Dieses Bild einer zweckmäßigen Tür lungerte schon ewig in der Wühlkiste herum. Glücklich sind die Anwohner, der mindestens von einer Seite schlank sind... ;o)
...außerdem wollte ich schon mal seit Ewigkeiten folgendes Lied der Finnen Kumikameli (ja, das heißt Gummikamel, so einfach geht finnisch...) verbloggt haben. Der Titel heißt so viel wie »Satan kommt nach Hause« und ist, abgesehen, das der Song ja wohl der ultimative Wochenenderöffnungsknieshaker ist, kulturhistorisch insofern relevant, da wir am Mikrofon keinen geringeren als Martti Waris, Genießern, Kulturhistorikern und vor allem Tänzern von den Humppaterroristen Eläkeläiset bekannt, hören. Shake it! ;o)
Knabe O. mit Westbier und Knabe T. mit Gintonic (ohne Gin)
Gestern: Einladung zum Kulturstammtisch in Dresden West wahrgenommen. War schön, danke für die Gastfreundschaft und die Idee, den fehlenden Fotoapparat per detailgenauem Aquarell zu ersetzen.
Außerdem innigsten Dank an die Verkehrsbetriebe für das Nichtbetreiben einer 24h-Magnetschwebebahn Cotta-Striesen. Ihr Schnarchnasen... Polka!
vlonru: Pferd, rostiger Steinwagen, Steinbruch, Verfasser an der Wilkeaussicht
Heute mal wieder ein kleiner Ausflugstipp, welcher Natur und Kultur wunderbar verbindet: der Steinbruchpfad bei Wehlen in der Sächsischen Schweiz.
Dorf Wehlen - ländliche Idylle pur
Am besten fährt man bis Dorf Wehlen (wo man theoretisch die Miniaturanlage »Kleine Sächsische Schweiz« besichtigen könnte, vorausgesetzt es ist einem die steinstarken Achteurofuffzig - ja, 8,50€! - tatsächlich wert). Von da geht es in Richtung Wilkeaussicht, einem Felsvorsprung, von dem man einen fantastischen Blick über die Elbe zur Bastei, zum Rauenstein und noch weiter hat.
Von da an beginnt der Steinbruchpfad, welcher aller paar Meter gekennzeichnet ist. Hin und wieder sieht man Überreste der Vergangenheit. Zum Beispiel einem Häuschen, in dem die MalerinElfriede Lohse-Wächtler eine kurze Zeit lebte. Sie fiel dem Euthanasieprogramm der Nazis zum Opfer, starb 1940 in der sogenannten Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein, bzw. wurde dort ermordet.
scheinbar ein beliebter Spaß unter Steinbrüchlern: der bepflanzte Wanderschuh
Irgendwann geht es dann auch mal ein Stück bergab und ein Schild weist darauf hin, dass Trittsicherheit erforderlich sei, was nicht gelogen ist, denn die Stufen sind krumm und bucklig, feucht und Geländer gibt es ohnehin kein einziges entlang der Strecke.
hier geht´s runter und auch wieder hoch
Das schöne ist: hat man sich herunter geschleppt, muss man später auch alles wieder hoch, was logisch, aber nicht so prickelnd ist. Dafür gelangt man an die alte Steinruchschmiede und an einen Bruch.
Kunst in Sandstein
Wieder oben gelangt man an die Reste des Sommerhauses des Malers Pol Cassel. Dieser war ein Künstler, der durch zeitiges Ableben und politische Wirrungen nahezu in Vergessenheit geriet, hier aber wenigstens auf einer Gedenktafel Erinnerung findet. Sein Schicksal besiegelten die Nationalsozialisten, welche seine Kunst erst als entartet einstuften, ihn dann aber 1944 zur Wehrmacht zwangsverpflichteten, was ihn in russische Kriegsgefangenschaft trieb. Das Jahr 1945 überlebte er infolge dessen nicht mehr; er verstarb in Chișinău (im heutigen Moldavien/Moldau).
Pol Cassels ehemaliges Domizil
Alles in allem ein lohnenswerter Ausflug, nicht zu lang, dafür teilweise hart am Abgrund. Da der Weg kein richtiges Ende hat (man müsste umkehren und den selben Weg rückwärts gehen) kann man stattdessen nach dem Cassel-Sommerhaus einfach über Felder bzw. Feldwege zurück zum Dorf Wehlen gehen, was recht gemütlich ist.
Demonaz »Over The Mountains« (»March Of The Norse« 2011)
Heute, aus unserer beliebten Reihe »Kultur, Kultur: linkselbische Schlösser«, ein kleiner Ausflugstipp zum Schloss Nossen. Die Gesamtanlage wird der Renaissance zugerechnet und ist, wenn auch überschaubar in ihren Ausmaßen, sehr idyllisch und bestens in Schuß.
Auf einem Rundgang kann man einen kleinen, gediegenen Folterkeller, mit gediegenen Folterinstrumenten (ein anderes mal auch Bilder davon) besichtigen. Dort bekommt man auch einiges zum Thema Hexenverfolgung aus der umliegenden Region zu erfahren. Waren harte Zeiten...
Außerdem ist ein Kerker zu sehen, in dem ein Mitglied des Schwarzen Haufens (Räuberbande des Lips Tullian [dem Wanderer vielleicht durch den nach ihm benannten Felsen im Tharandter Wald bekannt]) gefangen gehalten wurde, wo man sich bei erfrischen kühlmuffiger Luft ein kurzes Hörspiel über die Haftbedingungen und anschließende Rechtsprechung anhören kann.
Zudem gibt es eine Bibliothek, einen Weinkeller, ein kleines Museum mit ein paar Gemälden, Kelchen und Schriftstücken, sowie eine Sonderausstellung (derzeit über adelige Frauen im späten Mittelalter) zu sehen. Von allem etwas, vor allem von nichts zu viel... ;o)
Alles in allem ein lohnenswerter Ausflug (von Dresden ca. 40km entfernt [von Dresden West kürzer, hehe]) und für läppische drei Euronen bekommt man einiges zu sehen. Außerdem läßt sich das gut mit dem Kloster Altzella kombinieren, welches ebenfalls am Rande Nossens befindet und immer wieder nette Atmosphäre bietet (nur dieses Wochenende nicht, Blumen- und Gartenschau, Blech bis zum Horizont, Altersschnitt 66,6, grob geschätzt).
Mehr Fotos drinnen, draußen und drumrum demnächst. Und nun: Gintonic rein, Grill an! ;o)
PS: Hatte letztens schon ein bisschen Werbung für Jess And The Ancient Ones gemacht, warum nicht gleich nochmal (ruhig Play drücken, es handelt sich nicht um das drölfzigste Cover des Stan Jones-Klassikers...)!
Jess And The Ancient Ones »Ghost Riders« (»Jess And The Ancient Ones«, 2012)
Natürlich gibt es nicht nur Fotos von der Elbe und ihren Eisschollen, sondern, das sind wir dem vorauseilenden Ruf als LoFiVideoTerroristen schuldig, auch ein Dokument mit bewegten Bildern. Und Musik! Von Mozart!! Kultur!!! Yeeehaw! ;o)
Guns N´Roses »My Michelle« (»Appetite For Destruction«, 1987
Danke für den Tipp, in Weinböhla aufzuschlagen, dort war es echt nett. Außerdem gab es leckeren Apfelglühwein. Und viele Körperausfälle zu bestaunen... Bei einem Altersschnitt knapp unter hundert, warmen Getränken, bei warmen Temperaturen vielleicht auch normal, hehe... Wer kennt schon die Sitten der Einheimischen? Sehr schön, wird in den Kulturkalender 2012 auf jeden Fall aufgenommen!
Anschließend ging es, wie bereits geplant nach Altkötzschenbroda. Nun lag im Vorjahr Schnee, gestern lag die Abendtemperatur bei sommerlichen 10°C. Nun ja... Atmosphäre hat das trotzdem und man konnte auf den Turm der Friedenskirche steigen. Falls jemand noch keinen Weihnachtswunsch hat, wie wäre es damit, einmal den Kopf in Glockenhöhe zu haben, wenn diese schellt? Wärmstens zu empfehlen... ;o)
»Ich bin das Brot des Lebens« Johannes der Täufer war eigentlich innen Malfa, außen alte Rinde. Oder Bernd das Brot?
Läuft sich eigentlich bequem hoch, da haben wir uns schon durch andere Türmen gewendelt. Ist man dann oben angekommen, kann man tierisch unscharfe Fotos machen! Beweis:
das vorweihnachtliche Altkötzschenbroda von oben
Und anschließend, Bilder irgendwann später mal, ging es noch in Minimis Katakomben, wo sich derzeit eine gewaltige Autorennbahn befindet. Das echte Leben hat die bessere Grafik, keine Frage, jedoch muss man an der Playstation die Autos nicht jedes mal per Hand einsetzen, wenn man mal wieder mit Vollgas aus der Kurve geflogen ist... ;o)
Heute wäre der Geburtstag unserer abgewickelten Republik gewesen. Grund genug um mal wieder einen Ausflug in die Kulturlandschaft unserer tschechischen Nachbarn zu unternehmen. So ging es heute nach Ústí nad Labem zur Erkundung der Burg Schreckenstein (Střekov), die bereits vor rund 700 Jahren ihren Ursprung fand.
Diese ist wirklich einen Besuch wert, weil die Reste der, hoch über der Elbe auf einem steilen Felsen gelegenen, Burg sehenswert an sich sind und man auf etlichen Tafeln und Bildern einiges über die Historie erfahren kann. Zudem wurde gleich mal unser 2400. Testbier entkorkt bzw. dem Fass entmolken.
ehemalige Wohnräume
Burgfried und Burggespenst
Wappen der Familie Lobkowicz, aktuelle Burgherren
Schreckenstein, von der Restaurace Větruše aus gesehen
Außenmauern
Es gibt auch ne nette Homepage (klickklack), sogar in, für uns deutlich besser verständlich, deutscher Sprache. Ne Restaurace hat auch offen und wenn´s warm genug ist, sitzt man draußen idyllisch mit Blick über Elbe und die böhmische Bergwelt.
Nun wird sich mancher fragen: Ne Burg, gibt es da auch Ritter? Natürlich! ;o)
Und weil es einfach dazu passt, noch ne echte Rarität, ein Meisterwerk, ein musikalisches Fragezeichen... Ladies, Gentlemen: der goldene Aschenbecher von Prag interpretiert die Stones-Granate »Paint It Black«. Setzt euch, bevor ihr das Lied abspielt, sonst setzt das Lied euch!!!
Karel Gott »Rot und schwarz« (»In einer Welt für uns zwei«, 1969)
Nun isses wieder mal so weit, die Republik hat Geburtstag, den 21., herzlichen Glückwunsch dazu! Geschenk hab ich keins, Blumen auch nicht, aber immerhin hab ich´s nicht vergessen und praktisch reingefeiert, hehe...
Intro-Animation, danach kam unter Getöse und ner Menge Rauch der Rock´N´Roll Train auf die Bühne gescheppert...
Hatte gestern Abend das Vergnügen, »Live At River Plate« anzusehen. Dabei handelt es sich um einen AC/DC-Konzertmittschnitt aus Argentinien im Rahmen ihrer »Black Ice« Tour mit dem gleichen Set, welches wir in Dresden erleben konnten. Grandioses Dokument über alte Herren, die noch amtlich arschtreten, hehe!
AC/DC »Hells Bells« (»Live At River Plate«, 2011) Original auf »Back In Black«, 1980
Ein zum sentimental werden gelungener Datenträger! Kann man jedem, der AC/DC annähernd gut findet, empfehlen und sollte zumindest in der Unterstufe deutscher Schulen zum Pflichtstoff erklärt werden. ;o)
AC/DC »Dirty Deeds Done Dirt Cheap« (»Live At River Plate«, 2011) Original auf »Dirty Deeds Done Dirt Cheap«, 1976
Was das alles mit dem heutigen Nationalfeiertag zu tun hat? Nun ja, mal abgesehen, dass es Schampus aus dem Osten und Bier aus dem Westen gab (spätestens im Hals ist dann zusammen, was zusammen gehört, hehe) hätten unsere lieben Genossen wohl kaum gewollt, das wir die größte Rock´N´Roll-Band live erleben (sie haben sich ja gerade mal ein popeliges AMIGA-Vinyl aus dem Kreuz geleiert [was wiederum schon semisensationell war]), anschließend das Ganze per Konserve Revue passieren zu lassen und anschließend auch noch im Internet drüber erzählen. Nun kam es eben anders und das ist wohl feiernswert! Und gar nicht auszumalen... der Channel666 wäre wahrscheinlich nur ein pseudokulturelles, alkoholvernichtendes Projekt in irgendeinem Jugendhaus... Au Backe!
AC/DC »You Shook Me All Night Long« (»Live At River Plate«, 2011) Original auf »Back In Black«, 1980
In diesem Sinne, Tasse hoch und Angus for Bundeskanzler!!! Darauf gleich ein paar Weisswürste zum Frühstück... ;o)
PS: Die Blogstatistik ist auch ne interessante Sache! Was ich in diesem Zusammenhang immer schon mal sagen wollte: ich grüße unsere digitalen Freunde in der Schweiz, in Dänemark und natürlich in Schweden! Gruezi! God dag og skål! Länge leve Sverige! ;o)
Habe folgendes Vidscho gerade auf der eigenen Hausseite gesehen und da ich´s nicht reingefruttelt habe, wirds wohl Sportsfreund Paradroid gewesen sein. Doppelt wertvoll, denn selbst wen die angepriesene Veranstaltung (Morphonic Lab Nr. 10, im Palais des Großen Garten zu Drježdźany am 8. Oktober) nicht weiter anhebt, kann sich hier ein paar Minuten von oldschooligem 8-bit-Geballer beachtbitballern lassen... Dann mal los!
Außerdem geschmeidig...
Mark Ronson & The Business Intl. »Lose It (In The End)« (»Record Collection«, 2010)
Was auch immer. Jetzt ist schönes Wetter, so was wie Wochenende (nicht vergessen für Montag den Schampus vorzukühlen, danke Helmut!) und damit ab in den Abend.
Auch wenn´s hier schon tausendmal verwurstet wurde: es muss noch mal sein... passt gerade so gut! ;o) Schönes Wochenende zsamm!
De Klootzakken »Dominee Dimitri (Full Extended Version)« (»Technohead 3 - Out Of Control?« Sampler, 1994)
PS: Wahre Genießer starten alle drei Tonspuren gleichzeitig! ;o)
Heute am Weserstadion Thomas Schaaf nicht beim Jogging gesehen. Seltsam. Nun musses doch sein (Jürgen, falls du das liest: Nimm´s mir nicht übel, bin halt für preiswerten Spaß zu haben, hehe...).
Sonstige Erkenntnis: beim Bremer Chinarestaurant schmeckt es auch nicht anders, als in der Heimat. Die 24 bleibt halt die 24. Wäre ja auch noch schöner, wenn hier die Stadtmusikanten süßsauer kredenzt würden. Ja ja, die Chinesen! Dazu gabs Haake Beck, was zumindest musikalisch korrekt ist... ;o)
Beck »Lazy Flies« (»Mutations«, 1998) Ab morgen wird dann Kulur erlebt, wir werden uns unter Einheimische mischen und so tun, als wären wir selbst welche... ;o)
PS: Im Hotel-TV kann man jede Menge vom vielgerühmten Unterschichtenfernsehen empfangen. Da neigt man demütigst zur Dankbarkeit, einen internetfähigen Klappcomputer sein Eigen zu nennen - nicht auszuhalten! ;o)
Oha, fast vergessen: heute wird wieder gehechtet. Hier jagt wirklich ein kulturelles Highlight das andere! Unter anderem spielen wohl die Lazy Boys und wenn wir ganz toll aufessen vielleicht ne Secret Service Tributband... Man sieht sich?!
Secret Service »Say Say« (»Aux Deux Magots«, 1987)
Wochenlang drauf gefreut und nun schon wieder vorbei: die großartigen Dré Imbičz rockten das Stadtfest. Für den ein oder anderen war es der erste Besuch auf dem Stadtfest überhaupt, für andere der hoffentlich letzte. Aber für ne Band aus Amerika macht man Ausnahmen, hehe...
Und wie das so ist, das Publikum ist ein anderes, die Rahmenbedingungen sind auch eher, nun ja, eben andere, als in einem vollgerammelten Lustgarten zur BRN und der Sound ist zwar gut, aber einfach zu leise. Da geht die Post nicht wirklich ab, wofür die Band, die wie immer brilliert, selbst nichts kann.
Extase
Was man mir mal erklären könnte, wäre die Tatsache, dass für 0,4l Bier, was ohnehin schon ein Beschmuhmaß ist, straffe 3 (drei!) Euro Einheitspreis aufgerufen werden. Ist schon klar, so lange es jemand bezahlt, ist es halt so und als einer, der ne Notration im Rucksack hat, kann es mir eigentlich egal sein, aber normal ist das nicht.
Atemberaubende Panoramafotografie mit Musikern, Riesenrad und güldener Reiterstatue! Mehr Kultur geht wirklich nicht auf ein Bild!
Natürlich gibt es auch etwas LoFi-Videomaterial. Muss nicht erwähnen, dass ausgerechnet, wenn ich die Kamera spontan ankurbele, spontan ein Phil Collins Böller gezündet wird. Man fasst es nicht!
Dré Imbičz from Amerika performing »Another Day In Paradise« from fucking Phil Collins
Selbstverständlich ließen wir uns es mal wieder nicht entgehen, ein kleines Erinnerungsfoto mit zumindest (oder immerhin) dem Schlagzeuger und dem Bassisten der Band zu bekommen, was die beiden, trotz ihres extremen Prominentenfaktors bereitwillig unterstützten. Innigsten Dank! ;o)
Dré Octa, Prof. Shandor, Paradroičz, davor Honza Beat
Ansonsten erwartet man vom Stadtfest nicht viel und beim Streifzug entlang anderer Bühnen und Ständen auf dem Heimweg taten sich noch echte Lowlights mit extremen Fremdschämfaktoren auf. Nun ja... Gibt es auch noch Videopeinlichkeiten, mal gucken, lade ich vielleicht ein anderes mal hoch.
Was bleibt, ist ein schöner Abend, mit schöner Musik, schönen Menschen und schönen Getränken. DAS ist schön! ;o)
PS: Noch mehr packende Videos, noch mehr LoFi und das auch noch aus ner völlig anderen Perspektive (Multiangle nennt das der Videothekar) gibt es bei unserem digitalen Kameraden & Polkafreund til_o. (klicken Sie hier!), welcher hiermit, samt Anhang, noch mal seperat gegrüßt sei. Nächstes mal machen wir uns vorher ne Bühnenseite aus! ;o)
PPS: Ab sofort versuchsweise kleine weiße Friedenstaube im Logo. Drushba!
Fast verpasst, dass Jon Nödtveidt gestern schon seinen fünften Todestag feiern konnte, und ein guter Zeitpunkt, endlich mal den lange geplanten Kulturkalender anzulegen. Und wäre es nicht so beschi..., ach sprechen wir´s ruhig aus: beschissen warm, würde ich glatt mein hornaltes Dissection-Kapuzenshirt überstreifen. Sei´s drum, wird halt nur die Platte gespielt, die kann man zur Not auch nackt hören, hehe...
So denn, alles Gute nachträglich und, wie man so schön sagt, auf die nächsten fünf! ;o)
Nur noch mal zur Erinnerung: morgen abend kurz nach achte gibt es Dre Imbicz auf der Bühne am güldenen Reiter zu sehen. Wer das verpasst, verpasst das einzige Highlight des diesjährigen Dresdener Stadtfestes (und braucht dann später auch nicht mehr hinzugehen...)! ;o)
Auf etlichen Exkursionen durch die Natur- und Kulturgüter der näheren und weiteren Umgebung stellten der Kollege, militanter Meteorologe, Weinkenner, Kultur-, Sports- und Naturfreund (um nur ausgewählte seiner zahlreichen Studienfelder und Spezialstrecken zu nennen) Minimi und meine Wenigkeit Studien zu dem an, was der Versandhäusler und Marketingfuchs gern als Outdooroutfits (potzblitz: klingt wie ein Dorf in den Niederlanden!) bezeichnet, also atmungsaktive Jacken, reißfeste Rucksäcke, rutschfeste Mützen und krisenfeste Schuhe, an. Für alle, die sich dahingehend fortbilden wollen, empfehle ich Weihnachtsmärkte jeglicher Art, wo man schon, sobald das Auge geschult genug ist, anhand des durchschnittlichen Glühweinpreises Rückschlüsse auf die Preisklasse der getragenen Marken ziehen kann. Genaueres entnehmen Sie dem demnächst erscheinenden Band »Einfache Versuchsreihen, selbst gemacht« (voraussichtliche, dreiteilige Verfilmung für das ZDF unter der Regie von Helmut »Le Frisur« Dietl; Veronica Ferres spielt Heino Ferch).
Auch sind wir mittlerweile in der Lage schon von weitem das 2009er Jack Wolfskin-Jackenmodell vom 2010er Schöffel-Anorak nur anhand der Abstufung des vernähten Rottons zu unterscheiden. Man entwickelt auch ein Gefühl für eine gewisse Gesamtoutdoormodeästhetik (liegt an der belgischen Grenze). So geht es zum Beispiel gar nicht, zur schwarzblauen North Face-Windjacke die olivgrüne Wolfskin-Mütze zu tragen. Sieht auch farblich scheisse aus. Oder den 200-Euro-Meindl-Wanderschuh zur 5-Euro-Tinsulate-Mütze vom Discounterkarussell, was durchaus als politsches Statement eingeordnet werden kann, jedoch lange nicht als Ausrde gilt. Es gibt Sachen, die passen nicht. Man will ja schließlich kein Rotkraut zur Auster und keinen, um den sprichwörtlichen roten Faden wieder aufzunehmen, Glühwein zum Schwedeneisbecher. Der Beelzebub steckt wie immer im Detail, die Fashionpolizei ist stets auf Streife!
Genial und deshalb an dieser Stelle erwähnenswert sind Paare, gern älteren Baujahres, die den umgekehrten Partnerlook der selben Marke tragen. Sie schwarzrot, er rotschwarz, beide Salewa. Oder eine bestimmte Gruppe von Leuten, in karminroten Schöffel-Jacken, die gern am Ökoholunderglühweissweinstand zu finden sind. Erzählen viel, vertragen wenig.
Gesehen werden ist alles!
Warum grabe ich dieses winterlich angehauchte Thema gerade im Sommer aus? Während des eigenen Urlaubs, ganau dort, wo sich der Kuckuck zum Uhu macht, begegnete ich unlängst einer noch seltsameren Zurschaustellung eines solchen Leibchens. Während der Verfasser dieser Zeilen, nur aus einem Mindestmaß an Anstand und auch um der völligen Verbrennung durch die niederprasselnden Sonne bei knapp dreißig Grad im Schatten zu engehen, die primären und sekundären Geschlechtsmerkmale durch ein paar fetzige Badehosen (oder wie es ein hier nicht namentlcih genannter Freizeitphilosoph einmal formulierte: untenrum kurzärmlig) und eine noch fetzigere Obertrikotage verhüllt, durch die Binnengewässer dümpelt, nähert sich entgegenkommend ein Herr im Kanu. Dieser trägt eine Mütze, was, wenn man ohnehin nichts am oder im Kopf zu verschenken hat, in der prallen Sonne durchaus nachzuvollziehen ist und sicher auch von drei von vier befragten Ärzten empfohlen wird. Seinen Korpus hat er allerdings in eine Jack Wolfskin-Windjacke (vemutlich aus der 2010er Kollektion) gepackt und diese bis zum Kinn zugezogen. Hut ab! Falls Onkel Jack nicht neuerdings Eiswürfel in die Achselstücken eingearbeitet hat, will man sich den darunter vor sich hin siedenden Rumpf nicht vorstellen.
Wir grüßen vorbeischippernd einander, so unter Binnenschiffern und Modekennern. Nach zweihundert Metern drehe ich mich noch mal um. Sein Wasserfahrzeug ist mittlerweile nur noch ein Punkt am Horizont, die gelbe Tatze auf der rechten Schulter ist aber noch gestochen scharf zu erkennen.
The Beatles »I Am The Walrus« (»Magical Mystery Tour«, 1967)
Gerade bei einem französischen Sender namens Gulli gesehen... Irgendein paar Prominente, von denen man als Deutscher praktisch keinen kennt, außer erst neulich angpriesenen Garou, präsentierten vor tobender Menge »Antisocial« von Trust. Spätestens dann muss es sich um Kulturgut oder Volkskunst handeln...
Am Wochenende war mal wieder Stadtfest. Da wollte ich eigentlich nie wieder hingehen. Aber mit einem ordentlichen Feuerwerk kann man mich dennoch hinlocken, wenn auch nur auf sicheren Abstand auf Johannstädter Seite, haha... Ne Lasershow war auch noch angekündigt. Allerdings war die, im Vergleich mit dem Feuerwerk und wahrscheinlich allen anderen Lasershows dieses Planeten, eher pupsig, weil flach über dem Boden und damit von weitem kaum sichtbar. Geballert hats dann trotzdem noch ordentlich...
Wo auf der anderen Seite der Elbe letztes Jahr Peter Fox die Massen unterhielt, animierte diesmal ein Roland Kaiser-Double die Ü30-Ladies zum kreischen. War das schon die angekündigte kulturelle Aufwertung des Stadtfests? Armer echter Roli...
... welche vorgestrigen Freitag in der Chemo spielten, worüber uns das langjährige Blog- und Channel-Mitglied Rumpelpudding aka. Paradroid gemäß seiner vertraglich geregelten Informationspflicht auch in Kenntnis setzte. Leider konnten wir diesem kulturellen Pflichttermin wegen anderweitiger Verplanung nicht nachkommen, sind jedoch zumindest einmal mit dem Liedgut der Herren Makarios (Die Art-Sänger) & Dr. Pichelstein (nach eigenen Angaben schnellster Erlenholzgitarrist der Welt) bekannt gemacht und möchten auch den Rest der Welt oder für den Anfang erstmal unseres illustren Blogs daran teilhaben lassen.
Die Russian Doctors komponieren nachdenklich-fröhliche, oft schwarzhumorige Trink- und Marschlieder zum Mitsingen und Schunkeln mit leicht zu merkenden Texte voller poetischer Tragweite und intellektuellem Tiefgang : ) (auf der Grundlage der Aufzeichnungen des russischen Exzentrikers und Dichters S. W. Pratajev).
Erst kürzlich haben die Herren eine weitere CD für die Reihe „Heimatlieder für Heimatlose“ veröffentlicht. Hier kann man sich dann auch gleich den Titelsong namens "Männer, die am Feldrand stehen" anhören und sich auch gleich über den kreativen Hintergrund und die geistigen-Getränke-Vorlieben der beiden Künstler informieren. Und überhaupt...
Übrigens, zum Elbhangfest sind sie wieder in Dresden. Wäre eine gute Gelegenheit, eine Delegation des Channel zum Angucken und Zuprosten vorbeizuschicken.
Bis neulich liz
Nachtrag: Die Alternative zum (in der Tat scheußlichen Elbhangfest) wäre der Kellerclub Quer in Pirna: Die Frage ist nur, inwieweit das eine Verbesserung darstellt ; )