Ich nehme es der Nation Dänemark persönlich krumm, dass ich keinen Sacond Hand-Laden finden konnte, der mir preiswert eine original dänisch gesungene Gitte-Vinylpressung überläßt. Das muss doch möglich sein, so klein ist Kopenhagen nun auch wieder nicht. Plattenläden ja, die neue Volbeat hoch und runter und auch sonst alles mögliche. Aber keine Gitte. Aber dank Netz, hol ich das jetzt selbst nach. Im örtlichen Radio scheint man sowas zugunsten von Alejandro & Co. auch zu ignorieren.
Gitte Hænning »Hollywood drømme« (1978)
Bin auch ordentlich bierfündig geworden, doch zum Erstaunen meines Gaumens und des Gesamtkörpers war verflucht viel widerliche Schlurkse (wie einer unserer aufmerksamen Mitarbeiter jetzt herausfand, ein echtes Unikat, hehe...) dabei. Na ja, der Wissenschaft zuliebe läßt man auch das über sich ergehen.
Nebenher wurden diverse Nobelpreise vergeben. Keiner für uns, aber was soll´s, gab halt wichtigere Dinge. Warum bei der Vergabe des Literaturpreise allerdings der allseits geschätzte Jungautor Hans Uwe Meyer Bug und dessen neueste Klappbroschüre »Sibiriens Tierwelt - Wo dem Igel fast das Glied abfriert« ignoriert wurde, weiß man nicht, will es aber auch gar nicht wissen.
Nu is aber gut für heute, kaum liegt Netz an meiner erbärmlichen Mobiltechnik an, fange ich auch umgehend an zu labern, was das Zeug hält. Obwohl: der Platz ist da. Andererseits: Lass ich´s lieber sein für heute, könnte ja auch noch einen gemütlichen machen... Mach ich!
Gut´s Nächtle zusammen, oder Godnat, wie der Däne sagt!
Sicherlich handeln weltweit die meisten Lieder von Liebe, damit verbundenen Gefühlen und deren praktischer Umsetzung (davon gefühlte 99% singt Roland Kaiser). Dann gibt es Lieder über Städte. Berlin, Paris, sicher ganz weit vorne. Wer aber singt über Stuttgart? Kennt da jemand ein Lied? Ich kenne keines und ehrlich gesagt, jetz wo ich dort bin, fällt mir auch keines ein. Was will man auch schon singen, über eine Stadt, die den Charme eines überfahrenen Igels hat? Nun regnet es auch noch...
Immerhin: Auf dem Weg dahin mehrere schwarzgelbbeflaggte Autos gesehen und an der Raststätte nur aufgrund des Nummernschildes freundlich begrüßt worden. Aber mal im Ernst, Jungs... Wo liegt die Grenze zwischen Clubtreue und Masochismus? Trotzdem alles gute in Heidenheim! (und Respekt davor, sich vormittags schon erstaunliche Mengen einheimischen Bieres in die Wampe zu füllen)
PS: Nebenher lamentiert Peter Klöppel über bevorstehende Randale. Hoffentlich auch in seinem Vorgarten, diese Nervensäge. Dazu noch ein Familienvater, der so humorig veranlagt ist, Polizisten mit brennbaren Flüssigkeiten zu besprühen und anschließend mit Knallern zu bewerfen. Das alles schön erkärt und dokumentiert, wenn da nicht mancher eine Anregung für die Mai-Demo bezieht... Früher hätten wir den Genossen gewunken, heute gibts was auf die Fresse, Zeiten ändern sich... Burn, Guido, burn!
Wir hatten das Thema schon mal, aber es wird nicht appetitlicher, wenn man es totschweigt. Also, Nachschlag...
Eigentlich nicht ganz kindgerecht, was man alles so sieht, wenn man mal ein paar Meter die Autobahn benutzt. Da wären gefühlte zwanzig Insekten, die in den surrealsten Formen und schillerndsten Farben ihr Leben beim Aufprall auf die Windschutzscheibe lassen. Auch der Igel, wenn´s denn einer war, ohne Jacke am Straßenrand. Mutti, ist der tot? - Nein, der schläft nur. Dem Schmetterling am Scheibenwischer ist das schmettern auch vergangen. Gefährliches Pflaster, wie der Volksmund sagt. Die Dunkelziffer der Autobahntoten muss also deutlich im astronomischen Bereich liegen, da verblasst so mancher Blechschaden, es sei denn, das Reh klebt noch am Auto.