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25.05.2015

Hier spricht Edgar Wallace!

Nun isses mal wieder so weit. Die sächsische Landeshauptstadt wählt ein neues Stadtoberhaupt, Dresdens Next Top Helma sozusagen. Da verwandeln sich die Straßen wieder in Gespensterbahnen, man blickt links und rechts des Weges in die (nicht näher kommentierten) Antlitze der Kandidatinnen und Kandidaten. So was sieht eben aus, wie es aussieht, da kann man nichts machen.



Besonders interessant sind jedoch die stilsicheren Schwarzweißfotografien des Dirk Hilbert. Was will er uns damit sagen? Achtung, hier spricht Edgar Wallace und ich bin der Frosch mit der Maske? Wahrscheinlich. ;o)

Tex Ritter »High Noon« (1952)

08.11.2014

Helma goes to hell

Ich weiß,»ding dong... the witch is dead« wäre jetzt pietätlos und ist seit Maggie Thatcher auch schon ausgelutscht, aber das waren die Zeilen, die heute morgen durch das ewig sonnige Gemüt des Verfassers züngelten. Helma Orosz wirft das Handtuch. Oberbürgermeisterin in Dresden am Arsch. Das ist schön. Warten wir nur ab, was uns das Schicksal als nächstes schenkt... denn wir wissen: nach der Null ist vor der Null.

Prosit Drježdźany! ;o)

Angerfist & MC Nolz »The Deadfaced Dimension« (2014)

11.10.2014

Kurtaxexatruk

Tschuldigung, mir fiel gerade keine Überschrift ein (es handelt sich nicht um die Vorstellung einer ukrainischen Schwarzmetallcombo oder so). Zu unerholt. Was seltsam ist, wenn der Erstwohnsitz in einer Stadt liegt, die Kurtaxe erhebt. Nun ist diese juristisch in der Elbe versenkt.

Wenn Helma Orosz irgendwann endlich mal die Tür hinter sich zumacht, kann sie sich immerhin den vermurksten Versuch, auf platteste Art Kohle zu schachern in die Vita schreiben. Immerhin, besser als nichts und vielleicht mehr, als das, was ihre Vorgänger und auch ihr Nachfolger zu bieten hatten oder haben werden. Denn man weiß: schlimmer geht immer, vor allem an der Elbe.

Prost Mahlzeit, Helma! ;o)

Men Without Hats »O Sole Mio« (»Pop Goes The World«, 1987)

14.02.2014

der unsichtbare Nazi

Nennen wir ihn Rolf. Nein, besser, wir nennen ihn Zoltán (sein Vater war Ungar, seiner Mutter arische Urdeutsche mit mährischen Wurzeln), wie auch immer... er ist ein Sympathisant von allem, was mit N anfängt. Nein, Nutella nicht. Nehmen wir mal an, er hängt mit seinen Kumpels und seiner neuen Freundin Jaqueline im Geibelt-Bad in Pirna rum. Das einschägige Shirt im Spind, ein Hasseröder in der tätowierten Faust, den ölstandgecheckten Golf auf dem Parkplatz.

Szenenwechsel, Drježdźany, 13. Februar. Genau, der 13. Februar. Uwe und Mandy (Namen geändert, aber der Redaktion bekannt - das wollte ich schon immer mal in Klammern schreiben) fassen sich an den Händen. Aua, Uwe du Arsch! Jetzt hast du mich mit Wachs betropft, das tut weh, Alter! Sorry, du, Mandy, das ist doch wegen den Nazis. Ach so, dann geht´s, kein Problem. Welche Nazis eigentlich? Die zwei Ärsche mit dem Tapeziertisch am Strasburger Platz? Nein Mandy, das sind Jehovahs Zeugen, die finden wir gut, wir sind doch tolerant. Aso, na klar, die sind voll dufte - aber welche dann? Na die, die da drüben an der Hand von der Oberbürgermeisterin! Was der Stani ist ein Nazi, der ist doch katholisch? Nein, nicht am Ministerpräsidenten, an der Helma!

Uwe trinkt noch ein Bier und rülpst ein paar tierisch im Weg stehende Bullen an. Mandy sinniert inzwischen über Uwes unrasiertes Benehmen und über die netten Zeugen Tillichs, kommt aber alsbald in ihren Gedankengängen mächtig durcheinander, wobei sie Uwe erneut mit Wachs beträufelt, worauf dieser die rechte Hand des Gegendesmonstranten zu seiner Linken (voll peinlich: er stand verkehrt herum) losläßt, um ihr eine zu scheuern.

Währenddessen kratzt sich Zoltán, nein - Rolf, am Kopf und fragt seine Jaqueline: Mir ist, als wäre noch was gewesen, heute oder demnächst, aber ich komm nicht drauf. Die Angesprochene, von allen nur lieb Schaggi genannt bekommt glasige Augen. Mensch, du hast an den Scheißvalentinstag gedacht! Du bist der Größte! Dann fällt es dem Kahlkopf wieder ein: Ornee, wir wollten doch noch nach Dresden, Gegendemonstranten verprügeln! Aber letztenendes siegt der Durst, nein, die Vernunft. Bestellt noch ein Bierchen und macht noch nen Kopfsprung (Jaqueline sieht das so gerne).

Und wenn sie nicht gestorben sind... (blöd: sie werden ja immer wieder geboren), stehen die Zeugen Jehovahs noch morgen an der Kreuzung. ;o)

Slime »Polizei SA-SS« (»Soundracks zum Untergang«, 1980)

22.12.2011

Nebelmarsch durch die Dresdener Heide

Schöne Tradition ist eine kleine Wanderung ein oder zwei Tage vor Weihnachten geworden. So auch dieses Jahr. Läden überall voll - Wald leer. Diesmal ging es einmal im Zickzack quer durch die Dresdener Heide (weitere Bilder hier). Öko, bio und toll...: An- und Abreise mit Bus und Bahn. Erlebnisse in den öffentlichen Verkehrsmitteln bilden dann noch den humorigen Rahmen dazu...

Dottore Minimi in seiner Praxis

Auch immer wieder schön (man nutzt viel zu selten das großartige Unterhaltungsprogramm der Verkehrsbetriebe!): Was der bunt zusammengewürfelte Menschenzoo in einer Straßenbahn so alles anstellen kann...

Ältere Dame verschafft sich per strafraumtauglichem Körpereinsatz Zutritt zum Stromschuh vor einem jüngeren Herren. Darauf stellt dieser fest: »Immer die Alten...«. Ältere Dame: »Werden Sie erstmal so alt.«. Junger Mann: »Da hab ich ja noch was vor mir!«. Dame: »Wenn Sie das überhaupt schaffen.« Mann: »Geht klar.«. Dame: »Werden Sie erstmal 80, dann können Sie mitreden!«. Er schweigt, sie teilt noch gut für alle anderen Passagiere verfolgbar mit, dass sie ja nun heim müsse, ihr Mann hätte Kaffee gekocht, aber sie musste noch für den Urenkel ein Geschenk kaufen und die vorhergehende Bahn musste sie wegen Überfüllung sausen lassen. So was. Im nachmittäglichen Berufsverkehr!

Wie auch immer, solche rührenden Szenen sind gerade jetzt, wo es wieder wärmer wird, das Fahrgeld so was von wert! ;o)

Helma & Christian

Da vergißt man glatt die restlichen Herzenswärmer dieses Tages! Helma ist wieder da!!! Und der Bupräsi hat sich entschuldigt!!! Hach nee, watn schöner Tag! ;o)


Buck Satan & The 666 Shooters »Quicker Than Liquor« (»Bikers Welcome! Ladies Drink Free«, 2011)

30.05.2011

Herzlich willkommen im Tal der Ahnungslosen!

So, nun wirds langsam ernst, ab übermorgen, also Mittwoch, dem 1. Juni, sind wir, also die Dresdener BürgerInnen und ihre Stadt für 5 Tage offizieller Gastgeber des diesjährigen Kirchentages. Toll auch.

Vielleicht kann es mir ja jemand erklären... Warum rennen die Leute 1989 auf die Straße, um nicht länger alten Männern zuwinken zu müssen und deren Ideologie aufgedrückt zu bekommen und rennen nach 20 Jahren weiterem Evulotionsfortschritt zu einer Veranstaltung, bei der der Chef noch viel, viel älter ist, als es unsere sterblichen Genossen je werden konnten und und bejubeln einen, spätestens seit dem Mittelalter eingeschliffenen, sakralen Mumpitz, der seinen Ursprung vor über 2000 Jahren fand?

Nun könnte ja jemand sagen, 100000 (hunderttausend!) Besucher können nicht irren, mir erschließt sich dieser Hokuspokus im Jahre 2011 nach der Kreuzigung trotzdem nicht. Vielleicht hatte Gottes vorlauter Knabe es auch einfach nicht anders verdient? Wie auch immer, das lässt sich so nicht mehr nachvollziehen. Jedoch können wir mittlerweile Phänomene wie Blitz und Donner, Ölkatastrophen im Ozean, selbst das Nachwuchszeugen und ähnlich tolle Dinge wissenschaftlich erklärem; wozu also dieses Spektakel? Und wenn überhaupt, warum veranstaltet man das ganze hier und nicht in einer Gegend mit höherem »Kirchenfaktor«, irgendwo im südlichen Gebiet Deutschlands zum Beispiel? Na ja, Stani und Helma können ein bisschen PR sicher gut gerbauchen...

Bäh! Ich hoffe innigst, es regnet in Strömen, oder die Elbe möge spontan ansteigen und den ganzen Laden mit sich nehmen. Fickt euch!


Rotting Christ »The Sign Of Evil Existence« (»Thy Mighty Contract«, 1993)

14.05.2010

Das Czorneboh Massaker

Einen Teil dieses Blogs (und, da sind wir vorbildlich: nicht nur die Herren) verschlug es gestern, im Rahmen einer kleinen Wandereung, auf den Czorneboh, u. a. in der Hoffnung, tief in der Lausitz vielleicht um manche Herrentagsunsitte herum zu kommen. Klappte so weit ganz gut, bis auf ein paar einzelne Athleten im Wald. Was sich aber an der Bergwirtschaft abspielte war dann mehr oder weniger die kulturelle Schaumkrone auf dem Feiertagsbier. Ein gewisser DJ Danilo entlockte seiner Anlage unterirdischste Ballermann-Musik. Ein kleiner Mitschnitt kann hier präsentiert werden. (Und, wenn man genau hinhört, hört man auch den Text: Sie hatte ganz ganz dick dicke Titten... aber wir dürfen so was veröffentlichen, wir sind nicht umsonst Deutschlands Brustblog Nummer 1, hehe)



So geht´s also zu in der Heimat von Stani und Helma. Muss man sich vielleicht nochmal außerhalb eines solchen Tages anschauen, der Rest wirkte gemütlich. Seltsames Erlebnis...

16.04.2010

Das nackige Helma

Wie die SZ heute berichtet, hat Dresdens Übermutter Helma Oroszszsz das Gerichtsverfahten gegen die Malerin Erika Lust verloren. Es ging um ein Bild, welches Helma in Strapsen und ansonsten blankgezogen vor der Waldschlösschenbrücke zeigt. Begründet wurde dies damit, dass die Künstlerin nicht die Person Orosz verunglimpfte, sondern »ein Bildnis der Zeitgeschichte und eine satirische Darstellung« (Zitat) schuf.

Ein Sieg für die Kunst, die freie Meinunsäußerung, eine Niederlage für die Ästhetik, denn, mal ehrlich, wer will Helma nackig sehen?

PS: Abschließend sollte man noch erwähnen, dass die Gerichtskosten dem werten Dresdener Steuerzahler aus der Tasche genommen werden, da Frau O. als Amts- und nicht als Privatperson dargestellt wurde. Aber gerne doch!

15.03.2010

Schönheit im Alter


Ja, die moderne Technik bietet viele Möglichkeiten. Da erinnere ich mich noch gerne an die Helma-Plakate... Als man sie dann mal ordentlich beklichtet in der Zeitung sah, wurde augenblich klar: Scheisse, die ist ja locker doppelt so alt, wie man uns glauben lassen wollte.

Aber, was spielt das schon für eine Rolle, gut auszusehen... Wenn ich so vor dem Spiegel stehe, denke ich: Yeah, baby, eine gewaltige! ;o)

Ergo, solange ich noch nicht aussehe, wie Helma und Frau Merkel, so lange, kann ich weiter leben, wie ich will und vor allem brauche ich bis dahin mein Antlitz nicht auf Plakate drucken zu lassen.

15.02.2010

Wochenende vorbei

Demokratie heißt sicher, dass man demonstrieren kann. Manche müssen das aber offenbar, aus irgendeinem Antrieb heraus. Ginge es nicht auch, dass jeder seiner Wege geht (war ja schönes Wetter, Schnee lag, Ski und Rodel gut im Umland)? Dann gäbe es keine Demo, keine Gegendemo und die Kommune (oder das Land?) müsste nicht sagen: Los Leute, wir geben mal ein paar tausend Polizisten aus!

Seltsam, seltsam... Oder alles nur um das Helma mal wieder im TV zu sehen? Und warum wird immer was angezündet (Menschenkette mit Lichtlein/Mülltonnen/Autos - CO2, Leute!)?


So sieht Entspannung aus!

18.09.2009

Au Backe!

Da wir hier in Dresden unbedingt und dringendst noch mehr Shoppingmöglichkeiten brauchen, um unsere ganze überzählige Kohle für diverse Konsümgüter auszugeben, wurde nun endlich anstelle des sozialistischen Prachtbaus »Centrum Warenhaus« die »Centrum Galerie« eröffnet. Freuen wir uns. Parallel wird die »Altmarkt Galerie« erweitert und der »Elbe Park« expandiert ebenfalls.

So weit so gut, sollnse mal. Was allerdings beeindruckend, erstaunlich, abschreckend, fragwürdig oder einfach nur pervers wirkt, sind die Fotos von der Eröffnung in der heutigen Tagespresse, die nicht selten eine ähnlich hysterische Stimmung vermitteln, wie die Massen, die vor 20 Jahren die innerdeutsche Mauer besprangen. Andererseits hat man auch den elendigeren Vergleich mit einem überladenen Flüchtlingsboot, welches von Afrika versucht, nach Europa überzusetzen, vorm inneren Auge.

Dazu noch die Tatsache, dass in den ersten Tagen mit bis zu hunderttausend Besuchern gerechnet wird... abstoßend. Wenn das die Merkmale unserer modernen Gesellschaft sein sollen, dann danke auch.

Wenn Media Markt, Netto und Helma O. irgendwann die Weltherrschaft übernommen haben, kann ich wenigstens behaupten, in meinem Blog damals schon drüber geschrieben zu haben.

05.06.2009

Hoffentlich geht´s schnell vorbei!

Jungejungejunge... geht mir das auf den Zeiger! Bernde Obama hier, Straßenbahnverspätung da, gratis Gebäck, Winkelemente zum runterladen und selber basteln... habt ihr sie noch alle?

Schön, wenn sich mal jemand in den östlichen Rand der Zone verirrt, aber so ein verfluchter Aufriss, da kann man nur staunen. Vom finanziellen Aufwand mal ganz abgesehen. Und wer da alles aus seinen Löchern kommt um sich mit dem Herrn Präsi zu schmücken. Helma zum Beispiel.

Die Kotze läuft in Strömen! Nee, wir gönn nich, weil wir gar nich wolln.