Gohrisch, vor allem bekannt für seine zentrale Lage inmitten beliebter Wanderziele. Gestorben wird auch dort und so trug es sich eines Tages zu, dass die schweren Wanderstiefel des Channel666Ausflugskomitees auch auf diesem idyllischen Gottesacker ein paar Fichtennadeln platttrampelten.

Erster Hingucker ist die Friedhofskapelle, deren Fassade komplett aus Holz ist. Leider finde ich auf die Schnelle keine genaueren Informationen im Netz dazu [Nachtrag, Stunden später: inzwischen hab ich was, z. B. dass er Waldfriedhof heißt, was noch auf die Schnelle geändert wurde, Rest demnächst], wenn ich mal wieder in der Gegend bin, vielleicht mehr dazu.

Liegt hier der Leergutkönig oder so? Grabeinfassungen aus leeren Flaschen sieht man nich alle Tage...

Ein eisernes Kreuz in der Sächsischen Schweiz, welch unheilige Kombination, haha!

?

RIP - wer auch immer da liegt

Konsequenter Kletterfreund - bis über sein Ableben hinaus.

Noch ein Stein ohne Namen. Vielleicht war sie oder er der werten Verwandtschaft ja peinlich. Wir werden es nie erfahren.

Kann man sich bequem an eine Wanderung zu Papst-, Pfaffen-, Kleinhennersdorferstein oder dem Gohrisch selbst legen. Biergarten war auch nicht weit weg, hehe. So, das wäre es fürs erste. Neuerlicher Ausflug in die Gegend geplant, dann vielleicht mehr. Schönen Samstag zusammen! ;o)

PS: Musste bei dem eisernen Kreuz, welches ja eigentlich aus Sandstein ist, aber egal, spontan an Lemmy denken. Deswegen zum Abschluss... genau!


Motörhead »No Voices In The Sky« (»1916«, 1991)

11.07.2012

Gorillas im Nebel


Was man nicht alles sieht, wenn man durch das hinterland der Lausitz wandert. Pferde... nu ja, aber Affen? Dreiviertelstunde gewartet, kam natürlich keiner. Scherzkekse! ;o)


Rose Tattoo »Hard Rockin´ Man« (»Pain«, 2002)

17.03.2012

Schwedenstein und was sonst noch in der Lausitz passierte...

Zurück von den Höhen und Untiefen der Westlausitz und ne Menge neuer Eindrücke im Rucksack! Die heutige Wanderung führte die Gefährten des Channel666-Ausflugskomitees (alternatives Schattenbild: die Olsenbande, hehe) u. a. zum Schwedenstein bei Steina.

Dort gibt es eine Schänke und einen Aussichtsturm. Den Turm zu besteigen lohnt kaum, denn oben gibt es weder Würstchen, noch Bier. Nimmt man lieber an seinem Fuße platz. ;o)

Neben verschiedenen Dingen, die andere Restaurants auch anbieten, greift der Kenner hier zu Kamenzer Würstchen...

...und einem Kellerbier von Böhmisch Brauhaus, stilecht im Tonkrug kredenzt. Dazu kann man gemütlich Zeitung lesen, z. B. den Pulsnitzer Anzeiger (muss man sich in etwa wie die FAZ vorstellen, nur dünner, regionaler und anders, aber das Papier ist ähnlich!).

Die ganze Gegend ist beschildert wie sonst kaum was, Wanderschilder, historische Wandersäulen, Striche und Punkte in allen möglichen Farben in sensationell kurzen Abständen helfen, sich nicht dauernd zu verlaufen (wir haben es dennoch geschafft, querwaldein laufen zu müssen, aber dann rettete uns der gelbe Punkt und sein Kumpel grüner Strich!).

Auch interessant: Liegt es am Frühling, oder einer bestimmten Sternkonstellation vor Ostern - wir haben es nicht rausgefunden - die Einheimischen waren massivst mit Sägen und Anhängern auf Holzfang. Vielleicht eine Art Balzverhalten: hier Mädels, guckt mal, wie groß mein... Anhänger ist!? Der Frühling treibt seltsame Blüten. Außerdem denkt mancher bei Lausitz und Trachten an Kopfschmuck oder ähnliches. Alles Mumpitz, zumindest die männlichen Bewohner tragen blaue Latzhosen. Dazu stehen sie gerne in kleinen Rudeln vor einer geöffneten Motorhaube oder auf einem Parkplatz. Dazu halten sie lässig eine Flasche Hasseröder in der schmutzigen Hand. Frauen stehen auch manchmal rum, tragen eher Jogginghose, vielleicht aus praktischen Gründen, denn sie scheinen schwerer zu sein, als woanders. Aber, was soll´s, das sind nur subjektive Eindrücke, die Gegend sei, gerade bei diesem Wetter wärmstens empfohlen! ;o)

Und bevor es Abendessen gibt, noch was musikalisches. Hab mich gerade geärgert, dass ich das nicht zum Frauentag gepostet habe. Laaadies: Sexy Roddy! ;o)


Rod Stewart (»Young Turks« live, 1981)

16.02.2012

Wandertag

Weil heute einfach ein schöner Tag war, oder noch ist, gabs passend dazu eine kleine Wanderung zur Bastei. Gibt es natürlich ne Tüte Bilder...

die Basteibrücke

Eispanzer auf Geländer am Amselfall
(noch mehr Bilder nebenan)


Ausguck zum Lilienstein

...und natürlich ein Video...



...in gewohnt mittelschlechter Qualität, aber immerhin! Irgendwann wird die Technik vielleicht mal aufgerüstet, dann werden die Videos nicht nur schärfer und brillianter, sondern auch größer und wir können noch mehr Megabytes ins Netz rammeln. Bis dahin muss es so gehen! ;o)


Cat Rapes Dog »Bjällerklang« (»Virtual X-Mas 92« Sampler, 1992)

13.02.2012

enjoy the silence

Wollte gerade, nein, habe gerade Wanderschuhe geshoppt und siehe da: es gibt glatt ne Gegendemo! Haben die was gegen meine neuen Stiefel? Purer Neid... ;o)

30.12.2011

Jack am Lilienstein

Kann es sein, dass einige Außenszenen dieses Videos rund um den Lilienstein gedreht wurden? Man weiß es nicht...


Nightwish »Amaranth« (»Dark Passion Play«, 2007)

Aber dafür wissen wir jetzt, dass es auch Jack Wolfskin-Mützen für Kinder gibt und das parallel zu gelben Tatzen im heimischen Wald der Anteil der Wanderer ansteigt, welche solche abgefahrenen Nordic Walking Stöcke mit sich herumschleppen. Seltsame Entwicklung - die Fashionpolizei beobachtet euch! ;o)

Liliensten [links unten: Südabstieg zum Auenland]


Buck Satan & The 666 Shooters »Drug Store Truck Drivin´ Man« (»Bikers Welcome! Ladies Drink Free«, 2011)

PS: Weil der Hochladefuchs es offenbar für nötig hielt, das Lied im Doppelpack mit »Quicker Than Liquor« auf den YouTube-Server zu wuchten, sei erwähnt, das es erst bei 3:10 losgeht. Nur der Vollständigkeit halber. Bleibt nur noch ein Stück, dann wäre es geschafft, das ganze BS-Album zu posten. Weltkulturerbe!!! ;o)

06.08.2011

Zugvögel

Folgender Post ist eher ein Eintrag ins eigene Brigadetagebuch, will heißen, für Außenstehende vielleicht nur bedingt interessant. Aber da wir uns hier ja als Blog für allgemein nur bedingt Interessantes verstehen, passt´s natürlich um so besser! ;o)

Geising aus sicherer Entfernung

Wenn schon nicht alles klappt, dann richtig! Das Ausflugskomitee des Channel666 bedankt sich beim Busfahrer, der am Haltepunkt Reick einfach durchbretterte, worauf uns die S-Bahn vor der Nase wegfuhr, was in kettenreaktionärer Folge eine Dreiviertelstunde Wartezeit in Heidenau auf den Anschluß zur Folge hatte. Arsch! Desweiteren möchten wir in der Dankesliste den VVO im allgemeinen, die Busfahrer Geisings im speziellen nicht aussparen. Fahrpläne, tatsächliche Busse und vor allem deren Beschriftung sind für den gemeinen Touristen eine Bockwurst mit sieben Siegeln.

Bummeltorpedo

Sei´s drum, da sind wir hart im nehmen, schleppen uns also von Geisung nach Zinnwald zu Fuß. Ist nicht weit, steil schon. Temperatur keine 20°C, Luftfeuchte locker 101%! Es tröpfelt ein mal leicht. Während der Zinnwalder Gottesacker inspiziert wird tröpfelt es schon mindestens drei mal, in Cínovec schüttet es, wie es nur geht. Das gucken wir uns, von einem größeren Sonnenschirm geschützt, an, dazu gibt es kühle Erfrischungsgetränke vom Faß und Schnitzel, wie sie unsere tschechischen Freunde am liebsten servieren: dick paniert und mindestens Schuhgröße 46! Mjam!

die graue Hölle von Cínovec

Der Rest des geplanten Fussmarsches, welcher u. a. noch einen Abstecher ins Georgenfelder Hochmoor beinhalten sollte wird also gefaltet und wir springen in den nächsten Bus. Ab Altenberg bringt uns der Zug nach Heidenau, wo uns die Anschluß S-Bahn, naaaa..., genau vor der Nase die Türen zuschlägt. Letztenendes etschließen wir uns die ohnehin schon bezahlten Tageskarten für den gesamten Verbundraum des VVO dazu zu nutzen, noch nach Bad Schandau zu gurken. Dort angekommen reißt der abendliche Himmel noch mal richtig auf und es gibt noch ein sonniges Bier an der Elbe.

Suchbild: finde den Frosch!

Letzenendes ein Wandertag mit ganz wenig Wandern, aber ziemlich viel öffentlichen Verkehrsmitteln. War auch mal interessant und so eine Zugfahrt durch das Müglitztal oder entlang der Elbe durch das Elbsandsteingebirge hat auch seine Reize, man sieht die Welt deutlich anders, als durch die Frontscheibe eines Autos (und alle Kontrollettis interessieren sich nur für deine Fahrkarte, niemals für irgendwelche Promillegrenzen, hehe...).

Haben wir wieder ein Abenteuer bestanden... Zum Schluß ein hübsches Video, welches zumindest musikalisch zum gestrigen Tag zu passen scheint! ;o)


Arkona »Stenka na stenku« (»Stenka na stenku« EP, 2011)
[Аркона »Стенка на стенку« (»Стенка на стенку« EP, 2011)]

11.04.2011

Bier aus Kamerun und Video aus Tschechien

Rechterhand zu sehen ist die neueste Erungenschaft unseres 1000jährigen Biertests. Beaufort heißt das gute Stück, markiert den 2300. getrunkenen Kübel und stammt aus Kamerun.

Kaufen durfte ich es gleich zwei mal. Beim ersten mal meinte der Kontrolletti des Musée d’Orsay nach der Durchleuchtung meines Rucksacks, es mir wegnehmen zu müssen (die Möglichkeit diesen komplett an der Garderobe abzugeben, wurde just an jenem Tag von einem Streik veredelt - doofe Gewerkschaften!). »No, Mister, you can´t drink beer inside the museum.« »Für Sie immer noch Monsieur, egal, I don´t want to drink beer in this museum, it´s just a souvenir...« und so weiter... Egal, weg ist weg, also später ein neues gekauft. Ich wette, der steckt mit dem freundlichen Händler, welcher einige afrikanische Spezialitäten im Sortiment hat unter einer Decke. Oder, wie der Franzose sagt: Sie kauen am selben Baguette, hehe...

Außerdem sehen Sie besagten 360°-Rundumguck, ach was sag ich, Kurzfilm, vom Sattelberg, schwindelerregend, atemberaubend, in Farbe, hochauflösend, ein majestätischer Soundtrack begleitet den harschen Wind am Gipfelkreuz. Ein Traum... ;o)

Auf dem Sattelberg

Hier ein paar Bilder von der sonntäglichen Wanderung (mit festen Schuhen eher ein Spaziergang) zum Spicak (zu deutsch Sattelberg) an der deutschtschechischen Grenze im Ostezgebirge.

Um diese Jahreszeit ist alles noch ein wenig kahl, seine wahre Pracht entfaltet er Ende Mai, Anfang Juni, wenn die Sattelbergwiesen in allen möglichen Farben blühen. Läuft sich auch nicht anstrengend, kann man also empfehlen. (gemischte Fotos dazu hier, Wikipedia hier.)

Pasová kontrola!

das Gipfelkreuz auf Basalt

Wegweiser tschechischer Art

Hab noch (natürlich wie immer LoFi) einen Rundumblick als Video parat, muss diesen aber erst noch bearbeiten, bevor er ins Netz kann. Demnächst in diesem Kino! ;o)

07.02.2011

Kochen mit Biofred Alflek

Heute mal wieder was aus der Mumpelecke. Spinatauflauf - einfach, freestyle, lecker. Funktioniert folgendermaßen: Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden, etwas vorkochen. Auflaufform fetten, Kartoffelscheiben zusammen mit geschnittenem Lauch (oder ordinärer Zwiebel) reinlegen. Blattspinat (wenn es gefrosteter ist, vorher auftauen) darüber schichten. Danach so viele Dellen, wie man Eier verwenden will, mithilfe eines Löffels, einer Gabel oder sonstwas in den Spinat drücken und das jeweilige Eigelb gekonnt in der Delle landen lassen. Das Eiweiß sickert ein wenig nach unten. Zum Schluß noch ein bisschen Pfeffer und vor allem Käse drüber reiben. Dann kommt das ganze in den Ofen (bin mir nicht sicher, ist vorheizen was für Ökofritzen oder was für Profis, hehe?). Denke mal, ne halbe Stunde sollte reichen, ich nehme es immer raus, wenn der Käse anfängt anzuknuspern.

So sieht das in etwa aus...


Dazu passt je nach Stimmungslage so ziemlich jedes Getränk, was ein nicht zu unterschätzender Vorteil sein dürfte und natürlich leichte, beschwingte Musik... ;o)


Blutjungs »Glastisch« (»Alarm für Riegel 7!!!«, 2005)

PS: Die unlängst erwähnte Exkursion zum Brand wurde natürlich bildtechnisch festgehalten. Fotos dazu gips hier. Das ist wohl die praktische Definition für Sportmützenwetter! In wenigen Minuten geht es wieder raus, auch wenn es momentan eher grau ist. Und heute am Abend, soviel Rumgepranse muss gestattet sein, serviert der Knabe Minimi (der sich sicher freuen wird, in den unten alphabetisch sortierten Labels zwischen Lena Meyer-Landrut und Punk Rock zu stehen) selbstgeräucherten Fisch zu prägrandprixiger Unterhaltung. Das nenne ich Wellness! ;o)

Gibt es eigentlich Benimmregeln, von wegen um ein wievielfaches ein PS den eigentlichen Text überragen darf? Wie auch immer...

30.12.2010

kulinarische Exkursion durch die Dresdener Heide

Öhm, nun ja, und so weiter, es wird wahrscheinlich keine Sau interessieren, aber da dieser Blog auch teilweise eine Art Brigadetagebuch ist, will ich hier ein paar Worte niederschreiben, die einige seltsame Erlebnisse wiedergeben. Die Erfahrungswerte sind natürlich subjektiver Natur, so wie sie einige Mitglieder des Channel666 erlebten.


Also, wir versetzen uns in die Dresdener Heide, wobei die Jahreszeit wahrscheinlich egal ist, jedoch die gesammelten Eindrücke in die Winterzeit fallen. Losgehen soll es jetzt mal mit dem Ausschank an der Hofewiese. Einst sicher ein Magnet, zwischenzeitlich geschlossen, hat man sich nun mittlerweile entschlossen den umherirrenden Wanderern und Skifahrern wieder diverses zu kredenzen. Dass es auf dem Grundstück aussieht, wie in einem tschechischen Hinterhof (möge mir die ruhmreiche Nation Tschechiens jenen bildlichen Vergleich verzeihen!), kann man mit gutem Willen als rustikal empfinden, jedoch scheinen auch die Preise teilweise nach Nase gemacht zu werden, eine Preistafel oder so was sucht man vergebens. Dazu noch eine gewisse Genialität der Bedienung (also des Kioskpersonals, ansonsten ist Selbstbedienung angesagt), und man ist sich halbwegs sicher, im Folgejahr locker drauf verzichten zu können.

Weiter zum wohl einzig im besten Sinne professionell geführten Lokal in Dresdens Stadtwald, der Heidemühle. Mal abgesehen davon, dass man um die Mittagszeit auch gerne mal keinen Platz bekommt, was ja nicht gegen das Lokal spricht, gibt es auch noch einen kleinen Biergarten und für alle Eiligen ein Fensterchen aus dem zu moderaten Preisen alles gereicht wird, was das Imbissherz begehrt.

Gleich gegenüber entstand vor ein paar Jahren ein Lokal namens Haide-Mühle (sehr innovativer Einfall auch), was an sich noch gemütlicher ist und sogar einen Kamin im rustikalen Inneren bietet. Draussen gibt es noch einen schnuffeligen Biergarten direkt an der Prießnitz. An sich zu jeder Jahreszeit ein Highlight, wäre da nicht das Personal. Schon mal eine Kellnerin gesehen, die z. B. Toast Hawaii im ganzer Länge, inklusive aller I-Punkte notiert (In der Karte [1 Din-A4-Blatt in einer Plastikhülle] steht dieser nur mit einem I am Ende, aber egal)? Das ist symptomatisch für die Gesamtgeschwindigkeit, sprich, wer seinen Resturlaub nicht im Herzen der Heide abbummeln will, sollte gar nicht erst Platz nehmen, wenn schon mehr als fünf Leute im Lokal sitzen. Mindestens genauso genial sind die Leute draußen am Grill. Bei einer Bestellung von einer Brat-, einer Bockwurst, einem halben Liter Bier und einem Kaffee sieht man da schon mal mittlere Panik und Verwunderung in den Augen der Protagonisten. Pluspunkt: man zapft ein hauseigenes Helles (wird noch verkostet!).

Nun aber zum absoluten Highlight: die Schänke an den Bühlauer Waldgärten. Keine Ahnung, wie ich den gestrigen Tag verdrängen soll! Man steht vor einem Flachbau aus Friedenszeiten, was an sich noch keine Schande ist. Man betritt einen Vorraum, zückt das Portmonee, sieht sich gemüßigt, Museumseintritt zu entrichten, ach nee, wir wollten ja essen. Außerdem riecht es im Museum anders, insofern es sich nicht um eine Sonderausstellung über die infernalischsten Scheißhäuser Europas handelt. Entschuldingse den Jargon, aber anders läßt sich der Gestank, der sich dummerweise bis in den Gastraum schwänzelt, nicht umschreiben. Womit wir bei der nächsten Sache werden. Die DDR wurde 1990 zugemacht, das ist zwanzig Jahre her. Zeit genug, wenigstens mal die keimgelbe Eingangstüre neu zu lackieren, nur zum Beispiel. Der Fußboden besteht aus diesen typischen Zonensteingutplatten und überhaupt sieht man sich auf bedrohlich bis sonderbare Weise mit dem Thema Zeitreisen konfrontiert. Aber was soll´s, man will ja nicht mäkeln, man erklärt sich den Geruch mit Wetterwidrigkeiten, vielleicht haben Nachttemperaturen unter -10°C irgendeiner Pumpe den Garaus gemacht und das Interieur kennen wir aus diversen anderen Spelunken nur zu gut, sicher wird´s auch dem entsprechend preiswert sein. Aber nein, man entblödet sich nicht z. B. runde 14 Euro (in Worten vierzehn!) für eine Rindsroulade mit Kraut und Klößen aufzurufen. Das war dann wirklich der Hammer! Vom Küchenangestellten, der einer weiblichen Person unserer kleinen Naturfreundgruppe Unheimlichkeit vermittelte, lesen Sie demnächst in »Bewohner rechtselbischer Wälder« in drei Bänden... Fotos demnächst sicher hier, oder im benachbarten Fotoblog.


Was bleibt unterm Strich? Eigentlich Ernüchterung, die Erinnerung an drei Stunden Hunger und Durst und schlußendlich eine Roulade inkl. Zubehör im Einkaufszentrum Weißig für 5,20 Euro. Merkt euch das: So lange wir noch Geld für Sprit haben, werden wir es auch nicht in mieße Verpflegung investieren! ;o)

So und nun genug gemeckert, ich wünsche euch allen zusammen einen steilen Start ins neue Jahr! Cheerio!!!

14.10.2010

Arnstein

Blick vom Arnstein in der Sächsischen Schweiz!

Der Arnstein wird auch als Ottendorfer Raubschloss bezeichnet. Hier finden sich Überreste einer mittelalterlichen Wehranlage mit Stufen, Balkenfalzen, einer 5 m tiefen Zisterne sowie Felszeichnungen. Die Anlage war im Mittelalter eine der bedeutenden Burgen in der Sächsischen Schweiz, bevor sie zum Raubritternest verkam und 1451 zerstört wurde.

19.09.2010

Kramerwanderung

Garmisch Partenkirchen, ein Auswuchs bayerischer Klischees, ist idyllisch gelegen. Da wäre auf der einen Seite das Zugspitzmassiv, auf der anderen der Kramerspitz. Mittendrin die Loisach und der malerische Ort inklusive fescher Damen und Herren, kaum unter 50, dafür überdurchsschnittlich schwer und in Dirndl, Lederhos´n und ähnliches Gedöns gewandet. Deswegen: nichts wie ab in den Wald!

Wo der rote Pfeil ist, ist die Bergwirtschaft »St. Martin«, auf dem Grasberg. Der Gipfel links drüber ist der Kramerspitz.

Die Baude und der mächtige Ausblick aufs Zugspitzmassiv, an diesem Tag allerdings leicht im Nebel. Was soll´s.

Noch ein paar Fotos mehr gibt es dann hier.