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30.10.2020

Happy Halloween!


Pete, Episode 12 Halloween Special

So, die meisten tragen ja ohnehin artig ihre Masken, in diesem Sinne, liebe Kinderlein, dann ein frohes Fest alle zusammen! Bleibt gesund, alles wird gut! ;o)


Type O Negative »Halloween In Heaven« (»Dead Again«, 2007)

17.10.2020

Rockabilly Zombie Weekend

Es gibt Filme, da ist der Name offensichtliches Programm, man greift gerne zu. Dieses, 2013 in den USA produzierte, Exemplar ist so ein Beispiel.

Becky und Grant wollen heiraten, natürlich mit einer amtlichen Party, inklusive Rockabilly Band und dementsprechendem Publikum. Währenddessen verbreitet sich eine Seuche, die durch Moskitos (Schauplatz sind die Sümpfe Floridas) übertragen wird. Die Regierung hat auch ein Gegenmittel, doch das hat auch Nebenwirkungen. Wie auch immer, nach und nach verwandeln sich die Leute in Zombies. Das bedeutet, das Brautpaar muss teilweise die eigene Hochzeitsgesellschaft dezimieren und fliehen...



Kulisse und Charaktere, die auch den Namen verdienen, bzw. ordentlich ausgearbeitet wurden, sind stimmig. Dazu kommt ein gescheiter, für diese Art von Film ausreichender Plot und nette Redneck Stimmung plus schöne Musik. Beste Unterhaltung und für Freunde der untoten Kultur ein Schmankerl! Gibt´s in voller Pracht via YouTube zu sehen.

Immer wieder schön, wenn sich Filmproduzenten die Mühe machen, ein stylishes Musikvideo zum Film zu kredenzen!


Killer Moonshine »Rockabilly Zombie Weekend« (2013)

04.10.2020

Zombie Cheerleading Camp

Diese, sicherlich nicht ernst gemeinte, Zombie..nun ja...Komödie stammt aus den USA und wurde 2007 auf die Menschheit losgelassen.

Der Film beginnt, politisch hierzulande völlig unkorrekt, aber gut, sind ja Amis, mit einer Reihe Comicbilder, die erklären, wie eine toxische Substanz im KZ Dachau(!) die Insassen (nein, wir hinterfragen das lieber nicht) in Zombies verwandelte. Daher wurde das Zeug von den Nazis in Fässern in eine Höhle geschleppt. Diese sprengten sie, aber ein pfiffiges Eichhörnchen gelangte ins innere und fiel in ein Giftfass, wo es - welch Ungemach - zum Zombieeichhörnchen mutierte. So viel zur Einleitung.

Gegenwart: Ein Haufen weiblicher Teenies wird in ein Cheerleader Camp gebracht, wo sie unter der Fuchtel einer grenzdebilen Trainerin und ihres schwulen Sohnes (erfolgreichster männlicher Cheerleader, weltweit) eine Woche lang trainiert und gedrillt werden sollen. Außerdem betreten drei einheimische Jungs, die nicht viel anderes als kiffen und natürlich die frisch angekommenen Girls im Kopf haben, die Kulisse. Einer von den dreien wird natürlich von einem Zombieeichhörnchen angegriffen. Wie das Vieh jetzt von Bayern in die amerikanische Einöde gelangte bleibt unklar, aber es ist ungefähr die längste, albernste Szene des Streifens, wer noch so etwas wie Schamgefühl besitzt, lässt diesem spätestens jetzt freien Lauf... Unfassbar...



Der Titel erzählt die komplette Handlung und im Grunde (nennt man das jetzt zeitlos?) könnte der Quark auch 1990 auf den Markt gekommen sein, künstlerischer Dilletantismus kennt kein Alter. Wer sich trotzdem schon immer für Cheerleading interessiert hat und zudem keine Angst davor hat, Lebenszeit zu verschwenden, kann sich das bei YouTube reinziehen. Man gönnt sich ja sonst nichts. ;o)

PS: Viele Werbespots versprechen, dass z. B. dein Haar nach Konsum dies oder jenen Produkts nach 15 Minuten mehr Locken hat, oder mit dem neuen Putzi Megaultra der Fleck nach 15 Minuten aus der Lieblingsbluse raus ist. Dieser Film könnte versprechen, dass die Schwiegermutter nach einer Viertelstunde ihren mehrstündigen Besuch ohne weiteren Kommentar beendet. Nur als kleine Idee.


Einstürzende Neubauten »NNNAAAMMM« (»Ende Neu«, 1996)

05.07.2020

Volcano Zombies

Im Original hieß der Film »The Burning Dead«, was irgendwie besser passt, als der deutsche Untertitel »Die Toten brennen nicht«, aber wer will an dieser Stelle schon kleinlich sein. Es handelt sich um eine amerikanische Produktion aus dem Jahr 2015 und wenngleich der anfangs erwähnte Titel Schlimmes erahnen lässt - keine Bange, Danny Trejo ist an Bord, was soll da schon schiefgehen?

Anfangs erzählt Mr. Trejo, der hier einen Indianer mimt, ein paar Kids von einem verfluchten Berg. Diesen gibt es tatsächlich, nahe eines Kaffs in den Rocky Mountains. Es handelt sich um einen zuletzt vor 200 Jahren aktiven Vulkan, der allerdings kurz vor einem neuerlichen Ausbruch steht. Der Ort wird evakuiert, aber es gibt auch einige uneinsichtige Menschen und der Sheriff hat alle Hände voll zu tun, seine Schäfchen zu retten. Da spuckt der Vulkan auch schon Magma und... Zombies!



Man bekommt ungefähr das geboten, was man bei einem Film mit diesem Titel und Danny Trejo als Aufhänger erwartet: preiswerte Unterhaltung. Die Zombies sind halbwegs okay, die Computereffekte zwischen geht so und es hätte 2015 selbst für den schlanken Taler besser gehen müssen. Kann man sich u. a. via Netzkino reinpfeifen.


Rammstein »Puppe« (»Rammstein«, 2019)

26.06.2019

The Dead Don´t Die

Das sind keine gewöhnlichen Verkehrsteilnemer.
(Bill Murray über Zombies)

Unter der Regie von Jim Jarmusch entstand diese Zombie-Komödie, welche 2019 die Kinos der Welt erblickte. Angeführt wird das Ganze von eingangs erwähntem Bill Murray, Tilda Swinton und Tom Waits, sowie einer ellenlangen Liste von Stars und Sternchen, die größtenteils aus Jarmuschs Freundeskreis rekrutiert wurden.



Ein Nest am Ende der Welt namens Centerville. Dort leben unter anderem der Einsiedler Bob (Waits) und ein paar Polizistzen. Diese müssen den uneinsichtigen Waldschrat verwarnen, da er von einem Farmer (Steve Buscemi) beschuldigt wurde, eines seiner Hühner gestohlen zu haben. Business as usual, bis dahin. Währenddessen verschwinden nach und nach noch mehr Haustiere. Katzen, Hunde, sogar Kühe. Und noch mehr Hühner. Außerdem gerät der Tag-Nacht-Rhythmus irgendwie durcheinander. Die Medien berichten von Fracking an den Polkappen und eine damit verbundene Verschiebung der Erdachse. Der Mond leuchtet auch seltsam und schließlich verlassen die ersten Untoten ihre Gräber. Wie sich herausstellt, tun diese Zombies am liebsten, was sie vor dem Tod auch schon taten, also zur Schule gehen, Medikamente kaufen, oder eben Kaffee trinken. Zwischendurch tun sie natürlich, was Zombies so tun: arglosen Bürgern die Gedärme rausfuttern...

Mal abgesehen davon, dass die Handlung und die Umgebung schon herrlich verschroben sind, ebenso wie der teils gut abgehangene Humor der Dialoge, verleiht das Schauspielensemble diesem Streifen endgültig die nötige Kauzigkeit, um am Ende im Gedächtnis zu bleiben. Einzig der moralisch erhobene Finger zum Ende wäre verzichtbar gewesen, man rafft es auch so, aber geschenkt, das tut der Sache keinen Abbruch - beste Unterhaltung, danke dafür! ;o)


Sturgill Simpson »The Dead Don´t Die« (2019)

06.03.2019

Dance Of The Dead

Es gibt Filme, die sind wie überdimensionale Popcorneimer (alternativ anderes, persönlich präferiertes Genussmittel einfügen), in die man sich am liebsten kopfüber stürzen würde. Diese amerikanische Zombiekomödie stammt aus dem Jahr 2008 und ist so ein Exemplar.



Eine Highschool in einer Stadt, neben der ein Atomkraftwerk ist, feiert die Prom Night. Unglücklicherweise gelangt über die Kanalisation Radioaktivität in Form von Kraftwerksabfällen (Erklärung während des Films: die Scheiße ist keine Scheiße!) zum Friedhof und erweckt dort ein paar Tote zum Leben. Und dann, man kennt das, sausen diese munter durch die Kulisse, beißen andere und so weiter. Und wenn so ein Zombiebuffet wie eine Tanzveranstaltung hergerichtet ist, dann ist Gefahr im Verzug.



Klingt nach wenig Handlung? Genug für einen Zombiefilm, wenn er gut gemacht ist - und, wie eingangs erwähnt, das ist er. Hier werden scheinbar sämtliche Stereotypen amerikanischer Jugendfilmkultur integriert, es mangelt nicht an lockeren Dialogen, witzigen Einfällen und vor allem netten Splattereffekten. Dabei wirkt das ganze einfach leichtfüßig und kann somit bedingungslos weiterempfohlen werden! ;o)


Me First And The Gimme Gimmes »Nothing Compares 2 U« (»Take A Break«, 2003)

14.07.2018

Scouts vs. Zombies

Der vollständige Titel dieses Highlights lautet »Scouts vs. Zombies - Handbuch zur Zombie-Apokalypse« (OT: »Scouts Guide to the Zombie Apocalypse«). Es ist eine US-Produktion aus dem Jahr 2015.

Ben, Carter und Augie sind beste Freunde seit Kindertagen und sie sind Pfadfinder. Eigentlich wollen Ben und Carter keine mehr sein, denn sie vermuten, dass sich das Pfadfindersein, insbesondere die Uniformen eher ungünstig in Bezug auf die holde Weiblichkeit auswirken könnten. Allerdings finden sie nicht den geeigneten Zeitpunkt dies dem dicken Augie zu verklickern, welcher am folgenden Abend ein Abzeichen vom völlig enthusiastischen Gruppenleiter verliehen bekommen soll. Was soll´s - auf in den Wald, um die Zelte aufzuschlagen... und um dabei auch noch eine relativ coole Party in der Stadt zu verpassen...



Natürlich wird Augie das Abzeichen nicht überreicht und an Schlaf im Zelt ist gleich gar nicht zu denken. Die Jungs stehen bald inmitten von Zombies, unterstützt von der Cocktailmixerin eines Strip Clubs, schräg gegenüber des Liquor Stores. Nette Kulisse also...

Dieser Film kann wirklich einiges! Vor allem hat er alles, was diese Art Kino braucht: ein paar vermeintliche Loser, eine Blondine im Tank Top, die auch mit einer Schrotflinte umgehen kann, ordentliches Tempo, Gags, die geschamcklos genug sind, aber an den richtigen Stellen zu finden sind. Beispiel dafür: »Rock You Like A Hurricane« beim Showdown. Alles in Allem: uneingeschränkte Guckempfehlung für Freunde des Genres! ;o)

Ekobrottsmyndigheten »I Grevens Tid (Spela Body!)« (2018)

18.01.2018

Django vs Zombies

Wieder so ein Film, um den man Ewigkeiten herumtänzelt und sich ziert, in einfach mal anzuschauen. Schuld daran trägt der Titel, irgendwie. Im Orginial heißt das Goldstück »The Dead And The Damned«, schon weniger Warnschild. Wenn es dann, für diese Jahreszeit nicht unüblich, einfach mal einen Sonntag durchgehend regnet und man einfach nachmittags den Kuchen in fröhlicher Atmosphäre verputzen will, ist ein geeigneter Zeitpunkt für solche problembetitelten Filme. Nun denn, lass krachen, Django! ;o)

Django ist Kopfgeldjäger und sein Weg führt ihn in eine Goldgräbersiedlung mitten im sonnigen mittleren Westen. Dort hofft er einen Apachen lebendig zu fangen, der die Tochter eines weißen Farmers vergewaltigt und ermordet haben soll. Er findet ihn, in dem er eine junge Dame auf einer Wiese (Mörderdialog »Du bist der Köder.« - »Was ist das?«) anpflockt.
Währenddessen finden zwei Einheimische einen neongrünleuchtenden Asteroiden und als sie diesen in die Stadt karren, um ihn anschließend mit einer Spitzhacke zu bearbeiten, tritt irgendwas daraus aus und verwandelt die Leute in Zombies. Bleiben also Django, der Apache und die Frau (und ein weiterer Kopfgeldjäger - der Deutsche [österreichelt der?]) - da verschieben sich die Prioritäten, zumal die beiden Männer bald feststellen, dass der Indianer keineswegs ein Vergewaltiger und Mörder ist, viel besser, sie sind beide im Namen der Liebe unterwegs. Da kann ja wirklich nur noch wenig schiefgehen.



Was sagt man dazu? Ja, es ist absolute B-Ware, wenn überhaupt. Django sieht aus und benimmt sich teilweise wie Barry Gibb, der Apache verfügt exakt über 1,8 Gesichtsausdrücke und jede weibliche handelnde Person muss mindestens einmal ihre nackten Brüste in die Kamera halten. Und, wie schon erwähnt, der Deutsche (Django nennt ihn einen ungläubigen Bastard) hat einen Akzent, bei dem man sich gepflegt das allzeit bereitliegende Notkissen vors Gesicht hält. Brüllerlyrik wie »Ich hätte dich im Schlaf töten können - doch ich will deinen Skalp im Kampf!« passt perfekt ins Bild. Allerdings sind die Zombies sind preisstufenentsprechend gut gelungen (im Gegensatz zu manchem Klischee recht schnell, teilweise schleichen sie sich sogar recht geschickt an) und die gesamte Produktion scheint sich nicht all zu ernst zu nehmen.

Lange Rede... kann man so machen, wenn es sonntags regnet. Dem Verfasser der Zeilen hat sein Kuchen geschmeckt! ;o)

The Bee Gees »Living Eyes« (»Living Eyes«, 1981)

22.07.2017

Die Nacht der lebenden Toten

Heute wollen wir uns dem Zombie-Klassiker schlechthin widmen, bedauernswerter Anlass ist der Tod George A. Romeros. Zum Zeitpunkt der Besprechung hat der Film bereits fast ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel (gedreht als »Night Of The Living Dead« 1968), wie auch immer, er beeinflusste Legionen von Zombiefilmen danach. Hier wurden Standards gesetzt, z. B. das Wiederauferstehen aus Gräbern, der Kopfschuss... etc...



Die Geschwister Barbara und Johnny besuchen auf dem Friedhof ihren verstorbenen Vater. Dort werden sie von einem seltsamen Mann angegriffen (ein Zombie, nur wissen sie das noch nicht), Johnny überlebt das nicht, Barbara kann fliehen. Sie kommt bis zu einem Haus, in dem sich Ben und, wie man später feststellt, ein paar weitere Personen im Keller verbarrikadiert haben. Nach und nach erkennen sie, was da auf das Haus zutrampelt und seine fauligen Arme durch die eilig vor die Fenster genagelten Bretter steckt...

Vielmehr braucht man wahrscheinlich nicht zu erzählen - wie gesagt, es ist ein Klassiker - und wer Genrefreund ist, sollte diesen Streifen einfach mal gesehen haben. Es kursieren verschiedene Versionen, u. a. gibt es bei YouTube eine uncut Version, die allerdings unsynchronisierte Szenen enthält (was der Sache allerdings keinen größeren Abbruch beschert).

Die Ärzte »Anti-Zombie« (»Geräusch«, 2003)

24.06.2017

The Farm - Survive The Dead

Aus dem Jahr 2010 stammt dieser US-amerikanische Zombiestreifen. In der 18er Fassung gerade mal 73 Minuten wirken in diesem Falle gnädig.

Zwei Brüder wohnen in einem Farmhaus irgendwo im nichts der USA als Selbstversorger. Eines Tages taucht ein Mädchen auf, bittet die beiden um Hilfe, sie fühle sich verfolgt. Das wäre dann wahre Abgeschiedenheit, wenn man die Zombieapocalypse um ein Haar verpasst hätte...



Die Handlung ist so was von lahmarschig und nervtötend in Szene gesetzt, dass wir über die preiswert gemachten Zombies gar nicht sprechen wollen. Kinderlein, Hände weg von diesem Schund! ;o)

Noch ein bisschen Eyecandy zum Schluss: im Herbst kommt ein neues Myrkur-Album!

Myrkur »Två Kongunbarn« (»Mareridt«, 2017)

07.07.2016

Severed - Forest Of The Dead

Diesmal ein kanadischer Film aus dem Jahr 2005, in dem, der Name verrät es, sich Zombies durch bewaldetes Terrain meucheln.



Am Anfang steht etwas Kapitalismuskritik - ein Konzern testet wachstumsfördernde Substanzen an Bäumen. Ein Holzfäller verletzt sich mit der Kettensäge und bekommt prompt etwas jenes Dopingmittels in die offene Wunde, was dazu führt, dass er zum Zombie mutiert. Dazu kommen noch ein paar umweltschützende Demonstranten, genug Frischfleisch ist also vorhanden. Der Chef des Konzerns schickt nach Tagen seinen Sohn los, um nach dem Rechten zu sehen und lässt die Waldgebiete anschließend eiskalt abriegeln, um den Skandal zu vertuschen. So viel zur Story, reicht auch, es wurden schon Filme mit weniger gedreht.

Die Synchronsprecher sind teilweise etwas nervtötend, dafür gibt es jede Menge Gemetzel in wackeligen Kameraeinstellungen. Dass die Darstellung von Zombies heute eine höhere Messlatte als vor über einem Jahrzehnt überspringen muss - geschenkt. Insgesamt gar nicht sooo schlecht gemacht, was will man schon erwarten bei Produktionen dieser Klasse.

Inkubus Sukkubus »Starchild« (»Away with the Faeries«, 1998)

07.10.2015

Zombiber

Widmen wir uns heute einem der abgefahreneren Filme des Jahres 2014, es geht um »Zombiber« (OT: »Zombeavers«). Nomen est omen - genau darum geht es: Zombiebiber und Menschen, die zu Zombies mit Biberattributen werden, das ist bescheuert, aber einmalig sensationell zugleich! Ebenso, wie der Lieblingssatz des ganzen Films: »Wir sollten jetzt nicht anfangen zu streiten... genau das würden die Biber wollen!«...



Am Anfang des Filmes lernen wir zwei sympathische Kraftfahrer kennen, denen, kann ja mal passieren, beim Überfahren einer Hirschkuh ein Fass mit giftig grüner Brühe vom Truck springt. Pech, denn irgendwann landet es an einem Biberdamm. Genau dort verbringen die dreu Freundinnen Mary, Jenn und Zoe ihr Mädelswochenende (unnötig zu erwähnen, dass sie eben jene giftgrüne Substanz für Biberurin halten, jaha!). Ungebetenerweise gesellen sich die drei (nicht ganz hellen) Freunde der Damen hinzu, aber anstatt ausgiebig das Leben zu genießen, machen die jungen Leute mit einem bedrohlich dreinblickenden Biber Bekanntschaft, der auch noch nicht tot ist, nachdem er tot ist. Und wenn man von solchen Viechern gebissen wird, braucht man nicht der fantasievollste Mensch zu sein, um sich auszumalen, wie man danach aussieht.

Wer also 85 Minuten seines Lebens übrig hat, und turbulenten Nagetiertrashhorror, in dem Mädels in Bikinis »Biber! Biber! Biber!« rufen, durchaus für eine Form von Kunst hält, dem sei dieser Streifen wärmstens ans Herz gelegt! ;o)

Und nun lasset uns dem stilsicheren Soundtrack noch ein Ohr schenken...

Jon Kaplan & Al Kaplan feat. Nick Amado »Zombeavers«

05.10.2014

The Walking Dead // Season 5 Trailer



Sigur Rós »Brennisteinn« (»Kveikur«, 2013)

27.11.2013

Zombie Apocalypse

Der Name ist Programm. Dieser Film hat den klassischen Überlebende der großen Seuche versuchen saubere Insel zu erreichen-Inhalt. Womit schon praktisch alles erzählt wäre. Fast.



Das Tempo stimmt, die Story ist ausreichend dünne, die Effekte auch nett genug. In diesem Film, der bestenfalls ein »The Walking Dead im Hosentaschenformat« hätte sein können, gibt es allerhand zu entdecken. Da hättem wir schon mal Ving Rhames (u. a. »Pulp Fiction«). Auch andere Dinge faszinieren, zum Beispiel die recht reingeschnippelt wirkenden Totalaufnahmen aus der Luft oder sonstwo her. Oder wir zählen mal die Pfeile im Köcher der Bogenschützin, egal, wie viele sie abfeuert. Oder wir achten mal darauf, wie viele Pfeile aus den Körpern der Untoten gezerrt werden, nachdem der Oberbogenschütze darüber referierte, keine Pfeile zu verschwenden und diese, wenn möglich, gleich wieder aus den Zombies zu entfernen. Oder wir konzentrieren uns auf den preiswert animierten Endgegner (von dem man sich hier vor Ort, immerhin unter geschulten Augen, nicht einig werden konnte, ob es ein Robotiger oder eine Zombiehyäne sein sollte). Oder oder oder. Ein Haufen toller Sachen!

Aber sonst, nur zu meckern wäre nicht recht, erwartet die geneigten Genrefreunde solide Hausmannskost mit Blutwurst. Was will man mehr? Für die Woche (übrigens auch bei YouTube) allemal tauglich. ;o)

Parabellum »Anoche dije adiós« (»Txarriboda«, 1994)

02.07.2013

Warm Bodies

Ziemlich frisch in der Videothek steht die Zombieromanze »Warm Bodies«. Zombieromanze? Kalte Körper, warme Herzen, haha. Man kann sich von der Kategorisierung oder gerne auch von der P12-Freigabe abschrecken lassen, muss man aber nicht.

Am Anfang lernt man einen Zombie kennen, welcher, wie seine Gattung dies nun mal tut, sinnlos durch die Hallen eines Flughafens irrt. Er berichtet aus Ich-Perspektive, dass er seinen Namen vergessen hat, tot sei, aufgrund irgendeiner Epidemie an deren Ursache er sich ebenfalls nicht erinnern kann. Und er wirft die grundphilosophische Frage auf, welchen Sinn das alles hat und warum es so sein muss, wie es ist. Ein befremdlicher Anfang, denn schließlich neigen Zombies nicht zu tiefgründigen Gedankengängen.



Und wie es sich für eine amtliche Zombie-Apokalypse gehört, gibt es auch ein Camp von Überlebenden. Diese werden von Colonel Grigio (irgendwie deplaziert: John Malkovich) angeführt. Als dieser wieder mal ein kleines Kommando bewaffneter Jugendlicher, darunter seine Tochter Julie losschickt, kreuzen sich die Wege des Zombies und des Mädchens. Er verspeist das Gehirn ihres Freundes, was ihm die Möglichkeit verschafft, an dessen Erinnerungen teilzuhaben. Dann kommt es, wir ahnen es, wie es kommen muss: er sieht Julie und auf einmal übermannt es ihn, er weiß gar nicht, wie ihm geschieht - love is all around - aber er rettet sie und bringt sie zu einem alten Flugzeug in dem er haust. Dort spielt er dem verängstigten, aber dankbaren Mädel erstmal gepflegte 80er-Jahre-Platten vor. Irgendwann presst er auch ein paar Worte heraus und mit der Zeit menschelt er immer mehr, wie auch einige der anderen Zombies. Natürlich bereitet das Probleme, denn ehe der bleiche Romeo seine Julia für sich gewinnen kann sind da unter anderem noch der Colonel, sowie einige, nicht so verliebte Zombies zu überzeugen.

Klingt vielleicht übel bescheuert, aber so reizlos ist die Idee gar nicht, der Film hat durchaus seinen Reiz und ist gut in Szene gesetzt. Die Schauspieler gehen auch in Ordnung (wie gesagt, warum Herr Malkovich da mitspielen muss...). Würde nur dieser ewig hollywoodeske Mief nicht den süßlichen Duft der Verwesung so übertünchen... ;o)

The Troggs »With A Girl Like You« (1966)

10.06.2013

Kentucky Fried Zombies

Während sonst versucht wird, an dieser Stelle eher Filme zu empfehlen, muss ich heute vor einem warnen. »Kentucky Fried Zombies« (Originaltitel: »Die-ner (Get It?)«) ist C-Zombie-Trash nach 80er-Bauart der untersten Kajüte.

Die Story ist schnell erzählt: Ken, ein Serienmörder murkst in einem Bistro am Highway die Besitzer ab. Danach kommt ein junges Ehepaar hinzu und als er auch dieses abmurksen will, betritt ein Polzist die Szenerie und die bereits Abgemurksten wachen auf und werden zu Zombies. Brilliant!



Die Szenerie besteht bis auf ein paar Zusätzliche Untote nur aus den schon erwähnten Personen. Ebenso abwechslungsreich ist der Soundtrack, aus grobgeschätzten drei Orgelakkorden zusammengesetzte, langanhaltende Töne. Dass man bei so einer Produktion keine A-Klasse-Zombies (Sachen wie z. B. »The Walking Dead« versauen dann doch die Norm) erwarten kann, ist klar, aber diese Untoten hätte man selbst besser hinbekommen. Ein paar schmunzelerregende Szenen retten diese 75 Minuten nicht vor der Katastrophe, den Zuschauer kolossal zu nerven. Eine weitere Frechheit ist das Cover, welches so vom tatsächlich zu sehenden Bild abweicht - so können nur Videoverleiher schwindeln... ;o)

Kinder, gebt euer Taschengeld für was anderes aus! ;o)

Cirith Ungol »King Of The Dead« (»King Of The Dead«, 1984)

05.04.2012

Eierlikör!

Schöne Feiertage zusammen! (Hätte Jesus niemand festgenagelt, hätte er nicht auferstehen können [wooaahh, ein Untoter... die beten einen Zombie an!] und es gäbe kein langes Wochenende) Man sieht sich... im Wald?! ;o)


Marduk »Jesus Christ... Sodomized« (»La Grande Danse Macabre«, 2001)

Day Of The Dead

Heut mal wieder ein paar Zeilen zu einem Film. »Day Of The Dead« heißt er, ist auch schon ein bisschen älter (2008).

Es handelt sich um einen klassischen Zombiefielm welcher auf »Night Of The Living Dead« von George Romero beruhen soll. So weit so gut.

Es gibt hier und da ein paar nette Effekte, man sieht der Produktion ihr millionenschweres Budget an, besonders, wenn es brennt oder hier und da Körperteile der Zombies durch die Kulisse fliegen. Was allerdings stümperhaft wirkt, sind z. B. Autofahrten bei wechselnder Beleuchtung, bei denen die Gesichter der Insassen immer gleich von der Seite angestrahlt sind, was aber vielleicht bei dieser Art von Film nicht ganz so schwer wiegt.



Die Metzelfrequenz ist standesgemäß hoch, wie auch das restliche Tempo des Streifens. Genau dort liegt aber auch der Knackpunkt, denn der eigentliche Plot (Quarantäne nach misslungenem Experiment der US Army, yes Sir!) ist so was von flach und gibt kaum mehr als eineinhalb Erzählebnen her. Und da so wenig los ist... richtig, wird geballert und gemetzelt. Bleibt nicht mehr, als ein netter Film für zwischendurch...

Und noch was: 1. Warum können Mädchen und blasse Knaben, die noch eben gezittert haben, wie Espenlaub, auf einmal Waffen bedienen, die einen Rückschlag mit der Wucht eines Roberto Carlos Elfmeters erzeugen und mit denen der Normalverbraucher niemals umzugehen imstande wäre? und 2. Warum wurde die alte Binse, sich bei Gefahr eben nicht aufzuteilen, wieder einmal nicht erhört? Aber das nur am Rande.

Hier noch der Vollständigkeit halber die Links zu Blairwitch und Wikipedia.


Christian Mistress »Haunting Hunted« (»Possession«, 2012)

06.03.2012

Briesnitz, äußerer Friedhof

Nachdem wir bereits ein paar Bilder des inneren Briesnitzer Friedhofes an dieser Stelle hatten, schnippelte der liebe Til_o. (ja, genau: der Friedhofsromancier und beliebte Jungautor) den Ball volley, wie wir Tischtennisspieler zu sagen pflegen und postete seinerseits erstaunliches über den äußeren Friedhof zu Dresden Briesnitz. Ergo ping (also das nach ping und pong)!

Natürlich gibt es im Nachbarblog Farbfotos, hier nicht. Könnte was mit Reichtum oder Armut zu tun haben, liegt aber wie immer daran, dass der Kanal so unheimlich finster ist, huargh (dämonisches Auflachen)! ;o)

Auf besagtem Friedhof ist es auffällig, dass vieles in Säulenform dargestellt wird. Verschiedene Materialien treffen verschiedene Formen und Ausführungen, Hauptsache Säule.

Wenn jeder Gottesacker dem lieben Gott gehört hat, der Name legt das nahe, dann müsste, nach dem er gestorben ist (wir erinnern uns: Nietzsche, Gott ist tot), sein Sohn ja alles geerbt haben. Demnach sehen wir hier den größten Großgrundbesitzer des Planeten locker auf einem seiner Güter rumhängen?! Abgefahrener Typ!

Und noch was mit Säule.

Das ist natürlich nicht viel gegen das, was Til_o. vor die farbige Linse bekam. Ich bin mal so frei (natürlich unter Angabe des bakannten Meisters und der Drogerie, in der er seine Fotos entwickeln lässt, die aber wegen Insolvenz bald jede zweite Filiale schließen wird, wo er aber seit Erfindung der digitalen Fotografie nicht mehr hingeht usw... *fadenwiederaufnehm*), seine spektakuläre Aufnahme zu verlinken. Bitteschön:

Was sehen wir da links im Bild? Den Mönch mit der Peitsche? Den Drummer von Ghost? Die letzte der untoten Jungfrauen, die den Weg die Merbitzer Straße hinauf (ihr erinnert euch: als der innere Friedhof überfüllt war, kamen die Zombies aus ihren Grüften und zogen auf ihren neuen Friedhof!), nicht ganz schaffte, vom Bus mitgeschleift wurde und seitdem in Briesnitz umherspukt? Und kommt mir jetzt keiner mit Zigarettenqualm oder so einem Mist!


Octapolis »Ghost March (Short Version)« (2004)

20.01.2012

Scream!

Beim Video zu folgendem Misfits-Kracher führte kein geringerer als Zombiefreund George Romero (u. a. »Night Of The Living Dead«) Regie. Hat er schön gemacht! ;o)


Misfits »Scream« (»Famous Monsters«, 1999)