Der alte jüdische Friedhof in der Dresdener Neustadt ist einer der kleinsten der Stadt. Er wurde 1869 geschlossen (zeitgleich wurde der neue jüdische Friedhof in Johannstadt eröffnet), kann aber nach Terminabsprache mit dem zuständigen Verein besichtigt werden. 1263 Gräber mit ca. 800 Grabsteinen findet man hier.
Der ungarische Regisseur Béla Olt (Bela Lugosi verwendete am Anfang seiner Karriere das Pseudonym Arisztid Olt, vielleicht daher) dreht Anfang des letzten Jahrhunderts einen Film in Rumänien. Besser gesagt, er beginnt nur damit, denn das Filmstudio ist mit einem Teufelsfluch belegt, die Geschichte dazu erfährt man am Anfang des Films. Kurzum: der Film wird nie fertig, Menschen sterben, Olt verschwindet auf Nimmerwiedersehen.
Ein Jahrhundert später macht sich der junge Regisseur Marcus Reed daran das Werk zu vollenden. Schlechtes Omen: Marcus leidet ohnehin an paranormalen Visionen. So kommt, was wir schon ahnen. Der Orginialdrehplatz wehrt sich mit Händen, Füßen oder ohne Vorwarnung herunterfallenden Scheinwerfern. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Realität, Filmset und Marcus´ Visionen gefährlich.
Der oh-oh!-Gesichtsausdruck
Also, hm, was soll man sagen... Mal positiv herangegangen hat der Film eine gute Idee. Und ausreichend Handlung für seine Spieldauer (98 min uncut, 86 min P16 [davon knapp 8 min Abspann]) hat er auch. Den Sehfluss dieser japanisch-amerikanischen Koproduktion behindern andere Dinge. Zum einen ist hier wirklich alles unnatürlich ausgeleuchtet. Das wirkt preiswert und dämmt die Spannung in entscheidenden Momenten ein. Zudem wirken die digitalen Spezialeffekte völlig deplaziert. Nicht schlecht im eigentlichen Sinne, aber sie sind schlicht überambitioniert (das ist wohl die asiatische Seite der Medaille) und passen nicht zum Rest der Kulisse. Die deutsche Synchronisation (das geht im Vorspann mit dem Gebrauch des Wortes Gypsy schon mal schaurig los) segelt hart am Wind, aber die absolute Krönung ist der Hauptdarsteller, der die ganze Zeit nur zwischen zwei Gesichtsausdrücken (booah! und oh-oh!) hinundher zu wechseln scheint. Das nervt und wer will schon genervt sein...