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29.01.2014

Horst hört die Signale

Horst Schmitt, so nennen vielleicht die Amis einen Deutschen in Uniform, wenn sie ihn in einem Hollywoodfilm rumbrüllen lassen. Klischee eben. Aber es gibt ihn wirklich, Achtung, Hände an die Hosennaht!

Besagter Knabe ist laut SZonline und auch taz ein sachkundiger Bürger im Stadtrat von Detmold. Na, Hut ab! Wie wird man so was? Und wo liegt Detmold? Egal, denn besagter Herr Schmitt möchte dem Bericht nach der Linken (oder muss ich der DieLinke sagen?) verbieten, die Internationale zu schmettern. Zu militärisch. weniger lyrisch, als rhythmisch. Schlechtes Timing, gerade jetzt, wo Frau Ursula »meine Frisur fährt gerade auf Gleis 4 ein, bitte treten Sie zurück!« von der Leyen das Militär auf Kuscheldecke bürstet. Außerdem gilt ja wohl der alte Spruch Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, schlechte Menschen haben keine Lieder bis in alle Ewigkeit.

Horst, wir haben gerade wichtigeres zu tun, als uns mit diesem (Attention, wir wollten ja im neuen Jahr mehr Anglizismen verwenden!) Track zu beschäftigen, weil a) neues Behemoth-Album erscheint und b) wir hier völlig durchdrehen (13. Februar - Kerzen kaufen, Hemd bügeln, scheiße, schon wieder militärisch - verfluchte Fettnäpfe überall!). Also gedulde er sich noch etwas. So lange singen wir ein kleines Liedchen...

Es rettet uns kein höh´res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
Uns aus dem Elend zu erlösen
können wir nur selber tun!


Und auch kein Horst. ;o)

Herbst In Peking »Bakschischrepublik« (1990)

05.08.2013

···

Mpf, seit neuestem dreht unser lieber Gastgeber Blogspot gerne mal Bilder beim Hochladen. Sehr interessant auch. Lässt sich aber bereinigen, wenn man die Bilder vorher schon gedreht hat... Na ja, jedesmal, wenn sich hier was ändert ist es eher negativ als nützlich, aber man ist den Kummer irgendwann gewöhnt. ;o)

Ja, und dann sind bald wieder Wahlen und den Bürgern im Land wird die Entscheidung, wohin das Kreuzchen zu malen sei, mittels mehr oder weniger schöner Wahlkampfplakate erleichtert. Hier ein eher unterhaltsames Exemplar...

Equilibrium »Die Affeninsel« (»Rekreatur«, 2010)

26.03.2013

Ne tancovat!

Clyde R.: begeisterter
Tänzer mit
Mörderchoreo! ;o)
Was es nicht alles gibt! Ein Tanzverbot am Karfreitag zum Beispiel. In echt und wirklich, auch wenn es unglaublich klingen mag. Ein Relikt aus Zeiten, als die Todesursache des Heilands noch Grund zum Fremdschämen war. Nun möchte die Linke diesen (Nicht-)Brauch zumindest in Sachsen abschaffen. Unter anderem, weil der Freistaat im Herzen Europas einer der konfessionslosesten Orte der Welt wäre. Grund genug, das Tanzbein baumeln zu lassen, obwohl, jetzt, wo ich es mir überlege... fällt mir auf, dass gerade an langen Wochenenden einige Patienten aus dem Channel666-Umfeld ohnehin ohne Rücksicht auf etwaige Anlässe tanzen. Nur so vor sich hin. Unkontrolliert.

Die einen malen Eier an, andere erstarren in Ehrfurcht, weil ihr Maestro den Hütchenspielertrick, abgemurkst zu werden und später den reumütigen Zombie zu mimen, vollbrachte und ganz andere tanzen eben. Ein Fest, wie nur wenige andere... In diesem Sinne: prosit & shake it! ;o)

KMFDM »Hau Ruck« (»Hau Ruck«, 2005)

09.10.2012

Teufelszeug

Wie soll man die Meldung, dass dem gutaussehenden Linken-Funktionär André Hahn wegen seiner Aktivitäten contra des nationalen (die Abkürzung Nazi verniedlicht die Sache immer so unnötig) Aufmarsches zum Jahrestag der Inschuttundaschelegung Dresdens, nun rechtliche Konsequenzen ins Haus stehen, bewerten? Witzigerweise wurde ein ähnliches Verfahren gegen die noch ähnlicher gutaussehende (warum ich immer auf Äußerlichkeiten rumreite? Nun ja, wir sind in aller erster Linie Ästheten) Eva »auch du bist ein Quader« Jähnigen (Grüne[mit ein bisschen schwarz und gelb angerührt fast braun, rein farbtheoretisch]) fallen gelassen. Könnte man jetzt lässig das Klischee der bösen Achse Grün-Schwarz-Braun (ohnehin die Farben unserer Stadt, in wahlloser Reihenfolge) zücken, aber damit wäre niemandem geholfen. Schließlich sitzen im Gericht gescheite Leute. Und vor allem neutrale.

Um was ich eigentlich drumherumeiere: Warum geht jedesmal ein so kollektivverstandener Juchzer durchs Gebälk, wenn es einen Guten trifft. Hat er nicht genau dieselben demokratischen Rechte wie ein Böösäär?! Und überhaupt, was ist Eva Jähnigen dann: böösää, braun, grün, oder ne bösebraungrüne Mischpoke? Wir erfahren es nach einer kurzen Werbeunterbrechung und nach dem anschließenden jüngsten Gericht. Amen. Ihr Penner.


Totenmond »Linke Sau« (»Auf dem Mond ein Feuer«, 2001)