Dieser Tage kann man in ausgewählten Kinos die Fortsetzung des Erfolgs »Don´t Breathe« sehen. Regie führte der eigentlich fürs Drehbuch zuständige Rodo Sayagues, da Fede Alvarez dies aus Zeitgründen nicht selbst auf die Kette bekam, aber immerhin auch am Drehbuch werkelte und nebst Sam Raimi als Produzent in Erscheinung tritt. Kann schon mal nicht viel schiefgehen.
Der blinde Mann aus Teil 1 (erneut von Stephen Lang verkörpert) ist mittlerweile Ziehvater für das Mädchen Phoenix. Er beschult sie in seinem Haus und zieht mit ihr ein Übelebenstraining durch, alles am Rande der Stadt, isoliert von der Öffentlichkeit. Eine Bekannte namens Hernandez ist die einzige, mit der die kleine Phoenix ab und an mal in die Stadt oder zu ihrem abgefackelten Geburtshaus kommt. Auf einem dieser Ausflüge wird sie von einem fremden Mann angesprochen, kann ihn aber abservieren und wird außerdem von ihrem Hund Shadow beschützt.
Der Fremde folgt ihnen aber samt ein paar finsteren Kumpanen und schon bald sind Hernandez und Shadow tot. (Mittelfinger an dieser Stelle an die Girls vor mir, schaffen es 90 Minuten im Kino zu quatschen und zwischendurch Wer ist eigentlich Shadow? zu fragen... Kinders!)
Die Bande bricht in das Haus ein, schlägt den blinden Mann nieder (da haben sie sich natürlich den Falschen ausgesucht) und versucht das Mädchen in ihre Gewalt zu bringen...
Ich war, ob des ersten Teils, positiv gespannt und der Film hat zu keiner Sekunde enttäuscht. Ordentliches Tempo, gute Spannung, hübsche Bilder und gute Schauspieler (allen voran Madelyn Grace als Phoenix, Respekt!) - so muss das sein. Freut man sich auf Teil 3! ;o)
Enslaved »Ruun II - The Epitaph« (»Caravans To The Outer Worlds«, 2021)
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05.10.2021
09.09.2021
Blind Alley
Heute haben wir eine kolumbianisch-spanische Co-Produktion auf dem Teller, der komplette deutsche Titel nennt sich »Blind Alley - Im Schatten lauert der Tod« (im Original »El Callejón«, was die Gasse bedeutet und auch ausgereicht hätte). Gedreht wurde das Ganze im Jahr 2011.
Star der Handlung ist Rosa, ein Zimmermädchen, dass von einer Karriere als Model träumt (wer tut das nicht, huar...). Als sie eines Tages Feierabend macht, will sie auf dem Rückweg nach Hause noch ein paar Klamotten in einem Waschsalon reinigen. Dieser liegt in der namensgebenden Gasse, welche ziemlich gottverlassen scheint. Aber so ganz allein ist man ja nie...
Klingt nach wenig Inhalt, aber mehr zu erzählen würde bedeuten zu spoilern. Es lohnt sich auf jeden Fall, den Film zu schauen. Er hat teilweise etwas von einem Kammerspiel, da der Waschsalon als Hauptschauplatz natürlich begrenzt ist, aber alles wirkt mit Liebe zum Projekt gemacht. Von den Protagonisten über die Kulisse, bis hin zur Handlung, die, soviel darf verraten werden, zum Ende hin noch einen gewaltigen Schlenker hinlegt, was diesen Streifen zu einem kleinen Edelstein macht.
Bloodsucking Zombies From Outer Space »Pig Hunt« (»Shock Rock Rebels«, 2021)
Star der Handlung ist Rosa, ein Zimmermädchen, dass von einer Karriere als Model träumt (wer tut das nicht, huar...). Als sie eines Tages Feierabend macht, will sie auf dem Rückweg nach Hause noch ein paar Klamotten in einem Waschsalon reinigen. Dieser liegt in der namensgebenden Gasse, welche ziemlich gottverlassen scheint. Aber so ganz allein ist man ja nie...
Klingt nach wenig Inhalt, aber mehr zu erzählen würde bedeuten zu spoilern. Es lohnt sich auf jeden Fall, den Film zu schauen. Er hat teilweise etwas von einem Kammerspiel, da der Waschsalon als Hauptschauplatz natürlich begrenzt ist, aber alles wirkt mit Liebe zum Projekt gemacht. Von den Protagonisten über die Kulisse, bis hin zur Handlung, die, soviel darf verraten werden, zum Ende hin noch einen gewaltigen Schlenker hinlegt, was diesen Streifen zu einem kleinen Edelstein macht.
Bloodsucking Zombies From Outer Space »Pig Hunt« (»Shock Rock Rebels«, 2021)
reingefruttelt von
Octapolis
02.09.2021
Yoga Hosers
Hier haben wir einen, nun ja, Film, ein Kunstwerk (wie immer im Auge des Betrachters), was auch immer, irgendwo zwischen Horrorfilm, Komödie oder Groteske, aus dem Jahr 2016. Prominentestes Gesicht ist das von Johnny Depp (wenngleich nicht als solcher zu erkennen).
Zwei Teenies, die beide auf den Vornamen Colleen hören, daher folgerichtig die Colleens genannt werden, haben noch mehr Gemeinsamkeiten, als ihre Vornamen. Da wäre eine gemeinsame Vorliebe für Yoga, permanentes Betätigen ihrer Smartphones und ein gemeinsamer Job an der Kasse eines Supermarktes. Im Geschichtsunterricht erfahren sie einiges über einen führenden kanadischen Nazi in den 1940er Jahren, der seit dem als verschwunden gilt.
Eines Abends werden die Girls zu einer Party eingeladen, nicht ahnend, dass sie dort als Opfer für Satanisten dienen sollen. Dazu kommt es nicht, denn es erscheinen Bratzis. Hierbei handelt es sich quasi um Nazi-Bratwürste, die Sauerkraut statt Blut in sich haben und deren bevorzugter killing move darin besteht, ihren Opfern, die Pickelhaube voran, rektal in den Körper zu dringen, um ihn oral wieder zu verlassen. Pech für die Satanisten. Colleen und Colleen können die Killerwürste dann durch gekonnte Yoga-Figuren platt machen. Als die Polizei den Ort des Geschehens betritt, glaubt diese natürlich nichts von alledem und nimmt die beiden Mädels wegen Mordes fest.
Der Kopfgeldjäger Guy Lapointe (Mr. Depp) holt die beiden aus der Haft und mit seiner Hilfe und einem erneuten Gefecht mit den Bratzis gelangen sie in das unterirdische Versteck des vermeintlich verschollenen Nazis, der nebst dem Experiment, aus den Bratzis ausgewachsene Kämpfer zu züchten, einen amtlichen Golem am Start hat und es kommt zum Showdown...
Diesmal eine etwas längere Inhaltsangabe, die trotzdem nicht zu viel verrät, hoffe ich. Um in den Genuss aller Belkopptheiten zu kommen, muss man sich diesen Film einfach in ganzer Länge zu Gemüte führen. Er ist zu bescheuert, um irgendwie normal zu sein, aber auch zu gut, um einfach nur bescheuert zu sein. Trash at its best! ;o)
Teile des Soundtracks sangen die beiden Colleens (bestehend aus Lily-Rose Depp [Johnny Depps Tochter] und Harley Quinn Smith [Tochter des verantworlichen Regisseurs Kevin Smith]) gleich selber ein.
Lily-Rose Depp & Harley Quinn Smith »Yoga Hosers Intro Song« (2016)
Zwei Teenies, die beide auf den Vornamen Colleen hören, daher folgerichtig die Colleens genannt werden, haben noch mehr Gemeinsamkeiten, als ihre Vornamen. Da wäre eine gemeinsame Vorliebe für Yoga, permanentes Betätigen ihrer Smartphones und ein gemeinsamer Job an der Kasse eines Supermarktes. Im Geschichtsunterricht erfahren sie einiges über einen führenden kanadischen Nazi in den 1940er Jahren, der seit dem als verschwunden gilt.
Eines Abends werden die Girls zu einer Party eingeladen, nicht ahnend, dass sie dort als Opfer für Satanisten dienen sollen. Dazu kommt es nicht, denn es erscheinen Bratzis. Hierbei handelt es sich quasi um Nazi-Bratwürste, die Sauerkraut statt Blut in sich haben und deren bevorzugter killing move darin besteht, ihren Opfern, die Pickelhaube voran, rektal in den Körper zu dringen, um ihn oral wieder zu verlassen. Pech für die Satanisten. Colleen und Colleen können die Killerwürste dann durch gekonnte Yoga-Figuren platt machen. Als die Polizei den Ort des Geschehens betritt, glaubt diese natürlich nichts von alledem und nimmt die beiden Mädels wegen Mordes fest.
Der Kopfgeldjäger Guy Lapointe (Mr. Depp) holt die beiden aus der Haft und mit seiner Hilfe und einem erneuten Gefecht mit den Bratzis gelangen sie in das unterirdische Versteck des vermeintlich verschollenen Nazis, der nebst dem Experiment, aus den Bratzis ausgewachsene Kämpfer zu züchten, einen amtlichen Golem am Start hat und es kommt zum Showdown...
Diesmal eine etwas längere Inhaltsangabe, die trotzdem nicht zu viel verrät, hoffe ich. Um in den Genuss aller Belkopptheiten zu kommen, muss man sich diesen Film einfach in ganzer Länge zu Gemüte führen. Er ist zu bescheuert, um irgendwie normal zu sein, aber auch zu gut, um einfach nur bescheuert zu sein. Trash at its best! ;o)
Teile des Soundtracks sangen die beiden Colleens (bestehend aus Lily-Rose Depp [Johnny Depps Tochter] und Harley Quinn Smith [Tochter des verantworlichen Regisseurs Kevin Smith]) gleich selber ein.
Lily-Rose Depp & Harley Quinn Smith »Yoga Hosers Intro Song« (2016)
18.08.2021
The Windmill Massacre
Das ist nicht die Hölle, das ist Holland! Das ist mal ein schönes Zitat und stammt aus dem niederländischen Slasher »The Windmill Massacre« aus dem Jahr 2017.
Jennifer, eine junge australische Frau, die vor ihrer Vergangenheit flüchtet, arbeitet in den Niederlanden als Kindermädchen. Als der Vater merkt, dass irgendetwas mit ihr nicht stimmt, ergreift sie erneut die Flucht. Rein zufällig schließt sie sich einer kleineren Reisegruppe an, die mit einem Bus, samt einheimischen Fahrer, eine Tour durch das ländliche Holland, dem echten Holland, wie der Fahrer behauptet, unternehmen will. Natürlich werden auch Windmühlen besichtigt und, wir ahnen es bereits, in der Nähe eines etwas heruntergekommenen Exemplars gibt der Bus den Geist auf...
Einzig die, oft total unlogische bzw. hirnlose Verhaltensweise der Protagonisten, regt, wenn auch für dieses Genre nicht unüblich, zuweilen auf. Wenn man schon merkt, dass da etwas nicht stimmt, rennt man nicht kopflos in die nächste Hütte und macht erstmal Feuer, vor dem man sich dann mitten in der Nacht gegenseitig anbrüllt, zumal der nächste Ort nur eine Stunde Fußmarsch entfernt ist. Andererseits, ohne solche Tollpatschigkeiten, würden die Handlungen solcher Filme oft nicht funktionieren, also kann man das auch als Mittel zum Zweck akzeptieren.
Ansonsten kann man insgesamt absolut nicht meckern, die Schauspieler sind gut, auch das Setting rund um die namensgebende Windmühle ist gut gelungen - alles in allem eine angenehm unangenehme Atmosphäre. Die Charaktere bekommen auch genug Profil verliehen und auch der Plot kann sich sehen lassen. Schöne und kurzweilige Unterhaltung.
Kann man sich unter anderem via Netzkino zusammen mit einem leckeren Käseschnittchen schmecken lassen.
Sigur Rós »Vaka« (live, 2006)
Jennifer, eine junge australische Frau, die vor ihrer Vergangenheit flüchtet, arbeitet in den Niederlanden als Kindermädchen. Als der Vater merkt, dass irgendetwas mit ihr nicht stimmt, ergreift sie erneut die Flucht. Rein zufällig schließt sie sich einer kleineren Reisegruppe an, die mit einem Bus, samt einheimischen Fahrer, eine Tour durch das ländliche Holland, dem echten Holland, wie der Fahrer behauptet, unternehmen will. Natürlich werden auch Windmühlen besichtigt und, wir ahnen es bereits, in der Nähe eines etwas heruntergekommenen Exemplars gibt der Bus den Geist auf...
Einzig die, oft total unlogische bzw. hirnlose Verhaltensweise der Protagonisten, regt, wenn auch für dieses Genre nicht unüblich, zuweilen auf. Wenn man schon merkt, dass da etwas nicht stimmt, rennt man nicht kopflos in die nächste Hütte und macht erstmal Feuer, vor dem man sich dann mitten in der Nacht gegenseitig anbrüllt, zumal der nächste Ort nur eine Stunde Fußmarsch entfernt ist. Andererseits, ohne solche Tollpatschigkeiten, würden die Handlungen solcher Filme oft nicht funktionieren, also kann man das auch als Mittel zum Zweck akzeptieren.
Ansonsten kann man insgesamt absolut nicht meckern, die Schauspieler sind gut, auch das Setting rund um die namensgebende Windmühle ist gut gelungen - alles in allem eine angenehm unangenehme Atmosphäre. Die Charaktere bekommen auch genug Profil verliehen und auch der Plot kann sich sehen lassen. Schöne und kurzweilige Unterhaltung.
Kann man sich unter anderem via Netzkino zusammen mit einem leckeren Käseschnittchen schmecken lassen.
Sigur Rós »Vaka« (live, 2006)
24.03.2021
Scream Week
Für den deutschen Markt fand man diesen äußerst innovativen Titel (es kursieren noch zwei Alternativtitel namens »Summer Party Massacre« und »You´re Next«), in Abwandlung des niedeländischen Originals »Sneekweek«. Diese »Sneeker Woche« gibt es tatsächlich, es handelt sich um eine jährlich stattfindende (wenn mal gerade kein Corona für Flaute sorgt) Segelregatta im friesischen Sneek, dem Schauplatz für diesen Slasher aus dem Jahr 2016.
Eine Gruppe Jugendlicher zwingt sich zu einer gegenseitigen Mutprobe, die darin besteht, möglichst lange in einem Zuber, gefüllt mit Eiswasser, auszuhalten. Einer von ihnen überlebt das nicht, aber sie schwören sich gegenseitig darauf ein, dies als Unfall zu vertuschen.
Zwei Jahre später machen sie sich auf zu einer gemieteten Villa in Sneek um teilweise an der Regatta teilzunehmen, oder zumindest an den dazu gehörigen Partys. Es wird getrunken und auch die ein oder andere nicht ganz legale Substanz konsumiert. Im Verlauf des Wochenendes beißen einige von ihnen allerdings durch Fremdeinwirkung ins friesische Gras und Panik macht sich breit...
Die holländische Interpretation von »Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast« funktioniert und unterhält bestens. Alles ist schön popcornig, die nötigen Klischees werden bedient, die Bilder, sowie die Kills sind gut in Szene gesetzt und das Tempo schmissig, dazu passend gibt es ordentlich Techno auf die Ohren. 108 Minuten gute Stimmung für Genrefreunde.
Asphyx »The Nameless Elite« (»Necroceros«, 2021)
Eine Gruppe Jugendlicher zwingt sich zu einer gegenseitigen Mutprobe, die darin besteht, möglichst lange in einem Zuber, gefüllt mit Eiswasser, auszuhalten. Einer von ihnen überlebt das nicht, aber sie schwören sich gegenseitig darauf ein, dies als Unfall zu vertuschen.
Zwei Jahre später machen sie sich auf zu einer gemieteten Villa in Sneek um teilweise an der Regatta teilzunehmen, oder zumindest an den dazu gehörigen Partys. Es wird getrunken und auch die ein oder andere nicht ganz legale Substanz konsumiert. Im Verlauf des Wochenendes beißen einige von ihnen allerdings durch Fremdeinwirkung ins friesische Gras und Panik macht sich breit...
Die holländische Interpretation von »Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast« funktioniert und unterhält bestens. Alles ist schön popcornig, die nötigen Klischees werden bedient, die Bilder, sowie die Kills sind gut in Szene gesetzt und das Tempo schmissig, dazu passend gibt es ordentlich Techno auf die Ohren. 108 Minuten gute Stimmung für Genrefreunde.
Asphyx »The Nameless Elite« (»Necroceros«, 2021)
05.02.2021
Es Kapitel 2
Wie auch schon im Origial, gibt es auch zur Neuverfilmung des Stephen King Romans einen zweiten Teil. Dieser erschien im Jahr 2019.
Derry, 27 Jahre später, es wird wieder spooky. Die Gruppe von einst lebt mittlerweile an verschiedenen Orten, lediglich Mike lebt noch vor Ort. Doch als ein paar homophobe Typen ein schwules Paar attackiert und einen davon ins Wasser wirft, erscheint Clown Pennywise, reißt einem der Angreifer das Herz heraus und dekoriert den Ort des Geschehens mit roten Luftballons, sowie den Worten come home. Daraufhin ruft Mike den Club der Verlierer zusammen, die Clique von damals.
Sie treffen sich in einem Restaurant und während des Essens, bei dem unter anderem seltsame Glückskekse (oder Pechgebäck in diesem Falle) Unheil ankündigen, gräbt man gemeinsam das ein oder andere verdrängte Trauma aus.
Als sich die Ereignisse zuspitzen, erkennt die Gruppe schließlich die Notwendigkeit einer finalen Konfrontation mit Pennywise und damit ihren innersten Ängsten...
Technisch natürlich zeitgemäß stark umgesetzt, schwächelt der Film hinten raus doch etwas. Liegt sicher auch an der Romanvorlage, bei Stephen King reicht ordinärer Grusel zuweilen nicht, seine Fans werden das lieben, aber mir persönlich war das Finale etwas zu dick aufgetragen. Es wird ziemlich haarsträubend, mit Elementen von Kitsch und Fremdscham, aber das ist natürlich, wie stets an dieser Stelle, ein rein subjektiver Eindruck.
Thy Catafalque »Napút« (»Naiv«, 2020)
Derry, 27 Jahre später, es wird wieder spooky. Die Gruppe von einst lebt mittlerweile an verschiedenen Orten, lediglich Mike lebt noch vor Ort. Doch als ein paar homophobe Typen ein schwules Paar attackiert und einen davon ins Wasser wirft, erscheint Clown Pennywise, reißt einem der Angreifer das Herz heraus und dekoriert den Ort des Geschehens mit roten Luftballons, sowie den Worten come home. Daraufhin ruft Mike den Club der Verlierer zusammen, die Clique von damals.
Sie treffen sich in einem Restaurant und während des Essens, bei dem unter anderem seltsame Glückskekse (oder Pechgebäck in diesem Falle) Unheil ankündigen, gräbt man gemeinsam das ein oder andere verdrängte Trauma aus.
Als sich die Ereignisse zuspitzen, erkennt die Gruppe schließlich die Notwendigkeit einer finalen Konfrontation mit Pennywise und damit ihren innersten Ängsten...
Technisch natürlich zeitgemäß stark umgesetzt, schwächelt der Film hinten raus doch etwas. Liegt sicher auch an der Romanvorlage, bei Stephen King reicht ordinärer Grusel zuweilen nicht, seine Fans werden das lieben, aber mir persönlich war das Finale etwas zu dick aufgetragen. Es wird ziemlich haarsträubend, mit Elementen von Kitsch und Fremdscham, aber das ist natürlich, wie stets an dieser Stelle, ein rein subjektiver Eindruck.
Thy Catafalque »Napút« (»Naiv«, 2020)
29.12.2020
Calvaire
Heute wollen wir uns einem belgischen Horrorfilm aus dem Jahr 2004 widmen. Er trägt für den deutschen Markt noch den, vom Konsum abratenden, Titel »Tortur des Wahnsinns«, aber wir wissen, bekloppte Namen oder Motive schrecken nur Unkenner ab! ;o) Fährt man über die belgische Autobahn oder die Landstraßen unserer lieben Nachbarn, möchte man gerne anhalten, die kleinen Hecken vor den kleinen Häusern berühren, vielleicht den Einheimischen mal Danke sagen, für jahrelange nette Nachbarschaft, einfach mal eine ihrer kleinen Minigolf-(Dopplung!)Anlagen bespielen - nach diesem Film nicht mehr!
Marc Stevens ist ein Schlagersänger. Nicht so ein arroganter Arsch, wie zum Beispiel Jouni aus »Heavy Trip« oder Florian Silbereisen, vielmehr ein Sympath, der sich seines Standes (und der Pflicht des Erbes der Granden seines Landes) durchaus bewusst ist. Er besingt und beglückt zum Beispiel ein Altenheim (das war jetzt bestimmt nicht perfekt formuliert, Seniorenresidenz sagt man heute?) und begibt sich sogleich von diesem weiter (niedlich, wenn man mal bedenkt, wie groß bzw. klein Belgien eigentlich ist) zu einer Weihnachtsfeier im Süden des Landes.
Dummerweise geht sein Auto kaputt und er muss eine Möglichkeit finden, zwischendurch zu übernachten. Findet er. Beim alten Bartel, dem eine gediegene Herberge gehört. Dieser macht Frühstück, möchte sich um das defeke Fahrzeug kümmern, doch hat nicht alle Latten an seinem kleinen belgischen Zaun; wir ahnten es bereits. Ab diesem Punkt wird die Handlung unschön...
Besetzung, Kulisse, Darsteller und vor allem die hervorragend in Szene gesetze Handlung entsprechen besten Standards des niedrigpreisigen Horrorfilms. So geht das! Ein paar bekloppte Typen plus ein relativ fieses Skript des Autors minus ein befriedigendes Happy End (kein Spoiler, nur ein persönlicher Eindruck). Das ist Ausweis für gute Horrorfilme und belgische Schlagertexte. Punkt!
Freunde des feinen Chansons sehen diesen Heimatfilm bei YouTube. Lohnt sich.
Jacques Brel »Le Moribond« (1961)
Marc Stevens ist ein Schlagersänger. Nicht so ein arroganter Arsch, wie zum Beispiel Jouni aus »Heavy Trip« oder Florian Silbereisen, vielmehr ein Sympath, der sich seines Standes (und der Pflicht des Erbes der Granden seines Landes) durchaus bewusst ist. Er besingt und beglückt zum Beispiel ein Altenheim (das war jetzt bestimmt nicht perfekt formuliert, Seniorenresidenz sagt man heute?) und begibt sich sogleich von diesem weiter (niedlich, wenn man mal bedenkt, wie groß bzw. klein Belgien eigentlich ist) zu einer Weihnachtsfeier im Süden des Landes.
Dummerweise geht sein Auto kaputt und er muss eine Möglichkeit finden, zwischendurch zu übernachten. Findet er. Beim alten Bartel, dem eine gediegene Herberge gehört. Dieser macht Frühstück, möchte sich um das defeke Fahrzeug kümmern, doch hat nicht alle Latten an seinem kleinen belgischen Zaun; wir ahnten es bereits. Ab diesem Punkt wird die Handlung unschön...
Besetzung, Kulisse, Darsteller und vor allem die hervorragend in Szene gesetze Handlung entsprechen besten Standards des niedrigpreisigen Horrorfilms. So geht das! Ein paar bekloppte Typen plus ein relativ fieses Skript des Autors minus ein befriedigendes Happy End (kein Spoiler, nur ein persönlicher Eindruck). Das ist Ausweis für gute Horrorfilme und belgische Schlagertexte. Punkt!
Freunde des feinen Chansons sehen diesen Heimatfilm bei YouTube. Lohnt sich.
Jacques Brel »Le Moribond« (1961)
23.12.2020
Stille Nacht, Horror Nacht
Anstelle des üblichen Kitsches zur Weihnachtszeit widmen wir uns heute mal einem gepflegten Film zum Thema. Im Original hört er auf den Namen »Silent Night, Deadly Night« und zog mehrere Nachfolger, teilweise Direct-to-DVD nach sich. Gedreht wurde das Ganze 1984, schließlich sind wir hier nicht nur in einem der beliebtesten Weihnachtsblogs Deutschlands, sondern auch dem Zeugnis der Zeit verpflichtet (hüstel).
Wir lernen den Killer in seiner Kindheit und damit sehr persönlich kennen, ein gravierender Unterschied zu zig anderen Slashern. Er entkommt nur knapp einem durchgeknallten Killer, der im Kostüm des Santa Claus seine Eltern massakriert, muss aber alles mit ansehen und ist dementsprechend traumatisiert. Seine Kindheit verbringt er darauf hin in einem christlichen Waisenhaus. Dort wird ihm aber nicht im Sinne der moderenen Psychotherapie geholfen, vielmehr setzt es Schläge, nur eine einzelne Nonne bemüht sich um ihn, kommt jedoch nicht gegen den garstigen Sadismus der Oberin an. Jedes Jahr, wenn es weihnachtlich wird, entwickelt der Junge seltsame Züge. Als er achtzehn Jahre alt ist, triggert ihn sein Trauma dermaßen heftig; er greift zur Axt... im Kostüm des Weihnachtsmannes.
Aaaalso... fangen wir mal mit dem Positiven an: Die Story ist schlüssig, selten bekam ein Killer im Slashergenre so ein tiefes Psychogramm spendiert, man könnte, wenn man nicht zu viel Glühzeugs konsumiert hat, glatt Empathie ausschütten. So macht alles mehr Sinn, von diesem Ansatz hätte sich manch spätere Produktion mal eine Scheibe abschneiden können. Außerdem sind die Kills, so wie es damals üblich war, nett erdacht, sowie visuell gut in Szene gesetzt.
Nicht so prall sind das stumpfe Schauspiel, die Synchronisation samt der Dialoge, sowie die absolut unter dem Schnee vergrabenen Soundeffekte, sowie der Soundtrack. Andererseits: Vielleicht was das in der ersten Hälfte der 1980er Jahre einfach so?
Wie auch immer, allen, die morgen etwas Zeit zwischen Schwiegermutter und Bescherung stilvoll überbrücken wollen, sei dieses Zeitzeugnis z. B. via YouTube ans Herz gelegt!
Abseits des Films: Allen LeserInnen dieses Blogs wünsche ich ein paar geruhsame Tage, bleibt gesund, nutzt die verordnete Ruhe für Filme, Musik und Friedhöfe. ;o) Alles wird gut... wurde es immer...
Perchta »Åtem« (»Ufång«, 2020)
Wir lernen den Killer in seiner Kindheit und damit sehr persönlich kennen, ein gravierender Unterschied zu zig anderen Slashern. Er entkommt nur knapp einem durchgeknallten Killer, der im Kostüm des Santa Claus seine Eltern massakriert, muss aber alles mit ansehen und ist dementsprechend traumatisiert. Seine Kindheit verbringt er darauf hin in einem christlichen Waisenhaus. Dort wird ihm aber nicht im Sinne der moderenen Psychotherapie geholfen, vielmehr setzt es Schläge, nur eine einzelne Nonne bemüht sich um ihn, kommt jedoch nicht gegen den garstigen Sadismus der Oberin an. Jedes Jahr, wenn es weihnachtlich wird, entwickelt der Junge seltsame Züge. Als er achtzehn Jahre alt ist, triggert ihn sein Trauma dermaßen heftig; er greift zur Axt... im Kostüm des Weihnachtsmannes.
Aaaalso... fangen wir mal mit dem Positiven an: Die Story ist schlüssig, selten bekam ein Killer im Slashergenre so ein tiefes Psychogramm spendiert, man könnte, wenn man nicht zu viel Glühzeugs konsumiert hat, glatt Empathie ausschütten. So macht alles mehr Sinn, von diesem Ansatz hätte sich manch spätere Produktion mal eine Scheibe abschneiden können. Außerdem sind die Kills, so wie es damals üblich war, nett erdacht, sowie visuell gut in Szene gesetzt.
Nicht so prall sind das stumpfe Schauspiel, die Synchronisation samt der Dialoge, sowie die absolut unter dem Schnee vergrabenen Soundeffekte, sowie der Soundtrack. Andererseits: Vielleicht was das in der ersten Hälfte der 1980er Jahre einfach so?
Wie auch immer, allen, die morgen etwas Zeit zwischen Schwiegermutter und Bescherung stilvoll überbrücken wollen, sei dieses Zeitzeugnis z. B. via YouTube ans Herz gelegt!
Abseits des Films: Allen LeserInnen dieses Blogs wünsche ich ein paar geruhsame Tage, bleibt gesund, nutzt die verordnete Ruhe für Filme, Musik und Friedhöfe. ;o) Alles wird gut... wurde es immer...
Perchta »Åtem« (»Ufång«, 2020)
reingefruttelt von
Octapolis
Labels:
Horrorfilm,
Perchta,
Slasher,
Weihnachten,
Weihnachtsmann
16.12.2020
Sea Beast
Im Jahr 2008 wurde diese US-Produktion veröffentlicht. Im Original hieß der Film »Troglodyte«.
Ein Idyll von einem Fischerkaff. Dort lebt Will, der als einer der Ersten einen seltsamen Meeresbewohner sichtet, welcher auch mal locker ein Crewmitglied verspeist. Anfangs glaubt ihm das natürlich niemand, doch bald zeigt sich, dass es sich um einen mutierten Anglerfisch handelt. Zusammen mit einer Biologin macht er sich also auf, um mehr zu erfahren. Indes verbringt seine Tochter mit Freunden auf einer nahegelegenen Insel ein schönes Wochenende, zumindest ist das ihr Plan. Ungünstigerweise hat der Anglerfisch Nachwuchs und der muss gefüttert werden...
Es gibt Filme, deren Handlung von dieser hier nur um Nuancen abweicht, es aber voll verkacken, weil die Liebe zum Thema bzw das handwerkliche Können fehlen, aber dieser Streifen macht so ein, lass uns in ein entlegenes Fischerdorf fahren und mal gucken, wie nichts passiert Gefühl. Total anheimelnd. Effekte und Cast sind für das Genre gut, insgesamt ein rundes Filmerlebnis.
Gibt´s frei bei YouTube...
Isengard »Rockemillion« (»Vårjevndøgn«, 2020)
Ein Idyll von einem Fischerkaff. Dort lebt Will, der als einer der Ersten einen seltsamen Meeresbewohner sichtet, welcher auch mal locker ein Crewmitglied verspeist. Anfangs glaubt ihm das natürlich niemand, doch bald zeigt sich, dass es sich um einen mutierten Anglerfisch handelt. Zusammen mit einer Biologin macht er sich also auf, um mehr zu erfahren. Indes verbringt seine Tochter mit Freunden auf einer nahegelegenen Insel ein schönes Wochenende, zumindest ist das ihr Plan. Ungünstigerweise hat der Anglerfisch Nachwuchs und der muss gefüttert werden...
Es gibt Filme, deren Handlung von dieser hier nur um Nuancen abweicht, es aber voll verkacken, weil die Liebe zum Thema bzw das handwerkliche Können fehlen, aber dieser Streifen macht so ein, lass uns in ein entlegenes Fischerdorf fahren und mal gucken, wie nichts passiert Gefühl. Total anheimelnd. Effekte und Cast sind für das Genre gut, insgesamt ein rundes Filmerlebnis.
Gibt´s frei bei YouTube...
Isengard »Rockemillion« (»Vårjevndøgn«, 2020)
20.11.2020
Es
Im Jahr 2017, also 27 Jahre nach der Originalverfilmung (Freunde der Clownerie wissen, dass sich Kamerad Pennywise in eben diesem Interwall blicken lässt), kam dieses Remake der filmischen Umsetzung der Romanvorlage aus der Feder Stephen Kings in die Lichtspielhäuser dieser Welt. Weil wir das an dieser Stelle jedes Mal auf dem Teller haben, der Originaltitel lautete in diesem Falle schlicht »It« - geht doch!
Sollte es noch Menschen geben, die mit der Materie nicht vertraut sein sollten, hier ein kurzer Abriss der Handlung... Oktober 1988, ein kleiner Junge spielt mit einem Papierboot, welches in einer Schleuse verschwindet. Glück im Unglück: Das Spielzeug wird von einem, in der Kanalisation hausenden Clown, gefangen. Als der Kleine sein Boot wiederhaben möchte, Unglück im Glück, beißt ihm der Vater aller Horrorclowns erst den Arm ab, nimmt ihn anschließend komplett mit in die Tiefe. Sein Bruder und dessen Kumpels, die Loser-Clique des Ortes, werden ebenfalls von Pennywise, so heißt der schräge Spaßmacher, drangsaliert, er nährt sich von den Ängsten der Kinder, denen somit nichts weiter übrig bleibt, als sich diesen und damit dem Clown zu stellen.
Insgesamt hält sich die Umsetzung ziemlich ans Original. Knuffig ist die Achtziger-Stimmung (Stand By Me lässt grüßen), die Charaktere an sich, sowie die Kleinstadtidylle. Mich persönlich konnte Stephen King in Printform nie so richtig begeistern, aber in grauer Vorzeit verzichtete man auch gerne auf die cineastischen Umsetzungen, die sicher oft gut gemeint, aber seltener gelungen waren. Dieser Streifen hat zumindest den Verfasser dieser Zeilen dazu animiert, später noch den dazugehörigen zweiten Teil zu konsumieren.
Marina »Man´s World« (2020)
Sollte es noch Menschen geben, die mit der Materie nicht vertraut sein sollten, hier ein kurzer Abriss der Handlung... Oktober 1988, ein kleiner Junge spielt mit einem Papierboot, welches in einer Schleuse verschwindet. Glück im Unglück: Das Spielzeug wird von einem, in der Kanalisation hausenden Clown, gefangen. Als der Kleine sein Boot wiederhaben möchte, Unglück im Glück, beißt ihm der Vater aller Horrorclowns erst den Arm ab, nimmt ihn anschließend komplett mit in die Tiefe. Sein Bruder und dessen Kumpels, die Loser-Clique des Ortes, werden ebenfalls von Pennywise, so heißt der schräge Spaßmacher, drangsaliert, er nährt sich von den Ängsten der Kinder, denen somit nichts weiter übrig bleibt, als sich diesen und damit dem Clown zu stellen.
Insgesamt hält sich die Umsetzung ziemlich ans Original. Knuffig ist die Achtziger-Stimmung (Stand By Me lässt grüßen), die Charaktere an sich, sowie die Kleinstadtidylle. Mich persönlich konnte Stephen King in Printform nie so richtig begeistern, aber in grauer Vorzeit verzichtete man auch gerne auf die cineastischen Umsetzungen, die sicher oft gut gemeint, aber seltener gelungen waren. Dieser Streifen hat zumindest den Verfasser dieser Zeilen dazu animiert, später noch den dazugehörigen zweiten Teil zu konsumieren.
Marina »Man´s World« (2020)
08.11.2020
Summer Shark Attack
Wieder mal ein Haifilm, davon kann man nie genug sehen, wobei man auch immer Gefahr läuft, tief ins Klo zu greifen, eine typische Genrekrankheit. Dem ist in diesem, 2016 produzierten Fall, zum Glück nicht so.
Eine Familie fährt an einen See am Fuße der Ozark Mountains (daher auch der Originaltitel »Ozark Sharks«), um in der Natur ein schönes Wochenende zu genießen. Ganz allein sind sie dabei nicht, viele andere Menschen sind ebenfalls angereist, um das anstehende Feuerwerksfestival nicht zu verpassen. Was keiner ahnt: übellaunige und hungrige Bullenhaie sind ebenfalls anwesend und schon deshalb kann die Party so was von losgehen...
So geht Haifilm! Ordentliches Tempo, sich selbst nicht all zu ernst nehmend (eine Aussage bezüglich der Auswahl des Waffenarsenals lautet Wir brauchen alles eine Nummer größer!) und mit ordentlich Gehacktem im Finale. Dann reicht auch wenig Handlung und man betrachtet das Overacting der Protaginsten angenehm amüsiert. Dieser Streifen kann einiges! Und nun: Feuer frei! ;o)
Freunde der Ölsardine als Pausensnack sollten sich diese Perle nicht entgehen lassen (gibt´s u. a. bei YouTube).
AC/DC »Shot In The Dark« (»Shot In The Dark«, 2020)
Eine Familie fährt an einen See am Fuße der Ozark Mountains (daher auch der Originaltitel »Ozark Sharks«), um in der Natur ein schönes Wochenende zu genießen. Ganz allein sind sie dabei nicht, viele andere Menschen sind ebenfalls angereist, um das anstehende Feuerwerksfestival nicht zu verpassen. Was keiner ahnt: übellaunige und hungrige Bullenhaie sind ebenfalls anwesend und schon deshalb kann die Party so was von losgehen...
So geht Haifilm! Ordentliches Tempo, sich selbst nicht all zu ernst nehmend (eine Aussage bezüglich der Auswahl des Waffenarsenals lautet Wir brauchen alles eine Nummer größer!) und mit ordentlich Gehacktem im Finale. Dann reicht auch wenig Handlung und man betrachtet das Overacting der Protaginsten angenehm amüsiert. Dieser Streifen kann einiges! Und nun: Feuer frei! ;o)
Freunde der Ölsardine als Pausensnack sollten sich diese Perle nicht entgehen lassen (gibt´s u. a. bei YouTube).
AC/DC »Shot In The Dark« (»Shot In The Dark«, 2020)
25.10.2020
Mega Shark Vs. Giant Octopus
2009 wurde dieser Film in den USA produziert. Warum, ist bis heute ungeklärt...
Forscherin Emma (seltsamerweise sind die Meeresbiologinnen in diesen Filmen meist weiblich besetzt [Schlauberger: Sonst wären es ja Biologen, Ha!]) beobachtet Wale, während die US Army ein nicht ganz legales Manöver durchführt, bei dem, mittels einer Sprengung, zwei prähistorische Tiere aus dem ewigen Eis befreit werden. Shit happens, und ab sofort gurken ein grimmiger Megalodon und sein achtarmiger Gegenspieler durch die Weltmeere. Der Hai beißt schon mal in die Golden Gate Bridge, der Tintenfisch hat es auf Tokyo abgesehen. Also versuchten Amerikaner und Japaner, die zwei Viecher aufeinander zu hetzen, um das Problem aus der Welt zu schaffen.
Natürlich findet man diesen Film in der Gernreschublade des Tierhorrors. Horror kann in diesem Falle allerdings nicht im Sinne des Gruselns gemeint sein, vielmehr in der absoluten Schrottigkeit, von der ersten bis zur letzten Sekunde. Die Schauspieler (Zeitzeugen können sich an Lorenzo Lamas erfreuen, der hier einen rassistischen Befehlshaber gibt) sind allesamt total über den Berg und wenn dazu noch Dialoge, die wohl einer drastischen Gehirnwasserabsenkung ihren Ursprung zu verdanken haben, auf die so ziemlich schlechteste deutsche Synchronisation seit Ewigkeiten treffen, kommt einem die Haiflossensuppe von vorgestern ganz schnell wieder hoch. Die Effekte sind, nun ja, das ist dem Genre so zu eigen, recht preiswert, aber nicht vergleichsweise so eine visuelle Katastrophe, wie die, im negativen Sinn, comichafte Bebilderung, gepaart mit einer Ausleuchtung, die man sonst nur von ganz kreativen Diskothekenbeleuchtern kennt. Aua, meine Augen, aua, meine Ohren! Unterm Strich ein absoluter Haufen Octopuskacke, selbst ein B-Movie-geschulter Mensch wie meine Wenigkeit konnte sich das nur viergeteilt, unterbrochen von Mahlzeiten, traumlosen Schlaf usw. antun. Wer so abgebrüht ist, sich des Ganze dennoch zugeben, wird bei YouTube fündig. Ich hoffe, so was passiert mir nie wieder! ;o)
Wytch Hazel »Dry Bones« (»III: Pentecost«, 2020)
Forscherin Emma (seltsamerweise sind die Meeresbiologinnen in diesen Filmen meist weiblich besetzt [Schlauberger: Sonst wären es ja Biologen, Ha!]) beobachtet Wale, während die US Army ein nicht ganz legales Manöver durchführt, bei dem, mittels einer Sprengung, zwei prähistorische Tiere aus dem ewigen Eis befreit werden. Shit happens, und ab sofort gurken ein grimmiger Megalodon und sein achtarmiger Gegenspieler durch die Weltmeere. Der Hai beißt schon mal in die Golden Gate Bridge, der Tintenfisch hat es auf Tokyo abgesehen. Also versuchten Amerikaner und Japaner, die zwei Viecher aufeinander zu hetzen, um das Problem aus der Welt zu schaffen.
Natürlich findet man diesen Film in der Gernreschublade des Tierhorrors. Horror kann in diesem Falle allerdings nicht im Sinne des Gruselns gemeint sein, vielmehr in der absoluten Schrottigkeit, von der ersten bis zur letzten Sekunde. Die Schauspieler (Zeitzeugen können sich an Lorenzo Lamas erfreuen, der hier einen rassistischen Befehlshaber gibt) sind allesamt total über den Berg und wenn dazu noch Dialoge, die wohl einer drastischen Gehirnwasserabsenkung ihren Ursprung zu verdanken haben, auf die so ziemlich schlechteste deutsche Synchronisation seit Ewigkeiten treffen, kommt einem die Haiflossensuppe von vorgestern ganz schnell wieder hoch. Die Effekte sind, nun ja, das ist dem Genre so zu eigen, recht preiswert, aber nicht vergleichsweise so eine visuelle Katastrophe, wie die, im negativen Sinn, comichafte Bebilderung, gepaart mit einer Ausleuchtung, die man sonst nur von ganz kreativen Diskothekenbeleuchtern kennt. Aua, meine Augen, aua, meine Ohren! Unterm Strich ein absoluter Haufen Octopuskacke, selbst ein B-Movie-geschulter Mensch wie meine Wenigkeit konnte sich das nur viergeteilt, unterbrochen von Mahlzeiten, traumlosen Schlaf usw. antun. Wer so abgebrüht ist, sich des Ganze dennoch zugeben, wird bei YouTube fündig. Ich hoffe, so was passiert mir nie wieder! ;o)
Wytch Hazel »Dry Bones« (»III: Pentecost«, 2020)
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17.10.2020
Rockabilly Zombie Weekend
Es gibt Filme, da ist der Name offensichtliches Programm, man greift gerne zu. Dieses, 2013 in den USA produzierte, Exemplar ist so ein Beispiel.
Becky und Grant wollen heiraten, natürlich mit einer amtlichen Party, inklusive Rockabilly Band und dementsprechendem Publikum. Währenddessen verbreitet sich eine Seuche, die durch Moskitos (Schauplatz sind die Sümpfe Floridas) übertragen wird. Die Regierung hat auch ein Gegenmittel, doch das hat auch Nebenwirkungen. Wie auch immer, nach und nach verwandeln sich die Leute in Zombies. Das bedeutet, das Brautpaar muss teilweise die eigene Hochzeitsgesellschaft dezimieren und fliehen...
Kulisse und Charaktere, die auch den Namen verdienen, bzw. ordentlich ausgearbeitet wurden, sind stimmig. Dazu kommt ein gescheiter, für diese Art von Film ausreichender Plot und nette Redneck Stimmung plus schöne Musik. Beste Unterhaltung und für Freunde der untoten Kultur ein Schmankerl! Gibt´s in voller Pracht via YouTube zu sehen.
Immer wieder schön, wenn sich Filmproduzenten die Mühe machen, ein stylishes Musikvideo zum Film zu kredenzen!
Killer Moonshine »Rockabilly Zombie Weekend« (2013)
Becky und Grant wollen heiraten, natürlich mit einer amtlichen Party, inklusive Rockabilly Band und dementsprechendem Publikum. Währenddessen verbreitet sich eine Seuche, die durch Moskitos (Schauplatz sind die Sümpfe Floridas) übertragen wird. Die Regierung hat auch ein Gegenmittel, doch das hat auch Nebenwirkungen. Wie auch immer, nach und nach verwandeln sich die Leute in Zombies. Das bedeutet, das Brautpaar muss teilweise die eigene Hochzeitsgesellschaft dezimieren und fliehen...
Kulisse und Charaktere, die auch den Namen verdienen, bzw. ordentlich ausgearbeitet wurden, sind stimmig. Dazu kommt ein gescheiter, für diese Art von Film ausreichender Plot und nette Redneck Stimmung plus schöne Musik. Beste Unterhaltung und für Freunde der untoten Kultur ein Schmankerl! Gibt´s in voller Pracht via YouTube zu sehen.
Immer wieder schön, wenn sich Filmproduzenten die Mühe machen, ein stylishes Musikvideo zum Film zu kredenzen!
Killer Moonshine »Rockabilly Zombie Weekend« (2013)
10.10.2020
Saturday Morning Massacre
Dieser Film wurde 2012 in den USA produziert und hört im Original aud den Namen »Saturday Morning Mystery«, was eher gepasst hat, aber da die Verleger deutscher Filmrechte offenbar mit der Ästhetik einheimischer Videotheken der VHS-Ära sozialisiert wurden, hat man aus dem Geheimnis kurzerhand ein Massaker gemacht.
Eine Gruppe (plus Hund) jugendlicher Paranormalitätenfreaks (nennt man das so?) erhält den Auftrag, die leerstehende Villa der Familie Kyser zu erkunden, in der über die Jahre immer wieder seltsame Dinge geschehen sind. Weil das so ist, wird sie in der jüngeren Gegenwart von Teenies gerne mal dazu genutzt, satanische Rituale abzuhalten. Bestes Futter für die angehenden Geisterjäger. Als sie dort ankommen, lebt der Auftraggeber bereits nicht mehr...
An sich ist der Film ganz gut gelungen. Die Scooby Doo-Assoziation, die sich beizeiten aufdrängt, in einem Gespräch auch zitiert wird, hätte gerne weiter ausgebaut werden können, wurde sie aber nicht - schade eigentlich. Ansonsten wird man dem Budget und Genre etsprechend bestens unterhalten, inklusive eines netten Finals. Gibt´s bei YouTube. Und wir lernen was dazu: Kinder, Finger weg von Drogen, wenn ihr Geister fangen wollt! ;o)
Im Abspann gibt's, obwohl der sonstige Soundtrack auch ganz nett, weil abwcheslungsreich ist, noch mal ordentlich was fürs Stahlgebiss, zelebriert durch die texanische Band Vesparian Sorrow.
Vesparian Sorrow »Casting Dawn Into Shadow« (»Stormwinds Of Ages«, 2012)
Eine Gruppe (plus Hund) jugendlicher Paranormalitätenfreaks (nennt man das so?) erhält den Auftrag, die leerstehende Villa der Familie Kyser zu erkunden, in der über die Jahre immer wieder seltsame Dinge geschehen sind. Weil das so ist, wird sie in der jüngeren Gegenwart von Teenies gerne mal dazu genutzt, satanische Rituale abzuhalten. Bestes Futter für die angehenden Geisterjäger. Als sie dort ankommen, lebt der Auftraggeber bereits nicht mehr...
An sich ist der Film ganz gut gelungen. Die Scooby Doo-Assoziation, die sich beizeiten aufdrängt, in einem Gespräch auch zitiert wird, hätte gerne weiter ausgebaut werden können, wurde sie aber nicht - schade eigentlich. Ansonsten wird man dem Budget und Genre etsprechend bestens unterhalten, inklusive eines netten Finals. Gibt´s bei YouTube. Und wir lernen was dazu: Kinder, Finger weg von Drogen, wenn ihr Geister fangen wollt! ;o)
Im Abspann gibt's, obwohl der sonstige Soundtrack auch ganz nett, weil abwcheslungsreich ist, noch mal ordentlich was fürs Stahlgebiss, zelebriert durch die texanische Band Vesparian Sorrow.
Vesparian Sorrow »Casting Dawn Into Shadow« (»Stormwinds Of Ages«, 2012)
04.10.2020
Zombie Cheerleading Camp
Diese, sicherlich nicht ernst gemeinte, Zombie..nun ja...Komödie stammt aus den USA und wurde 2007 auf die Menschheit losgelassen.
Der Film beginnt, politisch hierzulande völlig unkorrekt, aber gut, sind ja Amis, mit einer Reihe Comicbilder, die erklären, wie eine toxische Substanz im KZ Dachau(!) die Insassen (nein, wir hinterfragen das lieber nicht) in Zombies verwandelte. Daher wurde das Zeug von den Nazis in Fässern in eine Höhle geschleppt. Diese sprengten sie, aber ein pfiffiges Eichhörnchen gelangte ins innere und fiel in ein Giftfass, wo es - welch Ungemach - zum Zombieeichhörnchen mutierte. So viel zur Einleitung.
Gegenwart: Ein Haufen weiblicher Teenies wird in ein Cheerleader Camp gebracht, wo sie unter der Fuchtel einer grenzdebilen Trainerin und ihres schwulen Sohnes (erfolgreichster männlicher Cheerleader, weltweit) eine Woche lang trainiert und gedrillt werden sollen. Außerdem betreten drei einheimische Jungs, die nicht viel anderes als kiffen und natürlich die frisch angekommenen Girls im Kopf haben, die Kulisse. Einer von den dreien wird natürlich von einem Zombieeichhörnchen angegriffen. Wie das Vieh jetzt von Bayern in die amerikanische Einöde gelangte bleibt unklar, aber es ist ungefähr die längste, albernste Szene des Streifens, wer noch so etwas wie Schamgefühl besitzt, lässt diesem spätestens jetzt freien Lauf... Unfassbar...
Der Titel erzählt die komplette Handlung und im Grunde (nennt man das jetzt zeitlos?) könnte der Quark auch 1990 auf den Markt gekommen sein, künstlerischer Dilletantismus kennt kein Alter. Wer sich trotzdem schon immer für Cheerleading interessiert hat und zudem keine Angst davor hat, Lebenszeit zu verschwenden, kann sich das bei YouTube reinziehen. Man gönnt sich ja sonst nichts. ;o)
PS: Viele Werbespots versprechen, dass z. B. dein Haar nach Konsum dies oder jenen Produkts nach 15 Minuten mehr Locken hat, oder mit dem neuen Putzi Megaultra der Fleck nach 15 Minuten aus der Lieblingsbluse raus ist. Dieser Film könnte versprechen, dass die Schwiegermutter nach einer Viertelstunde ihren mehrstündigen Besuch ohne weiteren Kommentar beendet. Nur als kleine Idee.
Einstürzende Neubauten »NNNAAAMMM« (»Ende Neu«, 1996)
Der Film beginnt, politisch hierzulande völlig unkorrekt, aber gut, sind ja Amis, mit einer Reihe Comicbilder, die erklären, wie eine toxische Substanz im KZ Dachau(!) die Insassen (nein, wir hinterfragen das lieber nicht) in Zombies verwandelte. Daher wurde das Zeug von den Nazis in Fässern in eine Höhle geschleppt. Diese sprengten sie, aber ein pfiffiges Eichhörnchen gelangte ins innere und fiel in ein Giftfass, wo es - welch Ungemach - zum Zombieeichhörnchen mutierte. So viel zur Einleitung.
Gegenwart: Ein Haufen weiblicher Teenies wird in ein Cheerleader Camp gebracht, wo sie unter der Fuchtel einer grenzdebilen Trainerin und ihres schwulen Sohnes (erfolgreichster männlicher Cheerleader, weltweit) eine Woche lang trainiert und gedrillt werden sollen. Außerdem betreten drei einheimische Jungs, die nicht viel anderes als kiffen und natürlich die frisch angekommenen Girls im Kopf haben, die Kulisse. Einer von den dreien wird natürlich von einem Zombieeichhörnchen angegriffen. Wie das Vieh jetzt von Bayern in die amerikanische Einöde gelangte bleibt unklar, aber es ist ungefähr die längste, albernste Szene des Streifens, wer noch so etwas wie Schamgefühl besitzt, lässt diesem spätestens jetzt freien Lauf... Unfassbar...
Der Titel erzählt die komplette Handlung und im Grunde (nennt man das jetzt zeitlos?) könnte der Quark auch 1990 auf den Markt gekommen sein, künstlerischer Dilletantismus kennt kein Alter. Wer sich trotzdem schon immer für Cheerleading interessiert hat und zudem keine Angst davor hat, Lebenszeit zu verschwenden, kann sich das bei YouTube reinziehen. Man gönnt sich ja sonst nichts. ;o)
PS: Viele Werbespots versprechen, dass z. B. dein Haar nach Konsum dies oder jenen Produkts nach 15 Minuten mehr Locken hat, oder mit dem neuen Putzi Megaultra der Fleck nach 15 Minuten aus der Lieblingsbluse raus ist. Dieser Film könnte versprechen, dass die Schwiegermutter nach einer Viertelstunde ihren mehrstündigen Besuch ohne weiteren Kommentar beendet. Nur als kleine Idee.
Einstürzende Neubauten »NNNAAAMMM« (»Ende Neu«, 1996)
27.09.2020
Escape From Cannibal Farm
Ich geh kaputt, mal ein Gruselstreifen, dem man keinen bescheuerten deutschen Alternativtitel verpasst hat! Welch Freude aber auch. Dieser hier stammt aus dem Jahr 2017 und ist eine britische Produktion.
Als erstes lernen wir die Farmer-Familie Hansen kennen, die weit ab vom Schuss lebt. Deren Sohn wird von den Jungs der Nachbarfarm traktiert und erleidet schließlich schwerste Verbrennungen, unter anderem im Gesicht. Das verkraftet seine Mutter nicht und wählt den Freitod durch Feuer. Es bleiben also der entstellte Junge und sein emotional gebrochener Vater übrig.
Zeitsprung in die Gegenwart. Eine Familie wird, nach dem Willen des Stiefvaters, der sich als kauziges Oberhaupt profiliert, ein Campingwochenende mitten in der Einöde verbringen. Zufällig unweit der Farm der Hansens. Das dort einiges im Argen liegt, suggeriert schon der Filmtitel und mehr zu schreiben, ohne heftig zu spoilern, wird an dieser Stelle schwer, daher belassen wir es bei dieser Inhaltsangabe.
Fangen wir mal mit dem Positiven an: Auch wenn beim Thema Backwood weder das Rad, noch einschlägige Mordwaffen neu erfunden werden, wartet der Film mit ein paar guten Ideen und vor allem mit einem schwungvollen Ende auf. Kulisse und Cast gehen auch in Ordnung, wenngleich etwas überambitionert geschauspielert wird. Womit wir uns der miesen Seite nähern... Nebst ein paar völlig seltsamen Schnitten (gucken die sich das nie an, bevor sie ihre Filme veröffentlichen), ruiniert die grottige deutsche Synchronisation (hören die sich das nie an,...) des öfteren die Atmosphäre. Noch was Gutes: wenigstens haut der Flüchtende in einer Szene dem Bösling wirklich mal so lange auf den Pelz, bis der liegen bleibt, wird ja chronisch verkackt, also da freut man sich doch direkt mal. ;o)
Unterm Strich bleibt ganz gute, dem Genre entsprechende Unterhaltung. Die großen Filmkritiker und -ästheten werden so etwas ohnehin nicht konsumieren. Anschauen kann man sich das in voller Länge u. a. via YouTube.
Auðn »Ljóstýra« (»Ljóstýra«, 2020)
Als erstes lernen wir die Farmer-Familie Hansen kennen, die weit ab vom Schuss lebt. Deren Sohn wird von den Jungs der Nachbarfarm traktiert und erleidet schließlich schwerste Verbrennungen, unter anderem im Gesicht. Das verkraftet seine Mutter nicht und wählt den Freitod durch Feuer. Es bleiben also der entstellte Junge und sein emotional gebrochener Vater übrig.
Zeitsprung in die Gegenwart. Eine Familie wird, nach dem Willen des Stiefvaters, der sich als kauziges Oberhaupt profiliert, ein Campingwochenende mitten in der Einöde verbringen. Zufällig unweit der Farm der Hansens. Das dort einiges im Argen liegt, suggeriert schon der Filmtitel und mehr zu schreiben, ohne heftig zu spoilern, wird an dieser Stelle schwer, daher belassen wir es bei dieser Inhaltsangabe.
Fangen wir mal mit dem Positiven an: Auch wenn beim Thema Backwood weder das Rad, noch einschlägige Mordwaffen neu erfunden werden, wartet der Film mit ein paar guten Ideen und vor allem mit einem schwungvollen Ende auf. Kulisse und Cast gehen auch in Ordnung, wenngleich etwas überambitionert geschauspielert wird. Womit wir uns der miesen Seite nähern... Nebst ein paar völlig seltsamen Schnitten (gucken die sich das nie an, bevor sie ihre Filme veröffentlichen), ruiniert die grottige deutsche Synchronisation (hören die sich das nie an,...) des öfteren die Atmosphäre. Noch was Gutes: wenigstens haut der Flüchtende in einer Szene dem Bösling wirklich mal so lange auf den Pelz, bis der liegen bleibt, wird ja chronisch verkackt, also da freut man sich doch direkt mal. ;o)
Unterm Strich bleibt ganz gute, dem Genre entsprechende Unterhaltung. Die großen Filmkritiker und -ästheten werden so etwas ohnehin nicht konsumieren. Anschauen kann man sich das in voller Länge u. a. via YouTube.
Auðn »Ljóstýra« (»Ljóstýra«, 2020)
14.07.2020
Cabin 28
Aus dem Jahr 2017 stammt dieser amerikanische Streifen, der für den deutschen Markt noch den pfiffigen Namenszusatz »Sie sind längst da« aufs blutunterlaufene Auge gedrückt bekam. Er basiert tatsächlich auf wahren Begebenheiten (im Gegensatz zu drölfzig anderen Produktionen, die das werbewirksam von sich behaupten). Im Jahr 1981 ereigneten sich in einem Ferienpark mehrere Morde, genauer gesagt in Hütte Nummer 28. Dieses, bis heute unaufgeklärte Verbrechen ging als Keddie Murders in die Geschichte ein.
Es ist der 11. April des Jahres 1981, Mutter Sue und ihre Kinder verbringen freie Tage in einem Ferienpark, nahe dem Örtchen Keddie. Mitten in die Idylle platzen ein paar maskierte, brutale Gestalten. Das werden mehrere Leute nicht überleben. Darauf hin übernimmt die Polizei die Ermittlungen, jedoch ohne Erfolg.
Klingt vielleicht inhaltsarm, hat aber aufgrund der Tatsache, dass es sich so oder so ähnlich zugetragen haben muss, eine durchaus interessante Ebene. Die Handlung besteht praktisch aus zwei Teilen, den Ereignissen im und um das Haus, sowie den Verhören der dringend Tatverdächtigen durch den Sheriff. Dabei wirkt das Ganze oft etwas hölzern und bemüht. Darsteller und Synchronisation tun dazu ihren Teil. Insgesamt wäre sicher mehr drin gewesen, aber wer sich grundlegend für Grusel gepaart mit true crime Romantik begeistern kann, sollte hier ruhig mal ein Auge riskieren. Vorher bitte die Türen verschließen! ;o)
Gibt es in voller Länge bei YouTube zu bestaunen.
Skadaddyz »Get Up« (»Rude Boyz«, 2003)
Es ist der 11. April des Jahres 1981, Mutter Sue und ihre Kinder verbringen freie Tage in einem Ferienpark, nahe dem Örtchen Keddie. Mitten in die Idylle platzen ein paar maskierte, brutale Gestalten. Das werden mehrere Leute nicht überleben. Darauf hin übernimmt die Polizei die Ermittlungen, jedoch ohne Erfolg.
Klingt vielleicht inhaltsarm, hat aber aufgrund der Tatsache, dass es sich so oder so ähnlich zugetragen haben muss, eine durchaus interessante Ebene. Die Handlung besteht praktisch aus zwei Teilen, den Ereignissen im und um das Haus, sowie den Verhören der dringend Tatverdächtigen durch den Sheriff. Dabei wirkt das Ganze oft etwas hölzern und bemüht. Darsteller und Synchronisation tun dazu ihren Teil. Insgesamt wäre sicher mehr drin gewesen, aber wer sich grundlegend für Grusel gepaart mit true crime Romantik begeistern kann, sollte hier ruhig mal ein Auge riskieren. Vorher bitte die Türen verschließen! ;o)
Gibt es in voller Länge bei YouTube zu bestaunen.
Skadaddyz »Get Up« (»Rude Boyz«, 2003)
08.07.2020
The Jester: Chapter 3
Wir hatten an dieser Stelle schon die ersten beiden Teile dieser Kurzfilmreihe. Inzwischen gibt es einen sehenswerten dritten Teil - da isser. ;o)
Billy Idol »Untouchables« (»Don´t Stop«, 1981)
05.07.2020
Volcano Zombies
Im Original hieß der Film »The Burning Dead«, was irgendwie besser passt, als der deutsche Untertitel »Die Toten brennen nicht«, aber wer will an dieser Stelle schon kleinlich sein. Es handelt sich um eine amerikanische Produktion aus dem Jahr 2015 und wenngleich der anfangs erwähnte Titel Schlimmes erahnen lässt - keine Bange, Danny Trejo ist an Bord, was soll da schon schiefgehen?
Anfangs erzählt Mr. Trejo, der hier einen Indianer mimt, ein paar Kids von einem verfluchten Berg. Diesen gibt es tatsächlich, nahe eines Kaffs in den Rocky Mountains. Es handelt sich um einen zuletzt vor 200 Jahren aktiven Vulkan, der allerdings kurz vor einem neuerlichen Ausbruch steht. Der Ort wird evakuiert, aber es gibt auch einige uneinsichtige Menschen und der Sheriff hat alle Hände voll zu tun, seine Schäfchen zu retten. Da spuckt der Vulkan auch schon Magma und... Zombies!
Man bekommt ungefähr das geboten, was man bei einem Film mit diesem Titel und Danny Trejo als Aufhänger erwartet: preiswerte Unterhaltung. Die Zombies sind halbwegs okay, die Computereffekte zwischen geht so und es hätte 2015 selbst für den schlanken Taler besser gehen müssen. Kann man sich u. a. via Netzkino reinpfeifen.
Rammstein »Puppe« (»Rammstein«, 2019)
Anfangs erzählt Mr. Trejo, der hier einen Indianer mimt, ein paar Kids von einem verfluchten Berg. Diesen gibt es tatsächlich, nahe eines Kaffs in den Rocky Mountains. Es handelt sich um einen zuletzt vor 200 Jahren aktiven Vulkan, der allerdings kurz vor einem neuerlichen Ausbruch steht. Der Ort wird evakuiert, aber es gibt auch einige uneinsichtige Menschen und der Sheriff hat alle Hände voll zu tun, seine Schäfchen zu retten. Da spuckt der Vulkan auch schon Magma und... Zombies!
Man bekommt ungefähr das geboten, was man bei einem Film mit diesem Titel und Danny Trejo als Aufhänger erwartet: preiswerte Unterhaltung. Die Zombies sind halbwegs okay, die Computereffekte zwischen geht so und es hätte 2015 selbst für den schlanken Taler besser gehen müssen. Kann man sich u. a. via Netzkino reinpfeifen.
Rammstein »Puppe« (»Rammstein«, 2019)
31.05.2020
Fahrstuhl des Grauens
Nicht alles, was aus den Niederlanden kommt ist automatisch Mist. Also geschmacksneutrales Gemüse schon, aber in Sachen Kultur haben unsere Käse jonglierenden Nachbarn mit den orangenen Trikots schon was auf dem Kasten. Davon zeugt zum Beispiel dieser Gruselklassiker aus dem Jahr 1983 mit dem Originaltitel »De Lift«.
In einem Hochhaus befindet sich ein Aufzug, der mit der für damals modernsten Technik vollgestopft ist, Mikrochips steuern das Ganze. Aber irgendwas stimmt nicht, der Lift entwickelt ein Eigenleben. Ein paar Menschen ersticken fast, als der Strom samt Klimaanlage mitten in der Nacht ausfällt, ein nächster Mann bleibt mit seinem Kopf zwischen den Türen hängen, die ihn auch nicht wieder hergeben wollen und so weiter. Fahrstuhlmonteur Felix kommt das alles seltsam vor und er versucht mit Unterstützung von Journalistin Mieke, die eine große Story wittert, der Sache auf den Grund zu gehen. Während sie mächtigen Technologiefirmen in die Quere kommen, erwischt es noch den einen oder anderen, der dem Lift zu nahe kommt. Die Polizei ist auch keine große Hilfe...
Anhand von Frisuren, Autos und vor allem beim zeitweise unfreiwillig komischen Soundtrack merkt man natürlich, dass der Film ein alter Schinken ist. Aber die Unfälle, oder wie immer man das nennen möchte und die klaustrophobische Stimmung, die Aufzüge bzw. deren Schächte bei manchen verursachen und die leise Kritik ins blinde Vertrauen in die moderne Technik, haben den Film gut altern lassen und so funktioniert und unterhält er heute noch vom feinsten. Kann man sich übrigens im Ganzen bei YouTube reinpfeifen.
Behemoth »Evoe« (»A Forest«, 2020)
In einem Hochhaus befindet sich ein Aufzug, der mit der für damals modernsten Technik vollgestopft ist, Mikrochips steuern das Ganze. Aber irgendwas stimmt nicht, der Lift entwickelt ein Eigenleben. Ein paar Menschen ersticken fast, als der Strom samt Klimaanlage mitten in der Nacht ausfällt, ein nächster Mann bleibt mit seinem Kopf zwischen den Türen hängen, die ihn auch nicht wieder hergeben wollen und so weiter. Fahrstuhlmonteur Felix kommt das alles seltsam vor und er versucht mit Unterstützung von Journalistin Mieke, die eine große Story wittert, der Sache auf den Grund zu gehen. Während sie mächtigen Technologiefirmen in die Quere kommen, erwischt es noch den einen oder anderen, der dem Lift zu nahe kommt. Die Polizei ist auch keine große Hilfe...
Anhand von Frisuren, Autos und vor allem beim zeitweise unfreiwillig komischen Soundtrack merkt man natürlich, dass der Film ein alter Schinken ist. Aber die Unfälle, oder wie immer man das nennen möchte und die klaustrophobische Stimmung, die Aufzüge bzw. deren Schächte bei manchen verursachen und die leise Kritik ins blinde Vertrauen in die moderne Technik, haben den Film gut altern lassen und so funktioniert und unterhält er heute noch vom feinsten. Kann man sich übrigens im Ganzen bei YouTube reinpfeifen.
Behemoth »Evoe« (»A Forest«, 2020)
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